Vorlesungs- und Lehrendenverzeichnis

WiSe 2011

Entstehung und Entfaltung christlicher Credos

Johann Ev. Hafner | Di 16 - 18 Uhr | Raum: 1.11.1.22 | Erste Veranstaltung: 18.10.2011

PULS

Neben einer eigenen Ritualsprache und einem eigenen Ethos entwickelte das Christentum eine eigene religi√∂se Erz√§hlung (Mythos). Wie kam es, dass diese Erz√§hlung zu einem gro√üen, teils sehr abstrakten Glaubensgeb√§ude ausgebaut wurde? Das Bem√ľhen, das Wesentliche in wenigen S√§tzen zu sagen, hat aus einzelnen Bekenntnisrufen (Jesus ist der Herr!) systematische S√§tze und schlie√ülich ein festes Credo werden lassen (z.B. das Nicaeno-Konstantinopolitanum). Dieser Entwicklung vom 1. bis zum 5. Jahrhundert soll im ersten Teil des Seminars nachgegangen werden. In der Reformation nehmen sie die Form der Bekenntnisschriften an (z.B. Confessio augustana).
Mit der De-Etablierung des Christentums ist das Interesse am √úberblickswissen gewachsen. Worin besteht das Unterscheidende und Entscheidende dieses Glaubens? Im zweiten Teil werden wir moderne Entw√ľrfe lesen, welche das christliche Geb√§ude in Gesamtdarstellungen zu beschreiben versuchen. Sie betrachten das Christentum quasi von au√üen, wollen aber dennoch den wesentlichen Kern erfassen (z.B. Harnacks "Das Wesen des Christentums").
Ziel des Seminars ist es, die Einschluss- und Ausschlusswerte der wichtigsten Credos kennen zu lernen. Was fällt heraus? Was wird betont? Was wird maßgeblich?

Literatur

Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, hg. von Peter H√ľnermann, Freiburg im Breisgau u.a. (42. Aufl.) 2009 Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, G√∂ttingen (10. Aufl.) 1996 Die Confessio Augustana, hg. v. Leif Grane, G√∂ttingen (6. Aufl.) 2006
Staats, R.: Das Glaubensbekenntnis von Niz√§a-Konstantinopel, Darmstadt 1999 K√ľng, H.: Credo. Das Apostolische Glaubensbekenntnis - Zeitgenossen erkl√§rt, M√ľnchen 1992 Hauschild, W.-D., Art. Nic√§no-Konstantinopolitanum, in: Theologische Realenzyklop√§die 24 (1994) 444-456 Zahrnt, H.: Wozu ist das Christentum gut? M√ľnchen 1972 P. Rosien/H. Pawlowski (Hg.): Mein Credo. Pers√∂nliche Glaubensbekenntnisse. Kommentare und Informationen, Publik Forum 1999 Beinert, W.: Das Christentum. Eine Gesamtdarstellung, Freiburg 2007.

Studiengänge und Module

LPSWSbenotet
LA LER 2003
  82202 
Religionstheorie oder religiöse Ausdrucksformen, Hauptstudium: Religionswissenschaft
3
2
ja
ML LER 200
  2022 
Religionstheorie und Religiöse Ausdrucksformen, Themen der Religion
3
2
ja
ML LER 2011
  1121 
Seminar, Berfusfeldbezogenes Vertiefungsmodul LG (MV)
3
2
ja
  1111 
Seminar (151), Aufbaumodul Fachwissenschaften f√ľr LSIP 1
3
2
nein
  1112 
Seminar Philosophie oder Religionswissenschaft (152), Aufbaumodul Fachwissenschaften f√ľr LSIP 1
3
2
nein
MT Judentum und Christentum im kulturellen Kontext 2007
  1032 
Seminar, Lehren des Christentums
2
2
ja
  1033 
Seminar, Lehren des Christentums
2
2
ja
MT Judentum und Christentum im kulturellen Kontext 2011
  110 
Lehrveranstaltung, Lehren und Philosophie des Christentums
3
2
nein
  111 
Lehrveranstaltung, Lehren und Philosophie des Christentums
3
2
nein

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Philosophische Fakultät
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam

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