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Schwerpunktbereich Wirtschafts-, Steuer- und Umweltstrafrecht


Schwerpunktbereich 5

a) Wahlbereich Bestrafungspraxis 

b) Wahlbereich Strafrechtspraxis

 

I. Lehrveranstaltungen

Pflichtbereich

  • Wirtschaftsstrafrecht (2 SWS)
  • Steuerstrafrecht (2 SWS)
  • Umweltstrafrecht (2 SWS)
  • Europäisches und internationales Strafrecht (2 SWS)
  • Ordnungswidrigkeitenrecht (2 SWS)
  • Übungen (2 SWS)
  • Seminare (2 SWS)

Insgesamt: 14 SWS

 

Wahlbereiche

a) Bestrafungspraxis

  • Kriminologie II (2 SWS)
  • Kriminalpolitik und Sanktionen (2 SWS)

Insgesamt: 4 SWS

 

b) Strafrechtspraxis

  • Nebenstrafrecht (2 SWS)
  • Recht der Strafverteidigung (2 SWS)

Insgesamt: 4 SWS

 

II. Lehrende

  • Prof. Dr. Uwe Hellman
  • Prof. Dr. Wolfgang Mitsch
  • Prof. Dr. Georg Steinberg
  • Dr. habil. Anna-Maria Arnold
  • Jun.-Prof. Dr. Anna Helena Albrecht

 

III. Lehrinhalte

Pflichtbereich

  • Wirtschaftsstrafrecht

Die Vorlesung vermittelt das Basiswissen des Wirtschaftsstrafrechts, das in der Wissenschaft und in der Strafrechtspraxis zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ein „allgemeiner Teil" erläutert den Begriff des Wirtschaftsstrafrechts, gibt einen Überblick über dessen Entwicklung und befasst sich mit der Sanktionierbarkeit der Unternehmensdelinquenz. Im zweiten Teil werden die „klassischen" wirtschaftsstrafrechtlichen Tatbestände Betrug und Untreue sowie deren Vorfeldtatbestände, das Börsenstrafrecht, das Insolvenz- und Bilanzstrafrecht, das Strafrecht des unlauteren Wettbewerbs und das Kartellordnungswidrigkeitenrecht behandelt.

 

  • Steuerstrafrecht

Das Steuerstrafrecht hat in den letzten Jahren zunehmend an praktischer Bedeutung gewonnen. Von Interesse ist es sowohl für Strafrechtler als auch für Steuerrechtler. Die Vorlesung behandelt das in §§ 369 - 384 Abgabenordnung (AO) geregelte materielle Steuerstraf- und Steuerordnungswidrigkeitenrecht sowie die Grundzüge des Steuerstrafverfahrensrechts (§§ 385 - 408 AO). Die Hörer sollten an den Vorlesungen zum Allgemeinen und Besonderen Teil des StGB teilgenommen haben. Grundkenntnisse des Strafprozessrechts und des Steuerrechts sind wünschenswert, aber nicht Bedingung.

 

  • Umweltstrafrecht

Das Umweltstrafrecht ist spätestens seit den neunziger Jahren in der Praxis von gewichtiger Bedeutung. Die Vorlesung dient der Vertiefung der §§ 324 ff. StGB. Da das Umweltstrafrecht vom Grundsatz der Verwaltungsakzessorietät geprägt ist, werden auch Schwerpunkte des Umweltverwaltungsrechts, insbesondere des Abfall-, Bodenschutz- und Immissionsschutzrechts wiederholt. Ferner werden Fragen des Organisationsverschuldens behandelt.

 

  • Europäisches und internationales Strafrecht

Im europarechtlichen Teil werden die Auswirkungen des europäischen Rechts (Richtlinien, Verordnungen) auf das deutsche Strafrecht, die Vorschläge für europäische Strafrechtskodifikationen (Modellstrafgesetzbuch; Corpus juris zum Schutz der finanziellen Interessen Europäischen Union) sowie die europäischen Einrichtungen zur Aufdeckung und Ermittlung von Straftaten (OLAF, EUROPOL, EUROJURIST) dargestellt. Der zweite Teil behandelt die Anwendbarkeit des deutschen Strafrechts auf Auslandssachverhalte, das Völkerstrafrecht sowie die Zuständigkeit des internationalen Strafgerichtshofs.

 

  • Ordnungswidrigkeitenrecht

Die Vorlesung behandelt das materielle Ordnungswidrigkeitenrecht (Merkmale der Ordnungswidrigkeit, Rechtsfolgen) und das Recht des Bußgeldverfahrens. Wegen der zahlreichen Parallelen zum Strafrecht ist die Erfassung dieses Rechtsgebietes recht einfach, sofern solide Kenntnisse im Strafrecht und im Strafprozessrecht vorhanden sind. Hervorgehoben werden daher die Besonderheiten des Rechts der Ordnungswidrigkeiten, durch die es sich vom Strafrecht und vom Strafprozessrecht unterscheidet.

 

Wahlbereich

  • Kriminologie II

Die Vorlesung setzt Kenntnisse der Grundlagen der Kriminologie voraus, die in der Vorlesung Kriminologie I behandelt werden. Gegenstand der Vorlesung Kriminologie II ist die Anwendung der Grundlagen der Kriminologie auf bestimmte Deliktgruppen bzw. Tätergruppen. Schwerpunktmäßig werden Wirtschaftsstraftaten, Steuerstraftaten und Umweltstraftaten aus Sicht der Ätiologie, Phänomenologie, Pönologie und Viktimologie betrachtet. Daneben finden weitere Kriminalitätserscheinungen Beachtung, wie die organisierte Kriminalität, Medienstraftaten, Straftaten im Nebenstrafrecht und Jugenddelinquenz.

 

  • Kriminalpolitik und Sanktionen

Die praktisch bedeutsamen Rechtsfolgen der Straftat werden in Lehrbüchern und Vorlesungen meist nur spärlich behandelt, obwohl sie nach der JAO - zumindest in Grundzügen - zum Pflichtfachbereich gehören. Außerdem bilden sie einen Bestandteil des strafrechtlichen Schwerpunktbereichs. Auch die Strafbemessung bei mehreren Gesetzesverletzungen ordnet das StGB dem Rechtsfolgensystem zu. Diese sog. Konkurrenzen bilden regelmäßig den Abschluss einer Klausurbearbeitung. Die Veranstaltung hat den Dritten Abschnitt des Allgemeinen Teils zum Gegenstand. Es werden die Straftaten (einschließlich Strafzumessung und Strafaussetzung zur Bewährung), Maßregeln und sonstige Sanktionen erläutert. Dabei wird auch die bisherige und künftige Entwicklung des Sanktionensystems einer Betrachtung unterzogen.

 

  • Nebenstrafrecht

Das sog. Nebenstrafrecht ist in der Praxis des Strafjuristen nichts „Nebensächliches", sondern macht einen großen Teil der täglichen Arbeit aus, zudem unterliegt es ständiger Entwicklung. Gegenstand der Vorlesung sind (dem Schwerpunktbereich 3 (alt) / 5 (neu) entsprechend): Ausländerstrafrecht, Betäubungsmittelstrafrecht, Verkehrsstrafrecht, Waffenstrafrecht, Wehrstrafrecht. Dazu werden Übersichten, Beispielsfälle und Literaturhinweise ausgegeben.

 

  • Recht der Strafverteidigung

Die Vorlesung behandelt die Rechte und Pflichten des Strafverteidigers sowie den gesetzlichen Schutz der Verteidigerstellung. Sodann werden die Mitwirkungsbefugnisse in den einzelnen Verfahrensabschnitten erörtert. Schließlich geht es auch um spezifische Strafbarkeitsrisiken, insb. wegen Strafvereitelung. Die gesetzlichen Grundlagen ergeben sich - neben StGB und StPO - aus BRAO und BORA.

 

IV. Verlaufsplan

5. Fachsemester - Wintersemester 

Pflichtbereich

  • Wirtschaftsstrafrecht
  • Steuerstrafrecht
  • Europäisches und internationales Strafrecht
  • Ggf. Seminar

Wahlbereich je nach angebotenen Veranstaltungen

 

6. Fachsemester - Sommersemester

Pflichtbereich

  • Übungen im Wirtschafts-, Steuer- und Umweltstrafrecht
  • Blockseminar zum Wirtschafts- und Steuerstrafrecht

Wahlbereich je nach angebotenen Veranstaltungen

 

7. Fachsemester - Wintersemester

Pflichtbereich

  • (Ggf.) Examensklausurenkurs zum Schwerpunktbereich

 

V. Weitere Informationen

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich gerne an Prof. Dr. Hellmann sowie an die Mitarbeiter des Lehrstuhls.

Organisatorische Fragen (Anmeldung zu den Prüfungen usw.) richten Sie bitte an das Studienbüro der Juristischen Fakultät

Kontakt: Frau Heike Koernig

 

VI. Allgemeine Hinweise

Allgemeine Hinweise zur Schwerpunktsbereichsprüfung