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Kulturie – so heißt der Weblog der Kulturwissenschaftler der Uni Potsdam! Was sich hinter dem Namen verbirgt? Die Kulturwissenschaften vereinen bekanntermaßen so allerhand; Euphorie, Empathie, Philosophie, Piraterie… – und so entstand unsere Wortschöpfung, die ein bisschen vom allem was zur Kultur gehört, in einem Schlagwort vereinen soll!

Der Gründungsgedanke für “Kulturie” wuchs in den Köpfen des Fachschaftsrats der Kulturwissenschaften heran. Gemeinsam mit Kommilitonen unterschiedlicher Semester wurde die Idee in einem Wochenendworkshop ausgefeilt, sodass dieser Weblog zum Wintersemester 2013 zu einem richtigen Seminar wurde, an dem Studis und Interessierte mitarbeiten.

“Kulturie” soll Anlaufpunkt und Informationsstelle für Studierende, Studieninteressierte und Ehemalige sein. Generelle Fragen zum Studium, beispielsweise über Organisation, Campusleben und Dozenten werden hier beantwortet, ebenso die üblichen FAQs. Gemeinsam wollen wir uns durch den Infodschungel zu Themen wie “Auslandsaufenthalt” und “Praktikum” schlagen – und uns der Frage nach dem “Leben danach” widmen. Dazu hören wir Stimmen von Alumnus|na, die das Ganze schon hinter sich haben und Studis, die sich auf der Zielgerade befinden.

Nicht zuletzt möchte “Kulturie” vernetzen; in einem Forum ist Platz für Feedback, Ideen und Kritik. Ein Eventkalender hält uns über Aktuelles auf dem Laufenden und lädt zu Veranstaltungen rund um Kultur und Studium.

 

Dann – auf die Plätze – Entdeckt euren Blog!

 

 

 

 


Gleichberechtigung der Neuzeit - Moderner Feminismus und warum er nützt

Feminismus für Neulinge

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Weiblich, sinnlich, schwach - oder doch Wonder Woman?
Fotos: Klara B., Michelle Enners, Vitorgraphy

Da ist es wieder, das F-Wort. Es scheint derweil mindestens so beliebt wie das G-Wort. Nein, wir denken hier nicht zweideutig, gemeint ist das „Genderthema“, ein aufdringliches, allgegenwärtiges Ding, das sich allem und jedem aufzuzwängen scheint. Zum weiteren Verständnis dieses Textes ist es vielleicht hilfreich die Autorin kurz vorzustellen. Und zwar nicht in einem kleinen Kasten unter dem Text, mit Bild und Co, sondern gleich hier, inmitten des Wortschwalls. Denn es geht ja auch irgendwie um mich. Und dich, beziehungsweise Sie, egal ob Männlein, Weiblein, transsexuell, intersexuell, asexuell, bi, homo oder hetero. Nicht Einhorn, aber Mensch. Ja, um Sie beziehungsweise dich als Menschen und mich als Menschen geht es eben. Also los: Ich bin 24 Jahre alt, in meinen Ausweisdokumenten steht, ich sei weiblich. Biologisch gesehen ist das sowas von korrekt, möchte ich sagen. In meiner hetero-Beziehung fühle ich mich sehr wohl und ich musste mich noch nie mit wirklicher Ausgrenzung aufgrund von Äußerlichkeiten, Verhaltensweisen, Herkunft, Religion, Sexualität oder Geschlecht auseinandersetzen. Ich genieße es, „Frau“ zu sein, ich sehe Schminken nicht als Muss, sondern als Kunst an, ich trage gerne Röcke, liebe aber auch Hosen. Meine Haare sind lang, jeder Zentimeter weniger kratzt an meinem Wohlbefinden. Ich stehe auf Farben, auf Dekoratives, auf schöne Düfte und Wohlfühlatmosphäre, besitze Geschirr mit Blumenmustern. Wenn ich rosa trage, empfinde ich mich weder als Barbie, noch als Tussi, ich kann aber auch schwarz und lässig, ohne mich weniger weiblich zu fühlen. Und: ich bin Feministin.

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Erstes Open-Air-Kino am Naschmarkt in Wien

Urbanen Raum erlebbar machen 09_DSC_3900   Eine weiße Häuserwand und ein asphaltierter Parkplatz im sechsten Bezirk von Wien. Damit muss doch etwas gemacht werden, dachte sich Felix Steinhoff, Architekturstudent und Gründer des pan-Vereins für Kunst, Kultur und Architektur. Und gesagt, getan: Nach dreieinhalb Monaten Vorbereitungszeit, wurde am Freitag, 12.06.2015 ab 21 Uhr die Fläche des Parkplatzes in ein Open-Air, Silent-Kino verwandelt. Der Platz selbst diente als Kinosaal und die Rückseite des Hauses als Leinwand. Die Idee, öffentliche Räume neu zu erschließen und die Urbanität der Orte erlebbar zu machen, hat sich der pan-Verein zur Hauptaufgabe gemacht. Dafür schien diese Location wie geschaffen: Während zwischen „Kinosaal“ und „Leinwand“ noch die U-Bahn ratterte, hörte man hinter sich den fließenden Verkehr der Hauptstraße. Die Urbanität war somit buchstäblich spürbar.

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iOpium für die grünen Roboter mit ein paar bunten Fenstern als Nebenwirkung

Nutzt du ein iPhone? Ist es das neueste Model? Nein?! Pfui… „Welches Smartphone hast Du da?“, frage ich mich jedes Mal, wenn ich in der Regionalbahn zur Uni fahre. Ich versuche, jede Kleinigkeit zu bemerken, um zu erkennen, wer welches Handy in der Hand hält. Ist das da ein Galaxy S5? Ach ja… Und dieses Mädchen hat immer noch ein ein Jahr altes iPhone 5s. Zu alt? Oder immer noch aktuell? Diese Gedanken beschäftigen mich schon seit mehreren Jahren. Und nicht nur mich. Viele Internetforen sind von gegenseitigen Hass- und Aggressionsattacken überfüllt, die nur darauf gerichtet sind, die „Komplizen“ des feindlichen Lagers zu demütigen und die „Wahrhaftigkeit“ der eigenen Zugehörigkeit zu der einen oder anderen Technik-Sparte zu bestätigen (http://windowsunited.de/…/warum-ich-die-apple-community-ni…/). Woher stammt diese Tendenz, die zumindest für mich den Eindruck einer Subkultur mit einer Prise Neo-Religiosität macht? Alles fing – für viele von uns – schon in der Schule an. Als im Jahr 2007 das erste iPhone aus dem geheimen Inkubator von Apple Inc. auf die Welt gebracht wurde, war das Volk erschüttert, denn es gab nichts Vergleichbares zuvor. Der Jesu (Nicht umsonst sind die kilometerlangen Schlangen beim Verkaufsstart da!) von Cupertino war geboren. Seitdem kennt man den Begriff des „wahren“ Smartphones. Es war allmächtig. Rechner, Navigator, Telefon, Spielkonsole, Office-Programme, Internetzugang – alles war im Taschenformat drin. Außerdem konnte man dieses Wunderhandy unmittelbar mit Gesten und Fingerberührungen direkt auf dem Bildschirm bedienen. Das iPhone ist zum revolutionären Kultprodukt geworden und bleibt es bis heute. 2008 erschien der heutzutage schlimmste Gegner vom iPhone – das Android-Handy. Durch die Offenheit des Quellcodes eroberte dieses Betriebssystem fast 85% des Marktes. Diesen Erfolg erzielte Googles Kind mit den großen Individualisierungsmöglichkeiten des Systems, die jedoch dazu führen, dass ein HTC-Handy und ein Samsung-Handy mit derselben Android-Version ganz unterschiedlich aussehen können. Die „dritte Macht“ in der 2010 im Krieg namens „iOS vs. Android“ stellte das Windows Phone dar. Das neue Betriebssystem für Smartphones von Microsoft brachte frischen Wind im Sinne des Designs – als die Start-Bildschirme von iOS und Android etwas ähnlicher aussahen, hat das Windows Phone ein minimalistisches Interface eingebracht, das ausschließlich aus Typographie und interaktiven Kacheln bestand. Und was tut sich heutzutage? Wenn ich also durch den Zug gehe, schaue ich immer aufmerksam auf die Hände der Fahrgäste. In der Mehrheit der Fälle sehe ich Androiden. Ein bisschen seltener kommen iPhones vor. Windows Phones sind dabei eine Rarität. Und im Netz wird der wahre Sachverhalt erkennbar. Meistens hört man von den Apple-Fans, dass das iPhone genau so groß sei, wie es sein sollte. Bis zu der Veröffentlichung des iPhone 5 war das 4. „ideal an die Händegröße angepasst“. Die Telekom Werbung aus dem Jahre 2012(http://windowsunited.de/…/…/20/kommentar-apples-dickes-ding/) zeigt das (schon wieder) neue perfekte iPhone 5, dessen Display noch ein Stück größer geworden war, dabei aber immer noch perfekt in die Hand passte. War denn das vorherige Modell nicht perfekt genug? Ebenso verhielt es sich mit dem Release von iPhone 6 und 6 Plus, deren Bildschirmdiagonalen von der Apple-Community früher nicht anerkannt bzw. gar verleugnet worden wären. Und sieh da: Jetzt war es noch „perfekter“ geworden! Gehst Du, liebe(r) Leser(in), auch von der Vorstellung aus, dass die Perfektion eigentlich nicht relativiert werden kann, denn sie müsste nichts zu wünschen übrig lassen? Wie kann man also von einem Ideal reden, wenn es noch verbessert sein kann? Nicht nur Apple Jünger, sondern auch Android Anhänger äußern in den Foren sowie im realen Leben eine recht unaufhaltsame Schadenfreude (http://appleinsider.com/…/how-apple-inc-went-thermonuclear-…-). Für iPhone Besitzer sind alle anderen Marken außer Apple häufig Emporkömmlinge, genauso wie deren Nutzer, weil sie sich dieses Premium-Produkt nicht leisten können/wollen. Aber auch mein alter guter Bekannter spottet ständig über mein „unwürdiges“ und „verbuggtes“ Windows Phone-Gerät. Obwohl ich von mehreren Technik-Nachrichten weiß, dass sein „ach so gutes“ Galaxy-Android-Handy mit der Zeit immer langsamer funktioniert, fange ich deswegen nicht gleich an zu jubeln. Ich sehe doch ein, dass sein Smartphone seine Zwecke erfüllt, und zwar in dem Maße, das von dem Besitzer erfordert wird. Ich persönlich bin dagegen mit einem Windows Phone unterwegs. Ja, es hat noch „Kinderkrankheiten“. Ja, es gibt nicht so viele Spiele dafür wie auf dem iPhone oder Android. Ja, es ist allgemein nicht vollständig „ausgereift“. Aber ja, es hat noch viel Potential. Und ich mag es, denn mich fasziniert die Beobachtung der technischen Entwicklung. Das mag mein subjektiver Eindruck sein, aber diesen hat jede(r) für sich. Nicht nur ich empfinde praktisch Liebesgefühle zu meinem alltäglichen digitalen Begleiter, denn die moderne Welt beeinflusst uns alle so, dass wir gewöhnlich nicht mehr Plattform-agnostisch sind. Man liebt sein Handy wie einen echten Freund. Viele hüten es wie ihren Augapfel. Manche pilgern sogar zu den „heiligen Orten“. Und das ist genau die Parallele, die ich dazu ziehen möchte: Die gegenwärtige Liebe zu Gadgets verwandelt sich allmählich in eine Art Neoreligion. Diese Besessenheit ist stark in unserem Leben verwurzelt; es gibt viele Diskussionen um Zeitverschwender wie soziale Netzwerke und High-Tech-Medien. Dabei machen sich dieselben Anzeichen solchen „Glaubens“ bemerkbar – Treue zur eigenen Betriebssystem-Plattform, Schadenfreude über die Misserfolge der „Gegner“ und eine nahezu dogmatische Einstellung im Verhältnis zu dem Software-Ökosystem des bevorzugten Herstellers. Auch die Gesichter meiner Arbeitskollegen, in deren Anwesenheit ich das Wort „Windows Phone“ verwende, krümmen sich beinahe vom Gemisch aus Ekel und Hohn. Es geht ja eigentlich um die Marktanteile, und nur deswegen wird in unserer Firma keine App für diese Plattform entwickelt. Alles klar, aber wozu diese Verachtung? Das Handy, das ich benutze ist schließlich nicht mein eigenes Werk, in das ich meine Philosophie verkörpert habe. Aber ich als bloßer Nutzer eines Produkts, das auf dem Markt angeboten wird, fühle mich etwas gekränkt – warum wohl? Mir scheint es, weil zurzeit die Wahl des technischen Gerätes mit der Wahl der Religion verglichen wird. Und das ist meiner Meinung nach ein unanständiges Verhalten der großen Fans (oder Fanatiker?), die sich gegenseitig hassen können – nur weil man eine andere Marke für sein eigenes und privates Leben bevorzugt! Vielleicht übertreibe ich, aber was geschieht mit unserer Geisteskultur, wenn Steve Jobs zum Heiligen erklärt wird und die App Stores als virtuelle Altare für Geldopferungen in den Apple-Kirchen verwendet werden (was eigentlich auch schon mehrmals passiert und zum Teil Realität ist)? Die Technologie dringt ja immer weiter in unser Leben ein. Aber egal, was man entsprechend seinem Geschmack auswählt, sei es eine Religion, ein Handy, eine Automarke – lasst euch nicht mit unerfreulichen Aussagen demütigen. Versucht bitte auch nicht, darüber zu diskutieren, denn jeder hat seine subjektive Eindrücke und Vorlieben. Das ist genauso sinnlos wie über Wahrhaftigkeit des einen oder des anderen Gottes in verschiedenen Religionen sich zu streiten. Der Glaube ist die Privatsache jedes Menschen und er darf nicht als etwas Peinliches betrachtet werden. Also: Nutzt das, was euch gefällt, weil das ist eben Jacke wie Hose. Amen.

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Il dolce far niente - Erasmus nach florentinischer Art

DSC00951 Teil 1 - Vor dem Auslandsaufenthalt Wenn man eine Sprache im Zweitfach studiert, ist es zwar nicht Pflicht, ein Semester im Ausland zu verbringen, aber es wird sehr gerne gesehen. Und es macht ja auch Sinn, denn wie lernt man eine Sprache und Kultur besser als durch Immersion? So stand also eigentlich schon von vornherein fest, dass ich für mein Zweitfach Italienische Philologie ein Auslandssemester in Italien verbringen würde. Das Land stand fest – nun mussten nur noch alle anderen Entscheidungen getroffen werden.

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Riesenspektakel für Schatzjäger

Jeder kennt sicher diese Flohmärkte, die jeden Sonntag auf irgendwelchen Parkplätzen stattfinden. Solche Flohmärkte, wo alte Kinderbekleidung und getragene Schuhe angeboten werden. Solche Flohmärkte, wo verblasste Plastikspielzeuge und nicht funktionstüchtige DVD-Player und Musikanlagen verkauft werden. Ja, das sind nicht unbedingt die Schätze, nach denen ich gesucht habe. Doch am ersten Mai war es wieder soweit. Alle Schatzjäger und Upcycling-Spezialisten, Raritätensammler und Glücksfundfinder strömten zum Ostbahnhof. Der Riesenflohmarkt fand wieder statt und ich war da unter den ganzen Jägern und Sammlern. Gesucht habe ich nach nichts Speziellem, ich wollte nur meine Blicke schweifen lassen, ob sich nicht etwas Interessantes für mich unter den ganzen Schätzen verbarg. Ehrlich, ich konnte mich nicht satt sehen an den ganzen Ständen und leider habe ich es auch nicht geschafft, den ganzen Markt abzulaufen. Wie gesagt: RIESEN-Flohmarkt. Riesenflohmarkt am Ostbahnhof Hätte ich das Geld gehabt, hätte ich wohl so einiges mitgenommen. Es war so ein wunderschöner alter Filmprojektor. Völlig unnütz natürlich, aber so faszinierend und sicher schon von historischem Wert. Koffer und wunderschöne Emaille-Töpfe gab es in Massen. Von denen hätte ich auch einige mitgenommen, hätte ich nicht schon so viele davon zu Hause. Leider hat meine Vernunft in der Hinsicht noch eine relativ laute Stimme. Emaille in Massen   Ein weiterer Trend, der wiederauflebt sind die Schallplatten, und auch von denen konnte man auf dem Flohmarkt eine Menge finden. Die Schallplattenstände schienen schon von professionellen Schallplattensammlern geführt zu sein. Von Metal bis HipHop, von den 1920 bis heute, war alles vertreten. Schallplatten von A bis Z Ich schwärme von den zahlreichen alten Büchern, denn ich gehöre zu den Leuten, die gerne Bücher in den Regalen zu stehen hat. Wenn es auch noch so richtig schöne alte Bücher mit Ledereinband und Verzierungen sind, dann bin ich hin und weg. Da bietet der Riesenflohmarkt am Ostbahnhof auch seine wertvollsten Schätze an. Eines, welches ich in der Hand hatte, waren zum Beispiel die gesammelten original Petitionen aus der Zeit Friedrich des Großen. Bemerkenswert. SAM_3100 Selbst wenn ich an diesem Tag wenig erbeutet habe, war es ein lohnenswerter Ausflug. Und wenn es wiedereinmal soweit ist, bin ich vermutlich auch wieder zwischen den Jägern und Sammlern zu finden. Das nächste Mal findet der Riesenflohmarkt am 3. Oktober statt, ein Event, was man sich sich durchaus vormerken kann. Was man nicht alles machen kann...

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Alles ist möglich mit einem Hut.

Es ist erstaunlich, aber die Leute von heute finden doch noch zu guten Trends zurück. Damals gehörte es noch zum guten Ton einen Hut zu tragen und es gab solch eine Variation an Hüten - der klassische Fedora oder Stetson, eine Melone oder ein Zylinder, Trilby oder Boater. Unglücklicherweise verloren die Hüte gegen den Fortschritt der Zeit. Sie waren einfach nicht mehr praktisch genug sondern nur noch lästig, zum Beispiel beim Autofahren. Mit der Erfindung des Autos Ende des 19. Jahrhunderts, waren die Menschen gezwungen allmählich ihre Hüte abzusetzen. Denn das merke selbst ich, dass große Krempen in Autos einfach keinen Platz haben. Man stößt überall an und muss sich verbiegen, damit der Hut noch auf dem Kopf bleibt. Als die Autos im Laufe der Zeit also immer schmaler und kleiner wurden, mussten die ausgefallenen Hüte der Damen oder die hohen Zylinder der Herren leider weichen. Noch dazu gewann der „Casual Lifestyle“ immer mehr Popularität. Man kümmerte sich also nicht mehr so genau darum, was man trägt und zu welchem Anlass. Alles ist erlaubt. So verschwanden die Hüte langsam aber stetig von der Straße. Und wenn man heutzutage einen Hutträger sieht, ist es ein eher außergewöhnlicher Anblick. Doch es scheint, als sollte sich dieser Anblick häufen und Hutträger wieder öfter zu sehen sein.

Eine kleine Auswahl an verschiedenen Huttypen.

Eine kleine Auswahl an verschiedenen Huttypen.

Ein Anzeichen für das Aufleben der Hutkultur ist zum Beispiel der wundervolle Laden Hut Styler in Mitten von Berlin, im Alexa. Man kommt eigentlich nicht an ihm vorbei, wenn man das Alexa durch den Haupteingang betritt. Er gehört zu meinen Lieblingsläden. Dort habe ich meinen wohl fantastischsten Hut her – ein grauer Fedora aus Filz, wasserabweisend und faltbar. Perfekt für Reisende, die ihre Hüte unterwegs unweigerlich ein paar Gefahren aussetzen müssen. Der Laden bietet alles an von modernen Basecaps über Schiebermützen bis zu Zylindern. Es gibt Hüte für Neueinsteiger und Anfänger und für Liebhaber gibt es die teuren und pflegebedürftigen Mayser Hüte. Für bereits Hutbesitzer gibt es auch kleine Accessoires wie Hutfedern und Klammern. Hutträger-Neulinge müssen auch keine Angst haben. Für jeden Kopf gibt es den passenden Hut. Aber nicht nur im Alexa bekommt man Hüte. Überall in Berlin sind kleine Läden versteckt, wie die Panama Hutgalerie in Kreuzberg. Immer öfter werden einfache Hüte auch in Modehäusern angeboten. Der Zugang zu Hüten wird einem leichter gemacht. Sie sind im Produktsortiment großer Modeketten erschienen, sodass jeder für wenig Geld eine hübsche Kopfbedeckung ergattern kann. Es ist eigentlich eine angenehme Überraschung zu sehen, wie solch ein Phänomen wie das Huttragen es wieder in das Zentrum des Geschehens geschafft hat und nicht mehr nur eine Randerscheinung ist. Hutträger verkörpern heutzutage ein ganz bestimmtes Denken. Sie haben eine andere Sicht auf die Welt, man mag denken eine etwas altmodische Ansicht. Hutträger grüßen sich untereinander auf der Straße. Es mag altmodisch sein, aber es ist ein angenehme, freundliche Einstellung. Man vertritt Tugend und Moral von einer anderen Zeit, wo Höflichkeit und Anstand noch allgegenwärtig waren auf den Straßen und in den Häusern. Vor allem war Stil sehr bedeutend. Man lief nicht herum, als wäre man gerade aus dem Bett aufgestiegen und hätte es grad noch so geschafft, sich die Haare hochzubinden. Man sah zu jeder Zeit ordentlich aus. Hutträger protestieren somit gegen den Casual Lifestyle, der mittlerweile so unfassbar casual geworden ist, dass der Jogginghosen-Couchlook anscheinend Straßentauglich geworden ist. Hutträger verkörpern die Idee, die hinter dem Hut steckt, den sie tragen – ob es nun der feine Gentleman ist, die noble Lady oder der wagemutige Abenteurer. Alles ist möglich mit einem Hut.

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How to... Fashion Week!

anttiasplund Wenn das Kronprinzenpalais zum Laufsteg umgebaut wird, Gäste aus aller Welt anreisen, um die Kollektionen von Berliner Labels wie Kaviar Gauche, Esther Perbandt und Hien Le zu sehen, und der Champagner in Strömen fließt, dann ist es wieder soweit: Es ist Fashion Week in Berlin!

Dieses Jahr will ich die Fashion Week mal nicht nur über Instagram verfolgen, sondern auch selbst ein bisschen Mode-Luft schnuppern. Das ist allerdings gar nicht so einfach: Einem Menschen ohne nennenswerte Kontakte und Verbindungen zur Branche (also mir) bleiben die Türen zu den Shows, exklusiven Aftershowparties, Showroom-Eröffnungen, und allen Anlässen, bei denen man sonst noch kostenlose Häppchen und Goodie Bags abstauben könnte, verschlossen.

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Ofwachten un Tee drinken - Abwarten und Tee trinken

- aus der Hauptstadt in den hohen Norden - Als nordwestlichste Region Deutschlands, ist das Ostfriesland für uns Berliner/ Brandenburger nicht gerade nebenan und die Wenigsten hat es schon mal in diesen entfernten Zipfel unseres Landes verschlagen. Die Bayern, die Sachsen oder die Ruhrpottler sind uns ein Begriff, doch die Ostfriesen sind uns höchstens durch Otto Waalkes oder die berühmten Ostfriesenwitze bekannt. Was unterscheidet uns also von den Ostfriesen? Wie lebt man dort oben auf dem platten Land? Und welche Traditionen und Bräuche sind typisch fürs Ostfriesland?

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We are tomorrow



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Quo vadis Geisteswissenschaften?

Auf der Suche nach dem Sinn eines Studiengebietes

 Fußspuren in Paris Gesprächspartner: „Und.. was studierst du so?“ Ich: „Ich studiere Kulturwissenschaften und Germanistik mit Schwerpunkt Bildende Kunst und Literatur.“ Lange Pause

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"Wenn es sie selbst nicht betrifft, haben Menschen oft Berührungsängste."

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Studieren mit Behinderung - ein Interview

 Ich spreche heute mit Annemarie Kleinert darüber, wie es ist, an der Universität Potsdam mit Behinderung zu studieren. Annemarie, 26 Jahre alt, studiert im fortgeschrittenen Semester Erziehungswissenschaften und Italienisch und ist gehbehindert, weswegen sie einen Rollator benutzt.

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25 Jahre - Mauerfall 2014

Lichtgrenze Berlin

Die Berliner Lichtmauer: zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor

von Sophie Skeisgerski Bereits in der S-Bahn wird uns klar, dass es wohl eine Massenveranstaltung der größeren Sorte wird, denn ganz Berlin scheint auf dem Weg zum Bürgerfest am Brandenburger Tor zu sein. Am Potsdamer Platz ist es schon schwierig, sich von den Zügen zur Oberfläche durchzukämpfen. Unsere kleine Gruppe macht sich auf den Weg zum Brandenburger Tor, doch die Straßen sind völlig überfüllt. Wer schon mal Silvester in Berlin gefeiert hat, erkennt hier definitiv Parallelen

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Verlassenes und Vergessenes in Berlin



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LOCALIZE 2014



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Der Buchladen am Campus "Neues Palais"



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Im Gespräch mit Frau Dr. Brigitte Krüger



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Urban Exploration



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How To: Paprikaschiffchen mit Buchweizen & Ziegenkäse



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Ai WeiWei – Evidence

Künstler, Aktivist, Politiker?!

image-2   „Nach dem Erwachen die Wahl: Ehrlichkeit oder lügen? Aktiv werden, oder sich der Gehirnwäsche unterziehen? Frei sein oder ins Gefängnis kommen?“ (Ai Weiwei auf Twitter, 5. September 2009)

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Junge Staatsoper im Schiller Theater

Jasager/Neinsager Henrik Willun (20) studiert Spanische Philologie und Germanistik auf Lehramt an der Universität Potsdam, doch in seiner Freizeit singt er liebend gern im Chor der Jungen Staatsoper:

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Das Märchen von Bill dem Barden

WP_000994Am 23. April war der 450. Geburtstag des britischen Schriftstellers William Shakespeare  

„ Das Erstaunliche an Shakespeare ist, dass er wirklich sehr gut ist, trotzdem so viele behaupten, er sei gut.“ (Robert Graves)
Geboren im Jahr 1564 in Stratford-on-Avon, ist eigentlich nicht viel von William Shakespeares Biografie bekannt. Laut Kirchenregister wurde er am 26. April getauft, weshalb sein Geburtsdatum auf den 23. April gelegt wurde - vor allem auch, weil er 52 Jahre später am gleichen Tag gestorben ist, und man sich diese Symmetrie nicht entgehen lassen wollte.

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Eine Liebeserklärung an die Hauptstadt und ihre urbane Kultur

FindingBerlin - Kulturwissenschaft mal anders

Wer kennt das nicht: Manchmal fühlt man sich in den Theoriewelten des Studiums ein wenig verloren und sehnt sich nach mehr Bezug zum „wirklichen Leben“. Sara, 25 Jahre alt, Kulturwissenschaftsstudentin, hat einen Weg gefunden, diesem Dilemma aus dem Weg zu gehen. Sie gründete ein Onlinemagazin, das Kulturwissenschaft ganz nah am echten Leben betreibt: FindingBerlin.com.

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Völkerverständigung auf Berliner Art

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@HolgerPelzerFotografie

Zwischen Volksfest und Völkerfest

Wenn ein deutscher Busfahrer, dir die Tür vor der Nase zu schlägt, ein paar türkische Jungs am Kotti einer Blondine hinterher pfeifen oder acht Afrikaner dich innerhalb von fünf Minuten beim Spaziergang durch den Görli fragen, ob du Drogen kaufen möchtest – ja dann ist dies der alltägliche Karneval der Kulturen in Berlin. Doch nicht an diesem einen gewissen Wochenende im Jahr, wenn die Rhythmen, Kostüme und Launen aller Welt, sich zwischen Hermann Platz und Yorck Straße zum Massenfeiern treffen und die regulären Berliner Kulturgesetze außer Kraft setzen.

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Anpfiff!

schiri-anpfifbearbeitet

Anpfiff! Die auf- und ausgestellten Flachbildschirme der Elektronikfachläden säumen seit Wochen die Bahnhofspassagen in Potsdam. Zu sehen gibt es Spiele wie Real Madrid vs. Atlético Madrid, 89. Minute, 0:1 - die Eckdaten eines Déjà-vus der einleuchtenderen Sorte. Fußball überall wohin man sieht und geht! Aufmerksam machen soll uns diese allumfassende Präsenz auf das Sportereignis des Jahres, die WM in Brasilien. 

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Forever young – I don’t want to be – Avantgarde 1913/2014

   

Ein Theaterprojekt am Kulturforum Berlin In Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin
Für immer Jung sein – Wer möchte das nicht? Was steckt hinter dem Mythos Jugendlichkeit? Warum ist dies eigentlich so wichtig? Was hat die Jugend, was einem im Alter verloren geht? Und wie denkt eigentlich die Jugend darüber? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigt sich zurzeit das Junge Deutsche Theater: unter der künstlerischen Leitung der Theaterpädagogin Sofie Hüsler und der Regisseurin Katja Fillmann in Zusammenarbeit mit der Bühnenbildnerin Maria Wolgast. Das Projekt steht in Kooperation mit dem Kulturforum Berlin. Daher beschäftigt sich die Gruppe der jungen Schauspieler vor allem mit der Avantgarde von 1913. Das Kulturforum Berlin, das zugleich der Veranstaltuungsort für das Schauspiel ist, widmet der Avantgarde eine neue Sonderausstellung.

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Im Westen nichts Neues – Oder doch?

bikini_281923980     Leckeres Essen, gute Drinks und coole Läden, all das ist in dem Teil der Stadt zu finden, in dem die Sonne aufgeht. Doch seit dem 03.04.2014 ruft sich die City West wieder auf den Plan. Nach dreijähriger Bauzeit eröffnete es: Das neue Bikini Berlin. Um mich selbst davon zu überzeugen, habe ich einen Ausflug in den nahegelegenen Westen gewagt. 

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„Was darf’s denn sein?“ – „Einmal Netzkult(ur) zum Mitnehmen, bitte!“

http://pixabay.com/en/mouse-globe-world-map-symbol-www-311299/

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Als ich neulich Bahn gefahren bin, fiel mir wieder einmal auf, wie merkwürdig die Welt inzwischen geworden ist. Überall sitzen sie, mit ihren Smartphones in der Hand und tun Dinge, die ihnen wichtig sind. Sie kommunizieren mit ihren Freunden, sie spielen, sie surfen im Internet und das alles bequem von unterwegs und mit wenigen Bewegungen lediglich eines einzigen Fingers. Sie nutzen die tollen neuen Möglichkeiten des Internets und fühlen sich frei. Frei,  sich mit der Welt zu vernetzen und ihre Kontakte zu pflegen, wie es keine Generation vor ihr konnte und unter Umständen keine Generation nach ihr in dieser Weise können wird.



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Cupcake_Selber Machen

Cupcake_kulturie  

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Ich verdanke mein Studium...

Ich verdanke mein Studium... Wikipedia

...Wikipedia

Jedes Mal, wenn ich eine Hausarbeit abgeben soll, zögere ich kurz beim Unterschreiben der Selbstständigkeitserklärung. Alle Quellen wären nachvollziehbar gekennzeichnet steht da und ich denke mir: „Ja, alle bis auf eine.“

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Weltliteratur im Fokus

Weltliteratur - Kopie

Weltbekannte Literatur einmal genauer betrachtet

Weltliteratur. Dieses eine Wort führt zu einer ganzen Menge an Fragen. Gibt es so etwas wie Weltliteratur überhaupt? Und falls ja, was macht sie aus? Ein guter Anfang scheint es zu sein Google zu befragen, schließlich weiß dieses Wunder der Technik immer eine Antwort. Und siehe da: tippt man "Weltliteratur" in das Suchfeld, so erhält man unter Anderem "Sammlung", "Goethe" und "Romane" als Antwort. Nun gut, verfolgen wir also zuerst das Schlagwort Sammlung.



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Podcasting - Radio ganz nach deinem Geschmack

Podcasting - Radio ganz nach deinem Geschmack

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Bild: Peter Marquardt http://podcastlogo.lemotox.de/files/podcaster_full.jpg

Auch wenn Podcasts in den letzten Jahren immer populärer geworden sind und die meisten den Begriff zumindest schon mal gehört haben, ist die Themenvielfalt und das riesige Angebot an Beiträgen im Podcastformat insgesamt doch noch eher unbekannt. 

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Follow The White Rabbit

Vom schönen Schein und den Schattenseiten der Kosmetikindustrie von Katharina Lenz

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Dass für Medikamente, die  unserer Gesundheit  dienen sollen, Tierversuche durchgeführt werden, erscheint den meisten Menschen als notwendiges Übel, doch dass auch in der Kosmetikbranche Tierversuche üblich sind, wissen viele nicht. Immer wieder  heißt es, dass Tierversuche doch aber wichtig seien, um die Gesundheit der Verbraucher zu schützen, dies ist jedoch ein Trugschluss. Es gibt nämlich über 8000 Inhaltsstoffe, die bereits ausreichend getestet sind und durch deren Einsatz Tierversuche größtenteils vermieden werden könnten. Der oberste Grundsatz der Kosmetikindustrie liegt allerdings leider nicht beim Schutz von Mensch, Tier und Umwelt, sondern in der Gewinnmaximierung.

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Looking Up or Down - das ist die Frage!

Looking up or down - that is the question! Look Up?   Es ist wieder einmal soweit: die Internetwelt wurde von einem neuen Beben erschüttert. Nachdem das Video der Poetry Slammerin Julia Engelmann  wochenlang durch sämtliche Newsfeeds, Plattformen und Artikel der deutschsprachigen virtuellen Weiten gegeistert ist, veröffentlichte der Brite Gary Turk vor gut drei Wochen sein Video "Look Up", ebenfalls auf Youtube. Da sich "Erfolg" - oder eigentlich vielmehr "Popularität" - heutzutage leicht in Klicks messen lässt, kommt hier also eine aussagekräftige Zahl: ganze 36.812.779 Mal wurde "Look Up" bereits angeklickt. Circa sieben davon gehen auf mein Recherche-Konto, also sagen wir, es sind 36.812.772 Klicks und damit bleibt es trotzdem eine beeindruckende Zahl. Aber was ist es, das Kurzfilme wie "Look Up" zu einem weltweit abertausendfach geteilten und diskutierten Video macht, über dessen Klickanzahl jeder Youtuber einen Freudentanz aufführen würde (um diesen dann vermutlich auch online zu teilen)?

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Der Körper in der Kulturwissenschaft - Fragment.

Der Körper in der Kulturwissenschaft - Fragment.

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"Der menschliche Körper ist das mikroskopische

Abbild einer Gesellschaft." (Mary Douglas)

Dass der Körper eine Form von Wissen vermittelt, die mit Sprache nicht erfahrbar ist, steht außer Frage. Die Formen dieses Wissens, ihre Strukturen und Vermittlungsformen hingegen sind bislang weitgehend unerforscht. Der menschliche Körper steht im Spannungsfeld verschiedenster Diskurse, die ihn regulieren und generieren. Er ist Träger kultureller Erinnerungsproduktion und Akteur sozialer Beziehungen. Wir kommunizieren mit unserem Körper, zu jedem Zeitpunkt, auch wenn die Sprache schweigt. Teilweise unfreiwillig, teilweise in Entgegensetzung zu verbaler Kommunikation. Und obwohl unser Körper uns von Geburt an gegeben ist, zwar Veränderungen ausgesetzt, aber doch immer der Gleiche, fühlen wir uns selten ganz zuhause darin. Die verschiedenen Prozesse, die in ihm ablaufen, kennen und verstehen wir nur fragmentweise und lediglich im Spiegelbild können wir ihn in seiner Ganzheit betrachten, dieses Selbstbild dann unter Einfluss gesellschaftspolitischer und systemischer Maßstäbe bewerten, kritisieren, manipulieren, können uns nur jedoch schwer vollkommen mit ihm identifizieren.

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Amerikanischer (Alp)Traum?

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 Amerikanischer (Alp)Traum?

Wie das Transatlantische Handelsabkommen den Verbraucherschutz umgeht

von Adrian Jung
Meinung. Bis jetzt hatte Amerika immer einen starken Einfluss auf Europa, insbesondere auf Deutschland. Zahlreiche kulturelle Einflüsse sind über den Atlantik geschwappt - Filme, Musik und Mode, Lebensweise und Konsum - alle Bereiche wurden geradezu geflutet von der transatlantischen Welle der Kultur, und was heute in Amerika der neueste Trend ist, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit auch in Deutschland und dem Rest der Welt Fuß fassen.

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Über Geschichte, Erinnerung und Vergebung

Ein Mengele-Opfer erzählt

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Die Befreiung von Auschwitz jährt sich nun zum 69. Mal. Der Name dieses Vernichtungslagers steht heute symbolisch für das Ausmaß eines Genozides, verursacht durch die Nationalsozialisten. Eva Mozes Kor ist zehn Jahre alt, als sie 1944 mit ihrer Familie von Rumänien nach Auschwitz deportiert wird. In dieser Zeit wird sie, zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Miriam, von Dr. Josef Mengele für Experimente in der Zwillingsforschung missbraucht. Sowohl Eva als auch Miriam überleben, jedoch als die Einzigen aus ihrer Familie, das Vernichtungslager und den Zweiten Weltkrieg. Nach über 60 Jahren fühlt sich Eva stark genug um mit dieser sehr persönlichen und gleichzeitig grausamen Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Gemeinsam mit der Autorin Lisa Rojany Buccieri,  ist sie dazu bereit ihre Erinnerung niederzuschreiben.

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The Invisible Woman

The Invisible Woman

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Nach der martialisch-blutigen Shakespeare-Neuinterpretation Corilanus, in dem Ralph Fiennes Schauspielgrößen wie Vanessa Redgrave, Jessica Chastain, Gerard Butler und Brian Cox um sich versammelte und es sich nicht nehmen ließ, die Titelfigur selbst darzustellen, spielt seine zweite Regiearbeit im England der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch hier mimt Fiennes eine Hauptrolle und hat in der 30-jährigen Felicity Jones (Like Crazy, Breathe In) eine leidenschaftliche und begabte Darstellerin gefunden, die den Großteil des Films problemlos sowie fesselnd trägt.

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Mörder-Denkmal

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100 Jahre Attentat von Sarajevo

MÖRDER-DENKMAL

Die regierungsnahe serbische Zeitung Novosti berichtete Mitte Januar, dass zum 100-jährigen Jubiläum des Attentates von Sarajevo zum Gedenken an den Attentäter  Gavrilo Princip (1894-1918) ein Denkmal errichtet werden soll. Die Entscheidung der serbischen Regierung für dieses Denkmal löste eine Welle der Kritik aus und erneuerte die Kontroverse über Princip.

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Zu Besuch im Admiralspalast



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Im Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Andreas Köstler



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Rundgang über den Campus am Neuen Palais, Universität Potsdam



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Zauber um Potsdam



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Ey Alter, wo is’ mein Smartphone?

Ey Alter, wo is’ mein Smartphone?

Von der heutigen studentischen Kommunikation und ihrer digitalen Abhängigkeit. Der Tod der Individualität?

  Smartphone_1  lkkkkkkkkjklknöoiahdnvoierjndslknvoiavjoierfjandvkjnasdogijrefoijflaknsvkdsanfsfghsetgsdf gsdf ghdf ertg gdfa gsd fg d   Läuft man über den Campus, sitzt in Bibliothek oder Hörsaal oder betritt die stark gefüllten Züge und riskiert einen Blick in die Runde, fällt einmal mehr auf, dass wir uns in einem durch Technologie bestimmten Zeitalter befinden: Smartphones, Tablet Computer und Laptops sind allgegenwärtig; sie sind aus dem Studienalltag eigentlich gar nicht mehr wegzudenken. Inwieweit beeinflusst diese Technisierung unsere Gewohnheiten im und um das Studium? Haben diese kleinen Alleskönner die Macht unser Kommunikationsverhalten zu ändern?

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Workshop Kulturie-Weblog



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„In a bathtub for 25 years“

„In a bathtub for 25 years“

Der neue Dokumentarfilm “Blackfish” zeichnet ein eindrucksvolles Portrait der Orcashow des Freizeitparks „SeaWorld“ Orlando vor dem Hintergrund immer wieder auftretender Attacken der Wale auf ihre Trainer

Dass das Große, Wilde und Unkontrollierbare eine besondere Attraktivität auf den Menschen auszuüben scheint, ist ein weithin bekanntes Phänomen. Wäre dies nicht der Fall würden Bungee- und Tandemsprünge heutzutage wohl kaum derart in Mode sein und auch Zoos und Raubtiershows jeglicher Art würden sich mit geringerem Zulauf begnügen müssen. Welches Risiko jedoch gerade im Umgang mit Wildtieren immer gegeben ist und dennoch konsequent unterschätzt beziehungsweise ignoriert wird, zeigt auf eindrucksvolle Weise der 2013 erschienene Dokumentarfilm „Blackfish“ der amerikanischen Regisseurin Gabriela Cowperthwaite.

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Kaufst du noch oder DIYst du schon?

Kaufst du noch oder DIYst du schon?

 

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 . Massenware vs. Handmade Mode ist ein zentraler Punkt in unserer Kultur. Alles dreht sich um die Frage nach den neuesten Trends in der Saison. Werden in diesem Winter eher knallige Farben getragen, um auch in der kalten Jahreszeit für Hochstimmung zu sorgen? Denn so bald ein neuer Trend vor der Tür steht, rennen wir heutzutage in die Kaufhäuser.

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Poetry-Slams

Poetry-Slams

Eine Einführung in Schnee von Gestern

  So Mancher muss zweimal nachfragen, für andere sind sie schon längst nichts besonderes mehr: Poetry-Slams. Sie treten in den verschiedensten Formen und an den ungewöhnlichsten Orten auf. Wie keine zweite Veranstaltungsart zeichnet sie sich durch breit gefächerte Zuschauer und Teilnehmer aus. Entsprechend unterschiedlich können daher auch die Erfahrungen eines Poetry-Slams ausfallen.

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Gemeinsam einsam?

Gemeinsam einsam? Ein Appell an die Freundlichkeit

 Ein vertrautes Bild
Man sieht sie wieder umherhuschen auf unserem Campus, mal in Horden und dann allein. Sie stehen vor den Druckern, ratlos auf den Tasten herum tippend. In der Cafeteria nehmen sie den Studentenausweis zu schnell vom Lesegerät und veranlassen die Angestellten zu halbherzigen Einweisungen über die Kartenzahlung an der Uni Potsdam. Die Erstis sind auch in diesem Semester zahlreich und haben den Campus geflutet. Unwillkürlich erwachen Erinnerung ans eigene Erstidasein: Alles war neu, man kannte bestenfalls ein paar Leute, die meisten jedoch waren einem fremd. Uni ist anders als Schule, das ist eine Erkenntnis, die nicht überraschend kommt - aber sehr schnell deutlich wird. Deutlich wird das jedoch nicht nur an den "geistigen Herausforderungen", sondern auch an den sozialen. Eine Art Klassenverband gibt es nicht mehr und so ist jeder hier auf sich selbst gestellt, wenn es ums Freundefinden und die Bildung von sozialen Netzwerken geht - und das will gelernt sein!

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Was ihr wollt

NACH DEM BACHELOR INS BERUFSLEBEN Was ihr wollt Im Gespräch mit einer Absolventin der Kulturwissenschaft Leipzig   Das Hans Otto Theater in Potsdam Für ein Praktikum ins Ausland gehen, Arbeit suchen oder doch lieber noch einen Master machen? Wer den Bachelor dann einmal hat, muss sich entscheiden. Eine interessante Möglichkeit, sich anschließend im Berufsleben zu orientieren, besteht in einem Volontariat. Es ist Job und Ausbildung in Einem und gerade auch für Geisteswissenschaftler keine schlechte Gelegenheit, Kontakte für die Zukunft zu knüpfen. Wir haben mit einer Kulturwissenschaftlerin gesprochen, die sich nach ihrem Studium in Leipzig für ein Volontariat in der Öffentlichkeitsarbeit am Hans Otto Theater in Potsdam entschieden hat.

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Schlemmen wie im Märchen

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Schlemmen wie im Märchen

Das Hexenhaus im kulturellen Wandel

Wer die Filmkomödie Männerpension von 1996 mit Til Schweiger unter Regie von Detlev Buck gesehen hat, dem ist das Hexenhaus aus Falkensee-Finkenkrug wohl bekannt. Für die Falkenseer Gemeinde stellt dieses, aus Rinde verkleidete Haus, viel mehr als eine einstige Filmkulisse dar.

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Und was feiern wir heute?

Und was feiern wir heute?

 

Wen es dieser Tage zum örtlichen Lebensmitteleinzelhandels-Geschäft verschlägt, der findet höchstwahrscheinlich Grabgestecke aus Tanne oder anderen immergrünen Pflanzen und Trockenblumen vor dem Laden. Zudem kann man bei genauerer Beobachtung ein erhöhtes Aufkommen meist älterer Menschen in der Umgebung von Friedhöfen feststellen. Der Hobby-Sherlock-Holmes in uns fragt sich natürlich nach dem Grund dafür – werden die älteren Leute in der endzeitlichen Stimmung des tristen norddeutschen Novembers schlichtweg morbide oder steckt da etwa mehr dahinter?

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