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Wissenschaft & Forschung

Die wesentlichen Themen des Strukturbereichs Kognitionswissenschaften repräsentieren die zentralen Inhalte der wissenschaftlichen Ausrichtung. Großes Augenmerk wird dabei auf die Bildung konkurrenzfähiger, großer Forschungsverbünde sowie auf eine interdisziplinäre Vernetzung gelegt.

Forschungscluster

Koordinierte Forschungsgruppen

Schriftenreihe Potsdam Cognitive Science Series

2010 wurde im Rahmen des Strukturbereichs Kognitionswissenschaften die Schriftenreihe "Potsdam Cognitive Science Series" ins Leben gerufen. Die Veröffentlichungen sind auf dieser Seite zugänglich.

Labore

Im BabyLab wird die Entwicklung von Kindern ab einem Altern von vier Monaten bezüglich ihrer kognitiven Fähigkeiten und ihrem Spracherwerb untersucht. Das Labor steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Birgit Elsner aus der Entwicklungspsychologie und Prof. Dr. Barbara Höhle aus dem Bereich Psycholinguistik und Spracherwerb.

Im EyeLab werden sprachliche, visuelle und okulomotorische Prozesse untersucht. Forschungsschwerpunkte sind Lesen und Leseverarbeitung, Aufmerksamkeitsverschiebung und anderen Belastungen des Arbeitsgedächtnisses. Hier arbeiten Psychologen, Physiker, Informatiker, Mathematiker und Linguisten zusammen.

Das Labor Sozialpsychologie unter der Leitung von Prof. Dr. Barbara Krahé hat seinen Schwerpunkt in der Aggressions- und Medienforschung gesetzt. Fragestellungen beziehen sich beispielsweise auf die Auswirkungen von Mediengewalt oder die Risikofaktoren für sexuelle Aggression bei jungen Erwachsenen.

Die Potsdam Embodied Cognition Group studiert Voraussetzungen und Konsequenzen von „verkörpertem Wissen“: Wie werden sensorische und motorische Erfahrungen Teil unserer Wissensrepräsentation? Wie beeinflussen sie den Wissensabruf? Um diese Fragen zu beantworten verwendet die Gruppe eine breite Palette von Methoden, von Verhaltensmessung (z.B. Reaktionszeiten, Fehlerraten, Körpertemperatur) über Bewegungsmessung (z.B. Kinematik-Analyse, Blickregistrierung, Kraftproduktion) bis zu neurowissenschaftlichen Verfahren (z.B. TMS, EEG, fMRI).

Zentrales Anliegen des Vasishth Lab ist die Erforschung von Prozessen des menschlichen Verstehens von Sätzen. Zu diesem Zweck werden in der Forschergruppe um Shravan Vasishth mathematische Modelle der Syntaxanalyse und experimentelle Methoden, wie zum Beispiel Eyetracking, selbstbestimmtes Lesen und ereigniskorrlierte Potentiale, genutzt. Mit Hilfe der so gewonnen Daten können Vorhersagen der mathematischen Modelle überprüft und bewertet werden.

NOLA (Neurocognition of Language) ist eine interdisziplinäres Forschungsgruppe aus Linguisten, Psychologen und Neurowissenschaftlern unter der Leitung von Prof. Dr. Isabell Wartenburger. Die Gruppe untersucht Sprache – von der akustischen Verarbeitung bis hin zu komplexem Satzverständnis –, deren Entwicklung und Plastizität, sowie die zu Grunde liegenden zerebralen Prozesse. Dabei kommen behaviorale, psychophysiologische (Eye-Tracking), neurophysiologische (EEG) und neurovaskuläre (fMRI, NIRS) Methoden in verschiedenen Populationen zum Einsatz.