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Der Aufklärung verpflichtet – Neujahrsempfang der Universität Potsdam

Neujahrsempfang 2018. Foto: Karla Fritze.

Neujahrsempfang 2018. Foto: Karla Fritze.

„Wir Wissenschaftler haben die Aufgabe, unsere Erkenntnisse auch in die Breite zu kommunizieren, damit sie in der gesamten Bevölkerung ankommen“, sagte Prof. Oliver Günther, Ph.D. heute auf dem Neujahrsempfang der Universität Potsdam in Griebnitzsee. Angesichts eines weltweit zunehmenden Populismus, der Verbreitung von Lügen und der Negierung gesicherten Wissens sei es wichtiger denn je, die Fahne der Aufklärung hochzuhalten, so der Präsident der Universität. Im Beisein der brandenburgischen Staatsekretäre Dr. Ulrike Gutheil und Dr. Thomas Drescher sowie des Festredners Prof. Dr. Dieter Imboden forderte er dazu auf, die Meinungsfreiheit und den offenen Diskurs nicht nur in der Wissenschaft zu schützen und zu verteidigen. Studierende der Universität nahmen dieses Recht in Anspruch und protestierten während des Neujahrsempfangs gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft sowie gegen die Anwesenheit eines Abgeordneten der Alternative für Deutschland im Saal.

Der wichtigste Ort für eine offene Kommunikation in die Gesellschaft hinein sei natürlich der Hörsaal, betonte Oliver Günther. „Wir wollen unsere Studierenden zu kritisch denkenden Menschen ausbilden, die ihr Leben lang vermeintliche Wahrheiten hinterfragen. So wirken wir mit unseren 20.000 Studierenden schon einmal in die Breite. 5.000 von ihnen sind übrigens Lehramtsstudierende, die als Multiplikatoren ihre Arbeit im Klassenzimmer tun werden.“
In seiner Neujahrsansprache erinnerte der Präsident noch einmal an die Höhepunkte des zurückliegenden Jahres, zu denen insbesondere die Gründung der Digital Engineering Fakultät gehörte, aber auch die erstmalige Verleihung des Voltaire-Preises für Toleranz, Völkerverständigung und Respekt vor Differenz, den die türkische Politologin Hilal Alkan im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier entgegennahm. Im neuen Jahr stehe die Universität Potsdam vor der Aufgabe, die 2017 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingerichteten Sonderforschungsbereiche und das vom Bund bewilligte Projekt „Innovative Hochschule“ mit Leben zu füllen, so Oliver Günther. Im Schulterschluss mit Stadt und Land werde 2018 der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Golm weiter ausgebaut. Zudem soll gemeinsam mit der BTU Cottbus-Senftenberg und der Medizinischen Hochschule Brandenburg eine Gesundheitswissenschaftliche Fakultät gegründet werden. Auch plant die Universität, die vom Bund zugesagten zwölf Tenure-Track-Nachwuchsprofessuren zügig mit exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besetzen.
Traditionell bot der Neujahrsempfang den festlichen Rahmen für Ehrungen und Auszeichnungen.
Der mit 500 Euro dotierte Technologietransferpreis von Potsdam Transfer und der UP Transfer GmbH ging in diesem Jahr an Prof. Dr. Maria Mutti vom Institut für Erd- und Umweltwissenschaften, deren Arbeitsgruppe Exogene Dynamik/Sedimentologie sich insbesondere mit Karbonatgesteinen und deren Speichereigenschaften für Öl und Gas beschäftigt. In gemeinsamen Projekten mit der Erdölindustrie in Italien, Norwegen, Deutschland und Brasilien wurden verschiedene Lagerstätten erkundet, wobei hier die neueste wissenschaftliche Methodik mit den realen und praktisch vor Ort gesammelten Daten der Firmen kombiniert wurde, um Aussagen über mögliche Nutzungen der Bodenschätze zu gewinnen.
Potsdam Transfer vergibt zudem alljährlich den ebenfalls mit 500 Euro dotierten Guido-Reger-Gründerpreis. Ihn erhielten Dr. Ina Henkel, Katrin Kühn und Sabrina Jaap von der EntoNative GmbH mit ihrer Marke TeneTRIO. Die Unternehmerinnen entwickelten Hundesnacks aus essbaren Insekten. Die enthaltenen Mehlwürmer weisen einen hohen Nährstoffgehalt auf, verbrauchen in der Zucht jedoch nur ein Minimum an Ressourcen. Dadurch stellt das Produkt TenePops eine gesunde und nachhaltige Alternative zu gängigen Snacks dar. TeneTRIO verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, indem es die vollständige Wertschöpfungskette von der regionalen Zucht über die Verarbeitung und Produktion bis hin zur Vermarktung und dem Verkauf abdeckt.

Die Neujahrsansprache des Präsidenten 2018 finden Sie hier.

Kontakt: Dr. Silke Engel, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0331 977-1474
E-Mail: presse@uni-potsdam.nomorespam.de

Medieninformation 10-01-2018 / Nr. 005
Antje Horn-Conrad

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
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Online gestellt: Katharina Zimmer
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