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Anlage des Jüdischen Friedhofs in Wittenberge

Foto: Martin Wiesche
Drei der dreizehn noch erhaltenen jüdischen Grabsteine in Wittenberge

Entlang einer Begrenzungsmauer des Clara-Zetkin-Parks im Stadtzentrum stehen und liegen relativ unscheinbar dreizehn Grabsteine und ein Gedenkstein in einer Reihe. Trotz der geringen Anzahl umfassen sie eine große Zeitspanne, der älteste erhaltene Stein stammt aus dem Jahr 1867, der neueste von 1927. Die Steine bestehen teils aus Sandstein, teils aus schwarzem Granit und sind mit der hebräisch beschrifteten Seite zum Weg hin aufgestellt. Eine Ausnahme bildet dabei der Grabstein von Max Adler, der nur in deutscher Sprache beschriftet ist und anstatt eines jüdischen Symbols ein Eisernes Kreuz trägt, denn Max Adler starb an den Folgen einer Kriegsverletzung aus dem Ersten Weltkrieg.

Die Grabsteine befinden sich an dem Ort, wo der ehemalige Jüdische Friedhof eingerichtet war, doch sind sie nicht in Übereinstimmung mit der früheren Belegung angeordnet, sondern stehen erst seit 1962 an den heutigen Positionen. Somit existieren hier nur noch die Steine, aber keine Gräber mehr. Da das Ensemble dadurch eher eine Gedenkstätte als ein Friedhof ist, findet sich abgesehen von einer niedrigen Steineinfassung auch keine Abgrenzung zum Park.

Martin Wiesche