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Nichtreligiosität in Ostdeutschland

 

Das Forschungsprojekt Nichtreligiosität in Ostdeutschland untersucht, inwiefern Lebensstile, Normen und Weltanschauungen in Ostdeutschland Reaktionen auf die forcierte Säkularisierung durch das ehemalige kommunistische Regime bilden. Angesichts der derzeitigen „Ostalgie“ - repräsentiert durch Produkte und Einstellungen - scheint es offensichtlich, dass in Ostdeutschland Spätfolgen der DDR wirken und in Formen freiwilliger, tradierter Säkularität münden, welchen jedoch größtenteils die frühere ideologische Untermauerung fehlen. Dies wird sichtbar am nachhaltigen Erfolg der Jugendweihe, aber auch in der selbstverständlichen Adaption kirchlicher Trauriten bei standesamtlichen Hochzeiten und einigen Positionen in linksradikalen Parteien.

  • Panel „Remote effects of secularization in East Germany”, XXI. World Congress of the International Association for the History of Religions, 23.-29. August 2015, Universität Erfurt (Jenny Vorpahl, Dirk Schuster, Prof. Dr. Johann Ev. Hafner, Dr. Hans-Michael Haußig)
  • Panel: „Theoretical and empirical approaches to the relationship between religion and nonreligion in Germany”, ISORECEA Conference 2016: “Religion and Non-Religion in Contemorary Societies”, Zadar, Kroatien, 21.–24. April 2016 (Leitung: Jenny Vorpahl und David Schneider)
  • Jenny Vorpahl: The ritual design of civil marriage ceremonies in Germany. Vortrag im Rahmen des Panels „Not religion, but not without religion. Representations of nonreligious ideas, forms and practices“, Konferenz der European Association of the Study of Religions: „Relocating Religion“, Helsinki, Finnland, 28.Juni–1. Juli 2016.
  • Dirk Schuster: The evaluation of the science of atheism in the GDR by policy makers. Vortrag im Rahmen des Panels „Nonreligion and Atheism in Central and Eastern Europe“, Konferenz der European Association of the Study of Religions: Relocating Religion, Helsinki, Finnland, 28.Juni–1.Juli 2016.
  • Habilitationsprojekt: Was kommt nach der Religion? Atheistische Konzepte zum Aussterben von Religion. (Dirk Schuster, 2015-2020)
  • Religiosität in Potsdam/Brandenburg: In der Stadt Potsdam gibt es ca. 80 religiöse Gemeinschaften. Sie sind angesichts der säkularisierten Umwelt mehrheitlich in einen „hibernation-modus“ gegangen. Wo nehmen sie Platz im urbanen Raum? Wie vernetzt sind sie? Welche Rolle spielt die Wende in ihrer Gemeindegeschichte? Wann gehören Yoga-Studios und Freidenker-Gruppen in das religiöse Feld? Planung eines Buches mit Aufsätzen und Portraits, welche Glaubensgrundlagen, Riten, Örtlichkeit und Strukturen umfassen sollen (Prof. Dr. Irene Becci, Lausanne, Prof. Dr. Johann Hafner 2012-2016).