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Medienwissenschaft

Professur Medientheorie / Medienwissenschaften

Allgemeines Forschungsprofil

Gemäß den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Medienwissenschaft lässt sich die Orientierung der Forschungsrichtung der Professur als „Kulturwissenschaftliche Medialitätsforschung“ beschreiben. Im Vordergrund stehen nicht Untersuchungen zu Massenmedien, ihren Wirkungen oder Institutionen, methodisch wird nicht empirisch-sozialwissenschaftlich verfahren, sondern im Mittelpunkt steht die philosophische, medientheoretische und medienhistorische Reflexion der Beziehung zwischen ‚Medium’ (im weitesten Sinne), Medialität und Mediation als Grundlagen kultureller Praxis.

Drei Forschungsschwerpunkte leiten sich daraus ab:

-         Erarbeitung eines eigenen Methodenrahmens der Medialitätsforschung unter dem Stichwort einer ‚negativen Medientheorie’. Reflexivität des Medialen und Untersuchungen zur Medialität, u.a. von visuellen Medien, bildgebenden Verfahren und Visualisierungen im allgemeinen unter Einschluss der Wissenschaftsgeschichte. Ziel ist ferner die systematische Erarbeitung von Verbindungen zwischen (Natur-)Wissenschaftsforschung und Medienwissenschaft mit Blick auf die ‚Medienvergessenheit’ der Naturwissenschaften, Erforschung neuerer Ansätze der Science Studies für medientheoretische Fragestellungen. Ferner Erforschung von spezifischen medialen Formaten wie ‚Schriftbildlichkeit’ und Diagrammatik bis hin zu virtuellen Welten und Computerspielen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Raumerfahrung, ihres Aktionskreises und ihrer entscheidungslogischen Grundstruktur.

-         Philosophische Ästhetik und Kunsttheorie mit besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses zwischen Künsten und Medien, darunter Bild- und Objektkünste, Bühnenkünste (Tanz, Theater), Installationen, Performances, Mediale Strategien der Musik sowie Film, Computerspiel-Kunst und digitale Medienkünste. Die Betonung liegt dabei einerseits auf ästhetischen Strategien der Avantgarden seit 1910 sowie auf der Besonderheit ‚Neuer Medien’ und das Verhältnis von Technik und Kunst (techné), neuen Technologien und deren Konvergenzen.

-         Sprachphilosophie, Bildphilosophie und Grenzen des Hermeneutischen, der Semiotik, der Übersetzbarkeit und der Vernunft, insbesondere Begründung eines ‚posthermeneutischen Denkens’ mit Blick auf Performativitätsdiskurse, Präsenz- und Materialitätserfahrungen, Ereignis und Alterität sowie Grundlagenforschungen zu Fragen der Kreativität und Imagination.

Mitarbeiter

Prof. Dr. Dieter Mersch
Lehrstuhl / Medientheorie / Medienwissenschaften
EMW
Homepage

Dr. Daniela Döring
Wissenschaftlich Mitarbeiterin
EMW

Dr. Christine Hanke
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
EMW

Jan-Henrik Möller
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
EMW

Susanne Müller
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
EMW

Dr. Jörg Sternagel
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
EMW

Impressum

Kontakt

Universität Potsdam
Philosophische Fakultät
Institut für Künste und Medien
Am Neuen Palais 10
Haus 1
14469 Potsdam

E-Mail: rymarow@uni-potsdam.de

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