uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Arbeitsbereich Didaktik der Geographie

Geographische Vermittlung – Gegenstand der Geographiedidaktik in Potsdam

In der Geographiedidaktik beschäftigen wir uns in Forschung und Lehre mit der Frage, wie tiefgreifende Lern- und Bildungsprozesse in der Geographie initiiert werden können. Grundlage dieser Lern- und Lehrprozesse ist ein konstruktivistisches Lernparadigma, bei dem Lehrende Lernende in der Rolle eines Lernberaters bei der Entwicklung eines holistischen Welt- und Selbstverstehens unterstützen. Dazu analysieren und diskutierten wir aktuelle Konzepte, Modelle und Theorien der geographiedidaktischen Forschung, die wir über eine enge Verzahnung mit der Praxis in konkreten Unterrichtsszenarien anwendbar machen und erproben.
Neben dem Fokus auf Anbindung unserer empirischen Forschung an die Schulpraxis liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Anschlussfähigkeit an die Theorien und Konzepte der Fachwissenschaft. Das bedeutet auf fachlicher Ebene, dass wir der Welt nicht allein anschaulich deskriptiv begegnen, sondern ein Verständnis für die Prozesse und semantischen Aufladungen entwickeln sowie die dahinter verborgenen Produktionsmechanismen verstehen wollen. Auf didaktischer Ebene wiederum wird eine lernerzentrierte Form der Vermittlung angestrebt, die die Kompetenzförderung bei Schülerinnen und Schüler sowie die Professionalisierung von angehenden Geographielehrkräften in den Fokus nimmt.

Studium der Geographiedidaktik an der Universität Potsdam

In der universitären Ausbildung besteht die Aufgabe der Geographiedidaktik darin, Lehramtsstudierende bei der Entwicklung einer Haltung als Geograph/in und Lehrer/in zu begleiten. Gemeint ist eine Haltung, die die Prämissen einer fachtheoretisch wie fachinhaltlich vielseitigen Geographie mit denen einer kritisch-konstruktiven Geographiedidaktik verbindet und in eine gelingende Praxis geographischer Vermittlung überführen kann.
Die Geographiedidaktik ist dabei bemüht, einen gelingenden Spagat zwischen der Theorie und der Praxis herzustellen. Im Bachelorstudium wird der Fokus zunächst auf die Einführung in die Paradigmen der (Fach-)Vermittlung gelegt. Gemeinsam mit einem stärker praktisch angelegten Methodenseminar werden so die Grundlagen für die erste eigene Lehrerfahrung gelegt, die im Unterricht einer unserer Kooperationsschulen gesammelt wird. Im Anschluss wird diese Erfahrung gemeinsam seminaristisch aufgearbeitet und reflektiert.
Im Masterstudium wird die eigene Tätigkeit als Lehrender dann zunehmend intensiviert. Die Studierenden übernehmen vermehrt Anteile an der Seminargestaltung und erhalten Gelegenheit in Form eines Projektseminars, sich einen didaktischen Schwerpunkt (in der Vergangenheit z.B. die Exkursionsdidaktik oder der bilinguale Unterricht) vertiefend anzueignen. Schließlich mündet das Studium im obligatorischen Praxissemester, welches durch die Fachdidaktik betreut und begleitet wird und einen möglichst fließenden Übergang in das Referendariat gewährleisten soll.