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Forschungsschwerpunkte der Universität Potsdam

Foto: D.L. Egholm

Die Erdwissenschaften sind traditionell einer der leistungsstärksten Bereiche in Forschung und Lehre an der Universität Potsdam. Anknüpfend an die 150-jährige Tradition geowissenschaftlicher Forschung in Potsdam hat sich der universitäre Bereich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen internationalen Zentrum entwickelt. Basis hierfür ist die konsequente Verfolgung inter- und transdisziplinärer Ansätze in Forschung und Lehre, die enge Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie eine starke internationale Vernetzung. Dem Forschungsbereich gehören heute insgesamt 23 eigenständige Arbeitsgruppen, 4 Nachwuchsgruppen, 26 gemeinsame Berufungen sowie weitere assoziierte Wissenschaftlergruppen an. Übergeordnetes Thema des Forschungsbereiches ist die Analyse des Systems Erde-Mensch in seinen unterschiedlichen Facetten, den Wechselbeziehungen interner und externer Prozesse und deren Bedeutung für unsere Gesellschaft. Inhaltliche Schwerpunkte der Forschung sind die Bereiche Geomaterialien und Ressourcen; Erdoberflächenprozesse; Naturgefahren, Risiken und Geogovernance; Hydrologie und Klimawirkung; sowie die Wechselbeziehungen der Geo- und Biosphäre.

Website | Auszug aus der Imagebroschüre 2017

Foto: D.L. Egholm

Funktionelle Ökologie und Evolutionsforschung

Foto: Karla Fritze

Die Frage nach den Folgen des globalen und regionalen Wandels für ökologische Systeme und natürliche Ressourcen über ökologische und evolutionäre Zeitskalen gewinnt im 21. Jahrhundert zunehmend an Dringlichkeit. Ziel unserer Forschung ist es, Mechanismen und funktionelle Zusammenhänge in Ökologie und Evolution kausal zu verstehen um Vorhersagen über zukünftige Veränderungen der Biosphäre unter alternativen Klima- und Nutzungsszenarien ableiten zu können. Hierbei stehen analysierende und quantitative Ansätze der modernen Ökologie und Evolutionsforschung im Mittelpunkt, die neben einem experimentellen bzw. empirischen Hintergrund eine starke theoretische und modellierende Basis haben.

Die Universität Potsdam besitzt als eine der wenigen Universitäten Deutschlands eine kritische Masse von Wissenschaftlern, um den unterschiedlichen Facetten dieser zentralen Fragen mit einer Kombination aus modernen ökologischen und evolutionären Ansätzen wissenschaftlich fundiert nachzugehen. Forschenden und Studierenden steht eine umfangreiche moderne Infrastruktur zur Verfügung, die von Experimentierflächen im Freiland (einschließlich einer Feldstation in Gülpe, großer Gehegeanlagen und Glashäuser) über moderne ökologische und evolutionsbiologische Laboratorien bis zu einer Next-Generation-Sequencing-Illumina-Plattform reicht und auch umfängliche Computerresourcen für Modellierung und bioinformatische Datenanalyse mit einschließt.

Auszug aus der Imagebroschüre 2017

Foto: Karla Fritze
Foto: Sören Stache

Der FSP Kognitionswissenschaften ist ein transdisziplinärer Forschungsverbund, der sich empirisch und theoretisch mit komplexen kognitiven Leistungen von Menschen und künstlichen kognitiven Systemen befasst.

Forscherinnen und Forscher aus der Humanwissenschaftlichen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und der Philosophischen Fakultät kooperieren bei der grundlagenwissenschaftlichen Erforschung der Struktur, Dynamik und Entwicklung von Sprache, visueller Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Motorik und Kognition bei Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen sowie der neuronalen und sozialen Bezüge dieser Leistungen. Dabei kommen sowohl korpusgestützte, experimentelle und klinische Methoden als auch Verfahren der computationalen kognitiven Modellierung zum Einsatz. Die Forscherinnen und Forscher können dabei auf zentrale Labor-Pools zurückgreifen, die diverse Experimentaltechnologien zur Verfügung stellen: dazu gehören neben der Reaktionszeitmessung auch Ultraschall- und Elektromagnetische Artikulographie, Schlucklabor, EEG, EMG, EKG, NIRS, TMS, Blickbewegungsmessgeräte, Gleichgewichts- und Kraftmessplatten, 2D- und 3D-Bewegungsanalyse-Systeme, ein Baby-Labor, und mehrere Motorik-Labore.

Website | Imageflyer | Auszug aus der Imagebroschüre 2017

Foto: Sören Stache
Foto: Thomas Hölzel

Pflanzen stellen eine zentrale Grundlage unserer Ernährung und in zunehmendem Maße auch unserer Energieversorgung dar. Darüber hinaus dienen sie in vielfältiger Hinsicht als Lieferanten nachwachsender Rohstoffe für zahlreiche technische Anwendungen. Pflanzen unterliegen aufgrund ihrer Standortgebundenheit in besonderer Weise Umwelteinflüssen. Verschiedene Parameter, wie z. B. Temperatur, Licht und UV-Einstrahlung, Trockenheit und andere beeinflussen die pflanzliche Entwicklung und Ertragsleistung in vielfältiger Weise

Im universitären Forschungsschwerpunkt „Pflanzengenomforschung und Systembiologie" untersuchen Wissenschaftler grundlegende Prozesse der pflanzlichen Entwicklung und des Einflusses der Umwelt darauf. Dazu verwenden sie modernste Methoden der Molekularbiologie, Genomforschung und Systembiologie, um beispielsweise Daten zu Genaktivitäten, Proteinen und Stoffwechselprodukten zu erhalten und diese mittels bioinformatischer und mathematisch-modellierender Verfahren auszuwerten. Dies dient nicht nur einem besseren Verständnis zellulärer und physiologischer Prozesse in Pflanzen, sondern ermöglicht auch die Entwicklung neuer Ansätze für deren biotechnologische und züchterische Optimierung.

Kennzeichnend für den universitären Forschungsschwerpunkt „Pflanzengenomforschung  und Systembiologie“ sind nicht nur die durch gemeinsame Forschungsprojekte und Lehrveranstaltungen beförderte enge Vernetzung der Fachbereiche, sondern vor allem auch die langjährigen guten Beziehungen zu außeruniversitären Forschungsinstituten.

Auszug aus der Imagebroschüre 2017

Foto: Thomas Hölzel