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Foto der Forschungsgruppe
Foto: Sophia Czapka

Über uns

Die interdisziplinäre Forschungsgruppe Heterogenität und Inklusion (FG-HI) besteht aus Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der Kognitions-, Bildungs-, und Sozialwissenschaften. Sie untersucht den Schriftspracherwerb von Kindern unter heterogenen Voraussetzungen. Dabei bündelt die Forschungsgruppe die Expertise der Humanwissenschaftlichen Fakultät in den Disziplinen:

  • Erziehungswissenschaften,
  • Primarstufe,
  • Inklusionspädagogik,
  • Linguistik,
  • Psychologie,
  • Sport- und Gesundheitswissenschaften,

um experimentelle Grundlagen- und Anwendungsforschung zu betreiben.

Heterogenität und Inklusion

Heterogenität ist Unterschiedlichkeit, Vielfalt, ist bunt, spannend, unerschöpflich, immer anders und eine große Herausforderung.

Sie bezeichnet unterschiedliche Eigenschaften, die jeder Mensch mitbringt, in allen erdenklichen Dimensionen. Kinder unterscheiden sich in ihrer Herkunft, ihrer Kleidung, ihrem Geschlecht, dem sozialen Status der Familie, ihrem Musikgeschmack, ihren kognitiven, emotionalen, sprachlichen und motorischen Fähigkeiten, in ihren Interessen, ihren Schuhgrößen, ihrer Haarfarbe ... eine Liste, die sich unendlich fortführen lassen würde. Was davon wie und in welcher Form Einfluss auf den Bildungserfolg in welcher Stärke hat, wird durch das gesellschaftliche System mitbestimmt. Dabei ist es oft völlig willkürlich, welche Merkmale als relevant erachtet werden und welche nicht, bzw. welche Eigenschaften als eher „positiv“ und welche als eher „negativ“ gelten.

Inklusion ist eine Art des Umgangs mit der Unterschiedlichkeit von Menschen und zwar eine, in der die Heterogenität von Menschen anerkannt werden soll. Das heißt, dass Vielfalt nicht homogenisiert wird, sondern vielmehr die unterschiedlichen Eigenschaften bei gleichzeitiger Auflösung der Hierarchien zwischen den Eigenschaften erhalten bleiben.

Wenn aber diese unterschiedlichen Eigenschaften dazu führen, dass bestimmte Gruppen von Kindern (z.B. diejenigen mit Migrationshintergrund) systematisch schlechtere Bildungserfolge erzielen als andere, dann besteht Handlungsbedarf.

Wir möchten wissen: Warum lernen manche Kinder schneller und andere langsamer? Was bedarf es, um benachteiligte Kinder ausreichend zu fördern? Wirken dieselben Methoden bei unterschiedlichen Kindern gleich, oder gibt es Methoden, die für manche Kinder erfolgversprechender sind als andere - und weshalb? Wie muss die schulische Struktur verändert werden, sodass Lehrkräfte in die Lage versetzt werden, Unterricht so gestalten und planen zu können, dass dabei auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten aller Schulkinder eingegangen werden kann?

Inklusion soll Barrieren zwischen Menschen abbauen und sie durch das gemeinsame (inklusive) Lernen zusammenführen. Respekt, Toleranz und Hilfsbereitschaft sollen gestärkt werden.

Die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention war ein Startschuss für die Inklusion und wir versuchen, durch empirische Forschung den Weg zu einer inklusiven Gesellschaft in den nächsten Jahrzenten mitzugestalten.

Interdisziplinarität

Um den vielfältigen Herausforderungen zu begegnen, die mit der Heterogenität von Menschen und der Idee der Inklusion einhergehen, ist unsere Gruppe ebenfalls aus ganz unterschiedlichen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Fachrichtungen zusammengesetzt. Jedes Mitglied aus unserer Gruppe ist anders und darf es auch sein - wir ergänzen uns mit unseren unterschiedlichen Fähigkeiten und Schwerpunkten und gehen miteinander in den Austausch.

Gemeinsam mit den Professoren der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam erarbeiten und realisieren wir Forschungsideen und –projekte disziplinübergreifend zur Erforschung des Schriftspracherwerbs.

Wir untersuchen, inwieweit motorische und kognitive Performanz den Schriftspracherwerb beeinflussen und welche Rolle die sprachliche und emotionale Entwicklung des Kindes in diesem Zusammenhang spielt.

Unser Forschungskolloquium findet 1-2-mal im Monat statt, zu dem wir Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen aus verschiedenen Bereichen zu uns einladen. Dadurch gewinnen wir einen Überblick über die Forschung oder Arbeit des Referenten und können ausloten, wie und zu welchem Themenbereich wir in unserer Forschungsarbeit konkret zusammenarbeiten können. Die zukünftigen Termine können im Newsfeed verfolgt werden.

Wir halten Kontakt zu anderen Forschungs- und Praxiseinrichtungen, und erkunden neue Forschungsfelder (z.B. Alice Salomon Hochschule, FH Potsdam/Forscherwelt Blossin, etc.).

Aktuelle News

Wir haben folgenden Artikel in Frontiers in Psychology publiziert: “Is Handwriting Performance Affected by the Writing Surface? Comparing Preschoolers’, Second Graders’, and Adults’ Writing Performance on a Tablet" (Projekt TaPir)

 

Wir haben folgenden Artikel in Human Movement Science publiziert: "Adapting to the surface: A comparison of handwriting measures when writing on a tablet computer and on paper." (Projekt TaPir)

 

Wir werden folgende Vorträge auf der SIG Writing Conference 2016 in Liverpool präsentieren:

- Differential influence of monitoring and short-term memory in writing acquisition (Projekt RaSch)

- Rapid Automatized Writing (RAW) predicts writing performance in dysgraphia (Projekt RaSch)

- The influence of motor abilities on early handwriting (Projekt MoBaS)

- The influence of the writing surface: How do preschoolers, second graders and adults write on a tablet computer compared to paper? (Projekt TaPir)

 

Forschungskolloquium mit Prof. Michel Knigge: "Mehrsprachigkeitsentwicklung im Zeitverlauf" 10.02.2016 


Wir haben das Symposium “Motorik und Schriftspracherwerb in heterogenen Gruppen” auf der GEBF 2016 in Berlin präsentiert. Die Einzelbeiträge waren:

- Tablet statt Tafel oder wie sich die Digitalisierung in den Schulen auf die Handschriftqualität auswirkt (Projekt TaPir)

- Assoziation früher Handschriftfähigkeiten mit unterschiedlichen motorischen Teilbereichen (Projekt MoBaS)

- Handschrift und Rechtschreibung in der Grundschule: Rapid Automatized Writing (RAW) - Ein neuer Schnellschreibtest (Projekt RaSch)

- Der Einfluss von motorischer und kognitiver Kontrolle auf Lesen und Schreiben (Projekt RaSch)

Forschungskolloquium mit Prof. Heike Wiese: "Deutsch ist vielseitig: Aus- und Fortbildungsmaterialien für den Bildungsbereich" 9.12.2015


Unser RAW-Poster hat auf dem 9. Herbsttreffen Patholinguistik den Preis für das beste Poster gewonnen.

 

Posterpräsentation bei der Eröffnungsfeier des Inklusionsgebäudes (Haus31), Universität Potsdam, 12.10.2015 aus den Bereichen: