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Biowissenschaften | Ein-Fach-Bachelor

Photo: Karla Fritze

Biologen spüren heute weniger einzelnen Genen nach, sondern sie beschäftigen sich zunehmend mit der Organisation ganzer Genome. Zoologie, Botanik, Ökologie und Genetik sind wichtige Teile der Biologie; in der Praxis trägt biologisches Wissen auch dazu bei, dass Waschmittel schonender waschen, Verbrechen aufgedeckt werden oder Treibstoff von Algen produziert wird. Biowissenschaften sind im ständigen Wandel begriffen, getrieben von neugierigen Forschern und findigen Ingenieuren.

STUDIENGANG AUF EINEN BLICK
BezeichnungBiowissenschaften
AbschlussBachelor of Science
Regelstudienzeit6 Semester
Leistungspunkte180
LehrspracheDeutsch
Studienbeginn zum 1. FachsemesterWintersemester
CampusGolm

Sascha Rode, Absolvent

"Während des biowissenschaftlichen Studiums an der Universität Potsdam war ich überrascht, dass man nicht einfach nur ein Studierender ist, sondern schnell ein anerkanntes Mitglied eines Teams wird. Ich hatte sehr frühzeitig die Möglichkeit, mich entsprechend meiner Interessen zu spezialisieren. Diese junge, moderne Fakultät bot mir, als jungem Bachelorabsolventen, einen Masterstudiengang anzuschließen. Ich habe ein eigenes Forschungsprojekt und bekomme die Möglichkeit, meine Masterarbeit in den USA zu schreiben."

Inhalt des Studiums

Die Biowissenschaften streben ein umfassendes Verständnis des Aufbaus und der Funktionsweise lebender Zellen und Organismen sowie ihrer Wechselwirkungen untereinander und mit ihrer Umgebung an. Ein solches Verständnis bildet die Grundlage für medizinische und technologische Fortschritte. Zugleich ist dieses Wissen die Voraussetzung für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt.

Der Bachelorstudiengang Biowissenschaften wurde im Jahre 2005 an der Universität Potsdam installiert und ging aus den früher getrennten Studiengängen Biologie und Biochemie hervor. Er vermittelt zunächst Grundlagen in den biowissenschaftlichen Teildisziplinen wie Biochemie, Bioinformatik, Zell-, Molekular- und Mikrobiologie, in Genetik, Zoologie, Botanik, Tier- und Pflanzenphysiologie sowie Ökologie.

Mithilfe dieser Disziplinen werden Lebensvorgänge auf unterschiedlichen Ebenen analysiert. Da biowissenschaftliche Forschung auf fundierten Kenntnissen der Mathematik, Statistik, Physik und Chemie basiert, beinhaltet das Grundlagenstudium ebenso Lehrveranstaltungen in diesen Fächern.

Im Anschluss an die Basisausbildung erfolgt ein vertiefendes Studium in einer der drei Spezialisierungsrichtungen Biochemie, Molekularbiologie/Physiologie und Organismische Biologie, wobei ein einmaliger Wechsel der gewählten Richtung möglich ist. Durch dieses Angebot können sich die Studierenden auf eine berufliche Tätigkeit vorbereiten, die ihren individuellen Neigungen entspricht.

Studienziel und zukünftige Arbeitsfelder

Am Ende des Bachelor-Studiums Biowissenschaften sind die Absolventen in der Lage, Funktionsweisen und Wechselwirkungen lebender Zellen und Organismen wissenschaftlich zu analysieren. Sie verfügen über fundierte und anwendungsbereite Kenntnisse der modernen Biologie und Biochemie einschließlich der naturwissenschaftlichen Grundlagen, Zusammenhänge und Wirkmechanismen. Darüber hinaus erwerben die Absolventen im Rahmen ihrer Ausbildung grundlegende Forschungskompetenzen.

Viele Biowissenschaftler entscheiden sich für ein anschließendes Master-Studium, um später in Forschung und Lehre zu arbeiten. Dabei ist es vorteilhaft, z.B. durch Praktika rechtzeitig Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Auf diesem Wege ergeben sich vieleicht auch Kontakte, die später sehr nützlich sein können.

Absolventen der Biowissenschaften gehen zum Beispiel in das Qualitätsmanagement, die Arzneimittelzulassung oder das Marketing großer Unternehmen. Andere engagieren sich in der klinischen Forschung oder sie arbeiten als wissenschaftliche Autoren („Medical Writer“), die Studienergebnisse zusammenfassen und anschaulich darstellen. Häufig entscheiden sich Absolventen nach abgeschlossener Promotion und einer Weiterbildung im Patentwesen, für eine Arbeit in Patentämtern, Biotechnologie- und Pharmafirmen oder Kanzleien, um Patente aus den Biowissenschaften zu betreuen. In den letzten Jahren entstanden ebenso neue Beschäftigungsfelder für Biologen in der Umwelttechnologie oder der genetischen Diagnostik.

Sascha Rode, Absolvent

"Während des biowissenschaftlichen Studiums an der Universität Potsdam war ich überrascht, dass man nicht einfach nur ein Studierender ist, sondern schnell ein anerkanntes Mitglied eines Teams wird. Ich hatte sehr frühzeitig die Möglichkeit, mich entsprechend meiner Interessen zu spezialisieren. Diese junge, moderne Fakultät bot mir, als jungem Bachelorabsolventen, einen Masterstudiengang anzuschließen. Ich habe ein eigenes Forschungsprojekt und bekomme die Möglichkeit, meine Masterarbeit in den USA zu schreiben."

Tom Orawetz, Student

"Für mich bedeutet das Studium im Bachelor Biowissenschaften an der Universität Potsdam ein breitgefächertes Lehrangebot aus den verschiedensten Richtungen der Biowissenschaften. Ökologische, molekulabiologische und biochemische Aspekte der modernen Forschung werden hier den Studierenden umfassend dargebracht."

Voraussetzungen für das Studium

Eine gute Basis für ein erfolgreiches Studium der Biowissenschaften bilden solide Kenntnisse in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik. Eventuelle Wissens- und Fähigkeitslücken in Mathematik lassen sich vor Studienbeginn in einem von der Universität angebotenen Brückenkurs schließen. Zudem sollten Sie für das Studium naturwissenschaftliche Neugier und Interesse an biowissenschaftlichen Forschungsmethoden wie der quantitativen Analyse von biologischen Systemen und Vorgängen mitbringen.

Durch die internationale Ausrichtung des Fachs sind gute Kenntnisse der englischen Sprache sehr wichtig geworden. Zum Beispiel tragen viele Master-Studiengänge inzwischen englische Titel und werden zum Teil in englischer Sprache durchgeführt.
Für das Bachelorstudium an der Universität Potsdam ist der Nachweis einer Hochschulzugangsberechtigung erforderlich. Mehr Informationen zu möglichen Arten der Hochschulzugangsberechtigung erhalten Sie hier.

Aufbau des Studiums

Der Bachelorstudiengang Biowissenschaften ist als Ein-Fach-Bachelor konzipiert. Das Bachelorstudium ist modular aufgebaut. Innerhalb der Module werden in unterschiedlichen Studien- und Lehrformen die Studieninhalte thematisch zusammengefasst vermittelt. In jedem Modul sind eine festgelegte Anzahl von Leistungspunkten sowie bestimmte Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen. Weitere Informationen zum Bachelorstudium und zum Aufbau des Ein-Fach-Bachelorstudiums gibt es hier.

Insgesamt hat der Studiengang einen Umfang von 180 Leistungspunkten und umfasst die in der nachstehenden Übersicht dargestellten Inhalte. Bei deren Vermittlung spielen praktische Studienanteile eine wichtige Rolle. Zum Abschluss des Studiums wird im Rahmen der gewählten Spezialisierung eine in der Regel experimentelle Bachelorarbeit angefertigt. Mehr dazu finden Sie in der fachspezifischen Ordnung.

Tom Orawetz, Student

"Für mich bedeutet das Studium im Bachelor Biowissenschaften an der Universität Potsdam ein breitgefächertes Lehrangebot aus den verschiedensten Richtungen der Biowissenschaften. Ökologische, molekulabiologische und biochemische Aspekte der modernen Forschung werden hier den Studierenden umfassend dargebracht."

STUDIENINHALTE UND LEISTUNGSUMFANG

Module

Leistungspunkte

Pflichtmodule96 LP

Mathematik 1 & 2

Physik 1 & 2 

Bioinformatik

Grundlagen der Biologie

Grundlagen der Biochemie und Zellbiologie

Grundlagen der Molekularbiologie und Genetik

Allgemeine und Anorganische Chemie

Organische Chemie I

Methoden der Biochemie und Molekularbiologie

Mikrobiologie und Genetik

Physiologie

15 LP

12 LP

6 LP

9 LP

6 LP

6 LP

8 LP

8 LP

8 LP

6 LP

12 LP

Fachspezifische Module für eine der drei Spezialisierungsrichtungen:

  • Biochemie: u.a. physikalische, organische und analytische Chemie, Molekularbiologie/Proteinstrukturbiologie, Biotechnologie/Immunologie, Forschungsmodule Enzymologie und Physikalische Biochemie
  • Molekularbiologie/Physiologie: u.a. Physikalische Chemie, Spezielle Zoologie und Botanik, Konzepte der Ökologie, Biotechnologie/Immunologie, Zellbiologie        
  • Organismische Biologie: u.a. Spezielle Zoologie und Botanik, Konzepte der Ökologie, Verhaltensbiologie / Evolutionsbiologie, Systemökologie und aquatische Ökologie

54 LP

Berufsfeldspezifische Kompetenzen   18 LP
Bachelorarbeit 12 LP
Summe180 LP

Weiter im Studium

Das erfolgreich absolvierte Bachelorstudium entspricht einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Im Anschluss daran ist es  möglich, das Studium an der Universität Potsdam in einem konsekutiven und forschungsorientierten Masterstudiengang. In Abhängigkeit von der im Bachelorstudium gewählten Spezialisierungsrichtung kann der Master of Science in Biochemistry and Molecular Biology, in Bioinformatik oder in Ökologie, Evolution und Naturschutz erworben werden.

An der Universität Potsdam besteht zudem im Anschluss an den Master die Option, die Forschungstätigkeiten im Rahmen einer Promotion zu intensivieren. Mögliche Fragestellungen lassen sich aus den Forschungsaktivitäten des Instituts für Biochemie und Biologie ableiten, die sich auf die Molekularbiologie, die Pflanzen- und Systembiologie, den Bereich Ökologie und Evolution, die Proteinforschung sowie die molekularen Physiologie konzentrieren.

Studienfachberatung

Dr. Olaf Behrsing
Schwerpunkt: Biochemie
Telefon: +49 331 977-5246 & -5342
E-Mail: biowissBC@​uni-potsdam.nomorespam.de
Adresse: Campus Golm | Haus 25, Zi. B/1.08
Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Dr. Anke Koch
Schwerpunkt: Molekularbiologie/Physiologie
Telefon: +49 331 977-2652
E-Mail: biowissMP@​uni-potsdam.nomorespam.de
Adresse: Campus Golm | Haus 20, Zi. 0.06
Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Dr. Volker Kummer
Schwerpunkt: Organismische Biologie
Telefon: +49 331 977-4888
E-Mail: kummer@uni-potsdam.nomorespam.de
Adresse: Maulbeerallee 1, Raum 2.06a
Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Vorteile auf einen Blick

Der Bachelorstudiengang Biowissenschaften an der Universität Potsdam zeichnet sich u.a. durch das Angebot von drei Spezialisierungsrichtungen aus, welche eine zielgerichtete Berufsvorbereitung ermöglichen. Zudem orientieren sich die theoretischen und praktischen Studienanteile an Konzepten und realen Forschungsprojekten der universitären Arbeitsgruppen und außeruniversitären Institute.

Aufgrund der engen Beziehungen des Instituts für Biochemie und Biologie zu den Forschungseinrichtungen des Golmer Wissenschaftscampus, wie den Max-Planck-, Fraunhofer- und Leibniz-Instituten, können die Studierenden schon früh Kontakte zu führenden Forschergruppen und Biotechnologie-Unternehmen knüpfen und diese für die weitere Ausbildung oder den Wechsel ins Berufsleben nutzen.

Bewerbung und Immatrikulation

Sie haben sich entschieden, den Ein-Fach-Bachelor Biowissenschaften an der Universität Potsdam zu studieren? Dann sollten Sie sich im nächsten Schritt auf den Bewerbungsseiten über das aktuelle Bewerbungs- und Immatrikulationsverfahren informieren.

Dort erhalten Sie ab Mitte Mai auch alle Informationen über die Zulassungsbeschränkungen (NC) zum Wintersemester.

Studienfachberatung

Dr. Olaf Behrsing
Schwerpunkt: Biochemie
Telefon: +49 331 977-5246 & -5342
E-Mail: biowissBC@​uni-potsdam.nomorespam.de
Adresse: Campus Golm | Haus 25, Zi. B/1.08
Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Dr. Anke Koch
Schwerpunkt: Molekularbiologie/Physiologie
Telefon: +49 331 977-2652
E-Mail: biowissMP@​uni-potsdam.nomorespam.de
Adresse: Campus Golm | Haus 20, Zi. 0.06
Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Dr. Volker Kummer
Schwerpunkt: Organismische Biologie
Telefon: +49 331 977-4888
E-Mail: kummer@uni-potsdam.nomorespam.de
Adresse: Maulbeerallee 1, Raum 2.06a
Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Diese Beschreibung basiert z.T. auf Angaben der Ordnung für den Bachelorstudiengang Biowissenschaften und die konsekutiven Masterstudiengänge (1) Ökologie, Evolution und Naturschutz (Ecology, Evolution and Conservation), (2) Zelluläre und Molekulare Biologie (Cellular and Molecular Biology) und (3) Biochemie (Biochemistry) an der Universität Potsdam vom 10. März 2005 (AmBek Nr. 18/05, S. 582) sowie entsprechende Satzungen zur Änderung der Ordnung.