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Blick in die Menschheitsgeschichte – Workshop zum internationalen Tiefbohrprojekt in Ostafrika

Bild mit Sonnenuntergang und Bohrturm im Hintergrund

Tiefbohrung im Chew Bahir Becken im Süden Äthiopien. Foto: Annett Junginger.

Was 550.000 Jahre Klimageschichte Ostafrikas über die Entwicklung der Vorfahren des Menschen verraten, diskutieren die Teilnehmer eines Workshops, der vom 18. bis 20. Juni 2017 an der Universität Potsdam stattfindet. Die rund 40 Wissenschaftler aus Äthiopien, Deutschland, Großbritannien und den USA sind Partner des „Chew Bahir Drilling Project“ und kommen nach Potsdam, um sich über die wissenschaftlichen Ergebnisse einer gemeinsamen Tiefbohrung im Süden Äthiopiens auszutauschen. Ziel ist es, durch die interdisziplinäre Auswertung der Bohrkerne Beziehungen zwischen Klimaveränderungen und der Evolution, Ausbreitung und technologischen Innovation von Homo sapiens aufzuspüren. Gastgeber ist der Potsdamer Geowissenschaftler Martin H. Trauth, Spezialist für Zeitreihenanalysen und Mitglied des Leitungsteams des Projektes.

„Mit der Tiefbohrung in Südäthiopien wird es uns erstmals gelingen, ein vollständiges Bild des Lebensraums unserer Vorfahren während der vergangenen 550 Tausend Jahren zu bekommen“, sagt Martin Trauth. „Die 280 Meter langen Bohrkerne helfen uns, einen Blick in die frühen Tage unserer eigenen Art und deren Lebensraum zu werfen, um herauszufinden, welchen Herausforderungen sie bei Veränderungen der Umwelt ausgesetzt waren.“
Das Chew Bahir Drilling Project“ ist Teil des „Hominin Sites and Paleolakes Drilling Projects“ (HSPDP), an dem weltweit über 100 Geowissenschaftler, Paläontologen und Paläoanthropologen beteiligt sind. Das HSPDP beschäftigt sich mit der menschlichen Evolution unter dem Aspekt von Umweltveränderungen und Klimaeinflüssen. Zu den 19 Hauptantragstellern gehört der Potsdamer Geowissenschaftler Martin Trauth. Er leitet gemeinsam mit Kollegen aus Köln, Aberystwyth und Addis Abeba das Teilprojekt „Chew Bahir Drilling Project“. Darin erforschen sie, welche Klimaänderungen wichtige Weichen für die Evolution der Vorfahren des Menschen stellten.

Die hier vorgestellte Forschung ist verbunden mit der Forschungsinitiative NEXUS: Earth Surface Dynamics, die unterschiedlichste wissenschaftliche Aktivitäten der Region Berlin-Brandenburg aus dem Themenfeld Dynamik der Erdoberfläche bündelt. Die Universität Potsdam (UP), gemeinsam mit ihren Partnern des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ), des Alfred-Wegener-Instituts für Polar und Meeresforschung (AWI) sowie mit Partnern des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), des Naturkundemuseums Berlin (MfN) und der Technischen Universität Berlin (TUB) verbindet hierzu die herausragende Expertise in den Geo-, Bio, Klima- und Datenwissenschaften.

Zeit: 18.–20.6.2017
Ort: Campus Golm, Karl-Liebknecht-Str. 24-25, 14476 Potsdam, Haus 29, Raum 0.25/0.26
Kontakt: apl. Prof. Dr. Martin H. Trauth, Institut für Erd- und Umweltwissenschaften
Telefon: 0331/977 5810
E-Mail: trauth@geo.uni-potsdam.nomorespam.de
Internet: http://www.geo.uni-potsdam.de/chew-bahir-drilling-project-dfg.html
Foto: Tiefbohrung im Chew Bahir Becken im Süden Äthiopien. Foto: Annett Junginger.

Medieninformation 14-06-2017 / Nr. 094
Matthias Zimmermann

Universität Potsdam
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Am Neuen Palais 10
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Online gestellt: Sabine Rieder
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de