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Band 12

Klaus Roth / Bernd Ladwig:

Recht auf Widerstand? Ideengeschichtliche und philosophische Perspektiven

Inhalt

Klaus Roth: Geschichte des Widerstandsdenkens - ein Ideengeschichtlicher Überblick

Bernd Ladwig: Regelverletzungen im demokratischen Rechtsstaat - Begriffliche und normative Bemerkungen zu Protest, zivilem Ungehorsam und Widerstand

 

Vorwort

Zum 17. Juni sowie zum 20. Juli jedes Jahres gedenkt man in Deutschland zweier wichtiger historischer Ereignisse, bei denen es um die Frage nach der Notwendigkeit und Legitimität von politi-schem Widerstand ging. So sehr sich die gemeinten Ereignisse auch unterscheiden – der 1953 gewaltsam niedergeschlagene Ar-beiteraufstand in der DDR und das 1944 gescheiterte Hitler-Attentat der Offiziere um den Grafen von Stauffenberg –, man wird nicht leugnen können, daß sich beide historischen Begebenheiten trotz oder gerade wegen ihres Scheiterns tief und auf identitätsstiftende Weise in das kollektive Bewußtsein der Deutschen eingeschrieben haben. Regelmäßig erscheinen anläßlich der beiden Jahrestage un-zählige Artikel und Biographien, werden zahlreiche Dokumentar- und Spielfilme ausgestrahlt, in denen die einstigen Helden des Wi-derstands gefeiert und deren lebensgeschichtliche Hintergründe und Motive aufgedeckt werden. Dabei kommt es jedoch nur selten zu einer genaueren Klärung der zweifellos sehr allgemeinen, aber doch für unser heutiges demokratisches und rechtsstaatliches Selbstver-ständnis grundlegenden Fragen: Was überhaupt ist Widerstand und unter welchen Umständen kann er moralisch gerechtfertigt werden. Wodurch unterscheidet sich politischer Widerstand von bloßem Un-gehorsam oder Protest? Woher nimmt er seine Legitimation? Und auf welche historischen Vorbilder darf er sich berufen?.

Die in diesem Band versammelten Beiträge von Klaus Roth und Bernd Ladwig – beide Autoren sind in der Politischen Philosophie und Ideengeschichte beheimatet – gehen eben diesen grundlegen-den Fragen auf dem Wege einer primär ideengeschichtlichen Rück-besinnung auf das Widerstandsthema einerseits (Roth) und einer überwiegend systematisch-philosophischen Begriffsklärung andererseits (Ladwig) nach.

Mit dem vorliegenden Band 12 der Studien zu Grund- und Mensch-rechten wird die bislang vor allem rechtswissenschaftlich ausgerich-tete Schriftenreihe um Beiträge zur politischen Philosophie erweitert. Das MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam dankt den beiden Autoren für ihre – geduldige – Mitarbeit.

 

Potsdam, im Mai 2006

Dr. phil. Arnd Pollmann Dr. iur. Norman Weiß

 

ISSN 1435-9154

85 Seiten

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