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University of Montana 2013/14

Man sollte früh anfangen sich über die Partnerhochschulen zu informieren und auf jeden Fall die Informationsveranstaltungen der Universität Potsdam nutzen. Die Vorbereitung und den Bewerbungsprozess habe ich als eher aufwendig und langwierig empfunden. Der Aufwand lohnt sich aber! Besonders an die Empfehlungsschreiben der Professoren sollte man frühzeitig denken.


Studienfach: Kulturwissenschaft, Anglistik/Amerikanistik

Aufenthaltsdauer: 08 /2013 – 01 /2013

Gastuniversität: University of Montana

Gastland: USA

Zunächst wurden meine Bewerbungsunterlagen in Potsdam bewertet und ich wurde zu einem Auswahlgespräch eingeladen. Anschließend habe ich die Zusage der Universität Potsdam erhalten. Meine Bewerbungsunterlagen wurden schließlich an die amerikanische Universität geschickt und dann musste ich von dieser auch auf eine Zusage warten. Obwohl ich Anglistik/Amerikanistik studiere, musste ich noch sehr kurzfristig den TOEFL-Test machen. Die endgültige Zusage kam samt Infomaterial mit der Post. Auch danach gab es viel zu tun: Flüge buchen, Unterkunft suchen, Krankenversicherung, Beurlaubung, Visum etc. Das Akademische Auslandsamt war aber immer für Fragen da und war sehr hilfreich. Zudem habe ich online auf der Seite der University of Montana und in Erfahrungsberichten Tipps gefunden, insbesondere bezüglich Krankenversicherung und Unterkunft. Die meisten amerikanischen Unis bieten ihre eigene Krankversicherung an, die man kaufen kann. Jedoch ist man oft finanziell besser dran, wenn man sich über einen deutschen Anbieter versichert. Die Unterlagen für die Beurlaubung bekommt man bei einer weiteren Infoveranstaltung vom Auslandsamt. Hier war auch nochmal jemand da, der uns erklärt hat, wie man das Visum erhält. Man muss auf bestimmte Unterlagen warten, die einem von der Gastuniversität zugeschickt werden. Leider sind bei mir diese Unterlagen mit der Post verschwunden und mussten mir dann per Express (dann sehr spät) nochmal geschickt werden. Erst wenn man die Unterlagen hat, kann man in der Botschaft einen Termin machen. Die Kontaktaufnahme mit der University of Montana hat dabei sehr gut geklappt und mir wurde sofort geholfen. Im Vorfeld bekommt man diverse Informationen per Mail und wird vom FSSS (Foreign Student and Scholar Services) auf den Aufenthalt vorbereitet. In Missoula angekommen wurde ich dann von Mitarbeitern der Universität vom Flughafen abgeholt und in meine Unterkunft gebracht.

Studienfach: Kulturwissenschaft, Anglistik/Amerikanistik

Aufenthaltsdauer: 08 /2013 – 01 /2013

Gastuniversität: University of Montana

Gastland: USA

Studium an der Gastuniversität

Bereits vor meiner Ankunft konnte ich mich für meine Kurse anmelden und mir meinen Stundenplan zusammenstellen. Für einen Kurs brauchte ich eine Bestätigung von der Dozentin. Ich habe sie angeschrieben und sie hat mir umgehend geantwortet und mich in den Kurs aufgenommen. Generell war an der Uni alles sehr gut organisiert. Vor dem offiziellen Semesterbeginn fand zunächst eine Einführungswoche statt, an der alle neuen, internationalen Studierenden teilnahmen. Hier wurde man von über alles informiert, was man als Student an der University of Montana wissen musste. Zusätzlich wurden Shopping-Trips veranstaltet, damit wir für unsere Grundausstattung sorgen konnten. Die ersten Tage waren sehr lang, boten aber auch eine super Gelegenheit um die anderen Studenten und Studentinnen kennen zu lernen. Mit vielen, die ich in dieser ersten Woche kennen lernte, habe ich enge Freundschaften schließen können.

Insgesamt habe ich vier Kurse belegt und 12 amerikanische Credit Points gemacht. Innerhalb des English Departments habe ich hauptsächlich Kurse im Film Studies Program belegt. Die Kurse fanden zum Teil mehrmals wöchentlich statt, waren teilweise mehrere Stunden lang und erforderten auch mehr Arbeitsaufwand, als meine Lehrveranstaltungen in Potsdam. Zu Beginn des Semesters bekam ich einen Übersichtsplan, an den man sich auch hielt. Die Veranstaltungen sind extrem durchorganisiert gewesen. Fast wöchentlich hatte ich Tests und Klausuren und musste regelmäßig Essays einreichen. Innerhalb des Semesters hatte ich viel zu tun, dafür aber am Ende weniger. Die Abschlussklausuren fallen natürlich kleiner aus, wenn man während des Semesters ständig Prüfungen schreibt und sie fallen einem auch leichter. Generell waren die Kurse nicht allzu schwer. In vielen Kursen bestanden die Tests aus Multiple-Choice-Fragen gemischt mit kurzen Essayfragen. Die Leistungsbewertung habe ich dabei immer als fair empfunden.

Meine Professoren waren super, immer hilfreich und sehr kompetent. Man konnte zu jeder Zeit mit ihnen Kontakt aufnehmen. Dass man sie mit ihrem Vornamen ansprach und man ihre Telefonnummern bekam, war für mich zunächst jedoch etwas gewöhnungsbedürftig. In den meisten meiner Kurse waren im Schnitt 15 Studenten. Dadurch hatte man natürlich mehr Kontakt zu den Lehrkräften und war auch zur Mitarbeit angehalten. Mitarbeit und Anwesenheit flossen übrigens in meine Endnoten ein.

Das Klima unter den Studenten war ebenfalls gut. Ich habe meine Kommilitonen immer als hilfsbereit und rücksichtsvoll empfunden.

Der Campus an sich ist ebenfalls sehr schön. Man findet alles, was man als Student benötigt. Viele Studenten leben hier, also gibt es auch kleine Einkaufsmöglichkeiten. Im University Center gibt es sogar einen Frisör und man kann sich Fahrräder ausleihen. Alles ist sehr sauber, ordentlich und super ausgestattet. Alle Räume, in denen ich unterrichtet wurde, waren mit Beamern und Medientischen ausgestattet. Auch die Bibliothek verfügt über eine umfangreiche Auswahl an Büchern und anderer Medien, sowie guten Arbeitsplätzen, einige davon mit Computern. Zudem ist sie oft bis 2 Uhr nachts geöffnet. Desweiteren gibt es auf dem Campus zusätzliche Computerräume, in denen man zum Beispiel Filmbearbeitungsprogramme nutzen kann.

Die Uni bietet außerdem viele Gruppen und Organisationen an, an denen man teilnehmen kann. Innerhalb dieser Gruppen kann man zum Beispiel wohltätige Arbeit leisten oder intensiv eine Sportart betreiben.

An die englische Sprache gewöhnt man sich sehr schnell und ich habe auch das Gefühl gehabt, dass ich den Lehrveranstaltungen sehr gut folgen konnte. Auf jeden Fall konnte ich aber auch noch etwas dazu lernen.

Wohn- und Lebenssituation

Gewohnt habe ich in der Lewis & Clark Village. Entweder kann man auf dem Campus in den Dorms (Wohnheime) wohnen oder eben in den University Villages, die dann etwas vom Campus entfernt sind. Ich habe mich schon sehr früh online für diese Unterkunft beworben und hatte die Zusage schon bevor ich die offizielle Zusage der Uni hatte. Man kann hier mit einem oder zwei Mitbewohnern wohnen, die einem nach seinen Gewohnheiten zugeordnet werden. In der Lewis & Clark Village stehen mehrere dreistöckige Häuser in denen nur Studenten wohnen und die Wohnungen sind möbliert. Ich habe es als sehr angenehm empfunden hier zu wohnen, die Apartments waren gut ausgestattet und es war nicht zu laut. Man konnte seine Wäsche in den Gemeinschaftsräumen waschen, hatte einen großen Aufenthaltsraum und das Office war meistens besetzt. Wenn man Fragen oder Probleme hatte, konnte man sich immer an jemanden wenden. Die Mieten sind natürlich etwas höher, als wenn man auf dem Campus wohnen würde.

Ich habe es sehr genossen unter so vielen Studenten zu leben. Viele meiner neuen Freunde haben in den Nachbarhäusern gewohnt.

Zusätzlich hat man als Student einen Bus-Service. Tagsüber fährt ein Bus direkt von der Lewis & Clark Village zum Campus. In circa 5-10 Minuten kann man so auf das Unigelände gelangen.

In Missoula selbst fahren zwar auch Busse, jedoch nicht so häufig. Am Sonntag zum Beispiel fahren gar keine Busse, sodass man auf andere Fortbewegungsmittel angewiesen ist. Abends jedoch fährt der sogenannte U-Dash-Bus nach Downtown. Wenn man also den Abend in der Stadt verbringen will (es gibt viele Bars und Brauereien), kommt man dort sicher hin und auch wieder zurück. Busfahren kann man mit seinem Studentenausweis immer umsonst.

Generell gibt es in Missoula alles was man braucht: Banken, viele Einkaufsmöglichkeiten, Kinos, Restaurants und Sportmöglichkeiten.

Ich hatte oft das Gefühl, dass gesunde Lebensmittel teurer sind als bei uns, dafür ist zum Beispiel Kleidung günstiger.

Freizeitangebote gibt es zu genüge. Oft finden Konzerte statt und es gibt viele Kunstgalerien, die häufig Veranstaltungen machen. Im Sommer finden Musik- und Straßenfeste statt. In der Uni gibt es ebenfalls ein Kino und das International House (hier kann man sich als Auslandsstudent aufhalten) bietet unzählige Veranstaltungen, wie Spieleabende oder gemeinsames Backen. Ansonsten kann man natürlich auch die Sportangebote der Universität nutzen oder als Zuschauer zu einer Sportveranstaltung gehen. Ein Footballspiel sollte man wirklich nicht verpassen. Wenn das Team der Uni spielt, grenzt das an ein Großereignis und die Straßen der Stadt sind wie leer gefegt. Die „Missoulians“ an sich sind sehr freundlich und zuvorkommend. In der Stadt kommt man immer mit den Menschen ins Gespräch. Wenn ich an der Straße stand, musste ich nie lange warten, bis ein Auto anhielt und mich über die Straße gelassen hat.

Hält man sich hingegen gerne in der Natur auf, hat Missoula bzw. Montana genauso viel zu bieten. Die Stadt ist von wunderschönen Bergen umgeben. Hier kann man super wandern, klettern oder campen gehen. Die Landschaft rund um Missoula ist wunderschön und man sollte sich Zeit nehmen, um sie zu erkunden. Auf keinen Fall verpassen sollte man den Glacier National Park. Ein Trip zu den Hot Springs in Idaho (nur eine Stunde von Missoula entfernt) lohnt sich ebenfalls sehr. Ich selbst hatte mir nur für einen Trip ein Auto gemietet, in der Stadt selbst braucht man aber kein Auto.

Wenn man aus der Stadt raus will, braucht man schon ein Fahrzeug. Hier bietet es sich an, sich mit anderen Austauschstudenten zusammen zu tun und sich einen Wagen zu mieten oder seine amerikanischen Freunde zu fragen. Aufpassen muss man darauf, dass man mit seinem Visum ab Einreisetag nur drei Montana mit seinem Führerschein fahren darf. Wer sich also länger dort aufhält, sollte einen amerikanischen Führerschein machen.

Letzte Tipps

Als Tipps würde ich euch geben: fangt sehr früh an alles zu planen und euch um die Unterlagen zu kümmern. Das erspart euch später Stress. Außerdem solltet ihr die Angebote des FSSS nutzen (besonders zu Beginn), hier kann man viele Leute kennen lernen, Freundschaften schließen und an Trips teilnehmen. Scheut euch auch nicht davor mit euren Professoren in Kontakt zu treten, sie waren immer für alle Fragen offen. Plant auch Freizeitaktivitäten ein. Die Uni ist zum Teil sehr zeitaufwändig, aber in der Umgebung von Missoula gibt es viele wunderschöne Orte, die man auch entdecken muss. Jeder der die Chance hat während des Studiums ins Ausland zu gehen, sollte dies auf jeden Fall tun.

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