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University of Mississippi 2015/16

Ausgangspunkt für mein Auslandssemester an der University of Mississippi war mein Verlangen nach einem Auslandsaufenthalt in den für mich schon immer sehr interessanten USA nach Abschluss meines Bachelor-Studiums in Kombination mit der für mich sehr reizvollen Entdeckung, dass die berühmte Ole Miss eine Partnerhochschule meiner Universität Potsdam ist. Nach erfolgreichem Absolvieren der ersten beiden Bewerbungsstufen (inkl. Gruppeninterview) durfte ich mich dann mit fast einem Jahr Vorlauf auch über eine Zusage für das Herbstsemester 2015 freuen. Dank meinem Austauschstipendium wurden mir die gut 10000$ an Studiengebühren komplett erlassen, was finanziell eine erhebliche Erleichterung darstellte. Auch mein nachträglich bewilligtes DAAD-Teilstipendium trug dazu bei, finanzielle Sorgen zu reduzieren. Der darauf folgende Papieraufwand war ehrlich gesagt schlimmer als erwartet, es gilt schlichtweg unendlich vieles zu beachten. Besonders möchte ich hier den VISA-Prozess hervorheben. Von Natur aus langwierig und träge, gipfelte dies in meinem Fall darin, dass die Gastinstitution solange dringend benötigte Papiere nicht übersendete, dass ein Termin im örtlichen (Berlin) Konsulat um die Ecke nicht mehr rechtzeitig möglich war, sodass ich dafür extra nach München durfte, um meinen bereits gebuchten Flug wahrnehmen zu können. Auch wenn schließlich alles klappte, empfehle ich hochschulunabhängig den gesamten Prozess so rechtzeitig wie möglich einzuleiten und konsequent Druck zu machen, um unnötigen Stress soweit es geht aus dem Weg zu gehen. Schlussendlich sollte sich der gesamte Aufwand aber dennoch lohnen und somit konnte es losgehen in den tiefen Süden der USA.


Unterbringung und Verpflegung

Studienfach: Betriebswirtschaftslehre

Aufenthaltsdauer: 08 /2015 – 12 /2014

Gastuniversität: University of Mississippi

Gastland: USA

Nach einem privaten zweiwöchigen Trip durch die Ostküste und mittleren Westen der USA erreichte ich Memphis, wo ich mich mit einem Kommilitonen aus Potsdam und zukünftigen Mitbewohner für das Semester an der Ole Miss traf und 2 Tage später privat organisiert die letzte Etappe nach Oxford antrat. (Die meisten anderen Studenten nutzten den Uni-Shuttle vom Airport Memphis) Einige Tage früher in unserem Off-Campus-Wohnpark „University Trails“ angekommen, wurden wir erstmal mit der harten, aber zumindest sonnigen Realität konfrontiert. Einfachste Unterbringung, so gut wie nichts vorhanden, was man zum Leben bräuchte und Zimmer in häufig mangelhaftem Zustand. Und das für gute 550$ (weil eigenständig organisiert, über die Uni noch teurer). Immerhin einen Pool und Basketball- sowie Volleyball-Platz gab es, was allerdings nichts daran änderte, erstmal einen kompletten Hausstand bei Walmart (ein „Erlebnis“ für jeden Nichtamerikaner) besorgen zu müssen. Nachdem man sich mit den dürftigen Zuständen allerdings erstmal halbwegs arrangiert hatte und sich etwas eingelebt hatte, konnte man die Vorzüge bei bestem Wetter (bis in den Spätherbst) auch genießen. Im eigenen Apartment hat man letztendlich eh nur geschlafen. Lebensmittel und somit die generellen Lebenshaltungskosten sind in den USA (und leider auch im „ärmeren“ Süden) erheblich höher als in Deutschland und dies trifft auch auf die verschiedenen Uni-Mensen und Cafés sowie Restaurants und Supermärkte zu. Ab einem bestimmten Punkt traf ich aber zumindest für mich selber die Entscheidung nicht mehr alles durchzurechnen und zu kalkulieren – soweit es ging – und mich mit den höheren Lebenskosten abzufinden, ohne diese ausufern zu lassen. Essen und trinken kann man nämlich in Oxford außerordentlich gut.

Studienfach: Betriebswirtschaftslehre

Aufenthaltsdauer: 08 /2015 – 12 /2014

Gastuniversität: University of Mississippi

Gastland: USA

Unterbringung und Verpflegung

Nach einem privaten zweiwöchigen Trip durch die Ostküste und mittleren Westen der USA erreichte ich Memphis, wo ich mich mit einem Kommilitonen aus Potsdam und zukünftigen Mitbewohner für das Semester an der Ole Miss traf und 2 Tage später privat organisiert die letzte Etappe nach Oxford antrat. (Die meisten anderen Studenten nutzten den Uni-Shuttle vom Airport Memphis) Einige Tage früher in unserem Off-Campus-Wohnpark „University Trails“ angekommen, wurden wir erstmal mit der harten, aber zumindest sonnigen Realität konfrontiert. Einfachste Unterbringung, so gut wie nichts vorhanden, was man zum Leben bräuchte und Zimmer in häufig mangelhaftem Zustand. Und das für gute 550$ (weil eigenständig organisiert, über die Uni noch teurer). Immerhin einen Pool und Basketball- sowie Volleyball-Platz gab es, was allerdings nichts daran änderte, erstmal einen kompletten Hausstand bei Walmart (ein „Erlebnis“ für jeden Nichtamerikaner) besorgen zu müssen. Nachdem man sich mit den dürftigen Zuständen allerdings erstmal ha wegs arrangiert hatte und sich etwas eingelebt hatte, konnte man die Vorzüge bei bestem Wetter (bis in den Spätherbst) auch genießen. Im eigenen Apartment hat man letztendlich eh nur geschlafen. Lebensmittel und somit die generellen Lebenshaltungskosten sind in den USA (und leider auch im „ärmeren“ Süden) erheblich höher als in Deutschland und dies trifft auch auf die verschiedenen Uni-Mensen und Cafés sowie Restaurants und Supermärkte zu. Ab einem bestimmten Punkt traf ich aber zumindest für mich selber die Entscheidung nicht mehr alles durchzurechnen und zu kalkulieren – soweit es ging – und mich mit den höheren Lebenskosten abzufinden, ohne diese ausufern zu lassen. Essen und trinken kann man nämlich in Oxford außerordentlich gut.

Universität und Organisation

Die teils fragwürdige Organisation setzte sich dann allerdings auch im Alltag fort, wobei ich persönlich da noch weniger Probleme hatte, was allerdings auch dem außerordentlichen Engagement meines Professors zu verdanken war. Andere Austauschstudenten hatten größte Mühe bzw. schafften es nicht, in ihre benötigten Kurse zu kommen, was besonders in den ersten Wochen für unnötig viel Stress sorgte. Ein Grund hierfür sehe ich in mangelhafter Kommunikation zwischen dem Auslandsamt der Ole Miss und den einzelnen Departments sowie in der klar ersichtlichen Unterbesetzung des Auslandsamtes. Hier gibt es definitiv eine Menge Verbesserungsbedarf. Der Uni-Alltag an sich war dafür sehr angenehm. Deutlich verschulter als in Deutschland, gestaltete sich der Kurs-Alltag zumindest in meinem Falle einfacher als erwartet und man kam schnell gut zurecht. Ich belegte neben meinen 2 benötigten BWL-Kursen noch Psychologie und Civil Rights Geschichte, welcher besonders am Standort Ole Miss mit brisanter Rassenhistorie höchst interessant ausfiel. Alle Kurse konnte ich bestmöglich abschließen und vieles neues lernen, auch außerhalb meines eigentlichen Studienaufenthaltes. Hierfür eignet sich ein Auslandssemester hervorragend; neben Sprache und neuem Umfeld auch mal über den bildungstechnischen Tellerrand schauen. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der Professoren und die Beziehung zwischen ihnen und den Studenten. Zu meinem Management-Professor habe ich bis heute ein freundschaftliches Verhältnis und nur ihm war es zu verdanken, dass ich meine Kurse so belegen konnte, wie ich es geplant hatte und ich nicht mit den Problemen anderer Studenten konfrontiert war. Ein großes Danke hierfür, ein solches Professoren-Studenten-Verhältnis würde ich mir häufig für Deutschland wünschen. Ein weiteres Plus war, dass einem ein „Global Ambassador“ an die Seite gestellt wurde, quasi ein Tandem-Student, der einem den sozialen und Uni-Einstieg zusätzlich erleichtern sollte. Ich hatte unheimliches Glück mit meiner Ambassadorin, einer ehemaligen Austauschstudentin, sodass ich schon in den ersten 2 Wochen unheimlich viele Kontakte knüpfen konnte und wir auch über das Semester gute Freunde geblieben sind.

Freizeit und Studentenleben

Ein riesiges Plus bekommt die Ole Miss und Oxford als Stadt für sein studentisches, außerschulisches Leben. Die Menschen sind allesamt unfassbar freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen, besonders Austauschstudenten gegenüber. Die berühmte Southern Hospitality erfährt man hier direkt vom ersten Tag am eigenen Leib, was einem den Einstieg erheblich erleichtert. Ein riesiges Angebot an Sport- und Freizeitmöglichkeiten in und außerhalb der Uni, die mit größte Greek-Kultur der USA (Sororities/Fraternities bestimmten das Unileben), für eine Kleinstadt wie Oxford unzählige Restaurants, Cafes und Bars; all das sorgte dafür, dass einem in den 4,5 Monaten zu keinem Moment langweilig wurde und man mit unendlich vielen tollen Erinnerungen nach Deutschland zurückkehren konnte. Hier gilt es ganz besonders auf die Football-Spiele am Wochenende hinzuweisen, die eine Sensation in sich darstellen und für jeden in Mitteleuropa sozialisierten Studenten sicherlich erstmal einen kleinen Kulturschock darstellen. Für mich als US Sport-Fan war das aber genau das richtige und ich werde die spätherbstlichen Samstage im Grove (dem zentralen Park auf dem Campus) beim Tailgaten (quasi „Vorglühen“ in Zelten mit viel Essen und Getränken) mit 100000 Fans mein Leben lang nicht vergessen, es gibt nichts Vergleichbares. Allgemein konnte man ein unheimliches großes Gemeinschaftsgefühl in allen Lebensbereichen vorfinden, was einen weiteren positiven Unterschied zu Deutschland darstellte. Man ist stolz drauf, an der Ole Miss zu studieren. Diesen Stolz trägt man nach dem Semester auch als Austauschstudent definitiv in sich. Von Oxford aus lässt sich auch der gesamte Süden wirklich gut erkunden. Mich zog es innerhalb des Semesters nach New Orleans, Nashville, Charleston, andere Studenten nach Las Vegas oder auch Florida. Trips wie diese sind unbedingt zu empfehlen, um noch mehr von den USA zu sehen, stellen allerdings auf Dauer auch einen erheblichen Kostenfaktor dar.


Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wenn man die organisatorischen Probleme überwunden hatte und sich mit gewissen Gepflogenheiten erst einmal arrangiert hatte, das Auslandssemester an der Ole Miss meine Erwartungen erfüllt hatte. Sowohl akademisch als auch menschlich bringt einen solch eine Zeit immens weiter. Von der sprachlichen Weiterentwicklung mal abgesehen, waren es vor allem neue Perspektiven, Freundschaften und ganz besonders unzählige Erinnerungen, die ich nicht mehr missen möchte. Gerade in diesem Moment bin ich auch wieder zu Besuch in Oxford, was also durchaus als großes Kompliment für die Menschen und den Ort gewertet werden darf. Wer sich also von gewissen organisatorischen Startschwierigkeiten nicht abschrecken lässt, dem empfehle ich definitiv einen Aufenthalt an der Ole Miss. Für mich war es eine großartige Zeit mit unbezahlbaren Erfahrungen.

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