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Kalamazoo College 2012/13

Ich wollte während meines Bachelor Studiums unbedingt ein Auslandssemester machen. Als erstes habe ich mich auf der Website des AAA nach möglichen Partner-Universitäten im Ausland erkundigt. Da ich mich bereits für die USA als Zielland entschieden habe, habe ich gezielt nach US Hochschulen recherchiert. Sehr geholfen haben mir auch die Erfahrungsberichte anderer Studenten. Meinem Haupt-Studienfach (Kulturwissenschaften), Studierendenstatus (BA 4.Semester) und anderen eigenen Kriterien nach, habe ich mir 3 Unis rausgesucht, das Potsdam College, Kalamazoo College und die Clarkson University. Mit dieser Auswahl bin ich zum AAA gegangen, um mich beraten zu lassen und zu erfahren, was genau und bis wann ich alle Unterlagen für die Bewerbung brauche. Den Umfang an Unterlagen und die Zeit, die man braucht, sollte man nicht unterschätzen in Anbetracht der durchaus geringen Zeit bis Bewerbungsschluss (kurz nach Wintersemester-Beginn): die Bewerbungsunterlagen des AAA, ein Motivationsschreiben, Lebenslauf, Sprachnachweis, Transcript of Records (auf Englisch übersetzt), Empfehlungsschreiben eines Dozenten.


Studienfach: Kulturwissenschaften/ Polonistik

Aufenthaltsdauer: 08 /2012 – 06 /2013

Gastuniversität: Kalamazoo College

Gastland: USA

Nachdem ich alle Unterlagen eingereicht hatte, bekam ich nach ein paar Wochen eine Einladung zum Gespräch. Kurz zuvor musste ich noch meine Auswahl an Universitäten ändern, da zwei Colleges für meinen Bewerbungszeitraum nicht verfügbar waren. Somit entschloss ich mich für das Kalamazoo College als meine erste Wahl. Nach einem relativ gutem Gespräch und ein paar weiteren Wochen Wartezeit, bekam ich dann Mitte Dezember die Zusage, um das akademische Jahr 2012/2013 am Kalamazoo College, kurz K College oder K, zu verbringen.

Nach der Bewerbung und Auswahl beim AAA musste man sich noch einmal bei College selbst bewerben. Dies ist jedoch eher ein formelles Verfahren. Dafür musste ich noch einmal einige Unterlagen einreichen und ein Motivationsschreiben verfassen, das sich speziell auf meine verpflichtende Lehrassistenz im Fachbereich Deutsch bezog, sprich zusätzlicher Sprachunterricht und Veranstaltungen für Deutsch-Studierende das College.

Nach Bestätigung des College und weiterem Kontakt mit der Gasthochschule und vor allem Angela Gross, der ersten Ansprechpartnerin und wunderbaren Hilfe für alle Fragen, musste ich noch andere Dinge vor meiner Ausreise erledigen, wie z.B. Visum und Impfungen. Es empfiehlt sich hierfür einige Zeit vorauszuplanen, aber der Vorgang an sich ist simpel. Alle Informationen zum Visum sind auf der Seite des US Konsulats zusammengestellt.

Studienfach: Kulturwissenschaften/ Polonistik

Aufenthaltsdauer: 08 /2012 – 06 /2013

Gastuniversität: Kalamazoo College

Gastland: USA

Studium an der Gastuniversität

Nach einer Orientierungswoche und dem Kennenlernen aller anderen internationalen und amerikanischen Studenten, begann das erste Trimester. Das Unisystem am K College ist sehr unterschiedlich zu dem der Uni Potsdam. Das College ist sehr viel kleiner, hat nur ca. 1300 Studenten und einen kleinen Campus. Das akademische Jahr ist in Trimester je 10 Wochen eingeteilt. Alle Leistungen, sprich Klausuren, Hausarbeiten und Essays, erbringt man während des Semesters, nicht in den Ferien. Da das K College zu den besten Hochschulen in Michigan gehört, ist das Leistungsniveau sehr hoch. Jeder Kurs findet 3-mal in der Woche statt. Es wird sehr viel Wert auf Leistung gelegt, daher sind die schriftlichen Hausaufgaben und Lektüren sind anspruchsvoll und zeitaufwendig. Es werden pro Kurs pro Trimester 2 Klausuren und 2 Essays geschrieben. Dies kann am Anfang sehr einschüchternd sein, aber ich war positiv überrascht wie gut man das alles in einer Fremdsprache meistern kann. Außerdem lernt man dadurch auch unglaublich viel! Die Klassen sind alle relativ klein, ca. 20 Studenten, und die Dozenten nehmen sich immer viel Zeit für Verständnisfragen, besonders der internationalen Studenten. Das Studienklima in der Klasse und zwischen Studenten und Dozenten ist viel persönlicher als an deutschen Universitäten. Dies war eine der besten Erfahrungen während meines Auslandsjahres. Alle Studenten und Dozenten waren immer sehr hilfbereit. Sprechzeiten fanden ganztägig statt bzw. gab es eine ‚open door- policy‘ und auf Emails wurde immer schnell geantwortet. Die Bibliothek ist praktisch dein zu Hause während des Semesters, doch lässt es sich dort an den Gruppentischen oder im hauseigenen Cafe mit Freunden gut aushalten.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Die amerikanschen und internationalen Studenten waren wahrscheinlich die positivste Erfahrung meines Austauschs. Es gibt viele internationale Studenten, die entweder für ein Jahr oder vier Jahre am K College bleiben. Die amerikanischen Studenten kommen oft aus Michigan und aus den ganzen USA, um am K College zu studieren. Ich habe durchweg positive Erfahrungen mit beiden Gruppen gemacht. Besonders die Amerikaner, nicht nur Studenten und Dozenten, sondern auch Busfahrer und Kassierer sind unheimlich nett und hilfsbereit. Besonders durch den Job als Teaching Assistant lernt man viele Amerikaner kennen.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Deine Englischkenntnisse sollten mehr als ausreichen und kein Problem in den USA darstellen. Auch wenn man sich unsicher fühlen sollte, kommt man sehr schnell in den täglichen Umgang mit der Sprache und lernt auch vieles dazu. Ich fühlte mich vorher auf einem guten Englischniveau und kann trotzdem sagen, dass ich noch mehr dazugerlernt habe.

Wohn- und Lebenssituation

Man muss am College auf dem Campus wohnen, was ich aber als sehr angenehm empfand. Somit war alles, die Unigebäude, Cafeteria oder Gym, in Laufweite sehr gut zu erreichen. Für die Unterkunft und Verpflegung musste ich jedoch selbst bezahlen, ca. 7000$, da der Austausch nur die Studiengebühren deckt. Außerdem musste ich die Krankenversicherung am College abschließen, die auch ca. 1000$ gekostet hat. Auch sind Bücher, die man für die Kurse braucht, sehr teuer und können gut 100$ pro Semester kosten. Um zum Supermarkt, Kino, Mall etc. zu gelangen, muss man den Bus nehmen. Das öffentliche Verkehrssystem in den USA ist nicht so gut wie in Deutschland. Ein Auto empfiehlt sich. Sehr praktisch war, dass die PNC Bank auf den Campus kam und man somit sehr einfach ein Bankkonto eröffnen konnte, ohne Gebühren. Ich empfehle das daher jedem, der für längere Zeit in die USA geht.


Rückblick

Die besten Erfahrungen habe ich mit den Menschen am K College und auch dem Rest der USA gemacht. Überall wird man herzlich empfangen und es wird einem immer sehr gerne geholfen. Das Unisystem ist auch sehr effizient und man lernt viel in verhaltensmäßig geringer Zeit. Ich glaube, dass ich sogut wie keine schlechten Erfahrungen hier gemacht habe. Das gesamte College-Leben ist sehr intensiv und ich habe viele wertvolle Erfahrungen in jeder Hinsicht gesammelt und viele internationale Kontakte geknüpft, auf denen ich in Zukunft aufbauen kann. Insgesamt war mein Auslandsjahr ein Erlebnis, dass ich nicht hätte verpassen wollen! Ich kann jedem deshalb nur empfehlen ein Jahr im Ausland zu verbringen, besonders am Kalamazoo College, das jetzt zum Teil meine amerikanische Heimat geworden ist.

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