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Duke University 2013/14

Die Entscheidung zu einem Auslandssemester wirkt sich nicht nur positiv auf den Lebenslauf aus sondern bereichert Studierende vor allem um akademische und persönliche Erfahrungen. Jedoch gehen mit dieser Entscheidung oftmals auch viele organisatorische und bürokratische Vorgänge einher – nicht nur in der Bewerbungsphase sondern auch während des Studiums an der Gasthochschule. Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen und über meine Erfahrungen im Studium aber auch im Gastland berichten.


Vor der Abreise...

... gibt es viele Dinge zu erledigen. Der hier entstehende Arbeits- und Zeitaufwand sollte nicht unterschätzt werden.

Gastuniversität: Duke University

Gastland: USA

Das Visum

Nach dem Erhalt des DS-2019 (bzw. I-20) von der Gasthochschule, sollte zu allererst das Visum beantragt werden. Zwar heißt es, dass die Termine beim US-Konsulat innerhalb von zehn bis zwölf Tagen vergeben werden, doch letztendlich ist hier die Anzahl der eingehenden Anträge entscheidend. In meinem Fall kam es in Berlin zu einer Wartezeit von 33 Tagen, während ich zur gleichen Zeit innerhalb von nur knapp zwei Wochen einen Termin in Frankfurt hätte erhalten können. Daher ist es am besten so schnell wie möglich nach Erhalt der Visumsunterlagen das Visum zu beantragen – dann kann auch früher nach Flügen recherchiert und somit oft auch noch Geld gespart werden. Der Visumsantrag selbst ist nicht besonders kompliziert. Man benötigt jedoch etwas Zeit und Ruhe um diesen auszufüllen. Hierbei ist unbedingt zu beachten: Wer schon einmal mit einem Visum in den USA war, sollte vorher die alten Visumsunterlagen bereithalten. Sollte bei dem früheren Visum die Einreise mit einem mittlerweile abgelaufenen Reisepass erfolgt sein, so sollte auch dieser bereitliegen. Der Reisepass muss noch sechs Monate nach der Rückkehr gültig sein – anderenfalls sollte schnellstens ein neuer Reisepass beantragt werden, da im Visumsantrag Angaben zu diesem gemacht werden müssen. Auf der Internetseite der USBotschaft werden der Visumsantrag und die verschiedenen Schritte ausführlich erläutert (siehe: http://german.germany.usembassy.gov/visa/niv/antrag/). Wurde der Online-Antrag ausgefüllt und abgeschickt sowie alle Gebühren gezahlt, wird der Termin beim Konsulat vereinbart. An diesem Termin wird ein kurzes Interview im Konsulat geführt, das ohne Probleme verlaufen sollte, wenn die Nachweise über die Zahlung aller notwendigen Gebühren, die erforderlichen Visumsunterlagen und der Reisepass vorliegen und die Absicht des Aufenthaltes überzeugend erläutert werden kann. Den Reisepass mit dem Visum erhält man dann nach wenigen Tagen mit der Post.

Student Health

Des Weiteren werden Studierende aufgefordert, innerhalb einer bestimmten Frist (online einzusehen) Informationen bezüglich ihres Impfstatus und etwaige Tuberkuloseerkrankungen oder -impfungen an das Student Health Center der Duke University zu übermitteln. Hier muss der Hausarzt bzw. die Hausärztin in einem Formular Informationen über bisher erfolgte Impfungen, einschließlich der Grundimmunisierung (z.B. bei MMR und Tetanus), geben. Anzumerken ist hier, dass die nachzuweisenden Impfungen je nach Studienrichtungen, aber auch zwischen graduate und undergraduate students variieren. Wer in Besitz seines Impfpasses ist und keinen ständigen Arztwechsel hinter sich hat, sollte hier jedoch keine Probleme haben. Bei mir erwies sich dieser Schritt als sehr schwierig, kostenintensiv und zeitaufwändig, da mein Impfausweis aus meiner Jugend bei einem Umzug verloren gegangen ist und ich keinen Nachweis über die in meiner Kindheit und Jugend erhaltenen Impfungen mehr hatte. Meine Ärztin aus dieser Zeit hatte ihre Praxis schon vor langer Zeit aufgegeben und die Aufbewahrungsfrist für ihre Patientenakten war bereits abgelaufen. Nach Rücksprache mit einer Sachbearbeiterin im Student Health Center der Duke University habe ich dann in einem Bluttest die jeweiligen Antikörper ermitteln lassen – die Kosten hierfür müssen natürlich selbst getragen werden und variieren je nachdem auf welche Antikörper getestet werden muss. Nachdem ich die ausgefüllten Formulare und den von meiner Ärztin unterzeichneten Laborbericht in einer Email an das Student Health Center der Duke geschickt habe, wurden mir widersprüchliche Antworten zugeschickt: eine, die besagte, dass der Test nicht akzeptiert werden könne und eine erneute Grundimmunisierung erforderlich sei (dies war für meine Ärztin medizinisch jedoch nicht vertretbar) und die einer anderen Sachbearbeiterin, in der ich über die Erfüllung der Bedingungen informiert wurde. Nachdem letztere Information durch die Angaben in meinem Online-Account bestätigt wurde, habe ich dies als erledigt betrachtet. Zudem sind Studierende in der Regel verpflichtet, sich in den Student Health Plan der Duke University einzuschreiben. Der Jahresbetrag richtet sich hierbei nach dem Alter. Sollte der Aufenthalt an der Duke University auf ein Semester begrenzt sein, wird hier zunächst die Zahlung des Gesamtbetrages verlangt. Nach der Ankunft in Durham muss Duke Visa Services (Bearbeiter_In ist den Visumsunterlagen zu entnehmen) sich dann mit dem Student Health Center in Verbindung setzen und bestätigen, dass der Aufenthalt auf ein Semester begrenzt ist. Daraufhin erfolgt dann die Rückerstattung der Überzahlung.

Reiseversicherungen

Da viele Reisekrankenversicherungen deutscher Versicherungsunternehmen wesentlich mehr Leistungen übernehmen und zusätzlichen Service anbieten, ist es sinnvoll, eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abzuschließen – besonders, wenn geplant ist, nach Visumsablauf (Semesterende) noch innerhalb der USA zu reisen, da die Krankenversicherung der Duke University mit Ablauf des Visums ebenfalls ausläuft. Hier lohnt sich ein Preis-Leistungs- Vergleich, besonders in Bezug auf Vorerkrankungen, da nicht alle Versicherungsunternehmen für medizinische Behandlung von Vorerkrankungen aufkommen. Ich habe meine Reisekrankenversicherung direkt online bei der Hanse Merkur abgeschlossen und noch am selben Tag meinen Versicherungsschein zugesandt bekommen. Da ich keinen Gebrauch von der Versicherung machen musste, kann ich keine weiteren Informationen hierzu geben. Vor Abschluss einer zusätzlichen Reiseunfall- und Reisehaftpflichtversicherung, sollte man einen genaueren Blick in die Vertragsbestimmungen eventuell bereits abgeschlossener Privathaftpflicht- und Unfallversicherungen werfen oder direkt bei den jeweiligen Versicherungsunternehmen nachfragen. In vielen Fällen scheinen Auslandsaufenthalte eingeschlossen und ein zusätzlicher Abschluss einer Reisehaftpflicht- oder Reiseunfallversicherung daher nicht notwendig zu sein.

Rechnungen

Bereits vor der Ankunft in Durham wurde die Zahlung verschiedener Gebühren an die Duke University, unter anderem der Krankenversicherung und einer recreation fee, fällig. Da hier leider keine Kreditkartenzahlung möglich war und eine Zahlung per Scheck nicht nur umständlich, sondern auch sehr kostspielig ist, habe ich diese Gebühr per Western Union gezahlt. Hierfür gibt es auf der Internetseite der Duke Financial Services (http://finance.duke.edu/bursar/Payments/index.php) genauere Informationen zur Zahlungsabwicklung, die unbedingt beachtet werden sollten. Obwohl auch hier sowohl ein anderer Umrechnungskurs angeboten und zusätzliche Gebühren fällig wurden, erscheint die Zahlung über Western Union als die einfachste und günstigere Lösung. Allerdings sollte ungefähr eine Woche für den Geldtransfer – zunächst an Western Union und dann an die Duke University – eingeplant werden, um die fällige Rechnung rechtzeitig zu begleichen.

Unterkunft

Da eine Unterkunft in den Studentenwohnheimen für internationale graduate students meist nicht vorgesehen ist (undergraduate students wohnen in der Regel im Studentenwohnheim), wird für die meisten Studierenden, die am akademischen Austausch mit der Duke University teilnehmen, die Wohnungssuche nicht ausbleiben. Die Mieten in Durham können recht hoch sein, weshalb die meisten Studierenden in Wohngemeinschaften zu leben scheinen. Bei der Wahl der Unterkunft sollte man sich vorher ein etwaiges Bild von Durham machen und konkrete Vorstellungen in Hinblick auf die Wohnbedingungen und das Wohnumfeld haben. Bei der Wohnungssuche kann man zum einem auf http://raleigh.craigslist.org zurückgreifen oder aber auch den Newsletter des Duke International House (https://lists.duke.edu/sympa) abonnieren. Hier werden verschiedene Unterkünfte in und um Durham angeboten – oftmals auch in gesicherten Apartment-Komplexen. In meinem Fall erwies sich das International House als sehr hilfreich. Zwar kann man hier schnell eine ganze Flut an Emails erhalten, da z.B. auch Haushaltsgegenstände, Fahrräder und Autos angeboten werden, aber es lohnt sich. Nachdem ich keine passenden Angebote gefunden habe, habe ich selbst eine Anfrage mit meinen konkreten Vorstellungen geschaltet und innerhalb von drei Tagen ein Zimmer (ca. 12 qm) mit eigenem Badezimmer in einem Einfamilienhaus auf dem N Buchanan Blvd. etwas nördlich vom East Campus gefunden. Die monatliche Miete belief sich auf $550, was zunächst recht hoch erscheint, aber unter Berücksichtigung der Lage noch relativ günstig war. Da ich überwiegend am East Campus war, erwies sich die Lage als nahezu perfekt; ich benötigte nicht einmal 10 min zum Campus. Auch Downtown und die Ninth Street inklusive verschiedener Shops, Restaurants, Bars und kleineren Einkaufsmöglichkeiten waren fußläufig innerhalb von ca. 20 min zu erreichen. Allerdings verkehrt hier auch ein Bus sowohl Richtung Downtown als auch in Richtung West-Durham. Soweit ich das beurteilen kann, scheinen viele Zimmer in der Nähe des West Campus oder aber auch im südlichen Durham etwas günstiger zu sein.

Kurseinschreibung

Nach dem Erhalt der NetID und der Duke Unique ID, kann man im ACES die persönlichen Daten verwalten, verschiedene Kurse belegen und Informationen zu den Finanzen (Rechnungen, Darlehen etc.) aufrufen. Kursmaterialien etc. werden von den Lehrkräften in der Regel unter Sakai zur Verfügung gestellt. Sobald eine Einschreibung in die Kurse auf ACES erfolgt ist, werden diese automatisch ins Sakai übertragen – wenn sie bereits von den Lehrkräften eingerichtet wurden. Hier werden auch im Laufe des Semesters viele kursrelevante Informationen bekannt gegeben sowie die eigenen schriftlichen Arbeiten hochgeladen.

Gastuniversität: Duke University

Gastland: USA

Nach der Ankunft in Durham...

... müssen internationale Studierende sich schnellstmöglich beim Duke Visa Services vorstellen damit die Ankunft an der Duke University bestätigt werden kann. Man sollte sich vorher unbedingt mit den Informationen auf der Internetseite des Duke Visa Services (http://www.visaservices.duke.edu/F1_Incoming.html) vertraut machen, damit alle erforderlichen Unterlagen zusammengetragen und ausgefüllt werden können und somit eine schnelle Bearbeitung vor Ort erfolgen kann. Auch sollte man sich schnellstens den Studentenausweis ausstellen lassen – diesen benötigt man bei der Beantragung des GoPass (entspricht dem Semesterticket).

Duke University – Organisation, Studium, Resources

Campus / Infrastruktur

Die Duke University umfasst drei Campi: East, Central und West. Zwischen diesen Standorten verkehren während des Semesters ca. alle 5 Minuten verschiedene Buslinien, wodurch ermöglicht wird, Kurse an verschiedenen Standorten zu besuchen. Eventuelle Verspätungen aufgrund eines Campuswechsels scheinen von den meisten Lehrkräften toleriert zu werden. Abends vergrößern sich die Abstände, nachts wird der Busverkehr zwischen den Standorten eingestellt. Auch an den Wochenenden und in der vorlesungsfreien Zeit verkehren die Busse häufig. In den Abend-/Nachtstunden können Studierende der Duke University, die innerhalb eines gewissen Radius um das Universitätsgelände wohnen, den kostenfreien Duke Van Service nutzen. Auf diesem safe ride werden Studierende nach telefonischer Bestellung an einem Standort auf dem Campus abgeholt und vor die Haustür gefahren. Zusätzlich zu den Bussen, die die drei Standorte verbinden, verkehren auch in größeren Abständen Busse zur University of North Carolina in Chapel Hill, an der ebenfalls Kurse belegt werden können. Auch der Raleigh Express Bus operiert zwischen der Duke University und anderen Standorten im Research Triangle.

Orientation Week

Die allgemeine orientation week der Duke University dient dazu internationalen Studierenden Auskunft über notwendige Abläufe zu erteilen und Informationen rund um das Studium, die Standorte und Durham zu geben. Auch werden hier Mobilfunkanbieter und andere Dienstleister anzufinden sein. Je nach Institut finden zusätzliche Einführungsveranstaltungen für die jeweiligen Studiengänge statt – hierfür sollte man sich unbedingt vor der Abreise, spätestens zu Beginn der orientation week, im Institut erkundigen. Auf weiteren Informationsveranstaltungen stellen sich zudem die verschiedenen student groups und organizations vor.

Studium – Aufbau, Organisation, Studienleistungen

Die meisten graduate students an der Duke University scheinen tatsächlich ein Promotionsstudium zu absolvieren. Ihr Studium ist in zwei Phasen gegliedert: In der ersten Phase müssen die der Studienordnung entsprechenden Kurse belegt werden, nebenbei sind Tätigkeiten als Research und Teaching Assistant in ihrem Studium vorgesehen. In der zweiten Phase wird an der doctoral dissertation gearbeitet. Durch die enge Zusammenarbeit der graduate students mit den Lehrkräften scheint auch das Verhältnis zwischen ihnen weniger formal zu sein. Häufig nennt man sich sogar beim Vornamen. Dennoch sollte man stets bedacht und professionell den Lehrkräften gegenübertreten – beurteilt wird man in jeder Situation.

Um die Visumsbedingungen zu erfüllen, müssen Studierende mit dem J1-Visum mindestens drei Kurse an der Gasthochschule belegen. Da Austauschstudierende an der Duke University auch fachübergreifend Kurse besuchen können, habe ich als Studierende im Literature Program auch Kurse in den Fachbereichen Women’s Studies und Cultural Anthropology besucht. Zudem ist es möglich, Kurse an der University of North Carolina in Chapel Hill zu belegen.

Mit diesen drei Kursen war mein Arbeitspensum bereits enorm: Ein wöchentlicher Leseumfang von ca. 250-300 Seiten war nicht selten, zudem wurden zum Beispiel regelmäßige Präsentationen, wöchentliche response papers und regelmäßige Forumsbeiträge erwartet. In den von mir belegten Kursen, in denen bereits während des Semesters regelmäßig schriftliche Arbeiten verfasst werden mussten, wurde das midterm erlassen, anderenfalls musste eine kürzere Hausarbeit eingereicht werden. Statt Abschlussklausuren waren noch vor Beginn der Semesterferien umfangreichere Hausarbeiten einzureichen. Die Abschlussnoten wurden in meinem Fall innerhalb von 48 Stunden nach Einreichen meiner Abschlussarbeiten online bekanntgegeben.

Die Lehrpläne der Seminare, sowie die (meisten) Kursmaterialien werden von vielen Lehrkräften in Sakai zur Verfügung gestellt. Sollten Kursmaterialien hier nicht zu finden sein, kann man jedoch auf die vielen Datenbanken zugreifen, sollte der Text nicht in einer der Universitätsbibliotheken zu finden sein. Ich persönlich hatte keine Probleme, die fehlenden Materialen zu beschaffen, wenn es auch manchmal einige Zeit in Anspruch genommen hat. Sollte man hierbei tatsächlich Probleme haben, kann man selbstverständlich auch die entsprechende Lehrkraft ansprechen.

Die Anzahl der Kursteilnehmer_Innen scheint in der Regel recht niedrig gehalten zu werden. Ich habe zwei Seminare und eine Vorlesung besucht; die Anzahl der Seminarteilnehmer_Innen lag zwischen 15 und 18, die Vorlesung zählte ca. 30 Teilnehmer_Innen. Die geringe Teilnehmerzahl und das weniger formale Verhältnis zwischen graduate students und den Lehrkräften tragen positiv zur Kursatmosphäre bei.

Sollte man als graduate student an einem undergraduate-Kurs interessiert sein, scheint dies in der Regel kein Problem zu sein. Da einer der angebotenen undergraduate-Kurse besonders stark meinem Interessensschwerpunkt entsprach, habe ich mit der Lehrkraft and der Duke University sowie meinem Betreuer an der Universität Potsdam vereinbart, die Kursanforderungen für mich an das graduate-Niveau anzuheben, um mir den Kurs später dennoch anrechnen lassen zu können. Leider wurden während meines Semesteraufenthaltes wenig graduate-Kurse angeboten, die meinem Interessensschwerpunkt entsprachen. Jedoch hatte ich die Möglichkeit an Kursen von Professoren teilzunehmen, deren Arbeiten in verschiedenen Bereichen meines bisherigen Studiums immer wieder eine Rolle spielten. Da ich hier nun die Möglichkeit hatte, diesen Autoren persönlich zu begegnen, mit ihnen über ihre Arbeiten zu sprechen und einen genaueren Einblick in ihre Forschung zu erhalten, war dies eine ganz besondere Erfahrung, die ich aus meinem Auslandssemester mitnehmen werde. Des Weiteren profitieren die Studierenden von den unzähligen Gastvorlesungen und Veranstaltungen in den verschiedenen Instituten und anderen universitären Einrichtungen und Organisationen, die meist allen zugänglich sind, jedoch oftmals sehr kurzfristig und nicht überall bekannt gegeben werden.

Bibliotheken

Die Duke University verfügt über mehrere Bibliotheken, auf die man je nach Studienrichtung zurückgreifen wird. Bostock/Perkins auf dem West Campus ist die größte Universitätsbibliothek, auf dem East Campus hat die Lily Library ihren Sitz. Zudem wird der Zugriff auf unzählige Online-Ressourcen, wie z.B. Datenbanken, visuelle Medien und Enzyklopädien ermöglicht. Auch können benötigte Titel aus anderen Bibliotheken innerhalb des Research Triangle, aber auch aus anderen nationalen und internationalen Bibliotheken beschafft werden. Hierdurch ist der Umfang der zugänglichen Medien enorm. Es lohnt sich, an einem der von der Bibliothek angebotenen Workshops teilzunehmen, um einen besseren Überblick über die Universitätsbibliotheken zu erhalten.

Des Weiteren gibt es für die verschiedenen Studienrichtungen Fachpersonal in den Bibliotheken, das sich auf jeweils ein Gebiet spezialisiert hat. Diese research guides können jederzeit persönlich oder per Email angesprochen werden und können wertvolle Informationen zu Medien in den bestimmten Bereichen geben und bei der Recherche helfen.

Angebote des International House

Das International House wird für viele internationale Studierende ein wichtiger Anlaufpunkt sein. Hier können nicht nur Informationen zu verschiedenen bürokratischen Vorgängen, dem Studienaustausch selbst oder der Campusstruktur erfragt werden. Das International House bietet regelmäßige Fahrten zum Social Security Service und dem Department of Motor Vehicles an, aber auch zu dem im Süden Durhams gelegenen Target – ein großer, günstiger Supermarkt mit einem sehr umfangreichen Sortiment, das von Lebensmitteln, Haushaltswaren, elektronische Artikel und Sportausstattung bis hin zu Kleinmöbeln reicht. Diese shopping trips werden des Öfteren von örtlichen Kirchen durchgeführt, können aber auch wahrgenommen werden, wenn man nicht der jeweiligen oder gar keiner Religion angehört. Auf diesen Ausflügen hat man reichlich Zeit sich im Target umzusehen und wird anschließend mit den Einkäufen sogar bis vor die eigene Haustür gefahren. Eine vorherige Online-Anmeldung ist nicht unbedingt notwendig, aber aufgrund der hohen Nachfrage sinnvoll. Jedoch wird angestrebt, dies allen Studierenden, ob angemeldet oder nicht, zu ermöglichen.

Durham

Infrastruktur

Durhams Infrastruktur ist leider nicht besonders gut ausgebaut: In vielen Straßen gibt es keinen Gehweg; die meisten Bewohner_Innen bewegen sich im Auto fort, viele Studierende nutzen das Fahrrad. Die Busse scheinen die wichtigsten Bereiche Durhams abzudecken und verkehren tagsüber zwar häufig, leider aber auch nicht immer pünktlich. Nachts sowie an Sonntagen ist der Busverkehr sehr eingeschränkt, oftmals verkehren die Busse nur ein- bis zweimal pro Stunde. Studierende der Duke University, die keine parking permit beanspruchen, erhalten den GoPass kostenfrei und können hiermit den öffentlichen Nahverkehr nutzen.

Unterhaltung/Gastronomie/Shopping

In Durham lassen sich viele verschiedene gastronomische Einrichtungen und kleinere Geschäfte finden - die meisten davon downtown und im Ninth Street District. Hier gibt es Restaurants, Bars, Diners und Cafés, aber auch kleinere Boutiquen, Handwerksgeschäfte und Buchläden – der Regulator Bookshop in der Ninth Street bietet auch Lesungen an. Ein Besuch des Carolina Theaters ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Zudem sind in Durham mehrere Einkaufszentren anzufinden, wobei oftmals die Southgate Mall bevorzugt zu sein scheint. Sowohl im Visitor’s Center als auch in der Lilly Library liegen Info-Hefte zu Durham aus, die verschiedene Bereiche der Stadt und einige der Geschäfte und Restaurants vorstellen und eine erste Orientierung ermöglichen.

Lebensmittel

Aufgrund meiner günstigen Wohnlage waren kleinere Lebensmittelläden bzw. Geschäfte des täglichen Bedarfs für mich recht schnell erreichbar. Kroger und Target liegen in Durhams Randgebieten und sind am besten mit dem Auto erreichbar, wenn man nicht das Angebot des International House nutzen möchte. Durhams bestes (aber auch teuerstes) Lebensmittelgeschäft ist Whole Foods in der Broad Street, direkt am East Campus. Aber auch hier sind einige Angebote zu finden. Zudem bietet Whole Foods eine etwas günstigere Hausmarke an. Kurz vor meiner Abreise hat ebenfalls in der Nähe der Ninth Street ein weiterer Supermarkt eröffnet und stellt eine Alternative zu Whole Foods dar, wenn Kroger und Target nicht zu erreichen sind.

Im Allgemeinen empfand ich die Lebensmittelpreise, vor allem bei Obst und Gemüse, recht hoch. Wer sparen möchte und über ein Auto verfügt, kann aber auch im Süden von Durham bei Aldi einkaufen gehen.

Telefonieren / Mobiles Internet

Hier gibt es verschiedene Anbieter mit verschiedenen Konditionen. Da ich nur für ein Semester in Durham war, habe ich mich für einen Prepaid Plan von AT&T entschieden. Bei sämtlichen Vertragsabschlüssen wäre nicht nur nach der Social Security Number gefragt worden, sondern gab es für viele Verträge auch noch Mindestlaufzeiten. Es gibt jedoch verschiedene Angebote, sowohl bei Vertragsabschlüssen als auch bei den prepaid plans. Wem das Wlan-Netz in den Universitätseinrichtungen, auf dem Campus oder in einigen der gastronomischen Einrichtungen in Durham nicht genug ist und nicht auf die Internet-Flatrate verzichten möchte, muss hier monatlich mit ca. $60 rechnen. Hinzu kommt eine einmalige Gebühr für die Freischaltung der Sim-Karte.

Reisen während und nach dem Studienaufenthalt

Während des Studienaufenthaltes können internationale Studierende mit ihrem Visum nicht nur innerhalb der USA, sondern z.B. auch nach Kanada und Mexiko reisen. Hierzu bedarf es lediglich einer Unterschrift vom Duke Visa Services auf dem DS-2019 (bzw. I-20) bevor die Ausreise angetreten wird. Auf der Reise selbst müssen Reisepass, Visumsunterlagen und der Ausdruck des I-94 mit sich geführt werden. Ich bin während meines Studienaufenthaltes sowohl nach Kanada als auch nach Mexiko gereist und hatte weder bei der Einreise noch bei der Ausreise Probleme am Grenzübergang. Nach Ablauf des Visums können Studierende mit einem DS-2019 sich noch 30 Tage lang innerhalb der USA frei bewegen. Auf Reisen außerhalb der USA mit anschließender Rückkehr in die USA sollte man in dieser Zeit verzichten, da hierzu ein Touristenvisum erforderlich ist. Zwar sei es nicht unmöglich, das Studentenvisum auf ein Touristenvisum umschreiben zu lassen, jedoch sehr aufwändig und kompliziert; Probleme an der Grenzkontrolle seien nicht auszuschließen. Duke Visa Services rät daher davon ab. Dennoch sollte man, sofern dies möglich ist, diese grace period nutzen um zusätzliche kulturelle und persönliche Erfahrungen im Gastland zu machen.

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