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Clarkson University 2012/13

Meine Vorbereitung bestand zunächst einmal darin, dass ich mich im International Office der Uni Potsdam über die Hochschulpartnerschaften in den USA informiert habe. Ziemlich schnell war für mich klar, dass ich mich für eine amerikanische Partneruni, die Clarkson University, bewerben möchte. Da ich im Master BWL studiere, gab es in dem für mich relevanten Semester auch keine andere Alternative, weil die anderen zwei amerikanischen Universitäten nur für Bachelorstudenten vorgesehen waren.  Zu der Bewerbung gehörte nicht nur ein Motivationsschreiben, Sprachnachweis (Unicert III in meinem Fall) und ein Lebenslauf, sondern auch ein Empfehlungsschreiben einer/s Professorin/s oder Lehrbeauftragten. Dies kann ich nur empfehlen, frühzeitig in Angriff zu nehmen, da der gesamte Prozess von der Kontaktaufnahme, Absprache zum Schreiben bis zur Aushändigung durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.

Hat man mit seinen Unterlagen überzeugt, wird man in der nächsten Runde zu einem persönlichen (Gruppen-) Interview mit den verantwortlichen VertreterInnen und meist einem dem Fach entsprechenden Fakultätsmitglied eingeladen. Hier hat man noch einmal persönlich die Möglichkeit, zu erläutern, warum man sich für die entsprechende Hochschule(n) entschieden hat, was einen zu diesem Schritt bewegt hat und inwieweit es einen persönlich und akademisch bereichern könnte.


Studienfach: BWL (Master)

Aufenthaltsdauer: 08 /2016 – 12 /2016

Gastuniversität: Clarkson University

Gastland: USA

Gehörst du zu den glücklichen Auserwählten, erhältst du ein paar Wochen später alle nötigen Informationen für die nächsten Schritte (Visum, Bewerbung an der Uni, Finanzierung usw.). Als Erstes solltest du das Ablaufdatum deines Reisepasses überprüfen. Dieser muss nämlich mindestens ein halbes Jahr nach deinem Ausreisezeitpunkt gültig sein. Die Bewerbung an der Uni, bei der dann noch einmal ein paar Dokumente (Finanznachweis, Reisepasskopie, Leistungsnachweise, Kurswahl usw.) zusammengesammelt werden müssen, erfolgte bei mir etwa im März/April. Im Mai organisierte die Uni Potsdam dann einen Vortrag zum Thema Visum und der Beantragung, sodass man danach ziemlich gut vorbereitet war und – nach Rückmeldung der Gastuniversität – einen Termin bei der amerikanischen Botschaft in Berlin vereinbaren konnte.

Studium an der Gastuniversität

Das Studieren an der Clarkson University unterscheidet sich, wie wahrscheinlich an anderen amerikanischen Hochschulen auch, sehr von dem an der Universität Potsdam. Die private Uni ist mit 3000 Studenten wesentlich kleiner, auch wenn der Campus riesig ist. Das Verhältnis zwischen Studierenden und Professoren ist sehr locker und offen. Alle Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit und suchen im Zweifel sehr effizient und schnell mit dir gemeinsam eine Lösung. Die Türen stehen fast überall offen und es herrscht jederzeit ein reger Austausch auf den Fluren. Der Unterricht, in kleinen Klassen zwischen 15-30 Studierenden, erfordert definitiv mündliche Mitarbeit und ist durch Interaktion bzw. Teamarbeit mit anderen Kommilitonen geprägt. Außerdem sind tägliche Hausaufgaben und Readings üblich. Das war für mich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, aber es dauerte nicht lang, bis man es sich einverleibt hatte und es hat mir persönlich dann irgendwann richtig Spaß gemacht. Ich habe das Studienklima (im MBA Programm) als sehr anregend und in keinem Fall oberflächlich, wie es der amerikanischen Lehre ja oft vorgeworfen wird, wahrgenommen! Team Cases, Simulation Games und Präsentationen gehörten zum Studienalltag. Wir MBA-Studenten haben sogar separate Räume mit Computern und anderen Tools zur Verfügung gestellt bekommen. Die technische Ausstattung ist auf dem gesamten Campus sehr gut. Nur die Bibliothek ist vergleichsweise klein und zu den Stoßzeiten sehr überfüllt und unruhig. Es gibt aber auch genug alternative Orte zum Lernen, z. B. separate Räume, die man mieten kann.

 

 

Studienfach: BWL (Master)

Aufenthaltsdauer: 08 /2016 – 12 /2016

Gastuniversität: Clarkson University

Gastland: USA

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Sowohl mit einheimischen als auch mit ausländischen Studierenden kommt man eigentlich relativ schnell in Kontakt. Wie die meisten habe ich mit Amerikanerinnen zusammen in einem Haus gewohnt und durch den Beitritt in den Ruder-, Outdoor- und Swing Dance Club, sowie das gemeinsame Lernen mit meinen Kommilitonen, habe ich schnell Freunde gefunden. Auch die internationalen Studenten treffen spätestens bei den organisierten Events oder am Wochenende bei den Hockeyspielen oder Partys immer wieder aufeinander. Das Leben spielt sich größtenteils auf dem Campus selbst ab und Potsdam ist ein kleiner Ort, sodass man ziemlich schnell und immer wieder viele bekannte Gesichter trifft.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Meine Sprachkompetenz begründete sich vor dem Aufenthalt nur auf den Businessenglischkursen während meines Bachelorstudiums (Unicert III) und verbesserte sich während des Aufenthaltes wesentlich. Insbesondere die mündliche Sprachkompetenz wird schon bald nach der Ankunft gefordert und durch den häufigen Einsatz, auch im Unterricht, ausgebaut. Ich bin während des Austausches nur auf sehr viel Verständnis und Geduld gestoßen, wenn ich einmal Probleme hatte, die richtigen Worte zu finden oder nach Vokabeln gefragt habe. Wichtig ist es nur, dass man sich einfach traut und dann läuft es irgendwann von ganz alleine. Da ich auch relativ viele Cases lesen und kleinere Essays oder Hausarbeiten verfassen musste, konnte ich auch mein schriftliches Englisch deutlich verbessern.

Wohn- und Lebenssituation

Miete und Appartments

Die Wohnsituation ist bereits von der Clarkson University festgelegt. Nämlich auf dem Campus in einem von drei Häuserkomplexen, in denen Studenten ab dem Senior Year (4. Undergraduate Jahr) leben. Diese Unterbringung ist mit circa $900 pro Monat relativ teuer. Der Standort ist jedoch insbesondere für Austauschstudenten durchaus von Vorteil. Du kannst dich circa drei Monate vor deiner geplanten Ankunft für eine Unterbringung bewerben.

Woodstock: Meist Einzelzimmer in 3-7er WG, am meisten favorisierte Unterkunft

Townhouse: definitiv Doppelzimmer in einer Doppelhaushälfte mit zwei Etagen zu viert

Riverside Apartments: etwas weiter entfernt, Einzel- oder Doppelzimmer in 3-5er WG (Reihenhäuser)

Einkaufen und Öffentliche Verkehrsmittel

Öffentliche Verkehrsmittel existieren eigentlich nicht, werden aber auch nicht benötigt. Denn das „Stadt“zentrum ist fußläufig in 15 Minuten erreichbar und das beliebteste Fortbewegungsmittel der Amerikaner ist und bleibt auch hier das Auto. Dementsprechend hoch ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass einen jemand z. B. zum Einkaufen mitnimmt. Zudem kann man sich auch auf dem Campus ein ZipCar mieten. Wenn man sich einmal etwas weiter wegbewegen möchte und man nicht auf ein Mietauto zurückgreifen will, gibt es in Syracuse (2,5 Stunden entfernt) einen Flughafen sowie einen Bahnhof mit Anschluss z. B. nach New York City. Kleinere Flughäfen mit günstigen Inlandsflügen gibt es außerdem in Odgensburg (45 Minuten entfernt) oder Plattsburgh (1,5 - 2 Stunden entfernt).

Einkaufsmöglichkeiten, wie Walmart, Aldi, Price Shopper, ein Wochenmarkt und sogar ein kleiner Bio/Öko-Laden, gibt es genug. Auf der Market Street findest du zudem ein Kino, Friseur, Bars und Restaurants. Die Auswahl ist zwar beschränkt, fehlen tut es aber eigentlich an nichts.

Lebenshaltungskosten und Bankgeschäfte

Die Lebenshaltungskosten sind in dem amerikanischen Potsdam leider teurer als in Deutschland. 80-100 € pro Woche sollte man schon einplanen, falls man sich nicht nur von Fastfood ernähren will. Den teuren Mealplan der Uni, der einem zu Beginn vorgeschlagen wird, würde ich nur empfehlen, falls du wirklich gar keine Kochfähigkeiten besitzt. Das Angebot der Mensa und Cafeterien kann man auch ohne Mealplan nutzen.   Es ist üblich, fast alles mit Kreditkarte zu zahlen. Falls man noch keine Kreditkarte hat, lohnt es sich, diese vorab für den Aufenthalt in den USA zu beantragen (zum Beispiel gebührenfrei bei der Comdirect oder BKK). Einen Bankautomaten gibt es aber auch auf dem Campus, falls man lieber mit Bargeld zahlt. Die Abhebegebühren liegen hier bei $2,75 pro Transaktion.

Freizeit-, Sportangebot und Weggehen

Freizeitangebote bietet dir die Clarkson University und die Natur drum herum genug! Von Teamsportarten wie Rudern, Basketball, Hockey, Tennis, Soccer usw. über unterschiedliche Tanzkurse bis hin zu Ultimate Frisbee und Outdooraktivitäten wie Hiking (Andirondacks!!!!!), Klettern und Ski, fehlt es hier wirklich an nichts. Zudem gibt es sehr viele Clubs an der Universität, in denen man sich engagieren und andere Studenten kennenlernen kann. Darüber hinaus finden regelmäßig Events, wie Open Mic, Comedy, Movies, Theater, Themenevents (Halloween und Oktoberfest), organisierte Ausflüge (z.B. nach Kanada) und, und, und statt.

Das Nachtleben findet entweder auf der besagten Market Street oder auf Verbindungs- oder Homeparties statt. Davon gibt es definitiv genug. Die Bars selbst schließen in Potsdam schon um 2 Uhr nachts, das Ausgehen beginnt dementsprechend also schon etwas früher.

Krankenversicherung

Eine Krankenversicherung solltest und musst du zum Nachweis für die Clarkson University abschließen. Die Clarkson selbst bietet auch eine an, diese ist aber teurer als eine der vielen Onlineangebote, wie zum Beispiel der Mawista Studentenversicherung, die relativ unkompliziert beantragt, verkürzt und verlängert werden kann.

Sonstige Hinweise

Hilfreich bei der Planung:


Rückblick

Einen Aufenthalt an der Clarkson University in Potsdam kann ich wirklich nur von ganzem Herzen empfehlen. Der sogenannte „Clarkson Spirit“ ist einzigartig, und obwohl der Ort sehr klein ist, wird einem hier wirklich viel geboten. Als Ausgangspunkt für Reisen nach Kanada und an die Ostküste liegt diese Universität sehr gut. Die kleine Uni mit ihrem Engineering Schwerpunkt bietet ordentlich Programm und ermöglicht engagierten Studenten auch über den Unterricht hinaus interessante Projekte.

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