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Szegedi Tudománvegyetem 2014/15

Da ich mich schon frühzeitig für ein Erasmusaufenthalt beworben hatte (fast 2 Semester vorher) konnte ich alles in Ruhe angehen und planen. Jedoch kam dann kurz vor der Abreise nach Ungarn einiges an Papierarbeit auf mich zu, was am Anfang erschreckend viel wirkt aber gut zu bewältigen ist. Die endgültige Zusage von der Gasthochschule kam leider erst sehr spät, ungefähr einen Monat vor Abreise. Mich persönlich hat das wirklich sehr gestresst da ich bezüglich Unterkunft im Gastland sowie Vermietung meiner Wohnung und Jobkündigung nichts planen konnte. Die Betreuung und Informationsveranstaltung zum Thema Erasmus der Universität Potsdam haben mir sehr weitergeholfen und so habe ich mich trotz allem nie alleingelassen gefühlt und immer einen Ansprechpartner in der Vorbereitungszeit gehabt. Da das Jurastudium immer nur im Wintersemester beginnt wurde mir zudem empfohlen ein ganzes Jahr (2 Semester) im Ausland zu verbringen, da dann der Einstieg wieder leichter ist. Dafür habe ich mich letztendlich auch entschieden.


Studienfach: Rechtswissenschaft

Aufenthaltsdauer: 09 /2014 – 06 /2015

Gastuniversität: Universität Szeged

Gastland: Ungarn

Dieses kleinere Organisationschaos von Seiten der Universität in Szeged bestand auch vor Ort weiterhin. Darauf war ich jedoch schon eingestellt, da ich als Kind schon in Ungarn gelebt habe und die ungarische Kultur kenne. Viele hatten zu Beginn mit der ungarischen Gelassenheit zu kämpfen. Betonen möchte ich jedoch die unglaubliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aller Unidozenten, Betreuer und Mentoren. Das machte viele anfängliche Schwierigkeiten wieder wett. Da Szeged auch eine eher überschaubare Stadt ist findet man sich dort schnell zurecht. Die einzelnen Fakultäten sind in der ganzen Stadt verteilt und meistens in sehr alten historischen Gebäuden untergebracht. Unglaublich modern ist im Vergleich die Universitätsbibliothek. Sie erstreckt sich über vier Stockwerke und bietet zahlreichen Studenten Platz zum lernen. Ausreichend englische und auch deutsche Literatur ist vorhanden.

Ich hatte Glück und habe mir vor meiner Abreise auf eigene Faust eine Unterkunft in Szeged gesucht, da ich hauptsächlich meine Ungarischsprachkenntnisse verbessern wollte und deshalb mit einheimischen Studierenden zusammen wohnen wollte. Das kann ich auch nur empfehlen wenn man schon Sprechkenntnisse besitzt da man sonst unmöglich eine Wohnung ohne Hilfe findet. Allen Erasmusstudenten wird auch normalerweise vor Ort bei der Wohnungssuche geholfen. Das konnte ich mir dann natürlich sparen. Über meine ungarische Mitbewohnerin bin ich auch super schnell in Kontakt mit anderen ungarischen Studenten gekommen und habe so natürlich auch das wahre ungarische Studentenleben kennengelernt. Der Nachteil war dabei jedoch, dass ich nicht sofort die anderen Erasmusstudenten kennen gelernt habe und es etwas gedauert hat bis ich dort den Anschluss gefunden hatte, da ich vieles nicht mitbekommen habe. Da die Stadt aber so klein ist, trifft man aber schon am Morgen vor der Haustür bekannte Gesichter und man kann alles entspannt zu Fuß erreichen. Szeged ist auf jeden Fall eine typische Studentenstadt die auf die Bedürfnisse der Studenten zugeschnitten ist, sei es an den zahlreichen Möglichkeiten an Kaffees, Bars und Clubs sowie an den vielen Parks und Freizeitmöglichkeiten. Da die Lebenserhaltungskosten im Vergleich zu Deutschland auch immer noch sehr gering sind, blieb bei uns meistens die Küche kalt und man traf sich fast täglich zum Mittagessen oder Dinner in der Stadt. Der Rest an gesparten Geld lässt sich super für ausgiebige Reisen verwenden. Das Verkehrsnetz in Ungarn ist leider nicht so fortschrittlich wie in Deutschland aber mit der Bahn kommt man fast immer nach Budapest und von dort gibt es dann auch zahlreise Bahn- und Flugmöglichkeiten oder man steigt einfach auf den Bus um. Da Ungarn super zentral in Europa liegt lassen sich auch viele Reise in die angrenzenden Nachbarländer unternehmen. Diese Chance sollte man auf jeden Fall nutzen.

Für meine Sprachkenntnisse hat sich das Erasmusstudium auf jeden Fall gelohnt. Bezüglich der Sprachenerlernung kann ich auch wärmstens empfehlen ein ganzes Jahr ins Ausland zu gehen, da ein Semester schon sehr kurz ist um eine Sprache zu erlenen. Sowohl für die englische als auch für die ungarische Sprache. Auch wenn Ungarn kein englischsprachiges Land ist läuft vieles nur über die englische Sprache obwohl auch viele Ungarn Deutsch sprechen können. Mein Englisch ist verhandlungssicherer geworden und auch meine juristische Fachsprache hat sich deutlich verbessert. Zudem habe ich ein Jahr lang einen der zahlreichen Ungarischkurse besucht und zum Schluss sogar das universitäre Sprechzertifikat abgelegt.

Studienfach: Rechtswissenschaft

Aufenthaltsdauer: 09 /2014 – 06 /2015

Gastuniversität: Universität Szeged

Gastland: Ungarn


Rückblick

Das Auslandsjahr in Ungarn war einer der besten Entscheidungen meines bisherigen Lebens und ich werde diese Entscheidung nie bereuen. Man lernt durch diese Auslandserfahrung viele neue Kulturen kennen, verbessert sein Englisch und schließt Freundschaften auf der ganzen Welt.

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