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Corvinus University of Budapst 2011/12

Schon vor Beginn meines Studiums wusste ich, dass ich ein Semester im Ausland verbringen möchte. Im Internet informierte ich mich über die verschiedenen Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes. Schnell entschied ich mich für die Teilnahme am ERASMUS-Programm. Die Wahl für Budapest war dabei eher zufällig. Vor allem wollte ich, an einer europäischen Universität studieren, an der die Veranstaltungen in englischer Sprache angeboten werden.


Studienfach: Betriebswirtschaftslehre

Aufenthaltsdauer: 08 /2011 – 01 /2012

Gastuniversität: Corvinus University of Budapest

Gastland: Ungarn

Die Bewerbung, sowohl an der Universität Potsdam als auch an der Corvinus University of Budapest, war unkompliziert. Für die Bewerbung in Potsdam mussten nur einige Formulare ausgefüllt werden. In Budapest wurde das Bewerbungsverfahren über eine Onlineplattform abgewickelt. Sowohl von der Universität Potsdam, als auch von der Gasthochschule in Budapest erhielt ich regelmäßig Informationen per E-Mail. Außerdem veranstaltete das Akademische Auslandsamt Potsdam für alle ERASMUS-Studierenden vor der Ausreise eine große Informationsveranstaltung. Ich fühlte mich sowohl von Potsdam als auch von Budapest die meiste Zeit sehr gut betreut.

Über die Universität Potsdam erfuhr ich von dem Angebot eines EILC-Sprachkurses. Glücklicherweise wurde ich für diesen nominiert. Die Teilnahme an dem Sprachkurs war für mich die beste Vorbereitung auf mein Auslandsemester. Der dreiwöchige Intensivsprachkurs fand an der katholischen Péter-Pázmány-Universität in Piliscsaba statt. Daran nahmen noch etwa 40 andere internationale Studierende teil. Wir wohnten gemeinsam in einem Wohnheim auf dem Campus (ca. 45 Minuten von Budapest entfernt). Neben dem täglichen mehrstündigen Sprachunterricht, wurden Kurse über die ungarische Geschichte und Kultur angeboten. Außerdem wurden Themenabende, Ausflüge und andere gemeinsame Aktivitäten organisiert. Die verantwortlichen Koordinatoren des Sprachkurses unterstützen uns bei allen aufkommenden Fragen und Problemen. Neben einer hervorragenden Vorbereitung auf das Semester und der Eingewöhnungszeit in Ungarn, fand ich viele Freunde, die mir sowohl während als auch nach dem Auslandsaufenthalt erhalten blieben.

Studienfach: Betriebswirtschaftslehre

Aufenthaltsdauer: 08 /2011 – 01 /2012

Gastuniversität: Corvinus University of Budapest

Gastland: Ungarn

Studium an der Gastuniversität

Die Corvinus University ist eine der größten Universitäten in Budapest mit den meisten ERASMUS-Studierenden. Im Wintersemester 2011/12 waren wir fast 400 internationale Studierende. Zu einer großen Begrüßungsveranstaltung wurden alle Studierenden zum Beginn des Wintersemesters im September 2011 in die Universität eingeladen. Wir erhielten viele Informationen und alle wichtigen Unterlagen für das kommende Semester. Auch das Erasmus Student Network der Universität nahm an dieser Veranstaltung teil. Auch vor, während und auch nach der Einführungswoche organisierte ESN verschiedene Aktivitäten, Unternehmungen, Ausflüge und Partys. Durch dieses Freizeitangebot kam ich schnell in den Kontakt zu zahlreichen anderen internationalen Studierenden. Dieses Angebot trug auch dazu bei, dass die ERASMUS-Studierenden untereinander eine feste Gemeinschaft wurden.

Bereits vor dem Beginn meines Auslandsaufenthaltes konnte das Studienangebot für die ERASMUS-Studierenden über die Internetplattform der Universität eingesehen und ausgewählt werden. Unter den vielfältigen Angeboten, war es auch möglich, Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen zu belegen. Im Prinzip bilden die ERASMUS-Studierenden eine eigene Universität an der Corvinus University, da die ungarischen Studenten die Angebote aus dem ERASMSU-Programm kaum nutzen. Die Lehrveranstaltungen fanden in der Regel in kleinen Seminargruppen mit bis zu 40 Studierenden statt. Das war für mich anfänglich etwas schwierig, da das System im Gegensatz zu Potsdam (Lehrveranstaltungen werden meist nur als Vorlesungen angeboten mit bis zu 500 Studierenden) sehr verschult ist. Allerdings lernte ich auch schnell die Vorzüge zu schätzen. Sehr leicht konnte man einen guten persönlichen Kontakt zu den Dozenten aufbauen. Auch lernt man sich sehr schnell untereinander kennen. Die Betreuung der Erasmusstudenten durch die Koordinatoren der einzelnen Fakultäten war hervorragend. Bei Problemen wurde meist sehr unkompliziert geholfen. Die Anforderungen der verschiedenen Lehrveranstaltungen waren sehr unterschiedlich. Das zeichnete sich auch in den Vorbereitungen auf die Veranstaltungen und die anstehenden Klausuren ab. Für manche Kurse musste am Ende des Semesters nur eine Klausur geschrieben werden. In anderen Kursen wurden Tests geschrieben, eine Zwischen- und Abschlussklausur abgelegt sowie Referat gehalten und Hausaufgaben eigereicht. Für die Leistungsbewertung wurde auch häufig die mündliche Mitarbeit bewertet. Insbesondere für diese Bewertung war kein klares Schema erkennbar, daher war diese teilweise nicht besonders transparent.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Zu einheimischen, also den ungarischen Studierenden Kontakte aufzubauen, erwies sich als sehr schwierig. Es gab nur flüchtige Begegnungen, da die Studierenden hauptsächlich ihre eigenen Lehrveranstaltungen besuchten. Auch außerhalb der Universität hatte ich kaum Kontakt zu Ungarn. Während des ERASMUS-Programms blieben die ERAMSUS-Studierenden meist unter sich. Während meines Semesters studierten besonders viele Deutsche in Budapest.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Vor meinem Auslandaufenthalt hatte ich mich bereits mit der ungarischen Sprache über Wörter- und Hörbücher beschäftigt. Wie ich erfuhr, gehört Ungarisch zu den schwersten europäischen Sprachen und ist nicht einfach zu erlernen. Die Belegung des Sprachkurses hatte den Vorteil, dass ich mich trotz aller Schwierigkeiten mit der Sprache auseinander setzen konnte. Eine fließende Verständigung auf Ungarisch war mir jedoch kaum möglich. Dennoch habe ich einen Eindruck in die ungarische Sprache erhalten. Die eine oder andere Vokabel ist auch hängen geblieben.

Die Lehrveranstaltungen an der Universität fanden in englischer Sprache statt. Somit konnte ich mein Fach Englisch verbessern. In meiner Freizeit hatte ich hauptsächlich Kontakt zu deutschsprachigen Studierenden, so dass ich leider selten gezwungen war die Konversation auf Ungarisch oder Englisch zu betreiben.

Wohn- und Lebenssituation

Schon vor Beginn meines Auslandssemesters informierte ich mich über verschiede Wohnmöglichkeiten in Budapest. Schnell war klar, dass ich gern mit anderen internationalen Studierenden in einer Wohngemeinschaft wohnen möchte. Ganz bewusst entschied ich mich erst während meines EILC-Sprachkurses, ein WG-Zimmer bzw. eine Wohnung mit anderen zu suchen. Das Wohnangebot in Budapest ist sehr gut. Die meisten Wohnungen für internationalen Studierenden sind sehr zentral. Über den Tipp einer Freundin, die ebenfalls ein ERASMUS-Semester in Budapest verbracht hatte, fand ich ein Zimmer in einer 3er WG. Die Hälfte des Semesters wohne ich mit einer deutschen Praktikantin und einem tschechischen Studenten zusammen. Die Mitbewohner wechselten während meines Aufenthaltes in eine deutschen Medizinstudentin und einen italienischen Studenten. Die Vermieterin umsorgte uns sehr. Sie half auch bei der Bewältigung kleiner Probleme und beantwortet uns gern auftretende Fragen. Da sie perfekt Deutsch sprach, gab es hier keine Verständigungsschwierigkeiten. Der Kontakt zu ihr war sehr herzlich und beim Abschied wurde ich sogar reichlich von ihr beschenkt.

Der Wohnungsstandart in Budapest ist teilweise nicht so hoch wie in Deutschland, dafür sind die Mieten etwas günstiger. Die Lebenshaltungskosten entsprechen in etwa denen in Deutschland. Es gibt Dinge die günstiger, aber auch teurer sind. Budapest hat ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Besonders für Studierende sind die Fahrten sehr günstig. Fast alle Studierenden haben ein Monatsticket für die Straßenbahnen, U-Bahnen und Busse. Dieses kostet umgerechnet ca. 14 Euro im Monat. Die meisten internationalen Studierenden wohnen sehr zentral, daher ist auch vieles fußläufig erreichbar. Ich selbst hatte mir zu Beginn meines Auslandssemesters ein Fahrrad gekauft. Leider war es oft aufgrund des starken Verkehrs zu gefährlich in Budapest mit dem Rad zu fahren.

Das Kultur-, Freizeit- und Sportangebot in Budapest ist sehr vielfältig. Mit den wunderschönen Gebäuden, Parks und der malerisch gelegenen Donau habe ich Budapest schätzen und lieben gelernt. Allerdings ist mir auch sehr viel Armut begegnet. Trotz dessen habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Auch auf meinen nächtlichen Heimwegen hatte ich nicht mehr oder weniger Angst als in Deutschland.


Rückblick

Während meines Aufenthaltes in Budapest habe ich eine der besten Erfahrungen in meinem Leben gesammelt. Ich habe viele neue Freunde gefunden und unvergessliche Augenblicke erlebt. Auch bezüglich meines Studiums habe ich neue Kenntnisse und Anregungen gewonnen.

Bereits im Mai werden wir uns in Budapest wieder treffen, um die Erinnerungen an unser Auslandssemester aufleben zu lassen.

Ich kann solch ein ERASMUS-Semester (besonders in Budapest) nur weiterempfehlen!!!

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