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Erasmus in Nottingham

Erstmals informiert über ein Studium im Ausland habe ich mich auf den Seiten des International Office. Für mich stand bereits zu Beginn fest, dass ich nach England gehen möchte, sodass ich mich dort darüber informierte, was ich machen muss. Schnell war dann auch klar, dass ich gern an der NTU studieren möchte, also habe ich mich auch dort in meinem Bereich erkundigt. Informationen dazu, welcher Bereich in England dem was ich hier studiere gleichzusetzen ist, erhielt ich von Dr. Stephan Mussil, dem Fachkoordinator für Englisch. Im Bereich Englisch sollte man sich auf den Seiten der School of Arts and Humanities umsehen. Dort ist eine Broschüre, sowie ein „Programme information booklet“ verfügbar. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit das Bewerbungsformular runterzuladen.


Studienfach: Bachelor Lehramt Sekundarstufe I & II Deutsch und Englisch

Aufenthaltsdauer: 09/2016 - 02/2017

Gastuniversität: Nottingham Trent University

Gastland: Großbritannien

How to apply?

Neben den Unterlagen für die Bewerbung eines Erasmus Semesters muss man zusätzlich das Bewerbungsformular der NTU ausfüllen. Dieses gleicht sich zwar in vielen Dingen mit dem Erasmus Bewerbungsformular, die Uni besteht aber darauf.Für die NTU Bewerbung müsst ihr die Registration Form sowie die Module Choice Form ausfüllen und an den Incoming Exchange Coordinator senden. Für die School of Arts and Humanities ist dies Emma Buckley. Falls es Fragen zu der Bewerbung und zum Start an der NTU gibt, könnt ihr euch auch an sie wenden. Sie ist sehr freundlich und antwortet schnell und umfangreich auf Fragen. Leider ist man im Wintersemester ziemlich eingeschränkt in der Wahl der Kurse. Zwar kann man in allen Bereichen der School of Arts and Humanities Kurse belegen (also auch Journalism, History usw.), aber es gibt nur einen begrenzten Rahmen an Kursen. Für das Sommersemester ist die Wahl allerdings endlos, genauso wie für ein ganzes Jahr. Im Programme Information Booklet sind alle Module des aktuellen Akademischen Jahres zu finden. Insgesamt kommt man recht schnell auf die 30 LP, da 60 NTU Credit Points 30 ECTS entsprechen.

Studium an der NTU

Generell ist das akademische Jahr an der NTU in drei Terms eingeteilt. Von Oktober bis Dezember, Januar bis März und März bis Mai. Allerdings werdet ihr, wenn ihr euch bewerbt, wahrscheinlich ein Semester machen, das von Oktober bis Anfang Februar geht (im Wintersemester, das Sommersemester geht ca. von Februar bis Juni). Die einzelnen Module waren bei mir jeweils unterteilt in eine Vorlesung und ein Seminar/Workshop. In jedem der Module muss man eine Nebenleistung und eine Klausur oder ein Essay schreiben. Die Nebenleistungen sind allerdings wirklich kleine Sachen. In einem der Seminare musste man einen 5minütigen Vortrag halten, in einem anderen einen 250-Wörter Kommentar schreiben. Und auch die Klausuren und Essays sind human. Da sollte man vorher mit den Zuständigen des Faches an der Uni Potsdam klären, ob die Leistungen ausreichen, damit die Kurse vollständig angerechnet werden können an der Heimatuniversität. Wie in anderen Bereichen in England auch, sind die Dozenten und Mitarbeiter der Universität sehr freundlich und geben in der Regel ausführliche Auskunft über jegliche Fragen, die man haben könnte. Am schnellsten kann man eigentlichen jeden an der Uni kontaktieren, indem man vornamen.nachnamen@ntu.ac.uk angibt. Leider scheint es kein Äquivalent zu unserem Buddy Programm zu geben. Zwar konnte man sich für einen Buddy anmelden, aber davon habe ich danach nie wieder gehört. Dafür gibt es gerade in der Welcome Week (die sehr empfehlenswert ist) ein umfangreiches Angebot, welches in der Regel von älteren Studenten durchgeführt wird, für alle Fresher (also die Erstis und ausländische Studierende). Danach hat man mit Sicherheit einige Leute kennengelernt. Wundert euch aber nicht, denn die Fresher gehen von Anfang an oft in Grüppchen überall hin. Das sind oftmals die Flatmates mit denen sie zusammenwohnen und die eben gemeinsam Neues entdecken wollen. Trotzdem ist es, besonders in der ersten Woche, recht einfach schnell Kontakte zu knüpfen, wenn ihr an vielen Veranstaltungen (die
größtenteils kostenlos sind) teilnehmt.

Ausstattung an der Uni

Insgesamt gibt es drei Campus, Clifton, City und Brakenhurst. Für Englisch ist man in der Regel am Clifton Campus. Da dieser ca. 20 Minuten von der Stadt weg ist, lohnt es sich auch, sich dort eine Bleibe zu suchen. Der Bus hält (zumindest in Clifton und der City) direkt auf oder am Campus.
In Clifton gibt es neben den normalen Veranstaltungsgebäuden „The Point“, eine Bar/Restaurant/Disko (jeden Freitag). Dort kann man auch mittags ganz nett essen, wen einem das „leckere“ Essen in der Mensa (refectory) auf den Keks geht. Neben dem Point gibt es ein Costa (Cafe) und eine Students Union in der man so ziemlich alles kaufen kann von Süßigkeiten über Unimaterialien bis hin zu Sportsachen. Ein Stück den Campus runter gibt es die oben genannte Refectory, ein weiteres Cafe und
eine Art Lounge in der man sich für Projekte treffen oder einfach ein bisschen quatschen und entspannen kann. Neben solchen eher Freizeitgebäuden gibt es einen Bücherladen und eine Bibliothek. Solltet ihr mit dem Gedanken spielen (oder zwangsläufig) Bücher anzuschaffen, dann könnt ihr euch dort einmal umsehen. Leider gibt es in England nicht so ein tolles Medimops Sparangebot wie hier, sodass dieser Laden euer bestes Ticket ist, um günstig gebrauchte Bücher zu bekommen. Dafür solltet ihr euch bereits im Voraus über Pflichtlektüre informieren und schnell sein. Allerdings werden eigentlich auch alle Bücher online zur Verfügung gestellt, sodass ich beispielsweise nicht ein Buch selbst gekauft habe. Die Bibliothek liegt hinter der Refectory und ist während der Semesterzeit 24/7 offen. Dort gibt es viele PC und man kann sich Laptops ausleihen, welche man in der Bib oder sogar auf dem ganzen Campus für eine bestimmte Zeit benutzen kann. Hinter der Bibliothek liegen noch mehr Veranstaltungsgebäude und ein Gym, das man als Student nutzen kann.

Sprachkompetenz

Im Allgemeinen kommt es darauf an, mit wem man zusammen ist, im Hinblick auf eine verbesserte Sprachkompetenz. Ich selbst habe festgestellt, dass ich mit anderen Erasmus Studenten ein einfacheres Vokabular und kürzere Sätze verwendet habe. Wenn ich mit Muttersprachlern gesprochen habe, habe ich mich mehr bemüht und auch längere darüber nachgedacht, wie ich etwas richtig ausdrücke. Generell kann man davon ausgehen, dass die Region, in der man wohnt, viel Einfluss auf die Aussprache hat. Da ich in den Midlands war, habe ich auch einen eher nördlichen Dialekt angenommen im Vergleich zu jemandem, der vielleicht im Süden oder gar ganz im Norden zur Uni geht.

 

Wohnen und Leben

Unterkunft

Eine Unterkunft zu finden ist gar nicht so einfach, da es leider, wenn man weniger als ein Jahr bleibt, nicht möglich ist, im Wohnheim zu wohnen. Ungeachtet dessen ist das Wohnheim auch eine der teuersten Optionen, die man haben kann. Allerdings wird dort auch noch einmal unterschieden zwischen den von der Uni organisierten (oft auf dem Gelände zu finden) Wohnheimen, welche tatsächlich am teuersten sind, den privaten Wohnheimen, welche etwas weniger kosten oder den privaten Unterkünften, welche in der Regel am günstigsten sind (oder sein können) und natürlich am meisten Auswahl aufweisen. Ich selbst habe meine Unterkunft in Clifton über eine Website gefunden, die unipol heißt. Dort gab es eine riesige Auswahl an Unterkünften. Allerdings sollte man sich nicht täuschen lassen von Schnäppchenangeboten. Ich habe letztendlich einen Urlaub in London gemacht
und bin in diesem Zug für einen Tag nach Nottingham gefahren und habe mir einige Häuser angeschaut. Lasst euch nicht entmutigen von landlords, die nicht auf Emails reagieren oder für ein Semester niemanden aufnehmen. In ALLEN Häusern, außer vermeintlich einer Ausnahme, gab es Schimmel. Dieses Problem haben so ziemlich alle englischen Häuser. Da muss man wirklich aufpassen. Letztendlich hatte ich tatsächlich bei meiner einzigen schimmelfreien Option am Ende auch Schimmel im Zimmer und in der Küche. Was außerdem wichtig bei der Wahl der Unterkunft ist, ist zu schauen, dass die angegebenen Preise wirklich ALLES dabeihaben. Fallen, die später noch zufällig hinzukommen können, sind solche Dinge wie Internet, TV oder TV License, welche übrigens, wenn ich es richtig verstanden habe, wie unsere GEZ Gebühr funktioniert. D.h. auch wenn ihr im Internet Filme und Serien über die englischen Sender schauen möchtet, benötigt ihr eine TV Lincense. Ich war damals im April sehr früh dran um mich um eine Unterkunft zu kümmern. Aber in diesem Fall ist es vermutlich besser zu früh als zu spät zu sein.

Öffentliche Verkehrsmittel

Im Innenstadtbereich gibt es eine sehr gute Verbindung in alle Richtungen. Die meisten Busse kommen tagsüber alle 10 Minuten und auch abends kommen viele Linien alle 20-30 Minuten. Es gibt einen speziellen Bus, die 4, welche in der Semesterzeit zwischen den Campussen pendelt. Ansonsten hält am Clifton Campus auch die 1, welche dann weiter fährt Richtung Süden (aus Richtung Stadt kommend). Im Bereich Clifton fahren 4 Busse und damit ist Clifton vermutlich der bestverbundeste Stadtteil. Aufgepasst bei der Linie 48, diese nimmt eine andere Route als die 1 und 4 und hält nicht in West Bridgeford (wo bei uns auch viele Erasmus Studenten gewohnt haben).

Lebenshaltungskosten

Zu den Kosten kann man davon ausgehen, dass man hier mindestens so viel in Pfund bezahlt, wie in Deutschland in Euro. Gurken kosten bspw. 1 Pfund, Brot auch. Alkohol ist teuer, genauso wie jegliches frischen Fleisch. Also abhängig davon wie viel und was man isst und wie oft man ausgeht, werden sich die Lebenshaltungskosten auf etwas zwischen 400-700 Pfund belaufen.

 

Freizeitangebote

Besonders die Universität bietet sehr viele Angebote für die Freizeit an. In der Welcome Week gibt es eine Fresher’s Fair, auf der sich alle Societies (so der Name der verschiedenen Gruppen) vorstellen und neue Studenten werben. Für die meisten Societies (ausgenommen der Sport-Societies) bezahlt man einen Jahresbeitrag von circa 1 Pfund. Die Sportangebote sind zahlreich, aber etwas teurer. Die genauen Preise habe ich allerdings nicht im Kopf. Abgesehen davon, gibt es aber tatsächlich alles, was das Herz begehren könnte: Bücherclubs, Film-Societies, Radio, TV, Gärtnern, Nähen, Sci-Fi und und und.

 

 

Studienfach: Bachelor Lehramt Sekundarstufe I & II Deutsch und Englisch

Aufenthaltsdauer: 09/2016 - 02/2017

Gastuniversität: Nottingham Trent University

Gastland: Großbritannien


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