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Ein Semester in Hull

Die Vorbereitung meines Auslandsaufenthaltes verlief unkompliziert. Die Universität liegt in einer der günstigsten Städte Großbritanniens und zum Zeitpunkt meines Studiums war Hull Kulturhauptstadt Englands. Dies und die positiven Erfahrungsberichte über das Leben in Bezug auf die Universität motivierten mich, eine entsprechende Bewerbung anzufertigen. Obwohl ich in meinem Master keine Masterkurse an der University of Hull absolvieren durfte, wurde mir in Absprache mit Dozenten zugesichert, dass auch ausgewählte Bachelorkurse bei meiner Rückkehr angerechnet werden können. Geduldige Hilfe bzgl. Formalitäten wie dem Learning Agreement oder den notwendigen Unterlagen nach der Zusage zu einem Studienplatz erhielt ich von meinem Erasmus-Koordinator und dem International Office der Uni Potsdam.


Studienfach: M.Ed. Englisch/Politische Bildung

Aufenthaltsdauer: 01/2017 - 06/2017

Gastuniversität: University of Hull

Gastland: Großbritannien

Studium an der Gastuniversität

An erster Stelle sei die sehr offene, freundliche und unterstützende Verwaltung der University of Hull erwähnt. Die dortigen MitarbeiterInnen waren immer freundlich und hilfsbereit, egal wie oft und mit welchen Fragen ich mich an sie wendete. Auch musste man nie lange auf ein Gespräch mit den zuständigen Personen warten. Die Seminare haben mir viel Spaß gemacht und mich in meinen akademischen Kenntnissen sehr vorangebracht. Das lag vor allen Dingen an der sehr kollegialen Atmosphäre zwischen Dozenten und Studierenden. Die Bibliothek ist jeden Tag, auch an Feiertagen, immer geöffnet und großartig sowohl mit Büchern als auch mit Arbeitsplätzen ausgestattet. Einzig der Lesesaal wird nachmittags sehr voll zu den Examenszeiten. Kommt man entweder ganz früh oder ganz spät hat man aber mit Sicherheit seine Ruhe.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Wie schon in anderen Erfahrungsberichten erwähnt, ist auf jeden Fall die Teilnahme an einer society und/oder einem sports club sehr wichtig, wenn man Leute kennen lernen möchte. Ich habe einige ausprobiert und bin bei der chess society geblieben. Daraus haben sich wertvolle Freundschaften entwickelt, die meine Zeit in GB positiv beeinflussten. Sportlich habe ich mich beim East Hull Boxing Club betätigt. Der Club ist nur wenige Gehminuten nördlich von der Uni gelegen. Man trifft dort ausschließlich Einheimische. Anfängern im Boxen würde ich den Verein aber nicht empfehlen, sondern auf den Boxclub der Uni verweisen. Zwei weitere Orte sind für Musik- sowie Kunstinteressierte ein guter Ort: Pave auf der Princes Avenue mit wöchentlichen Jazzsessions und Art Link auf der gleichen Straße mit u.a. alle zwei Wochen statt findenden Kursen für Aktzeichnen. Neben Freizeitaktivitäten habe ich einheimische wie ausländische Studierende durch Seminare kennengelernt.

Wohn- und Lebenssituation

Noch in Deutschland habe ich mich online nach privaten Unterkünften erkundigt. Einige Vermieter wollten den Vertrag noch vor meiner Ankunft abschließen, was ich aber stets verweigerte. Eine Kommilitonin hatte das gemacht und war nicht glücklich über das Zimmer vor Ort. Bevor die Uni anfing half ich einem Ehepaar in der ersten Woche in Hull bei der Aufforstung eines Stückchen Waldes und konnte dafür bei ihnen schlafen und essen. Das habe ich über wwoof.org.uk organisiert. Diese Seite ist allgemein sehr empfehlenswert wenn man GB kennen lernen will, aber nicht viel Geld hat und bereit ist, mit der Natur zu arbeiten. Jedenfalls konnte ich mir so in Ruhe ein paar Zimmer anschauen und entschied mich dann für eines auf der Inglemire Lane. Das war 10 Gehminuten von der Uni entfernt und kostete all inclusive 75 GBP pro Woche. Es kann gut sein, dass man beim Einzug erst einmal ein bisschen putzen muss, da meiner Erfahrung nach bei den meisten Studentenhaushalten die Sauberkeit keine große Rolle spielt. Letzteres äußert sich sogar materiell durch, in Relation zu Deutschland, viel Müll auf den Gehwegen im Umkreis der Uni. An dieser Stelle entschloss ich mich, damit kreativ umzugehen und sammelte viele Plastikflaschen, Bierdosen oder Kaffeebecher. Daraus machte ich dann eine Skulptur, die ich zum internationalen Tag der biologischen Diversität auf den Campus stellte. Das geschah mit freundlicher Genehmigung der Universitätsverwaltung. Allgemein ist die Uni sowie die Student Union sehr offen wenn es um kreative Ideen bzgl. der Umwelt und studentischem Leben geht. Hull ist in einer sehr schönen Gegend gelegen, in der man viel unternehmen kann. Ich habe mit Kommilitonen beispielsweise im Juni die Bempton Cliffs an der Nordsee besucht, in der um diese Zeit Tausende Seevögel nisten. Das war eines der außergewöhnlichsten Naturerfahrungen meines Lebens. Noch etwas nördlicher befindet sich Scarborough, eine interessante Küstenstadt mit historischen Ruinen und tollen Ausblicken bei gutem Wetter. Westlich gelegen kommen dann Städte wie Sheffield, Leeds, Manchester, Liverpool. Wer kein Geld für Hostels ausgeben möchte, dem empfehle ich Couchsurfing. Hierbei kann man sich neben Schlafmöglichkeiten auch Leute organisieren, die mit einem zusammen die Stadt erkunden. Das hat für mich sehr gut funktioniert. Last but not least sei die schöne Stadt York erwähnt, welche sich nördlich von Hull befindet. Zu all diesen Orten zu reisen war für mich stets kostengünstig, da ich eine Railcard hatte (16-25), wodurch man 1/3 Rabatt auf Fahrten bekommt. Wenn man dazu noch etwas im Voraus bucht, bleiben die Preise in einem studentischen Rahmen. Daneben gibt es noch megabus und nationalexpress. Für letzteres ist eine coachcard erhältlich, die einem ebenfalls Rabatt auf Fahrten ermöglicht.

Studienfach: M.Ed. Englisch/Politische Bildung

Aufenthaltsdauer: 01/2017 - 06/2017

Gastuniversität: University of Hull

Gastland: Großbritannien


Rückblick

Ein Auslandsaufenthalt ist empfehlenswert aus verschiedenen Gründen. Wenn man sich nach draußen bewegt und aktiv auf Land und Leute zugeht lernt man viel über die dortige Umwelt kennen sowie schließlich über sich selbst. Nebenbei verbessert man noch seine Sprachkenntnisse. Nach dem wertvollem Studium an der Uni ist es zudem eine tolle Erfahrung, durch das Land zu reisen.

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