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Erasmus+ Erfahrungsbericht - Yeditepe Üniversitesi


Studienfach: Philosophie

Aufenthaltsdauer: 02/2017 – 06/2017

Gastuniversität: Yeditepe Üniversitesi

Gastland: Türkei

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Bevor ich mit Erasmus+ in die Türkei gegangen bin, um ein Auslandsemester an der Yeditepe Üniversitesi in Istanbul zu absolvieren, habe ich mich bei einem Besuch des International Days auf dem Campus Griebnitzsee so ausführlich wie möglich über ein Auslandssemester erkundigt. Nachdem ich mich dann sehr schnell für die Türkei entschieden hatte waren nach der Kurswahl an der Gastuni und den üblichen Formalitäten, die aufgrund der türkischen Gemütlichkeit etwas Zeit in Anspruch nahmen, alle organisatorischen Dinge geregelt.

Studium an der Gastuniversität

Ende Januar 2017 begann dann mein Unialltag in Istanbul. Am Orientation Day wurden wir herzlich und erfreut empfangen und aufgrund der Überschneidung des Semesterstarts in Istanbul und den Prüfungszeiträumen in Deutschland, waren noch lange nicht alle Erasmusstudenten anwesend. Die Studentenvereinigung ESN an der Yeditepe bestand aus vielen, sehr engagierten einheimischen Studenten, die den Großteil des Orientation Days gestalteten. Dabei wurden alle wichtigen Themen, die ein Neuankömmling am Anfang wissen sollte, angesprochen und gewissenhaft erklärt. Dabei ging es um administrative Dinge, sowohl als auch Unialltag, Krankenversicherung und Events, die in den folgenden Monaten auf uns zukommen sollten. Neben regelmäßigen Treffen mit dem ESN, boten diese auch Ausflüge an, welche sich über mehrere Tage zogen. Dabei waren zum Beispiel eine Fahrt nach Kappadokien und Pamukkale. Leider kann ich zu diesen Fahrten nicht viel sagen, denn da ich diese Orte schon selbstständig vorher bereist hatte, habe ich an den Ausflügen nicht teilgenommen.
Die Uni selbst ist etwas außerhalb gelegen und auf dem asiatischen Teil Istanbuls. Wer lange Busfahrten scheut, sollte sich also einen Platz im Dorm oder in der Umgebung der Uni suchen, denn der Verkehr in Istanbul ist mit unserem hier in keiner Art und Weise zu vergleichen. Die Lage der Uni ist also in jedem Falle zu berücksichtigen. Da es mir jedoch sehr wichtig war Istanbul als Stadt mitzuerleben und mir ein soziales Netzwerk aus Einheimischen aufzubauen habe ich die Fahrten auf mich genommen und sehr zentral auf der europäischen Seite gewohnt. Unter anderem auch weil ich über Bekannte ein Zimmer in einer wunderschönen Wohnung gefunden habe und mich somit darum nicht mehr kümmern musste. Am Ende waren Meine Wege zur Uni und wieder zurück passende Gelegenheiten zu lesen, „Hausaufgaben“ zu machen oder sich nochmal zusätzlich auf den Unterricht vorzubereiten. An der Uni selbst gibt es an jeder Fakultät Kantinen, einen Kopier- und Druckerraum, sowohl als auch kleine Bibliotheken. Zu den Bibliotheken muss ich sagen, dass diese mich leider nicht sehr überzeugt haben. Das Sortiment an Büchern war nicht sehr groß und es fiel mir schwer etwas Passendes zu finden. Dies ist jedoch kein großartiges Problem, denn wer wirklich etwas dringend braucht findet gemeinsam eine Lösung mit einer verantwortlichen Lehrkraft. Zentral gelegen in Istanbul gibt es auch die „Turk Alman“ Buchhandlung, welche ebenfalls eine gut ausgestattete Buchhandlung ist und ebenfalls Fachliteratur in Deutsch anbietet. Ergänzend findet man auf der europäischen Seite Istanbuls auch „Salt Galata“ eine toll ausgestatte Bibliothek mit Café, Kino, Computern und Buchhandlung, in welcher man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen kann. Der Campus der Yeditepe ist sehr umfangreich und groß und bietet viele schöne Grünflächen zum Entspannen, super günstigen Kaffee und Snacks, sowohl als auch gesellige Lehrkräfte, welche im Umgang mit Studenten sehr freundschaftlich und zuvorkommend sein können.
Persönlich habe ich eine ganz tolle Dozentin gehabt, welche mich in allen administrativen Bereichen hervorragend unterstützt hat, da das Personal in den zuständigen Büros leider kaum bis gar nicht englisch sprechen konnte. Sie hat sich immer etwas mehr Zeit für mich genommen und mir versucht zu helfen so gut es nur ging. Viele Kurse fand ich sehr ansprechend und interessant, konnte dies im Nachhinein dann jedoch leider nicht belegen, da sie im Endeffekt auf Türkisch gehalten wurden, englisch jedoch ausgeschrieben Lehrsprache war. Dies fand ich sehr schade, da es im Nachhinein dazu führte das ich mich stark nach der Sprache richten musste. Dies traf für mich als Philosophiestudentin zu, deshalb möchte ich ausdrücklich betonen das dies in anderen Departments nicht so ist, zumindest habe ich das den Erzählungen von Erasmus Studenten anderer Departments entnehmen können.

Wohn- und Lebenssituation

Istanbul war im Vergleich zu meinen Lebenshaltungskosten in Berlin nicht sehr viel anders. Es gibt ein paar wenige Dinge, die sehr viel günstiger sind, dazu gehören unter anderem die öffentlichen Verkehrsmittel oder aber auch Kino, die mit einem Studentenausweis nochmal 50% günstiger werden. Dazu gehört auch der Studentenmuseumspass mit welchem in viele Museen umsonst kommt, aber auch landesweit gewisse Sehenswürdigkeiten und sogar Strände umsonst besuchen kann (in der Türkei gibt es ein paar wunderschöne Lagunen und Strände für welche man ab und zu umgerechnet zwei Euro „Eintritt“ zahlen muss). Alles in allem bin ich finanziell sehr gut zurechtgekommen und konnte neben meiner Miete und der leiblichen Versorgung ausreichend Freizeitangeboten nachgehen. Istanbul ist eine wunderschöne und aufregende Stadt, die neben ihrer Vielfalt aus Kulturen, Architektur und unfassbar leckerem Essen, eine tolle auflebende junge Szene zu bieten hat.
Da ich in meiner Freizeit gerne schreibe und Reisen mit meiner Kamera dokumentiere, war es mir sogar möglich freiwillig bei einem Online Magazin mitzuwirken, welches mir die Möglichkeit gab frei über Orte und Menschen in Istanbul, aus der Perspektive einer „Ausländerin“ zu berichten. Neben dem Kurs der türkischen Sprache, welchen ich an der Gast Uni belegt und abgeschlossen habe, war es mir so also auch möglich mit Einheimischen mein türkisch zu praktizieren.

Studienfach: Philosophie

Aufenthaltsdauer: 02/2017 – 06/2017

Gastuniversität: Yeditepe Üniversitesi

Gastland: Türkei


Rückblick

Abschließend finde ich es wichtig zu sagen, dass Istanbul, trotz seiner modernen Infrastruktur und seiner Offenheit, für manche gewöhnungsbedürftig sein kann. In der Türkei ist alles etwas lauter, gehetzter und direkter. Wer dafür offen ist wird es lieben und vor lauter Gastfreundschaft sehr gerührt sein. Bevor ich in mein Auslandssemester nach Istanbul gegangen bin, hatte ich die Stadt schon vier Mal besucht und wusste somit, was auf mich zukommt und war somit auch voller Vorfreude auf ein Auslandssemester in Istanbul.

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