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Istanbul Teknik Üniversitesi 2012/13

Ich studiere jetzt im fünften Semester an der Universität Potsdam Geowissenschaften. In meinen ersten Semestern habe ich durch Erzählungen von Studenten über die Möglichkeit eines ERASMUS-Semesters erfahren. Des Weiteren habe ich mich auf den Seiten des Akademischen Auslandsamtes der Universität Potsdam umgesehen und habe von Infoveranstaltungen des AAA zu dem Thema „Studieren mit Erasmus“ gesehen und besucht. In kurzer Zeit fasste ich auch den Entschluss ein Auslandssemester zu machen und fing sofort an mich konkret nach Universitäten bzw. Gastländern umzuschauen.


Vorbereitung

Studienfach: Geowissenschaften

Aufenthaltsdauer: 01 /2013 – 06 /2013

Gastuniversität: Istanbul Teknik Üniversitesi

Gastland: Türkei

Die Länderauswahl fiel mir leicht, es sollte die Türkei als Land und als Stadt die Metropole Istanbul werden. Warum? Die Geologie der Türkei interessierte mich, zu dem sind meine Wurzeln türkisch und ich wollte mir die Frage beantworten, ob ich in den kommenden Jahren ein Leben in der Türkei bzw. in Istanbul führen könnte. Einen roten Faden für den weiteren Verlauf stellte das AAA sehr unkompliziert und aufklärend da. Mein Koordinator an der Universität Potsdam war ebenfalls bei jeglichen Fragen ansprechbar und hat mich bei der Ausfertigung notwendiger Unterlagen unterstützt. Informationen zur Gastuniversität konnte ich sehr gut auf deren Homepage entnehmen, doch genauere Informationen erhielt ich dann vor Ort von meinem Koordinator in der Gastuni. Einen Sprachkurs musste bzw. bräuchte ich nicht zu besuchen, da meine Muttersprache türkisch ist.

Studienfach: Geowissenschaften

Aufenthaltsdauer: 01 /2013 – 06 /2013

Gastuniversität: Istanbul Teknik Üniversitesi

Gastland: Türkei

Ankunft

Meine Ankunft war etwa zwei Wochen vor Unibeginn. Diese Zeit nutze ich zur Erledigung von bürokratischem, zur Eingewöhnung und zur Stadterkundung. Dies war sehr hilfreich, so fühlte man sich zu Unibeginn nicht allzu fremd in der riesen großen Stadt Istanbul. Eine Einführungsveranstaltung für alle Erasmusstudenten gab es eine Woche vor Beginn der Vorlesungszeit. Hier wurden alle wichtigen Informationen zur Belegung der Module, zur Universität und zu kommenden Veranstaltungen genannt und als Mappe nochmal mitgegeben. Hier hatte man die erste Möglichkeit die ersten Kontakte zu knüpfen. Es folgten viele weitere Möglichkeiten, z.B. durch die zahlreichen Events oder Partys.

Die Universität

In der Universität angekommen, suchte ich den für die Erasmusstudenten in den Geowissenschaften verantwortlichen Koordinator auf. Er klärte mich zu den, in diesem Semester angebotenen Kursen auf und half mir bei der Entscheidung. Mit der Wahl meiner Kurse war ich sehr zufrieden, habe fünf komplett unterschiedliche Module gewählt, die einzige Gemeinsamkeit war, dass sie auf Türkisch gelehrt wurden. Mit meinen Dozenten war ich im Großen und Ganzen auch zufrieden, sie waren sehr aufmerksam und hatten hohe Ansprüche. Ein Seminar war maximal mit 25 Studenten besetzt, in einigen Seminaren saßen sogar nur fünf Studenten drinnen. Mit den türkischen Kommilitonen in Kontakt zu kommen fiel mir sehr leicht, da wir uns auf Türkisch gut verständigen konnten, mit einigen habe ich mich auch mal in der riesen großen, über drei Stockwerke gehenden Mensa zum Kaffee getroffen. Eine Umstellung war die Anwesenheitspflicht, sobald man mehr als 3x im Semester gefehlt hat, wurde man nicht zur Prüfung zugelassen. Das Prüfungssystem war ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Es wurden zwei Klausuren geschrieben, eine sog. Zwischenprüfung, die zu 30% oder 40% zur Endnote zählte und eine „Hauptklausur“, dessen Anteil bei 60% bzw. 70% lag. Ebenfalls wurde in einigen Kursen zum Semesterende eine Hausarbeit über ein vorgelegtes Thema verlangt. Die Informationen konnte man in der modernen, gut ausgestatten Bibliothek, die 24 Stunden geöffnet hatte, erhalten. Dies war auch etwas total Neues für mich: einige Studenten übernachteten zur Prüfungszeit in der Bibliothek, sei es auf den Tischen, Stühlen oder auf dem Sofa.

Der Alltag/Freizeit

Mein Alltag in Istanbul war total aufregend und das Wetter war so gut wie immer toll. Von meiner Wohnung, in der ich mit einer Freundin zusammen wohnte, waren es nur zwei Minuten zur U-Bahn. Die Einkaufsmöglichkeiten waren ebenfalls fußläufig entfernt, Supermärkte, Zeitungsläden, Schreibwarenläden, Restaurants, die Post oder weitere kleinere Geschäfte. Mit der U-Bahn waren es nur zwei Stationen zur Universität, bei gutem Wetter sind wir diese Strecke auch zu Fuß gelaufen. Generell fand ich die Lebenshaltungskosten in der Türkei bzw. in Istanbul höher als in Deutschland. Es fängt bei den öffentlichen Verkehrsmitteln an, geht weiter mit Schreibwaren, Lebensmitteln und vor allem das Ausgehen geht ziemlich tief ins Portmonee. Bevor ich in die Türkei geflogen bin, habe ich eine Visacard beantragt und hatte eine Vereinbarung mit meiner Bank, dass mir bei der Abhebung keine Kosten anfallen. Es war wahrscheinlich eines der besten Vorbereitungen, die ich getroffen hatte, denn Bankautomaten sind alle 5 m in Istanbul vorzufinden, sodass man sich über Bargeld keine Sorgen hätte machen müssen. Mit meiner Krankenversicherung gab es ebenfalls keine Vorfälle. Naja glücklicherweise wurde ich nicht krank und kann deswegen nicht sagen, wie gut sie mir im Ernstfall beistehen würden. Langweilig wurde mir nie! Wir waren eine große Gruppe von Austauschstudenten und haben uns relativ oft gesehen und etwas unternommen. Durch die zahlreichen Busse, Bahnen und relativ günstigen Taxis konnte man ganz leicht von A nach B kommen. Wir waren in Museen, auf den Inseln, haben Ausflüge in die Umgebung gemacht (verschiedene Bezirke oder auf die asiatische Seite von Istanbul). Dies alles geht natürlich tief in die Geldbörse, doch nur so kann man die Stadt, die Leute, die Kultur, die Tradition oder den Lebensstil anderer Leute kennenlernen. Die Gastuniversität hat ebenfalls sehr viel organisiert. Sei es Trips in Istanbul, Partys, Karaoke-Abende oder Reisen in andere Ecken der Türkei. So war ich in Kappadokien, Antalya, Pamukkale, Ephesus und Kusadasi. Unteranderem lebt ein Großteil meiner Verwandtschaft in der Türkei, so konnte ich sie bei Gelegenheit besuchen, denn sie waren ziemlich günstig mit Reisebussen erreichbar. Die Städte Bursa, Mudanya, Yenisehir und Erdek konnte ich somit dank meiner Verwandten sehen. Da einige meiner Verwandten in Istanbul leben, konnte ich diese auch in den sechs Monaten beliebig oft besuchen.


Fazit

Alles in allem war mein Erasmussemester ein voller Erfolg. Ich habe viel gelernt, sei es in den Kursen, das Leben in Istanbul, der überdachte Umgang mit Geld und und und. Mein Türkisch hat sich erheblich verbessert, habe noch sehr viel über Istanbul und das Land gelernt und gesehen. Unteranderem habe ich Freunde über den ganzen Globus verteilt, gewonnen.

Ich kann ein Auslandsaufenthalt, sei es für ein Semester oder ein Jahr NUR empfehlen! Macht es, denn es ist eine einmalige Gelegenheit!

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