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Anadolu Üniversitesi 2014/15

Bei der Einführungsveranstaltung zu Beginn des Studiums gab es einen Unterpunkt zu Auslandsaufenthalten, bei dem unter anderem die verschiedenen Partneruniversitäten aufgelistet waren; zu dieser Zeit waren es noch zwei Universitäten in der Türkei. Da ich schon lange Türkisch lernen wollte, gefiel mir die Vorstellung sehr gut, nach Ende des vierten Semesters zu einem ErasmusAufenthalt in die Türkei aufbrechen zu können. 


Studienfach: Patholinguistik

Aufenthaltsdauer: 09 /2014 – 06 /2015

Gastuniversität: Anadolu Üniversitesi

Gastland: Türkei

Im Verlauf des vierten Semesters konkretisierte sich dieses Vorhaben dann allmählich und ich wählte von den beiden türkischen Partneruniversitäten aufgrund des vielfältigen Angebotes an dieser die Anadolu Üniversitesi in Eskişehir aus.

Nach der erfolgreichen Bewerbung für das Erasmus-Programm in Potsdam und der Nominierung an der Anadolu Üniversitesi bewarb ich mich an dieser und wurde angenommen. Die Dokumentenlage war zum Teil etwas unübersichtlich, sowohl im Vorfeld als auch im gesamten Verlauf und auch am Ende meines Aufenthaltes, unter anderem da man für den Postweg circa 15 Tage einrechnen muss. Der größte Teil der für das Studium wichtigen Papierarbeiten ließ sich glücklicherweise auch digital erledigen. Eine Mitarbeiterin des dortigen Office for International Affairs (http://uib.anadolu.edu.tr/index.php?option=com_content&view=article&id=32&Itemid=48&lang=en) beantwortete meine Emails rund um die Bewerbung auf Deutsch, von der Erasmus-Koordinatorin „meiner“ F.akultät erhielt ich keine Antworten auf meine (englischen) Mails. Der neue akademische Kalender stand auch erst Ende Mai fest und somit musste ich recht vage Daten in die ersten Formulare eintragen. 

Studienfach: Patholinguistik

Aufenthaltsdauer: 09 /2014 – 06 /2015

Gastuniversität: Anadolu Üniversitesi

Gastland: Türkei

Studium an der Gastuniversität

Für mein Departement war meine Ankunft als Erasmus-Studierende anscheinend ein Präzedenzfall, was viel Unklarheit und Organisationsarbeit auch für mich bedeutete – aber ganz selbstständig durfte ich mich dann doch auch nicht um Kurswahl und Ähnliches kümmern. Meine Buddy reagierte nicht auf meine Kontaktversuche, und da Kurswahl wohl nicht ohne Buddy möglich ist, organisierte mir das Office for International Affairs einen Ersatz-Buddy.

Zusammen klapperten wir die Büros der diversen Dozierenden ab, um deren Einverständnis einzuholen, einen weiteren Platz für mich im Kontingent freigeschaltet zu bekommen und mich anschließend im System in den Kurs einschreiben zu können. Eine sichere Kurswahl im Voraus ist schwer möglich, da im Kurskatalog teils Kurse gelistet sind, die nicht stattfinden und teils bis zuletzt nicht klar ist, ob und wann welcher Kurs stattfinden wird.

Die Kurswahl war nicht nur im ersten Semester, als ich selbst weder von der Sprache noch vom System etwas verstanden habe, sondern auch im zweiten Semester, als ich meinen Buddy nur in den schwierigeren Fällen um Hilfe bat, ein eher kompliziertes und langwieriges Unterfangen. Besonders aufwendig war es, Kurse zu bekommen, die sich im System, aber nicht in der Realität zeitlich überschnitten (und dann auch noch von zwei verschiedenen Fakultäten waren). Sollten spätere Erasmus-Studierende auch einmal dieses Problem haben: hartnäckig bleiben, notfalls bis zur höchsten Instanz gehen. Entgegen allem, was behauptet wird: es ist möglich!

Womöglich ist die Kurswahl wesentlich einfacher, wenn man nur Kurse im eigenen Departement belegt und sich nicht wie ich es tat aus verschiedenen Fakultäten Kurse zusammensucht.

Viele Midterm-Exams sind als Multiple-Choice-Prüfungen konzipiert, es ist also durchaus auch möglich, türkischsprachige Kurse ohne gutes Schrifttürkisch zu bestehen. (Wobei ich z. B. nicht unbedingt dazu rate, „Türk Dili“ zu belegen – ein Pflichtfach für alle türkischen Studierenden, bei dem man selbstständig ein Buch über die Türkische Sprache durcharbeitet, um danach einen MultipleChoice-Test darüber zu schreiben)

Unser Departement ist recht klein und übersichtlich und die meisten Dozierenden sind sehr hilfsbereit und aufgeschlossen gegenüber Erasmus-Studierenden. So konnte ich dort Hausarbeiten und zum Teil Prüfungen auf Englisch schreiben, was mir sehr geholfen hat. Einige Dozentinnen haben mir Unterrichtsmaterialien auf Englisch bereitgestellt, was auch sehr hilfreich war.

Wer erwartet, als Erasmus-Studierender in Prüfungen sowieso 100 Punkte zu bekommen oder bei der Notenvergabe zumindest großartig bevorzugt zu werden, könnte von der Realität enttäuscht werden; ich habe meist auch nicht mehr Zeit für die Prüfungen bekommen als meine Mitstudierenden. Viele Dozierende waren jedoch sehr hilfsbereit und haben auch während Prüfungen versucht, sprachliche Unklarheiten auszuräumen. In einem Fall geriet ich aber leider an eine Dozentin, die mir auf eine Verständnisfrage ein ausgesprochen gereiztes „du hättest gutes Türkisch lernen sollen, bevor du diesen Kurs belegst!“ auf Englisch erwiderte. (Der Kurs „Pharmakologie für Sprachtherapeuten“ ist für Erasmus-Studierende also ebenfalls nicht zu empfehlen)

Zum nächsten Semester wird „meine“ Fakultät wohl in den Neubau neben dem alten Gebäude umziehen und das bisherige Gebäude wird nur noch zu Forschungs- und Therapiezwecken gebraucht werden. Ich habe DILKOM so erlebt, dass Studierende, Dozierende, Verwaltungsangestellte, Forschende und Patienten sich eine kleine Cafeteria und einen kleinen Innenhof geteilt haben, man hat seine Pausen also gemeinsam verbracht, was zu einem sehr offenen und angenehmen Klima geführt hat.

Der Computerpool in dem (alten?) DILKOM-Gebäude schloss kurz vor 18:00, die Bibliothek auf dem Stadtcampus ist aber inzwischen durchgängig geöffnet, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Im Yemekhane, der Mensa, bekommt man nach vorheriger Anmeldung für eine Lira ein Essen, es gibt auf dem Campus viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen, jede Menge studentische Clubs, ein eigenes Kino und viele kulturelle Veranstaltungen wie z.B. Konzerte. 

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Für mich stand bereits im Vorfeld fest, dass ich gerne eher mehr Zeit mit türkischsprachigen als mit anderen ausländischen Studierenden verbringen würde, da eines meiner Ziele der Spracherwerb war, aber natürlich hatte ich dennoch viel Kontakt mit anderen ausländischen Studierenden.

Die Anadolu Üniversitesi nimmt nicht nur am Erasmus-Programm, sondern auch am MevlanaProgramm teil. Dadurch waren wir bei gemeinsamen Ausflügen eine sehr internationale Gruppe, auch über die Grenzen Europas hinaus, was ich sehr schön fand. Es boten sich so unter anderem auch Einblicke nach Kasachstan, Russland, Georgien, Aserbaidschan und in die Ukraine.

Dennoch habe ich sicher insgesamt mehr Zeit mit türkischsprachigen Studierenden aus der Türkei verbracht. Die meisten meiner Mitstudierenden sprachen kein Englisch, und auch in dem studentischen Club, dem ich mich anschloss, war ich größtenteils auf Türkisch angewiesen.

Da ich in meinem Studienfach Kurse für verschiedene Semester belegt habe, hatte ich Kontakt zu Studierenden in verschiedenen Jahrgängen dort, und durch die Wahl von Kursen an anderen Fakultäten ergaben sich auch Kontakte zu Studierenden z.B. der Psychologie.

Mit einigen meiner Freunde oder Bekannten könnte sich in Zukunft sogar die Möglichkeit der temporären Zusammenarbeit ergeben und ich bin sehr gespannt, was die Zukunft bringen wird. Auch ohne so eine zielgerichtete Idee gibt es für mich jedenfalls genug Gründe, nach Eskişehir zurückzukehren.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Zu Beginn meines Aufenthaltes in der Türkei konnte ich außer ein paar bei früheren Reisen aufgeschnappten Grußfloskeln und einfachen „var mı?/var/yok-Konstruktionen“ mit einem Substantiv (z.B. Ekmek var mı? Gibt es Brot? (Beim Bäcker) / Su yok! Es gibt kein Wasser! (unter der Dusche)) nichts sagen und auch nicht viel mehr verstehen.

Im ersten Semester habe ich dennoch Kurse auf Türkisch belegt, um im Unterricht und anhand der Vorlesungsfolien mehr Sprachinput zu bekommen. Nach anderthalb Monaten bereits die MidtermExams zum größten Teil auf Türkisch schreiben zu müssen, war ein guter Ansporn; mit einem kleinen Lexikon bewaffnet konnte ich vielen Multiple-Choice-Fragen bereits einen gewissen Inhalt entnehmen, beim Bäcker habe ich trotzdem noch nicht viel mehr verstanden.

Zum Ende des ersten Semesters war mir klar, dass ich, um wirklich halbwegs Türkisch lernen zu können, dringend noch ein Semester bleiben müsste – zum Glück gab es die Möglichkeit der Verlängerung, ein Angebot, das ich sehr gerne angenommen habe. Türkischsprachunterricht an der Uni gab es nur auf A1- und A2-Niveau, wobei ich bereits im ersten Semester beide Kurse hätte belegen sollen, da der A1-Kurs für mich doch sehr langsam war. Das wäre also eine Empfehlung für Sprachinteressierte oder Studierende mit Vorkenntnissen.

Für das zweite Semester habe ich mit einer Türkisch-Dozentin zusammen einen B1-Kurs organisiert und die Kurse für A2 und B1 in einem Semester belegt, was kein Problem war. Meine rezeptiven Fähigkeiten dürften aufgrund des vielen Lesens und Übersetzens für das Lesen von Texten nach wie vor wesentlich besser sein als für gesprochene Sprache, wobei ich mich inzwischen eben auch halbwegs gut unterhalten kann, was sich nicht nur im Freundeskreis zeigte, sondern auch bei Kontakten mit Unbekannten. Interessant ist die Verteilung meines Wortschatzes, zu dem aufgrund des Spracherwerbs mithilfe von Vorlesungsfolien viele nicht sehr gängige Begriffe wie z.B. „Eustachische Röhre“, „Subsistenzwirtschaft“ und „Moral“ gehören.

Ein Rat für kommende Erasmus-Studierende ist es, sich nicht nur wegen der Psychologie-Kurse mit dem Kurskatalog der Eğitim Fakültesi zu beschäftigen; dort gibt es z.B. Übersetzungskurse und auch „Bilimsel Araştırma Yöntemleri“ / „Scientific Research Methods“, das hoffentlich in Potsdam als „Einführung in wissenschaftliches Arbeiten“ angerechnet werden wird.

Diesen Kurs habe ich mit den Französisch-Lehramts-Studierenden belegt und konnte den als Semesterabschlußarbeit gewerteten „Rapport Scientifique“ wie diese auf Französisch schreiben, was mir auch in dieser Sprache einen gewissen Kompetenzgewinn bescherte. (Eine andere Wahl hatte ich nicht, da die Kurse für die Deutsch- und für die Englisch-Lehramts-Studierenden sich mit anderen meiner Kurse überschnitten)

Eine schöne Erfahrung war es auch, im ersten Semester einen Kurs zu Türkischer Gebärdensprache belegt zu haben, denn große Teile der Community in der Türkei nutzen diese – leider nicht mal innerhalb der Türkei standardisierte – Form der Kommunikation. Ich habe nicht nur herzliche Freundschaften geschlossen (waren doch mein gesprochenes und mein gebärdetes Türkisch eine Zeit lang gleich schlecht – warum dann nicht auch Leute mit Gebärden an“quatschen“?!), es erwies sich auch als interessantes Experiment, neue Vokabeln gestützt von Gebärden zu lernen.

Wie hilfreich es bei Wortfindungsproblemen sein kann, eine assoziierte Geste auszuführen, habe ich so selbst erleben können – oft war die phonologische Form nicht einmal ansatzweise abrufbar und fiel mir wie ganz selbstverständlich ein, wenn ich die entsprechende Geste ausgeführt habe.

Es war definitiv ungemein spannend, den Erwerb einer neuen Sprache mit etwas linguistischem Hintergrundwissen an sich selbst beobachten zu können!

Wohn- und Lebenssituation

Anhand des an die Anadolu Üniversitesi geschickten Dokumentes „Housing application form“ sucht das dortige Office for International Affairs eine Unterkunft. In meinem Fall war es zwar ein Raucherhaushalt und die Miete war letztendlich höher als zuerst angegeben (was bei den schwankenden Lirakursen durchaus verständlich und gerechtfertigt ist), aber die Zeit mit meinen beiden Mitbewohnerinnen werde ich wirklich vermissen, es hat menschlich wirklich sehr gut gepasst, wir sind sehr gute Freundinnen geworden. Wir hatten kein einziges Mal mit den üblichen WGStreitigkeiten zu tun, eher hat es mal an der einen oder anderen Zimmertür geklopft und es wurden leckere Naschereien von einer von uns verteilt... bei der einen waren es selbstgemachte Backwaren, bei der anderen frisch gekochter Kaffee und bei mir meist frisches Obst vom Wochenmarkt...

Der Pazartesi Pazari (Montagsmarkt) war gleich um die Ecke, und Obst und Gemüse ist dort nicht nur besonders frisch sondern verglichen mit den Preisen in den Supermärkten auch noch günstiger, außerdem habe ich die Marktatmosphäre sehr genossen. Wer in Eskişehir gerne günstige Kleidung kaufen möchte, ist mit dem Çarpa, dem Mittwochsmarkt, gut beraten.

Eskişehir ist eine Studentenstadt, politisch größtenteils CHP-geprägt, mit einer Straße voller Bars und wohl auch einigen Clubs (wobei ich das nur von anderen Erasmus-Studierenden mitbekommen habe, da meine Art von Musik dort wohl kaum gespielt würde). Es gibt zwei Flughäfen, einen zivilen und einen militärischen, ein Teil der Türkischen Luftwaffe ist dort stationiert und viele ziemlich laute, tief über die Stadt fliegende Kampfjets am Tag sind die Regel.

Die Stadt liegt umgeben von Bergen und die nähere und fernere Umgebung ist sehr schön, es gibt den Phrygischen Weg, der an vielen archäologischen Stätten vorbeiführt, und die Tier- und Pflanzenwelt außerhalb der Stadt hält auch einige Überraschungen bereit.

Aus der Stadt kommt man am Besten mit Fernbussen oder per Dolmuş, es gibt sogar Linienbusse, die in die nähere Umgebung fahren (bis ca. eine Stunde Entfernung). Innerhalb der Stadt ist alles fußläufig erreichbar, wenn es mal schneller gehen soll oder man doch zu viel Gepäck hat, kann man auch mit der Straßenbahn fahren. Wenn man oft öffentliche Verkehrsmittel nutzt, lohnt sich sicher eine „Eskart“, mit der die einzelnen Fahrten günstiger sind.

Ein wichtiger Punkt ist wohl die Handynutzung: wenn man eine türkische SIM-Karte (AVEA ist billiger, TURKCELL hat die bessere Netzabdeckung) in ein nicht in der Türkei gekauftes Mobiltelefon steckt, wird dieses nach – ich glaube 2 Monaten – gesperrt. Die Entsperrung ist teuer, besser ist es also, ein türkisches Handy auszuleihen oder – wie es die meisten anderen gemacht haben – sich eines zu kaufen.

Ich habe eine größere Summe Bargeld in Euro mit in die Türkei genommen, man kann bei vielen Juwelieren tauschen, sonst gibt es auch spezielle Geldwechsel-Geschäfte und an manchen Bankautomaten kann man auch Geld wechseln. Da ich meine Miete bar in Euro zahlen sollte, war diese Lösung insgesamt recht praktisch für mich. Später habe ich auch Geld abgehoben, dabei sollte man jedoch darauf achten, dass manche Banken noch mal extra Prozente von der abgehobenen Summe abziehen.

Die Lebenshaltungskosten sind geringer als in Deutschland und man kann von 300 Euro im Monat (die Hälfte für Miete) nicht schlecht leben. Wer gerne Alkohol trinkt, sollte dafür sicher eine größere Summe einplanen. Ich musste leider einige Monate lang versuchen mit dem üblichen ErasmusStipendium für die Türkei des Akademischen Auslandsamtes auszukommen, und kann daher sagen, dass es eher schwierig ist, von weniger als 300 Euro im Monat gut zu leben.

In puncto Krankenversicherung werde ich nicht müde, anderen Studierenden aus Deutschland den Hinweis mit dem TA11-Formular zu geben – dies ist anscheinend leider kaum bekannt, es gibt aber ein deutsch-türkisches Sozialversicherungsabkommen, mit dem man als in Deutschland gesetzlich Versicherter auch in der Türkei gesetzlich versichert ist. Deutsche Krankenkassen können das TA11- Formular ausstellen, mit dem man in der Türkei zu einer SGK-Stelle geht und dort eine YUPASSNummer bekommt, die man im Krankenhaus vorzeigen muss, um dort ohne Probleme behandelt zu werden.

Und: die Ausländerpolizeibehörde akzeptiert diese YUPASS-Nummer problemlos als Versicherungsnachweis! (Je nach Beamtem eventuell nur mit blauer Unterschrift und schwarzem Stempel, aber immerhin) Tatsächlich gab es bei fast allen Erasmus-Studierenden große Probleme mit der Anerkennung der – zum Teil extra für diese Zeit abgeschlossenen – Krankenversicherung, wenn es um die Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung ging. Es wurde eine bestimmte Formulierung auf Türkisch irgendwo auf dem Versicherungsschein vorausgesetzt, die inhaltlich in etwa „Nach Anforderung der Polizei (§sowieso) sind Behandlung im und am Patient und Arzneimittelversorgung mit abgedeckt“ oder ähnlich war. Für viele war die einzige Möglichkeit, eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, der Abschluss einer weiteren Versicherung.

Für gesetzlich in Deutschland Versicherte gibt es aber keine Probleme, wenn denn ein TA11-Formular organisiert werden kann; ob eine zusätzliche Versicherung für nötig erachtet wird, die evtl. auch die Behandlung in Privatkrankenhäusern nach Vorkasse erstattet, bleibt dann jedem selbst überlassen.


Sonstige Hinweise

In der Türkei spielen Originalunterlagen eine andere Rolle als in Deutschland, einerseits werden sie oft für noch wichtiger erachtet als hier, andererseits kann man problemlos jederzeit jedes Dokument „im Original“ nacherhalten. In der Kombination ergibt sich daraus, dass man teils an verschiedenen Stellen ein Original einreichen soll, das dann auch dort verbleibt. Als Konsequenz sollte man Originaldokumente, die man weiter verwenden möchte, nicht aus der Hand geben, da unter Umständen schneller etwas mit Marker angestrichen wird, als man protestieren kann.

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