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Universidad de Santiago de Compostela 2012/13

Wenn ich an meinen Auslandsaufenthalt in Santiago de Compostela denke, habe ich nur po-sitive Bilder in meinem Kopf. Dazu gehören vor allem die Leute, die ich während dieser Reise kennengelernt habe. In meinen Erinnerungen gibt es auch wunderschöne Bilder von der Stadt – Santiago de Compostela, der Universität und von der spanischen Kultur. Galicien – so heißt der Region im Nordwesten Spaniens, wo ich das beste Jahr meines Lebens verbracht habe – kann man nur mit einem spanischen Wort beschreiben, und zwar maravilloso („wun-derbar“). Das alles konnte ich nur dank dem ERASMUS-Programm und der Hilfe von der Uni-versität Potsdam erleben. Deswegen möchte ich jetzt ein paar organisatorische Tipps und Hinweise zum Leben und Studium in Santiago de Compostela geben.


Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Studienfach: Fremdsprachenlinguistik
Aufenthaltsdauer: 08 /2012 – 06 /2013
Gastuniversität: Universidad de Santiago de Compostela
Gastland: Spanien

Sobald ich die Zusage zu meinem Auslandsstudium in Spanien erhielt, habe ich einige wich-tige Vorbereitungen getroffen. Zu den wichtigsten Schritten, meiner Meinung nach, gehö-ren:

  • Online – Anmeldung an der USC

Sobald man die Studienplatz-Bestätigung erhält, bekommt man sofort eine E-Mail mit Hin-weisen zur Online-Anmeldung, die man noch vor der Abreise machen soll. Es ist überhaupt nicht kompliziert. Man muss nur einige Dokumente, wie Personalausweis-Kopie, kurzes Mo-tivationsschreiben usw. hochladen. Das alles ist super organisiert und in der E-Mail sehr deutlich erklärt.

  • Ticketbuchung

Den Flug nach Spanien sollte man so früh wie möglich buchen, da er sonst recht teuer wer-den kann. Ich habe mich für die Airberlin entschieden, wobei musste ich in Palma de Mallor-ca umsteigen. Die spanische Fluggesellschaft Iberia fliegt auch zu wenigen deutschen Flughä-fen, ist allerdings die teuerste Variante. Vom Flughafen Santiago de Compostela bestehen halbstündige Busverbindungen in die Innenstadt, die Fahrt kostet 3,00 € und dauert 20 Mi-nuten. Mehrere Informationen:
http://www.empresafreire.com/html/castelan/seccion3a.php

Südlich der Altstadt ist der Bahnhof der spanischen Eisenbahn RENFE. Neben regionalen und nationalen Verbindungen startet dort einmal täglich ein durchgehender Zug nach Hendaye mit internationalen Anschlussmöglichkeiten.

Am östlichen Rand der Altstadt liegt der große Busbahnhof (estación de autobuses), von dem aus Busse zum Flughafen, in viele galicische und spanischen Städte und außerdem (ohne Umsteigen) unter anderem nach Deutschland, Frankreich und in die Schweiz fahren.

  • Wohnung

Am besten ist es, wenn man schon einige Vorbereitungen und Wohnungssuche in Deutsch-land anfängt. Die beste Hilfe und die besten Möglichkeiten bietet natürlich Internet. Hier ein paar Websites dazu:

  1. http://www.pisocompartido.com/
  2. http://www.enalquiler.com/
  3. http://www.fotocasa.es/pisos/santiago-de-compostela/alquiler/listado

Eine sehr gute Idee bei der Wohnungssuche bieten auch zwei Organisationen, die man in Santiago findet kann.

Die erste ist eine sehr bekannte Organisation - ESN Santiago. Hier die Website: http://www.erasmuscompostela.com/ oder Facebook: https://www.facebook.com/esncompostela?fref=ts. Auf diesen Seiten kann man auch sehr viele Wohnungsanzeigen finden.

Die zweite Organisation heißt Sharing Galicia, ihre Website ist: http://sharingalicia.es/index.php?option=com_content&view=frontpage&Itemid=1&lang=es und Facebook https://www.facebook.com/sharingalicia?fref=ts. Wenn man irgendwelche Probleme mit der Wohnung hat könnte man auch Kontakt mit diesen zwei Organisationen aufnehmen und die Leute, die da arbeiten, werden euch sicher weiterhelfen.

Wenn man also schon die Online-Anmeldung, das Ticket nach Santiago de Compostela und die Wohnung hat, soll man nur auf die Abreise mit Geduld warten.

Studienfach: Fremdsprachenlinguistik
Aufenthaltsdauer: 08 /2012 – 06 /2013
Gastuniversität: Universidad de Santiago de Compostela
Gastland: Spanien

Wenn man schon in Santiago de Compostela ist…

Nach der Ankunft an diese magische Stadt soll man sich zuerst mit einigen organisatorischen Sachen beschäftigen. Der erste Ort, den man besuchen soll, ist International Office (ORE), wo man sich das Confirmation of Period of Study unterzeichnen lässt. Bei diesem ersten Besuch bekommt man auch das Wichtigste, einen Plan der Universität und der Stadt. Die Mitarbei-ter sprechen natürlich spanisch aber wenn man noch Probleme mit dieser Sprache, hat kön-nen sie auch auf Englisch reden und alles sehr gut erklären. Sie sind alle sehr freundlich und hilfsbereit. Sie helfen einem gerne und antworten auch schnell auf E-Mails, falls man Prob-leme hat. Im ORE bekommt man auch Kontaktdaten zu dem/der Koordinator/Koordinatorin mit dem/der man sich später unbedingt treffen soll um den Learning Agreement und Studi-enprogramm zu besprechen.

Nachdem der erste Schritt zum ORE erfüllt war, kaufte ich mir eine spanische SIM Karte.! Ich habe mich für den Anbieter Yoigo entschieden, es gibt aber viele Möglichkeiten. Bei Yoigo zahlt man pro SMS 8 Cent; Anrufe ins deutsche Festnetz liegen bei 4 Cent/Minute. Ich habe aber auch manchmal meine deutsche Karte benutzt.

In den ersten Tagen sollte man sich auch die Zeit nehmen, um ein Mitglied vom „Erasmus Student Network -ESN“ zu werden. Für nur 5€ hat man Anspruch auf viele Vergünstigungen, kostenlosen Eintritt in einige Veranstaltungen, und vor allem bietet die Organisation sehr günstige Reisen während des Semesters in alle möglichen spanischen Städte an. Das Büro befindet sich in der in Zona Vieja, in demselben Gebäude wie ORE (weitere Informationen unter: http://www.esnucm.org/).

Bei der Anmeldung muss noch ein Passbild mitbringen; diese braucht man jedoch ohnehin für sehr viele organisatorische Angelegenheiten.

Wie ich schon früher geschrieben habe, gibt es auch eine andere Organisation – Sharing Galicia. Man muss auch eine Verwaltungsgebühr bezahlen (7 Euro für das ganze Jahr) um an den Veranstaltungen und Reisen teilnehmen zu können. Aber es lohnt sich!!! Weitere Infos: http://sharingalicia.es/index.php?option=com_content&view=frontpage&Itemid=1&lang=es

Studium

Wenn es um das Studium an der USC geht, kann ich Euch beruhigen. Die meisten Professo-ren an der Universität sind sehr freundlich und nehmen uns ausländische Studenten gerne auf. Am besten soll man einfach am Anfang des Semesters so viele Kurse wie möglich an-schauen, um es zu sehen, welche Veranstaltungen euch interessieren usw. Das ist auch sehr wichtig, weil man eine Änderung bei dem Learning Agreement bis vier Wochen nach Studi-enbeginn machen soll. Es ist auch sehr wichtig zu wissen, auf welcher Sprache die Kurse ge-halten werden. Normalerweise sind sie auf Spanisch (Castellano) geführt. Es gibt aber auch Veranstaltungen, die nur auf Galicisch (Galego) sind. Das kann natürlich problematisch sein, weil sich diese Sprache ein bisschen von der spanischen unterscheidet und es ist nicht so einfach sofort alles zu verstehen. Mit der Zeit geht das aber sehr gut. Da die Professoren an die ausländischen Studenten sehr gewähnt sind, helfen sie ihnen meistens bei dem Verste-hen des Kursinhaltes.

Santiago de Compostela und Galicien

Santiago de Compostela ist, meiner Meinung nach, eine magische und schöne Stadt in Spa-nien. Man kann immer Touristen, Pilger und Studenten finden.

Santiago de Compostela ist der Zielpunkt des berühmten Jakobswegs ("Camino de Santia-go"), eines mittelalterlichen Pilgerwegs der dank seines monumentalen Reichtums bis heute zahlreiche Besucher aus aller Welt anlockt und von der Unesco zum Welt-Kulturerbe erklärt wurde. Der Name der Stadt, Hauptstadt von Galicia, leitet sich von dem Apostel Sankt Jakob ("Santiago") her, der hier begraben liegt.

Santiago ist zweifellos eine der sehenswertesten Städte in Spanien, mit großartigen Bauwer-ken in einem unverwechselbaren Stil. Es ist aber auch eine Stadt voller Leben, mit einer der traditionsreichsten Universitäten und vielen Studenten, die für jugendliche Atmosphäre zwi-schen den historischen Mauern sorgen. Auch die Küche der Region hat einen hervorragen-den Ruf, und es sind nicht wenige, die behaupten, nirgendwo gäbe es besseren Fisch und Meeresfrüchte als in Galicia.

Man soll auch die Tatsache beachten, dass durch die geografisch nördliche Lage und die Nä-he zum Atlantik in Galizien ein mildes Klima herrscht. Wenn man also das erste Mal Galicien sieht, könnte man diesen Region mit Irland vergleichen. In dieser Region regnet es beson-ders viel. Deswegen ist es sehr wichtig einen sehr guten Regenschirm (oder am besten zwei Regenschirme falls der erste kaputt geht) nach Santiago mitzunehmen. Zusätzlich soll man sich auch mit Gummistiefel und einen Regenmantel ausstatten.

Das Klima ist gemäßigt und feucht, so wie im größten Teil des westlichen Galiciens. Durch dieses Wetter hat sich Santiago den Ruhm verdient, eine regnerische Stadt zu sein. Die jähr-lichen Durchschnittstemperaturen betragen etwa 12ºC und die Höchsttemperaturen werden in den Monaten Juli und August erreicht.

Das Gebiet von Santiago befindet sich in einer Übergangszone von zwei verschiedenen Fau-na- und Floraregionen (der eurosibirischen und der Mittelmeerregion) und wird von den Bergen Monte Pedroso und Monte Viso sowie den zwei Flüssen Sar und Sarela umrandet.

Im Mittelpunkt des Stadt- und Umweltentwicklungsprojekts steht die Totalrestaurierung der Altstadt als ergänzende Maßnahme zur urbanen Neugestaltung und Entwicklung der Stadt.

Die vorhandenen Stadtparks, die als öffentliche Grünräume entworfen wurden, dienen als Treffpunkte und laden zum Spazieren ein. Die Musik ist sowohl quantitativ als auch qualitativ gesehen die herausragende gebotene kulturelle Ausdrucksform in Santiago, gefolgt von öffentlichen und privaten Theatervorstel-lungen dank der Konsolidierung verschiedener Theater, die auch regelmäßig alternativ Ver-anstaltungen anbieten.

Die breite Palette von Freizeitaktivitäten der Stadt Santiago enthält weiterhin Filmvorfüh-rungen in den Kinos, ein vielfältiges Museenangebot, in denen die Anzahl der plastischen Kunstformen vervielfacht und zu großem Teil durch Privatinitiativen gefördert wurde, die Tanzspektakel, welche sowohl in Sälen als auch im Freien stattfinden, oder die Ausstellun-gen, Konferenzen, Theater- und Tanzvorstellungen in den soziokulturellen Zentren.

Zum Freizeitangebot gehören auch die Festlichkeiten des Karnevals, Himmelfahrt und das Fest zu Ehren des Apostels Jakob (25. Juli). Die Feste dienen zur Begegnung mit den Traditio-nen der Stadt und ziehen durch deren Attraktivität auch viele Touristen nach Santiago, so dass sich die Stadt während der Festlichkeiten in einen Raum der höchsten Freude und Fröh-lichkeit verwandelt.


Rückblick

Abschließend kann ich sagen, dass ich jederzeit wieder ein Auslandssemester an der USC in Santiago de Compostela verbringen würde. Sowohl diese Stadt als auch die ganze Region bieten so viel an kulturellen Erfahrungen, dass es sich in jedem Fall lohnt, länger als nur ein Semester dort zu bleiben. Meine Spanischkenntnisse konnte ich insofern verbessern, da sie zum einen für mich die Alltagssprache für beinahe ein ganzes Jahr war und ich sie in den ver-schiedensten Situationen anwenden musste.

Welcher Hinweis kann ich euch für den ERASMUS-Aufenthalt in Spanien geben? Ihr sollt of-fen an die neue Kultur sein, keine Angst vor den neuen Leuten und vor dem Reisen haben, immer neugierig sein und optimistisch denken. Dann wird diese Zeit das beste Abenteuer des Lebens sein. Was man während so einem Auslandsstudium erlebt, lässt es sich nicht mit Worten beschreiben. Aber eine Sache kann ich euch versprechen: Das wird sicher die beste Zeit eures Lebens! Viel Glück in Santiago de Compostela!