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Universidad de Oviedo 2013/14

Allgemein will ich vorab erwähnen, dass ich mein Auslandssemester in Oviedo sehr genossen habe und auch ein Auslandsaufenthalt während des Semesters jedem ans Herz legen würde. Nicht nur, dass sich mein Hörverstehen und meine Sprachkompetenz im spanischen verbessert haben, habe ich auch viele schöne Momente und Erinnerungen fürs Leben dazugewonnen. Um aber jedem den Aufenthalt so genau wie möglich zu beschreiben und um vielen Studenten die Angst davor zu nehmen, werde ich chronologisch vorgehen und aus meiner Erfahrung sprechen, sodass ich vielleicht nicht unbedingt die selben Fehler macht.


Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Studienfach: Russistik, Spanische Philologie
Aufenthaltsdauer: 08 /2013 – 02 /2014
Gastuniversität: Universidad de Oviedo
Gastland: Spanien

Vor Abreise (und das auch wirklich einige Tage vorher )würde ich mich auf jeden Fall darum kümmern im Ausland zugriff auf ein Online-Banking zu haben. Hier kann man nirgends einen Kontoauszug holen und das ist echt ein Problem, nie zu wissen wie viel Geld man noch auf dem Konto hat und wie viel nicht. Man kann auch (so was es bei meiner Bank: Postbank) einstellen, dass man online Kontoauszüge runterladen kann, die Umstellung dauert ca.1 Woche. Außerdem kann man oft auch eine Sparkarte beantragen, mit der man 10 mal im Jahr umsonst abheben kann( wenn man keine Kreditkarte hat mit der man abheben kann), da es sonst relativ teuer ( so 5-7 Euro) ist, mit der Girokarte abzuheben. Was allerdings gut ist, ist dass man mit der Girokarte bezahlen kann, ohne das es was kostet.

Der nächste wichtige Punkt ist selbstverständlich die Frage nach der Wohnung im Ausland. Hierbei spreche ich aus meiner Erfahrung in Oviedo, da ich nicht weiß, wie es in den anderen Städten ist. Ich hatte mir in Deutschland schon viele Sorgen um eine Unterkunft in Oviedo gemacht, weil ich eig. eher der Typ bin, der schon gerne im voraus einen sicheren Platz hat. Dafür habe ich bei (www.pisocompartido.com) gegoogelt und Kontakt zu Menschen und auch zu jungen Leuten die vielleicht auch studieren aufzunehmen. Viele von ihnen haben mir auch schnell zurückgeschrieben und ich konnte einige Wohnungsbesichtigungen ausmachen. Ich habe mir dann auch hier in Oviedo einige Wohnungen angeschaut, jedoch muss ich sagen, dass ich keine davon genommen habe. Ich habe dann im Supermarkt ( dort gibt es in der nähe der Kasse so Pinnwände, wo Anzeigen drauf sind) eine Anzeige gefunden, in der Wohnungen vermietet werden. Da stehen dann Nummern von den Vermietern drauf und dann kam eins nach dem anderen. Das Zimmer war nah an der Uni und sehr günstig (220+ 10 Euro Nebenkosten). Diese Angebote gab es auch des Öfteren, also würde ich jedem raten, sich erst einmal für einige Tage ein provisorische Unterkunft in Oviedo zu suchen und dann vor Ort nach einer langfristigen Unterkunft. Ich war in einer sehr netten Unterkunft (Aparthotel Campus) und auch günstig und habe dann von da aus mir Wohnungen angeschaut und auch nach anderen Optionen geschaut. Das würde ich auch wieder so machen und auch jedem ans Herz legen. Ansonsten war meine Vorbereitung eher spartanisch, da ich mich auf das Abenteuer einfach einlassen wollte und das hat auch so sehr gut geklappt.

Studienfach: Russistik, Spanische Philologie
Aufenthaltsdauer: 08 /2013 – 02 /2014
Gastuniversität: Universidad de Oviedo
Gastland: Spanien

Studium an der Gastuniversität

Ich gebe euch schon mal einen großen Rat, hier gibt es eine Anlaufstelle (International Relation Office), die eure Anlaufstelle bei jeglichen Fragen ist, da in der Uni eher Unwissenheit herrscht ;). Kopiert euch all eure Unterlagen also (Learning Agreement usw.) mindestens dreimal uns scannt euch auch alles ein, da euch das sehr sehr viel Stress um Rumlauferei erspart. Dazu fällt mir was ein: Denkt an einen USB-Stick! Der ist hier echt gold Wert. Und macht euch keine Sorgen, wenn es hier mal länger dauert, einen Uni-Account oder eine Studentenkarte zu bekommen, das ist völlig normal! Man sollte oft einfach drauf vertrauen dass es schon irgendwie klappt, denn so ist es auch oft. Lass den Stress einfach mal Daheim und erfreut euch an dem wunderschönen Oviedo.

Zum Studienklima ist gesagt, dass es natürlich ein Traum war im September, Oktober, als es hier noch sehr warm war zu studieren. Als mir gesagt wurde, dass es hier oben in Oviedo so viel regnen soll, war ich schon ganz traurig, aber ich habe in meinem Studiensemester hier vielleicht 10 Regentage miterlebt und auch sonst war es unfassbar warm und wunderschön. Das Studieren an sich hat mir nicht sehr viel Spaß gemacht, weil ich hier nicht viel gelernt habe, da es eher wie Schule ist, als die Universität, die wir in Deutschland gewohnt sind. Ich würde euch also empfehlen, auch wenn man 5 Kurse (30 ECTS) machen muss, euch genau überlegen welche Kurse ihr belegt. Sucht euch mindesten 2 leichte Kurse aus, bei denen ihr sicher sein könnt die zu bestehen, weil ich hier nicht viel von dem Erasmus-Bonus mitbekommen habe. Ich wurde genauso bewertet wie die spanischen Studenten und ein großes Entgegenkommen habe ich auch nicht gemerkt. Da ich mir ziemlich viel Stress gemacht habe, alle Kurse zu bestehen, weil ich das Erasmus-Geld nicht zurückzahlen wollte, würde ich es euch wirklich nahe legen, nicht nur darauf zu achten, dass ihr euch die Kurse evtl.an euer Uni anrechnen lassen könnt. Lebt das Erasmus-Leben vollkommen aus und spürt die tollen Menschen, die wunderschöne Landschaft und das angenehme Klima.

Mein Ansprechpartner hier war Alvaro Alvares, aber zu dem ich nur eins zu sagen: er ist total verplant und spricht nichts anderes außer Spanisch, also werdet nicht verrückt, wenn ihr auf den tretet. Er ist sehr nett, aber auch sehr in seiner eigenen Welt.

Ansonsten gibt es hier viele Möglichketen zu lernen wie zum Beispiel das „Centro de estudios“,die Uni-Bibliothek und die Stadt-Bibliothek.

Kontakt zu einheimischen uns ausländischen Studierenden

Der Kontakt zu den einheimischen Studierenden erwies sich als sehr leicht, da man durch die Kurse auch schnell in Kontakt mit den Spanien treten kann. Mit den ausländischen Studierenden hätte man auch sehr schnell in Kontakt treten können, da es viele Angebote (ESN), (AEGEE) gibt, die sich darum kümmern, die Erasmus-Studenten zu unterhalten und viele Städtetrips organisieren.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Wie ich oben schon erwähnt habe, kann ich nur positiv über meiner Entwicklung in Bezug auf die Sprachkompetenz sprechen. Mein Ohr wurde sehr geschult, da man hier wirklich nur spanisch hört und sich auch nur auf spanisch verständigen kann, da die meisten hier nichts anderes Sprechen. Ich würde von mir selbst behaupten, dass ich nach meinem Semester in Oviedo, spanische Filme und spanische Texte gut verstehen kann. Der Lernfaktor ist wirklich sehr hoch und ich bezweifel, dass ich „nur“ in der Uni so schnell so viel dazu gelernt hätte.

Wohn- und Lebenssituation

Zu meiner Wohnsituation habe ich schon in Punkt 1) erwähnt, wie ich es organisiert habe und was ich euch rate. Zu meiner Lebenssituation kann ich nur noch hinzufügen, dass ich keine Auslandsversicherung abgeschlossen habe, da ich meiner Versicherung (AOK) vorher bescheid gegeben habe, dass ich jetzt im Ausland bin und die mir einen Bogen geschickt haben, den ich ausgefüllt habe. Ich bin bei der AOK Europaweit versichert und das solltet ihr auf jeden Fall vorher abklären. Ich musste hier einige male zum Arzt und es war problemlos mit meiner Versichertenkarte. Ansonsten kann ich euch nur sagen, dass ich hier sehr gut und sehr günstig gelebt habe in Vergleich zu Deutschland. ( ich komme aus Berlin, wo es auch schon sehr günstig ist). Das Einkaufen gehen ist mir jedes mal eine Freude, da ich für wenig Geld viel bekomme, Hier würde ich euch empfehlen, euer Obst und Gemüse in den „Fruterias“ zu kaufen, da es wirklich ausgesprochen lecker und auch wirklich günstig ist, ins besonders wenn man immer das Obst und Gemüse der Saison kauft. Meine Freizeit habe ich so genossen, indem ich auch oft ans Meer gefahren bin (in Gijón). Gijón erreicht man 20 min. mit dem Bus und kostet hin und zurück ca.3 Euro. Ich habe hier auch viel Sport gemacht (CAU= Fitnessangebot der Universität) und laufen gehen kann man hier sehr gut, da man einen wunderschönen Block auf die Berge hat und in vielen Parks auch Fitnessgeräte stehen, die man frei nutzen kann. Ein Traum!


Rückblick

Rückblickend kann ich nur positiv aus meiner Erfahrung sprechen und besonders schlechte Erfahrung habe ich hier nicht gemacht.

Falls ihr Fragen oder Hilfe braucht, dann meldet euch bei mir, ich kann euch auch eine Nummer einer sehr netten Frau geben, die immer Wohnungen an Studenten vermietet. Schreibt mir unter: nkabakov@uni-potsdam.nomorespam.de