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Universidad de Oviedo 2013/14

Oviedo in Asturien... bis zur Bewerbung für das Auslandssemester hatte ich nie von dieser Stadt gehört und kannte auch den Norden Spaniens kaum. Ich hatte Lust, mal wieder in einer etwas kleineren Stadt zu leben und die Nähe der Stadt zu den Bergen und dem Meer sprachen mich sofort an. Ausserdem hatte ich gehört, dass dort ein relativ klares Spanisch gesprochen wird, was mich zusätzlich beruhigte.

Und ich sollte meine Wahl nie bereuen: Oviedo mit seinen freundlichen Menschen und der schönen Altstadt und Asturien mit seinem besonderen Klima und der wundervollen Landschaft haben im Eiltempo mein Herz erobert! Hinter mir liegt ein unvergessliches Jahr voller wichtiger Erkenntnisse, toller Begegnungen und unvergesslicher Erlebnisse. So eine Zeit nur für sich sollte sich jeder unbedingt einmal im Leben gönnen!


Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Studienfach: Spanische Philologie/Germanistik
Aufenthaltsdauer: 09 /2013 – 05 /2014
Gastuniversität: Universidad de Oviedo
Gastland: Spanien

Die ersten Informationen bekam ich durch die Infoveranstaltung des Akademischen Auslandsamtes und über die Internetseiten der Uni. Die Berichte der anderen Studierenden waren sehr hilfreich und machten das ganze irgendwie greifbarer.

Ich hatte das Glück, an der Gastuni einen sehr engagierten Koordinator zu haben, der uns rechtzeitig mit allen Informationen versorgt und uns viel Sicherheit gegeben hat.

Ich habe von vielen anderen mitbekommen, dass sie sich von ihren Koordinator_innen eher allein gelassen und schlecht informiert fühlten. Fragt einfach nach, auch bei anderen Studierenden. Bekommt keine Panik bei dem ganzen Papierkram, den ihr erledigen müsst!

Das Wort "Learning Agreement" wird euch vielleicht irgendwann zum Hals raushängen, aber das ist halb so schlimm! Viele mussten in Spanien nochmal alles umschmeissen, weil manche Kurse nicht stattfanden oder sich überschnitten. Tragt also erstmal irgendwas spannendes ein und schaut dann vor Ort, welche Kurse ihr wirklich belegen könnt.

Ich hatte im Voraus meine Kommilitoninnen kontaktiert, die auch von Potsdam aus nach Oviedo gingen (ihre Kontaktdaten hatte ich von der Koordinatorin Frau Wagner bekommen) und mit ihnen gemeinsam alle nötigen Unterschriften abgeholt. Wir sind auch gemeinsam angereist und haben für die ersten Nächte gemeinsam ein Hotel gebucht. Das hat uns alle natürlich sehr beruhigt. Wir sind über Madrid geflogen und von dort aus mit dem Bus weiter nach Oviedo. An Weihnachten bin ich dann über den Flughafen von Asturien geflogen, von dort aus fährt ein Bus nach Oviedo. Insgesamt habt ihr damit meist eine kürzere Reise, zahlt aber ein bisschen mehr. Viele sind auch über Santiago de Compostela oder Santander geflogen. Das spanische Busnetz ist sehr gut ausgebaut und es gibt inzwischen auch die Möglichkeit, mit BlaBlaCar (Mitfahrgelegenheit) zu fahren.

Studienfach: Spanische Philologie/Germanistik
Aufenthaltsdauer: 09 /2013 – 05 /2014
Gastuniversität: Universidad de Oviedo
Gastland: Spanien

Nach der Ankunft

In den ersten Tagen müsst ihr euch im Oficina de Relaciones Internacionales melden, wo ihr auch eueren Studiausweis bekommt. Achtung, das Büro ist auf keinem Unigelände, sondern in einem normalen Gebäude in der Innenstadt! Die kleine Calle Principado ist ein bisschen versteckt, in der Nähe des Parque de San Francisco. Frühes Aufstehen lohnt sich, die Schlange im Büro ist in den ersten Tagen sehr lang. Die Mitarbeiter_innen sind extrem nett und geben einem gleich ein sehr sicheres Gefühl! Dort liegen auch Listen mit freien Wohnungen aus und wenn ihr noch keine Bleibe habt, könnt ihr euch nun auf die Suche machen. Und natürlich die Stadt erkunden und die ersten Kontakte knüpfen! Die studentischen Organisationen ESN und AEGEE bieten vor allem in der Anfangszeit viele Einführungs- und Kennenlernveranstaltungen an. Zu keiner Zeit ist es so leicht, Leute kennenzulernen- ihr sitzt alle im selben Boot mit den anderen Erasmus-Student_innen, die auch orientierungslos und neugierig umherschwirren.

Ihr müsst euch im Rathaus melden (wenn ihr dann eine feste Wohnung habt) und danach zur Polizei (da müsst ihr telefonisch einen Termin ausmachen), wo ihr eine Art Ausweis bekommt. Wie das alles genau funktioniert, wird euch aber im Oficina de Relaciones Nacionales mitgeteilt.

Wohnungssuche

Es ist absolut kein Problem, in Oviedo ein Zimmer zu finden. Entweder über die verschiedenen Internetseiten (Links am Ende des Berichts) oder über die vielen Aushänge, die in der ganzen Stadt verteilt sind (Kiosks, Supermärkte, Unibibliothek, Bushaltestellen). Da das Angebot so groß ist, lohnt es sich auf jeden Fall, mindestens drei verschiedene Zimmer anzusehen! Ich selbst habe den Fehler gemacht, mich zu schnell zu entscheiden und wohnte dann im ersten Semester als Einzige sehr weit vom Stadtzentrum entfernt. Überhaupt gilt: Wenn ihr euch in eurer Wohnung nicht wohl fühlt, sucht euch was neues! Nirgendwo ist umziehen so unkompliziert! Lasst euch eure Auslandserfahrung nicht durch eine ungemütliche Wohnsituation versalzen! Hört euch bei anderen Studierenden um oder fragt auf Facebook nach. Irgendwo ist immer was frei!

Die Mieten liegen in der Regel zwischen 120 und 300 Euro. Es kommt ganz darauf an, was ihr für Vorstellungen habt! Mein erstes Zimmer (Miete 250) war sehr nobel möbiliert, die Wohnung hatte ein großes und schönes Wohnzimmer mit Balkon und Blick auf die Berge. Dafür war die Wohnung weit weg und sehr einsam, da meine Mitbewohnerinnen dann doch sehr selten zuhause waren. Meine zweite Wohnung (Miete 120) war zwar insgesamt nicht sehr hübsch, durch meine herzlichen Mitbewohnerinnen und die Nähe zur Stadt hab ich mich aber viel wohler gefühlt. Da ist es manchmal auch besser, auf spanischsprachige Mitbewohner_innen zu verzichten, die nützen nämlich auch nicht viel, wenn sie nie da sind.

Ich habe also am Ende mit Miete, Nebenkosten, Gebühr für die Hausgemeinschaft (comunidad) und Internet vielleicht 200 Euro im Monat bezahlt. Der Vermieter kam am Ende des Monats persönlich vorbei und nahm das Geld nach einem netten Plausch in bar mit. Die Nebenkosten werden alle 2 bzw. 3 Monate abgerechnet und das Internet mussten wir uns selbst besorgen. Wir hatten aber unsere Wohnung komplett gemietet, oft werden auch Zimmer einzeln vermietet, da dürfte dann auch Internet vorhanden sein. Wenn ihr am Campus de El Cristo studiert (ausserhalb vom Zentrum) und im Zentrum wohnt, könnt ihr euch entweder in einem der Secondhand-Läden oder beim Sportladen Decathlon ein Fahrrad besorgen oder den Bus nehmen. Es gibt aufladbare Karten, mit denen eine Fahrt nur ca 80 cent kostet. Die bekommt ihr beim Alsa-Shop in der Calle Uría.

Sonstiges

  • Lebenshaltungskosten

Wie hoch eure Lebenshaltungskosten insgesamt sind, kommt darauf an, wieviel ihr feiern und reisen geht. Wenn ihr viel unterwegs sein wollt, solltet ihr schon 800 Euro rechnen. Man kommt aber auch gut mit weniger zurecht, wenn man viel zuhause kocht und nicht so viel reist.

  • Konto

Ich selbst habe kein spanisches Konto angelegt. Wenn ihr aber ein Jahr bleibt, lohnt sich das schon. Ansonsten zahlt ihr fürs Abheben jedes Mal 4 Euro und müsst immer eine riesige Geldmenge zuhause haben, was ja auch nicht so angenehm ist.

  • Handy

Es gibt viele Handyanbieter, bei denen ihr günstige Prepaidkarten bekommt. Die meisten bieten unterschiedliche Tarifoptionen an. Ich selbst hatte eine Karte von Orange, mit der ich sehr zufrieden war.

  • Versicherung

Ich habe keine extra Krankenversicherung abgeschlossen und wurde bei den Ärzt_innen sehr gut und freundlich behandelt!

  • Öffentliche Bibliothek

Wenn ihr die große Auswahl an spanischen Büchern, CDs und Filmen ausnutzen wollt, könnt ihr euch hier eine kostenlose Karte beantragen.

  • Sport

An der Uni könnt ihr euch eine Sportkarte holen, mit der ihr günstig ins Fitnessstudio und das Schwimmbad kommt. Bei allen anderen Schwimmbädern gibt es auch Bonuskarten und es gibt viele Fitnessstudios, bei denen man sich teilweise auch nur für einen Monat einschreiben kann. Joggen könnt ihr zum Beispiel im Parque de Invierno. Es gibt mehrere Wandergruppen in Oviedo, die regelmäßige Ausflüge in die Picos de Europa anbieten. Dort habt ihr auch die Chance, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen.

  • vegetarische/vegane Ernährung

Die ist in Oviedo und den meisten Teilen Spaniens noch sehr exotisch Es gibt einige Kebabläden, die Falafel anbieten, auch ein sehr leckeres indisches Restaurant bei der Calle Gascona und natürlich bekommt ihr fast überall Salat und Pasta. Aber auf den Standard von Berlin müsst ihr leider für eine Weile verzichten. Fragt aber ruhig immer nach, ob ihr vegetarische Tapas oder Pinchos haben könnt! Fast immer wird euch da was kleines gezaubert! Achja, nicht zu vergessen: Im Market 57 gibt es sogar Tofuburger!! Und in Gijón gibt es mehrere vegetarische Restaurants!

Ihr bekommt in allen Supermärkten günstige Sojamilch, Sojajoghurt und oft auch Tofu. Es gibt auch ein paar Bioläden und Reformhäuser, die aber sehr teuer sind. Bei Hipercor gibt es ausserdem eine riesige Auswahl an veganen Produkten im Allergiker-Bereich. Sogar vegane Tortilla!

Studium an der Gastuniversität

Ich habe am Campus del Milán studiert und fühlte mich dort sehr wohl. Alles ist ein wenig kleiner als in Potsdam und sehr übersichtlich. Es gibt einen schönen Innenhof und an warmen Tagen kann man dort wunderbar die Pause verbringen.

Die Bibliothek war im Winter sehr kalt, aber ich hab dort viel Zeit verbracht und gerne gelernt. Auch, weil man dort viele andere Studierende trifft. Es gibt Internet und auch ein paar Computer. Leider nicht im besten Zustand, momentan gibt es nirgendwo Geld für solche Dinge. Eine Bibliothek wurde vor kurzem sogar geschlossen. Ihr werdet gleich in den ersten Tagen merken, wie präsent die Krise ist. Es gibt überall Kürzungen und Entlassungen.

In Spanien finden die meisten Kurse 3-4 Mal pro Woche statt und dauern meist auch nur eine Stunde, manchmal auch zwei. Ihr werdet euch schnell daran gewöhnen! Insgesamt finde ich dieses System viel besser, weil der Unterricht einfach intensiver ist.

Die Kurse geben auch mehr Punkte (meistens 6 LP) und verlangen damit auch mehr Leistung. Setzt euch nicht unter Druck bezüglich des Learning Agreements! Ihr habt einen Monat Zeit, um das Agreement zu ändern und Kurse zu streichen. Macht lieber weniger und dafür richtig. Überfordert euch nicht und sucht euch Kurse aus, in denen ihr auch sprachlich mitkommt. Ihr könnt in einem Formular begründen, warum ihr nicht die erforderten LPs erreicht habt. Fragt im Zweifel immer in Potsdam bei euren Koordinator_innen nach.

Die Leistungserbringung ist wie in Potsdam sehr unterschiedlich. Es gibt die normalen Prüfungen, Referate, Hausarbeiten,...ich habe öfter mitbekommen, dass die Dozent_innen mitten im Semester plötzlich noch eine Hausarbeit gefordert haben. Klärt am besten zu Beginn des Semesters genau ab, was ihr leisten müsst und ob ihr eventuelle Vorteile durch euren Erasmus-Status habt. Die meisten Dozent_innen sind sehr hilfsbereit!

Hin- und wieder kommt es vor, dass sie einfach nicht zum Unterricht erscheinen oder viel zu spät kommen. Ich habe sogar erlebt, dass ein Dozent sich per SMS entschuldigt hat, das war am Anfang sehr befremdlich. Aber auch schön, dass der Umgang persönlicher ist als in Deutschland.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

In kleineren Kursen war es insgesamt leichter, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Sprecht sie einfach an und fragt nach, wenn ihr was nicht verstanden habt. Viele sind den Kontakt zu ausländischen Studierenden einfach nicht gewohnt und auch schüchtern. Wenn ihr nett fragt, werden euch auch Mitschriften gegeben. Zeigt aber bitte Respekt und kommt trotzdem zu den Vorlesungen, anstatt länger zu schlafen!

Viele freuen sich auch, wenn sie Englisch sprechen können oder Deutsch, falls sie es studieren. Momentan gibt es einen großen Wandel in Spanien, den Menschen wird die Bedeutung von Fremdsprachen bewusst und viele junge Menschen lernen Sprachen.

Im besten Fall solltet ihr aber natürlich Spanisch sprechen, um euch zu verbessern. Ihr werdet kein Problem haben, ein Tandem zu finden! Es gibt auch ein Buddy-Programm an der Uni. Auch beim Feiern werdet ihr einige sehr offene Spanier_innen kennenlernen, die den Kontakt zu euch suchen! Insgesamt wird es den meisten aber leichter fallen, andere Erasmus-Studierende kennenzulernen. Wenn ihr euch nur mit Spanier_innen umgeben wollt, schreibt euch am besten bei einem Verein ein oder geht z.B. in den Unichor.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Da ich Spanische Philologie studiere, hab ich natürlich nicht bei null angefangen. Ich fand es immer wieder beeindruckend, dass manche komplett ohne Sprachkenntnisse angekommen waren und in so kurzer Zeit enorme Fortschritte machten. Anfangs hatte ich noch große Hemmungen, weil ich trotz meines Studiums die Sprache selten mündlich benutzt hatte. Ich hatte vor allem viel Kontakt zu anderen Erasmus-Studierenden, durch die ich aber auch sehr viel gelernt habe! Der Vorteil ist, dass sie oft langsamer sprechen als die Spanier_innen. In der Uni hing es sehr stark von den Dozent_innen ab, wie gut ich mitkam. Das Tandem und das Sprechen mit meinen Mitbewohnerinnen hat mir sehr geholfen, Zweifel zu überwinden und sicherer zu werden. Ihr solltet einfach jede Möglichkeit nutzen und fragen, fragen, fragen. Bittet die Leute, langsam zu sprechen oder das Gesagte nochmal in anderen Worten zu wiederholen! Seid nicht frustriert, wenn ihr mal einen schlechten Spanisch-Tag habt oder es mit einer bestimmten Person einfach nicht funktionieren will. Das ist völlig normal und ändert sich wieder. Wenn ihr eher schüchern und/oder introvertiert seid, werdet ihr natürlich weniger sprechen als andere. Aber ihr könnt auch fernsehen, Zeitung und Bücher lesen, Radio hören,...es gibt so viele Möglichkeiten!

Definitiv hat sich, im Vergleich zum Anfang, mein Wortschatz erweitert und meine Grammatik verbessert. Was aber wohl am meisten dazu beigetragen hat, dass ich heute in den meisten Situationen flüssig verstehen und sprechen kann, ist ganz einfach: Die gewachsene Selbstsicherheit! Ich habe so vieles in der spanischen Sprache geschafft, dass mein Vertrauen in mich selbst jedes Mal größer wurde. Auch wenn ich mich jedesmal aufrege, wenn der Subjuntivo wieder Probleme macht: Ich bin sehr zufrieden!

Freizeit, Reisen,...

Wenn ihr euch gerne in der Natur aufhaltet, seid ihr in Oviedo und Asturien genau richtig!! Falls ihr ein Auto habt ist das genial, aber auch mit Zug oder Bus kommt ihr gut überall hin. Von Oviedo seid ihr in einer halben Stunde am Meer, entlang der Küste warten die wundervollsten Strände auf euch. Ihr könnt surfen lernen, an der Küste entlang wandern oder euch einfach an den Strand legen. Es gibt viele Wanderrouten, einer der Jakobswege führt auch am Meer entlang. Wildzelten ist offiziell verboten, aber möglich. Ihr solltet euch gut verstecken und im Sommer auf keinen Fall am Strand das Zelt aufstellen, das wird teuer! Wir haben zweimal sehr nette Anwohner getroffen, die uns sogar Wasser angeboten haben und uns auf ihrem Grundstück schlafen ließen.

Wenn ihr die Berge liebt, dürft ihr euch nicht die Picos de Europa entgehen lassen! Dort könnt ihr wandern oder klettern und im Winter auch Ski fahren.. Es gibt auch einige Refugios, wo ihr relativ billig übernachten könnt. Auch in den Bergen gilt: Beim Zelten gut verstecken oder nett fragen!

Ansonsten gibt es viele Möglichkeiten, in der Natur Sport zu betreiben: Kanu fahren, Canoying usw. Viele sind auch ein paar Tage auf dem Jakobsweg gepilgert, was natürlich eine sehr besondere Erfahrung ist.

Wenn ihr euch lieber Städte anschauen wollt, habt ihr ebenfalls eine riesige Auswahl: Santiago de Compostela, León, Gijón, Santander, San Sebastian, Madrid, Àviles, Llannes,... ...alle Städte sind eine Reise wert! ESN und AEGEE bieten viele Reisen an, auch nach Andalusien und Portugal. Ich persönlich mag solche Gruppenreisen nicht und reise lieber mit guten Freund_innen. Zumal auf diesen Reisen meistens der Schwerpunkt auf der Feierei liegt... es kommt ganz darauf an, was ihr für Erwartungen und Vorstellungen habt.

Es lohnt sich auch, die vielen historischen Orte zu besuchen. Die asturische Bevölkerung ist teilweise sehr patriotisch und stolz auf ihre Geschichte. Überall finden sich Spuren der keltischen und römischen Kultur! Ausserdem spielte Asturien in der Zeit der Reconquista eine bedeutende Rolle.

Veranstaltungstips/schöne Orte

Café Paraíso

Geheimtip für die Introvertierten unter euch: eines der wenigen Cafés ohne Fernseher, tolle Musik, perfekt zum Lesen und Lernen!

Café Olivar

Lesecafé

MARKET 57 cafe bar

vegetarisches Essen, Donnerstags bzw. Samstags "Speeddating-Tandem" von der Sprachakademie Instituto Alemán

Boca a Boca

Dienstags Sprach-Intercambio

Sol y Sombra

super Musik, gemütlich am frühen Abend. Donnerstags und Samstags sehr voll

Titanic (Campus Milán)

sehr typisches spanisches Café mit Pinchos und sehr warmem Ambiente!

Paraguas

Mittwochs Jam-Session und Donnerstags Konzerte

Ca Beleño

jeden Donnerstag ab 23 Uhr Jam Session mit asturischer Musik Ihr werdet euch fühlen wie in Irland, während ihr ein hausgebrautes Bier genießt. Einmalig!


Rückblick

Nach meiner Rückkehr wurde ich von vielen gefragt: "Und??? Wie war Spanien??" Es ist natürlich sehr schwer, eben mal so neun Monate Lebenszeit zusammenzufassen.

Insgesamt kann ich aber sagen: Mit allen Höhen (tolle neue Freundschaften, Spanisch lernen, reisen, feiern,...) und Tiefen (z.B. Heimweh, Sprachbarriere, Stress in der Uni, doofe Wohnsituation am Anfang,...) war diese Zeit unglaublich intensiv, lehrreich, unvergesslich, wichtig und besonders!! Auch wenn ich in erster Linie nach Spanien gegangen war, um mein Spanisch zu verbessern und auch zu studieren, hab ich vor allem unglaublich viel über mich selbst gelernt und bin reifer, zufriedener und selbstbewusster geworden.

Ich würde alles genau so wieder machen und bin stolz und glücklich, all das erlebt zu haben! Am Ende war ich zwar unglaublich traurig, aber auch voller Vorfreue auf mein Zuhause in Deutschland, meine Freund_innen und die Familie. Das ist auch das schöne an einem Auslandsaufenthalt: Man sieht seine Heimat mit anderen Augen! Jetzt bin ich zurück und traue mich plötzlich Dinge, für die vorher der Mut fehlte.

Sogar das deutsche Wetter stört mich heute nicht mehr: Durch Oviedo bin ich es gewohnt, dass es mal drei Tage durchregnet. Die Menschen lassen sich nicht großartig davon beeindrucken und folgen trotzdem ihrem normalem Ablauf. So ist der Regenschirm für mich zu einem ganz besonderen Symbol geworden: Glück und Gelassenheit! Wenn die Ovetenser_innen eine Wanderung geplant haben, wird die durchgezogen. Notfalls wird eben mit Regenschirm gewandert. Als ich vorgestern aufwachte, hab ich mich riesig gefreut: Es hat geregnet und ich konnte mit meinen asturischen Gummistiefeln die Erinnerung an Oviedo wieder aufleben lassen!