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Universidad de Murcia 2013/14

Da ich im WiSe13/14 an einer spanischen Universität studieren wollte, musste ich mich im Sommer 2012 für das Erasmusprogramm bewerben. Mit einem unkomplizierten Anmeldebogen, Passfoto und unter Angabe der 3 Wunschorte, waren vorerst alle Vorkehrungen getroffen und es hieß einfach: abwarten. (Achtung: Fachbereich Romanistik hat einen gesondertes Bewerbungsformular)

Im Februar 2013 wurden die Listen veröffentlicht, und mit der Zusage seitens der Universität stand man dann plötzlich vor der großen Chance im Ausland studieren zu dürfen. Allerdings nur, wenn alle Fristen eingehalten werden und alle Unterlagen pünktlich eingereicht werden. Das stellt jedoch kein Problem dar, denn wenn man regelmäßig in seinen Email-Account schaut, ist man dank eindeutiger Nachrichten vom AAA immer auf dem neuesten Stand.

Nachdem die künftigen Erasmusstudenten feststanden und alle Studenten zugesagt haben, lud das AAA zu einer Informationsveranstaltung, welche alle letzten Fragen und Zweifel aus dem Weg räumen sollte. Learning Agreement, Rückmeldung, Beurlaubung, ECTS, etc. sollten spätestens dann keine Fremdwörter mehr sein.

Die Uni Potsdam hat intern Kontakt mit den Gasthochschulen aufgenommen und unsere Daten übermittelt. Meine Gastuniversität Murcia hat ausdrücklich geraten, vorher keine Formulare oder Dokumente per Post zu schicken, sondern alles (v. a. das Learning Agreement) mitzubringen und vor Ort unterzeichnen zu lassen.

Besonders hilfreich fand ich es, mit den anderen Studenten aus Potsdam in Kontakt gesetzt zu werden, die ebenfalls nach Murcia gehen werden. Ich ließ mich in den Email-Verteiler setzen und so konnten wir ( in unserem Fall 3) uns etwas kennenlernen und uns austauschen.

Hier findet man alle wichtigen Dokumente für den Auslandsaufenthalt
http://www.uni-potsdam.de/studium/ausland/forms/erasmus.html


Unterkunft / Wohn- und Lebenssituation

Studienfach: Spanisch
Aufenthaltsdauer: 08 /2013 – 01 /2014
Gastuniversität: Universidad de Murcia
Gastland:
Spanien

Eins vorab: Die Wohnungssuche in Murcia gestaltet sich unkompliziert und man findet mühelos Zimmer in WG´s ab 150 €.

Die Universität Murcia hat ein eigenes Wohnungsvermittlungsbüro „Vimur“. Auf der Homepage kann man sich schon im Vorfeld Wohnungen anschauen und sich vermitteln lassen.

Ich habe mir ein Hostel für die ersten 2 – 3 Tage genommen und habe vor Ort nach Wohnungen gesucht. In der Stadt findet man unzählig viele Aushänge mit Wohnungsangeboten, vor allem wird man am Plaza Universidad – dem großen Platz mit den Säulen vor dem Campus Merced - fündig. Wenn man die anfängliche Sprachscheu ablegt und die Telefonnummern anruft, wird man zeitnah zu einer Besichtigung eingeladen. Wer sich für diese Möglichkeit entscheidet, sollte 1 bis 2 Wochen vor Beginn der Uni bzw. des Sprachkurses in Murcia eintreffen, um genügend Zeit zu haben.

Eine dritte Möglichkeit bietet das „Instituto Hispanico“. Der Leiter des Büros hat einen großen Katalog an Wohnungen in allen Preisklassen. Er organisiert regelmäßig „Wohnungstouren“ auf denen er in 2 bis 3 Stunden viele Wohnungen „abklappert“ und die Studenten unterbringt. Der Besuch der Website www.ihdemu.com lohnt sich.

Wer aus Deutschland das Portal „WG gesucht“ kennt, kann sich auch auf dem spanischen Äquivalent www.pisocompartido.com umschauen.

Im Vorfeld nimmt sich sicher jeder Erasmusstudent vor, mit Einheimischen zusammenzuwohnen, um möglichst viel Sprachpraxis zu haben. Da dieses Vorhaben natürlich viele andere auch haben, sind die Wohnungen mit Spaniern schnell belegt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht zwingend notwendig ist mit Einheimischen zusammen zu wohnen. Wer garantiert einem, dass die Spanier aus meiner Wohnung auch wirklich Interesse an mir haben? Wollen die sich wirklich einem Erasmusstudenten annehmen, der nach 1 oder 2 Semestern wieder geht? Oft haben sie ihren eigenen Freundeskreis und eigene Hobbies. Natürlich gibt es auch Ausnahmen und aufgeschlossen, freundliche spanische Mitbewohner, aber sicher kann man sich nicht sein. Gerade in der Region Murcia ist es so, dass viele Spanier aus den Dörfern oder Städten der Umgebung zum Studieren kommen und am Wochenende zu ihren Familien fahren und gar nicht in der Stadt bleiben. Wenn man nun also in einer internationalen WG wohnt, sollte man auf jeden Fall vereinbaren, dass „zu Hause“ nur spanisch miteinander gesprochen wird. Auch wenn der Anfang holperig wird, merkt man schnell eine Verbesserung. Und eines sei gesagt, die Wohnung ist nicht der einzige Ort an dem man Spanisch mit Einheimischen praktizieren kann!

Wer bei Facebook angemeldet ist, sollte sich in die verschiedenen Erasmusgruppen einschreiben. In denen wird man nicht nur über bevorstehende Veranstaltungen informiert, man erhält auch Informationen zu Wohnungsangeboten - was gerade in der Anfangszeit wichtig ist.

Achtung: Viele Wohnungen haben keine Klimaanlage /Heizung und sind schlecht gedämmt. Gerade im „Winter“ ( =Mitte November / Dezember/ Anfang Januar) kann es deshalb drinnen unheimlich (!) kalt werden. Die Supermärkte haben ab Oktober Angebote für die unterschiedlichsten Heizlüfter. Mein Tipp: Der Heizlüfter für 9,99€ von Lidl ist hilfreich!!

Studienfach: Spanisch
Aufenthaltsdauer: 08 /2013 – 01 /2014
Gastuniversität: Universidad de Murcia
Gastland:
Spanien

Wetter

Murcia ist die trockenste Region Spanien und bietet jeden Tag Sonne pur, was das Gemüt positiv beeinflusst. Eine Jacke braucht man bis Ende Oktober nicht. Ab November wird es dann kühler und die Temperaturen pegeln sich zwischen 10 und 15°C ein. Kälter wird’s nicht. Mitte Januar endet der „Winter“ dann auch schon und das Thermometer klettert wieder auf die 20°C und mehr. Auch wenn es draußen schön angenehm war ist, friert man in den Wohnungen. Gewisse Vorkehrungen sollte man also zu gegebener Zeit treffen. Mehr dazu unter „Wohnsituation“

Lebenssituation / Freizeit

Wer ein Semester in Spanien studieren möchte, denkt sicher nicht als Erstes an Murcia. Durch seine Entfernung zum Meer ist Murcia kein touristischer Magnet und nur wenige Reisende machen einen Abstecher in die Region. Murcias Kathedrale, die einzige Sehenswürdigkeit, zieht ab und an mal einen Touristenbus an. Murcia ist eine durch und durch spanische Stadt: verwinkelte kleine Gassen, wunderschön verzierte Wege in der Altstadt, Siesta, Flair & Atmosphäre. Es wäre gelogen, würde ich sagen „ Du kommst nach Murcia und fühlst dich wohl“ Man braucht sicher einige Wochen um Murcia lieben zu lernen. Aber eins ist gewiss: Wer sich darauf einlässt und die Vorzüge der Stadt lieben lernt, kann unvergessliche Erlebnisse sammeln. Auch ich habe mich am Anfang schwer getan, aber umso mehr die Zeit verstreicht und je näher der Abflugtag rückt, je dankbarer wird man, dass man Teil dieses Lebens in Murcia sein konnte. Ich glaube nicht, dass es noch viele Städte in Spanien gibt, die noch so echt, pur und untouristisch sind. Und sind wir nicht alle in Spanien, um das wirkliche spanische Leben und nicht das verfremdete, typische „Eramusleben“ kennenzulernen?

  • Nachtleben

In der ersten Septemberwoche füllen sich die Straßen und Plätze mit Studenten. In den Abendstunden füllen sich die Bars und jeder genießt die Atmosphäre, die laue Luft und die günstigen Getränkepreise. Bars findet man unzählig viele in der Innenstadt zwischen Campus Merced, Kathedrale und Fluss. Oft gibt es ein kleines Bier, caña , und Tapa für ca. 2 €. Zu fortgeschrittener Stunde ziehen die Studenten von der Bar in Clubs und lassen den Abend ausklingen. Der „Erasmus- Ausgeh – Abend“ ist der Mittwoch, die spanischen Studenten gehen oft am Donnerstag aus. Der bekannteste Club unter den Erasmusstudenten ist das „Badulake“. Es lockt mit günstigen Getränkepreisen und organisiert regelmäßig Mottoparties. Der Eintritt ist für Erasmusstudenten frei.

  • Ausflüge

Wer auf eigene Faust das Hinterland und die Region Murcia erkunden will, sollte sich auf der Internetseite von Latbus umschauen. Das ist das regionale Busunternehmen, ist sehr günstig und bringt dich fast überall hin. www.latbus.com

Am Besten ist es, sich am Infoschalter der estación de autobúses den Fahrplan für den Tag kostenlos ausdrucken zu lassen, denn nicht immer kann man sich auf die Fahrpläne an den jeweiligen Stationen verlassen. Manchmal gibt es auch gar keine. Wer ein bisschen weiter weg fahren möchte (zB. Madrid, Valencia,Alicante, etc) muss bei der nationalen Busgesellschaft Alsa www.alsa.es schauen.
Alle Busse – ob Latbus oder Alsa – fahren von der zentralen Busstation.

Auch ein Blick auf die nationale Zuggesellschaft Renfe www.renfe.es lohnt sich. Mit etwas Glück findet man teilweise sogar billigere Zugtickets als Bustickets. (zum Bsp: Murcia – Madrid mit dem Bus 30,00€ ; mit dem Zug ab 18,00€ )

Wer organisiert unterwegs sein möchte, kann sich den Erasmusorganisationen anschließen.
Es gibt hauptsächlich 2 verschiedene Organisationen, die sich den internationalen Studenten annehmen und Ausflüge, Reisen, Partys,etc organisieren. Die größte ist natürlich ESN (Erasmus Student Network). Aber auch Erasmus Life hat verschiedene Programmpunkte für das Semester geplant.

  • ESN

( www.esnmurcia.es ) empfängt gleich in der ersten Uniwoche alle internationalen Studenten auf dem Campus de la Merced mit typischen Spezialitäten und lädt zu Bier, Vino tinto, Oliven, Tortilla und Knabbereien. Aber auch während des Semesters organisieren sie Wochenendreisen.

Das ESN Büro befindet sich auf dem Campus Merced , im 2. Stock des Vorlesungsgebäudes.

  • Erasmus Life

( www.erasmuslifemurcia.com ) ist ein junges Unternehmen und bietet ebenfalls tolle Ausflüge und Reisen an. Sie sorgen immer für Getränke und die Atmosphäre ist entspannt. Das Büro ist gegenüber vom Nebeneingang des Campus Merced.

Wie sich die beiden Organisationen unterscheiden? Fast gar nicht! Der Preis variiert kaum und auch die Angebote sind ähnlich. Ich habe mich öfter Eramuslife angeschlossen. Das ist aber Geschmackssache und man kann ja auch beide ausprobieren.

Wer immer auf dem Laufenden sein möchte, sollte sich in die verschiedenen Facebookgruppen einschreiben. Über sämtliche Ausflüge und Festlichkeiten wird man dort informiert.

  • Erwähnenswerte Aktivitäten in der Region Murcia

Calblanque

Wunderschöner naturbelassener Strand im Naturpark Calblanque. ErasmusLife bietet Tagesausflug an. Hierher fährt kein Linienbus!!

Mazarón & Bolnuevo
Ebenfalls 2 wunderschöne und bekannte Strände der Region. ErasmusLife bietet einen Tagesausflug an.

Los Alcázares
Dies ist der Strand, der am nächsten an Murcia liegt. Der Latbus braucht ca. 45 Minuten. Der Strand ist keine Wucht, aber das Wasser ist warm und bietet eine gute Möglichkeit der Hitze in der Stadt zu entfliehen.

Cartagena

Nettes Städtchen an der Küste. Vom Hafen kann man eine Catamarantour mache und von der Festung hat man einen tollen Blick auf die Stadt, den Hafen und die Küste. ErasmusLife bietet einen Tagesausflug mit Catamarantour an.

Monteagudo Monteagudo

(„spitzer Berg“) ist ein Hügel auf dem eine große Jesusstatue (bekannt aus Rio de Janero) steht. Der Latbus fährt ca. 20 min von der Busstation und wenn man den Busfahrer fragt, sagt der auch gern Bescheid, wann man aussteigen soll. Nach einer kleinen Klettertour erreicht man den Fuß der Jesusstatue. Von hier oben kann man wunderbar die huertas überblicken und hat einen tollen Blick auf Murcia.

Fuensanta

Die Kirche im Berg des Dorfes Algezares ist das Ziel des heiligen Weges, der zum Ende der Feria im September bestritten wird. Am frühen Morgen treffen sich die Menschen der Stadt um die heilige Jungfrau Maria aus der Kathedrale zur Fuensanta zu tragen. Ein riesiges Spektakel, Menschenmengen und vor Allem Hitze, aber die Mühen lohnen sich. Denn dies ist nicht nur ein kultureller Höhepunkt, nein: Von dort oben hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt und die Umgebung Murcias!

Bicicampus

Dies ist ein von der Uni eingerichteter Fahrradverleih. Durch eine unkomplizierte Anmeldung auf www.um.es/atica/bicicampus kann man an der Fahrradstation am Campus Merced kostenlos ein

Rad ausleihen ( späteste Rückgabe 21:00 Uhr)

Fitnessstudio

Wer gern Sport treibt, findet auch in Murcia ein paar Anlaufstellen.
Das Fitnesstudio GymGo 24 gehört zu den günstigsten. ( ca.20,00€ monatlich) und bietet trotzdem alles was man braucht. Geräte, Kurse, Tennisplatz, große Umkleideräume und warme duschen.
Wer noch Sauna und Schwimmbecken braucht, kann sich im Inacua anmelden.

Hier ein Link zur Region Murcia und ein Paar Ausflugsvorschläge:
http://www.murciaturistica.es/en/tourism.home

Kontakt zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Wer wirklich sein Spanisch üben, verbessern und anwenden möchte, kann zu den wöchentlichen Stammtischen gehen. ESN, beispielsweise, organisiert einmal in der Woche einen Stammtisch in der Bar „Fosters“. Das Lokal füllt sich ab ca. 22:00 Uhr und ist wie eine Art Tandem angelegt. Ich habe mich im Internet auf einer Tandemseite angemeldet und privat Tandempartner gesucht. Natürlich muss man Glück haben, aber in einigen Fällen entwickelt sich aus dem „Tandemtreffen“ eine Freundschaft und was die zukünfitigen Treffen ungezwungener und locker macht. Ich kann jedem ans Herz legen, eine der vielen Seiten aufzusuchen und sein Glück zu versuchen.

Der Coral universitariro de la universidad bietet ebenfalls eine schöne Abwechslung zum „Alltag“. Man kommt schnell mit den netten aufgeschlossenen Spaniern in Kontakt, singt 2 Stunden zusammen und geht danach noch auf ein Bier in die Bar. Du musst nicht singen können!! Sei aufgeschlossen und hab Spaß, denn der Chor ist alles andere als langweilig und „peinlich“.

ESN organisiert jeden Sonntag im Ficciones einen spanischen Filmabend. Hier kann man sein Hörverstehen trainieren und lernt gleichzeitig die wichtigsten spnischen Schauspieler, Filme und Produzenten kennen. Eine sehr gute Option für den Sonntagabend!

Eintritt gibt es nicht, man sollte lediglich ein Getränk bestellen.

Studium an der Gastuniversität

In Murcia heißen die Semester „Cuatrimester“, und dennoch ist das Jahr nur in 2 Teile geteilt. Das erste (Vorlesung von September bis Dezember / Prüfungen ab Januar) und das zweite Cuatrimester (Vorlesung von Februar bis Juli, danach Prüfungen). Auch wenn die Kurse für die spanischen Studenten je nach Fachsemester vorgegeben sind, heißt es für die internationalen Studenten: Frei wählen. Man kann sich aus den guias docentes die Veranstaltungen raussuchen, die man belegen möchte. Dabei ist es egal, ob sie dem ersten, zweiten, dritten oder vierten curso (Kursjahr) zugeordnet sind. Das einzige worauf zu achten ist ist, ob der gewünschte Kurs wirklich im richtigen Cuatrimester (erstes oder zweites) angeboten wird. Die Homepage ist relativ unübersichtlich, deswegen hier eine kleine Anleitung, wie man vorab die Kurse finden kann: www.um.es → linke Seite

In den ersten 2 Wochen geht man zu den Kursen, die man sich ausgesucht hat und schaut, wie man mit Sprache, Dozent und Themen zurechtkommt. Einmal alles entschieden, vereinbart man im Büro der Facultad de las letras einen Termin und lässt sich imatrikulieren. Ist das geschehen bekommt man seine Zugangsdaten für Aula Virtual und sein Uni-Webmail Konto. Die Aula Virtual ist eine Plattform auf der die Dozenten wichtige Dokumente hochladen können und den Studenten zur Verfügung stellen. In der Praxis sieht es leider (!!) anders aus. Nur 2 meiner Dozenten haben dieses Medium genutzt. In den anderen Fächern hieß es: Mitschrieben was das Zeug hält. Das erschwert natürlich gerade in der Anfangszeit die Arbeit enorm. Nach und Nach gewöhnt man sich daran, aber sicher sein, dass man alles wichtige aufgenommen hat, kann man sich nicht. Obwohl die Räume am Campus Merced technisch recht gut ausgestattet sind, setzen sich viele Professoren nur an den Tisch und vermitteln in 120 Minuten den Stoff. Die Anschaulichkeit bleibt dabei leider oft auf der Strecke. Die Prüfungen gestalten sich recht unterschiedlich. Von ausformulierten Fragen, die aufeinander aufbauen bis hin zu Wortgruppen als „Fragestellung“ ist fast alles möglich. Für Klausuren, die mit Hilfe des PC´s geschrieben werden, muss nicht zwangsläufig ein Computerraum bereitgestellt werden. Die Schnelligkeit bei der Kontrolle der Klausuren ist erstaunlich: binnen einer Woche (spätesten!) sind alle Ergebnisse einzusehen. Leider bekommt man als Erasmusstudent des Öfteren das Gefühl, dass die Klausuren nicht gründlich gelesen werden. Alles in allem muss man sich ein wenig an das spanische Unisystem gewöhnen, bevor man erste Erfolge verzeichnen kann.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Mir hat das Auslandssemester sprachlich (aber nicht nur) unheimlich viel gebracht. Ich bin zwar mit Vorkenntnissen in das Semester in Spanien gestartet, aber meine Sprachangst machte mir sehr zu schaffen. Mir haben Wörter und die alltäglichen Vokabeln gefehlt, ich hatte Angst Fehler zu machen und konnte mich nur mit Mühe spontan verständigen. Es war erstaunlich für mich, dass ich nach relativ kurzer Zeit schon enorme Fortschritte verzeichnen konnte. Vokabeln, Grammatik und Redewendungen fielen mir plötzlich zu und meine Angst war wie weggeblasen.

Das Semester in Murcia hat mich unheimlich weiter gebracht. Mein Verständnis für die Sprache die Kultur und das Leben ist gewachsen. Dinge, die in Deutschland schwer fielen zu lernen, machten vor Ort plötzlich Sinn. Und wenn dann nach ein paar Monaten auf Einmal der erste spanische Traum Einzug hält – dann weiß man, man hat alles richtig gemacht. Ich kann nur sagen: Jeder der sich unsicher ist, ob er gehen sollte oder nicht – traut euch! Ihr werden so viel über euch lernen.


Rückblick

Das Semester in Murcia war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Ich habe sprachlich viel gelernt und konnte auch unheimlich viel über mich selbst erfahren und fürs Leben mitnehmen.

Falls es in der Uni nicht so läuft, wie man es sich vorstellt sollte man versuchen es hinzunehmen. Wie ich schon erwähnt habe, läuft dort nicht immer alles rund. Aber auch wenn die Noten nicht stimmen, lernt man immer etwas fürs Leben und sich selbst. Ich hoffe, dass jeder, der die Möglichkeit bekommt, die Chance annimmt und sich der Herausforderung stellt.

Murcia ist anders – lerne es lieben!