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Universidad de La Laguna 2012/13

Nachdem man sich entschlossen hat ein oder zwei Semester im Ausland zu absolvieren, sollte man als erstes die Seite der Uni Potsdam über das Erasmusprogramm aufrufen um notwendige Bewerbungsunterlagen und Informationen zu erhalten!

http://www.unipotsdam.de/aaa/outgoing/de/auslandsstudium/index/erasmus.html


Studienfach: Bachelor Lehramt Gymnasium Bio/Spanisch
Aufenthaltsdauer: 09 /2012 – 04 /2013
Gastuniversität: Universidad de la Laguna
Gastland: Spanien

Das Bewerbungsverfahren war unkompliziert und bei offenen Fragen hat mir die Erasmus-Koordinatorin Stephanie Wagner weiter geholfen! Informationen über die ErasmuskoordinatorInnen der Gast-Uni, Deadlines und Infos über den Nominierungsverfahren erhält man in ihrer Sprechstunde oder via Mail!

Informationen über die Gast-Uni, das Erasmusprogramm und die angebotenen Kurse findet man auf der Homepage der Ull.

Die Infoveranstaltung des DAAD sollte dringen besucht werden um nötige Informationen und Unterlagen über den Erasmusaufenthalt und eine mögliche Beurlaubung zu erhalten!
http://www.ull.es/view/institucional/ull/Alumnos_entrantes/es

Nach der Ankunft in Teneriffa sollte man zuerst das International Office besuchen. Am Anfang des Semesters ist es ziemlich überlaufen und man bekommt einen Termin, der bis zu einer Woche später sein kann! Dort erhält man dann alle nötigen Informationen für den weiteren Ablauf! Fragen wie beispielsweise, was muss ich für die Eischreibung tun? und wie bekomme ich meine NIE ? (Spanischer Personalausweis), sowie die Residencia de viaje (50% Rabatt auf Reisen innerhalb Spaniens) werden hier geklärt.

An der Fakultät für spanische Philologie neben dem Studien-Sekretariat hab ich in einem Aushang erfahren wo meine Koordinatorin sitzt! Sie musste den Studentenausweis unterschreiben und war für Abänderungen des Learning Agreements zuständig. Es ist allerdings manchmal besser vorher zu wissen wo und was unterschrieben werden muss, da die unterschiedlichen KoordinatorInnen unterschiedlich gut informiert und engagiert sind! KommilitonInnen mit anderen Koordinatoren können weiter helfen!

Studienfach: Bachelor Lehramt Gymnasium Bio/Spanisch
Aufenthaltsdauer: 09 /2012 – 04 /2013
Gastuniversität: Universidad de la Laguna
Gastland: Spanien

Studium

Das Studium an sich hat sich nach meinen Erfahrungen etwas chaotisch gestaltet! Zu Beginn des Semesters waren einige Professoren nicht vor Ort und man musste lange warten, da es keine Informationen über ihr Fehlen gab. Die Räume wurden oft geändert und Streiks sowie Feiertage haben keinen routinierten Unterricht aufkommen lassen! Die DozentInnen hatten teilweise einen starken Dialekt, der Unterrichtsinhalt war nicht immer gut strukturiert und auch die spanischen KommilitonInnen Konnten nicht immer folgen und weiterhelfen! Positive Erfahrungen verbinde ich mit dem Kurs „ español como lengua extranjera“ Der Dozent war gut vorbereitet, sehr didaktisch und hatte eine klare Aussprache!

Es gibt eine Bibliothek mit vielen Computerarbeitsplätzen an denen Internet zur Verfügung steht! Um etwas ausleihen zu können muss man einen extra Ausweis beantragen.

Kontakte zu Einheimischen uns ausländischen Studierenden

Der Kontakt zu den anderen ausländischen Studierenden war sehr leicht aufzubauen! Durch gemeinsame Anfangsschwierigkeiten, wie Wohnungssuche, Residencia, Koordinatoren aufsuchen etc. kam man sofort ins Gespräch. Bei sportlichen Aktivitäten oder organisierten Veranstaltungen von der Studentenorganisation Auri hatte man ebenfalls die Möglichkeit viele neue Leute kennen zu lernen. Die Veranstaltungen Language Café, ein Intercambio aller Sprachen, sowie kostenlose Tanzkurse waren meiner Meinung nach einige der besten Gelegenheiten um Kontakt aufzubauen. Auch in den Klassen war es sehr einfach Kontakt zu den einheimischen Studierenden zu bekommen, wiederum wegen der Anfangsschwierigkeiten.

Die Kanaren sind allgemein offen gegenüber Neuem, sehr herzlich und gastfreundlich! Mit der Zeit nimmt man es zwar nicht immer ganz so genau und man sollte sich nicht wundern, wenn ein verabredeter Zeitpunkt sich um eine halbe Stunde oder länger nach hinten verschiebt! Da Laguna sehr überschaubar ist, trifft man sich häufig zufällig auf der Straße und hat Gelegenheit zu interkulturellen Kontakt.

Eine weitere Möglichkeit Informationen über Veranstaltungen zu bekommen waren die Facebook-Gruppen von Erasmus und Seneca!

Sprachkompetenz vor und nach dem Aufenthalt

Ich bin bereits mit B1+ Kompetenz (Abschluss des Propädeutikum 2) eingereist! Je nach Sprecher war das Spanisch doch eine große Herausforderung. Die Kanaren haben einen starken Dialekt bei dem sehr schnell gesprochen wird und viele Endungen verschluckt werden. (Hablan con papas en la boca= Sprechen mit Kartoffeln im Mund) Viele Ausdrücke kommen nur auf den Kanaren vor und es gibt starke Einflüsse aus Lateinamerika! Das Hörverständnis wird mit der Zeit automatisch besser, da so gut wie alle Erledigungen auf Spanisch getätigt werden müssen. Der von der Uni angebotene Sprachkurs hat mir nur bedingt weiter geholfen und hatte mit einer Kurs-Zeit von 19:30-21:30 einen ungünstigen Zeitpunkt in der Leistungs-Kurve der Studierenden, inklusive mir, wodurch eine demotivierende Unterrichtatmosphäre entstand! Der Kontakt zu den Einheimischen hatte den größten Effekt auf meine Sprachkompetenz und die Alltagsprache fiel von Woche zu Woche leichter! Ich selber habe sie zwar nicht in Anspruch genommen, aber die Privatstunden von Drakma waren laut Freunden sehr hilfreich und auch meine Beobachtungen an ihrer wachsenden Sprachkompetenz schien das zu bestätigen! Es gab aber auch viele Gruppen die durch Kommunikation in Englisch oder ihrer Muttersprache kaum Kompetenz dazu gewonnen haben. Es ist am Anfang etwas schwierig überwiegend auf Spanisch zu kommunizieren, aber es lohnt sich und der Erfolg stellt sich schnell ein!

Wohnsituation

Die Wohnungssuche war die Aufgabe der ersten Woche. Es gibt in Laguna sehr viele Wohnungsangebote. Es gibt WG- Zimmer oder ganze Wohnungen. Informationen findet man in den zahlreichen Aushängen in der Avenida Trinidad und am Campus, aber auch in fast jedem Laden hängen Abreißzettel im Eingang! Ich habe die erste Woche bei Freunden übernachtet, die ich durch meine Vorgängerin kennengelernt habe und konnte von dort aus suchen. Andere Studierende haben die ersten Tage Unterkunft in einem Hostel in Laguna gefunden.

Es gibt viele verschiedene WG- Zimmer und die Preislage liegt zwischen 150 und 250 Euro! Gas ist in den Nebenkosten (Gastros) nicht enthalten. Ich hab letztendlich mit zwei weiteren Studenten, die ich bei einem Makler kennengelernt habe, eine Wohnung gemietet. Um Internet einzurichten mussten wir ein Konto bei einer kanarischen Bank einrichten, von denen die Gebühren eingezogen werden konnte. Unser Konto bei der Caja Siete war kostenlos und die Girokarte funktioniert auch als Visa Karte.

Die Kaution sollte man sich am letzten Tag bei der Wohnungsabgabe zurückzahlen lassen, um unnötigen Stress zu vermeiden! Einige Vermieter sollen sich da wohl ein bisschen schwer tun und auch wir mussten hartnäckig verhandeln um sie gleich zurück zu bekommen. Die Lebensmittelkosten liegen leicht über denen von Deutschland. Aber vor allem viele Milchprodukte sind um einiges teurer. Service-Leister wie Friseur, Schneider, Restaurant, Schlosser sind wiederum um einiges billiger.

Auslands-Krankenversicherung sollte in der Regel über die normale Krankenkasse ohne Zuzahlung ablaufen. Aber hier sollte sich jeder bei seiner Kasse informieren.
Wenn man direkt in Laguna wohnt ist die Uni zu Fuß, mit dem Bus (Guagua) zu erreichen. Bis zu einem Alter von 25 bekommen Studierender eine Ermäßigung auf die Tickets für Bus und Bahn. Es gibt auch die Möglichkeit eine Monatskarte zu erwerben, allerdings gilt die nur in der Zona Metropolitana und wenn man in den Süden der Insel fahren möchte, zahlt man extra! Da es sich wirklich lohnt auf der Insel zu reisen, rate ich von der Monatskarte ab!

Freizeitangebote

Laguna hat unglaublich viel zu bieten was die Freizeitgestaltung angeht! Vor allem durch die atemberaubende Natur bieten sich zahlreiche Wanderungen an, Wassersport, Klettern, Surfen, Drachenfliegen, Tauchen, usw. Alle gängigen Sportarten sind auch auf der Insel vertreten und einige traditionelle Sportarten wie lucha canaria oder juego de palo werden an der Uni gratis angeboten.
Zahlreiche Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen finden regelmäßig statt. Eine gute Informationsquelle bietet die Internetseite der Zeitschrift Lagenda www.lagenda.org.

Die Zeitschrift liegt auch in manchen Bars aus, beispielsweise im Café Siete.

Die Insel glänzt vor allem durch ihr Vielfältiges Erscheinungsbild! Da sie die höchste der Kanarischen Inseln ist, bietet sie alle Vegetationszonen, was bedeutete, dass sich alle paar hundert Meter Höhenunterschied eine komplett unterschiedliche Naturkulisse darbietet, die zahlreiche Pflanzen und Tiere beherbergt, die nur auf den Kanaren oder nur auf Teneriffa zu finden sind! Der Unterschied was Farben und Formen angeht ist enorm wenn man von den Kakteenartigen Wolfsmilch-Gewächsen in den Lorbeer-Wald hochwandert, nach den hellgrünen Kiefernwald in schwarzer Vulkanlandschaft ankommt und weiter oben schließlich über den Wolken steht. Ein Natur oder Wanderführer ist stark zu empfehlen.


Rückblick

Der Aufenthalt auf Teneriffa war in vieler Hinsicht ein herausragendes Erlebnis! Das Leben in einem anderen Land in einer anderen Sprache mit einer anderen Kulisse bietet sehr viele neue Blickwinkel. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kulturen führen zu einer permanenten Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur und der damit verbundenen Identität. Neben dem Erlernen einer Sprache und den Inhalten an der Uni wird vor allem auch die Bildung durch eben diese Kultur bewusster. Teneriffa hat wesentlich mehr zu bieten als angenehme Temperaturen und trotzdem sollte man sich für den Winter eine Jacke besorgen. Denn nachts wird es im Winter etwas frischer.