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ERASMUS-Erfahrungsbericht - Cork

Für die Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes ist die Internetseite der Uni Potsdam mit Informationen über das ERASMUS-Programm sehr zu empfehlen. Hier findet man eigentlich alles zur Finanzierung, dem Bewerbungsverfahren und den Partnerhochschulen. Da die Bewerbungsunterlagen und –termine sich von Fachbereich zu Fachbereich unterscheiden, ist es am sinnvollsten beim Erasmus-Koordinator des eigenen Fachbereiches nachzufragen. Für Erd- und Umweltwissenschaften ist das momentan Herr Lipp und die Bewerbung bei ihm war sehr unkompliziert. Er setzt sich dann auch mit den Partnerhochschulen in Verbindung und erst als von der Uni Potsdam die Zusage kam, dass sie mich an der Gastuniversität nominiert haben, musste ich dort noch ein paar Bewerbungsunterlagen einreichen wie zum Beispiel das Transcript of Records (Leistungsübersicht) und das Learning Agreement. Hierfür kam dann aber auch zum entsprechenden Zeitpunkt eine Aufforderung per Mail von der Gastuniversität; zumindest wenn man nach Cork geht, muss man also nicht selbstständig mit der Gastuni Kontakt aufnehmen. Alle wichtigen Informationen über ein Erasmus Semester oder Jahr am UCC findet man auf deren Internetseite „Incoming Erasmus“.


Studienfach: Geoökologie

Aufenthaltsdauer: 09/2015 - 05/2016

Gastuniversität: University College Cork

Gastland: Irland

Das Studium am UCC hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte Lehrveranstaltungen aus verschiedenen Bereichen belegen, wie Environmental Science, Ecology, Plant Science und Earth Science, und in allen Bereichen war die Kursgröße eigentlich immer sehr übersichtlich und die Betreuung durch die Lehrenden sehr gut. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass sich Lehrende und Studierende dort viel näher sind, als das in Potsdam der Fall ist. Ein weiterer Unterschied ist, dass am UCC in fast allen Kursen während des Semesters Berichte geschrieben und Präsentationen gehalten werden müssen. Kurse, in denen nur am Ende eine Klausur geschrieben wird, sind die Ausnahme. Man hat also tendenziell weniger Veranstaltungen und dafür mehr Arbeit zu Hause. Und auch die Klausuren unterscheiden sich sehr von denen, die ich aus Potsdam kenne. Es gibt meist etwa fünf Fragen zur Auswahl von denen man dann zwei sehr ausführlich beantworten muss. Dadurch und da man schon ab 40% besteht, ist es wohl relativ schwer durch Klausuren durchzufallen, es ist aber auch ähnlich schwer, sehr gute Ergebnisse zu erzielen.

Die Atmosphäre am UCC fand ich sehr gut. Sowohl der Hauptcampus als auch der North Mall Campus (dort sind die Erd- und Umweltwissenschaftler untergebracht) sind sehr schön und gerade auf dem Hauptcampus ist immer viel los. Es gibt an der Uni eine riesige Auswahl an Clubs und Societies, über die man nicht nur super Leute kennenlernen kann, sondern die auch immer mal wieder
Veranstaltungen organisieren – ob nun Sorting Ceremony der Harry Potter Society, Colour Run der Indian Society oder Gartenparty mit der Environmental Society. Gerade am Anfang des Semesters organisiert auch die International Society sehr viel und erleichtert einem so den Einstieg. Es gab Stadt- und Campusführungen, Filmabende, Pub-Besuche und vieles mehr. Und auch das International Office hat mit Informationsveranstaltungen dabei geholfen, sich am Anfang zurecht zu finden. Ich habe mich dort wirklich gut betreut gefühlt.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Gerade am Anfang des Jahres hat man über die Veranstaltungen der International Society vor allem andere ausländische Studenten kennen gelernt. Erst im Laufe der Zeit und vor allem dann im zweiten Semester hatte ich mehr mit einheimischen Studenten zu tun. Die meisten Freunde, die ich in Cork gefunden habe, habe ich im Mountaineering Club und der Environmental Society kennengelernt. Ich kann also nur empfehlen bei Clubs und Societies Mitglied zu werden! Ich habe mich am Anfang des Semesters beim Clubs Day und beim Societies Day einfach auf ganz viele Mailinglisten geschrieben und dann hat es sich eigentlich fast von alleine ergeben, wo ich dann regelmäßig zu den Treffen gegangen bin und mich einfach gut mit den Leuten verstanden habe.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Da ich zuvor schon einmal einen längeren Auslandsaufenthalt in einem englischsprachigen Land hatte, habe ich vorher schon relativ gut Englisch gesprochen, aber das Jahr in Cork hat meine Sprachkenntnisse noch weiter verbessert. Gerade durch das viele Berichte-Schreiben verbessert sich vor allem auch der fachspezifische Wortschatz. Am Anfang hatte ich etwas Sorge wegen des Irischen Akzentes, aber die meisten Professoren hatten glücklicherweise keinen starken Corker Akzent und waren sehr gut zu verstehen.

Wohn- und Lebenssituation

Ich denke, es macht Sinn, sich schon recht früh um eine Unterkunft zu kümmern. Ich hatte damals Mitte Mai bei einem Studentenwohnheim angefragt und dann auch ohne Probleme ein Zimmer bekommen. Später habe ich dann von Einigen gehört, die sich für das gleiche Haus beworben hatten und keinen Platz mehr bekommen haben. Und was ich von Leuten gehört habe, die erst vor Ort nach einer Unterkunft gesucht haben, schien das ziemlich stressig gewesen zu sein.

Ich habe im Wohnheim „Abbey Wharf“ gewohnt und war damit eigentlich auch ganz zufrieden. Die Zimmer sind zwar nicht groß und sehr einfach eingerichtet und leider war es etwas feucht in der Wohnung, aber man konnte trotzdem ganz gut dort wohnen, der Hausmeister war immer sehr nett und hilfsbereit und die Lage ist ziemlich gut. Außerdem ist es eines der günstigsten Wohnheime, bei dem - im Gegensatz zu den meisten anderen – die Kosten für Strom etc. schon in der Miete enthalten sind.
Es ist empfehlenswert, sich eine Unterkunft relativ zentral zu suchen, da die Busse gerade morgens nicht besonders verlässlich sind. Falls man nicht in ein Wohnheim möchte, gibt es viele private Häuser, in denen Studenten zusammen wohnen. Die Häuser in der College Road sind zwar sehr nah am Campus, aber nur zu empfehlen, wenn man gerne mit partywütigen Studienanfängern zusammen leben will. Ansonsten erfährt man eigentlich immer erst, mit wem man zusammen wohnt, nachdem man eingezogen ist (es sei denn, man bewirbt sich zusammen auf ein Haus), da alles über den Vermieter läuft – etwas vergleichbares wie „WG-gesucht“ gibt es also nicht.

Um in Cork herum zu kommen, ist ein Fahrrad empfehlenswert. Gerade am Anfang des Semesters werden zum Beispiel bei „The Bike Shed“ viele Räder verkauft, teilweise auch mit Rückkaufgarantie. Ansonsten gibt es Fahrradleihstationen, ähnlich wie „nextbike“ in Potsdam. Cork ist zwar hügelig, aber wenn man halbwegs zentral wohnt, ist eigentlich alles in Fuß- oder Fahrradentfernung. Die Lebenshaltungskosten sind in Irland eher höher als hier. Die Mieten sind meist höher, manche Lebensmittel sind teurer und vor allem, wenn man abends in den Pub geht, sollte man lieber etwas mehr Geld einpacken. Aber es lohnt sich, die Irische Pub-Kultur ist wirklich so toll, wie man immer hört! Und das Irische Wetter ist doch manchmal gar nicht so schlecht wie sein Ruf.

Studienfach: Geoökologie

Aufenthaltsdauer: 09/2015 - 05/2016

Gastuniversität: University College Cork

Gastland: Irland

Irland

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