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ERASMUS-Erfahrungsbericht - Thessaloniki

Schon vor Beginn meines Studiums war mir klar, dass ich mindestens ein Semester im Ausland verbringen möchte, da ich von Kommilitonen und Freunden nur Gutes über deren Auslandsstudienaufhalte gehört habe. Für meinen Wunsch in Europa bleiben zu wollen, bot sich das Erasmusprogramm an. Der Aufwand für die Bewerbung hielt sich vergleichsweise in Grenzen. Die Kommunikation zwischen der gewählten Gastuniversität und der heimischen Universität wird zu großen Teilen übernommen und außerdem erhält man noch einen Mobilitätszuschuss. Man wird sehr stark an die Hand genommen und hat bei aufkommenden Problemen stets kompetente Ansprechpartner, die sich so gut sie können kümmern, was einem auf jeden Fall Sicherheit in der neuen Umgebung bietet. Ich kann daher nur positive Worte für das Erasmusprogramm finden.


Studienfach: Sportmanagement

Aufenthaltsdauer: 09/2015 - 02/2016

Gastuniversität: Aristotle University of Thessaloniki

Gastland: Griechenland

Für meine Erstwahl Valencia wurde ich nicht angenommen. Stattdessen bekam ich einen Platz an der Aristotle Universität in Thessaloniki, was mich zunächst skeptisch stimmte, sich im Nachhinein allerdings als absoluter Glücksgriff erwies. Da einer meiner Kommilitonen für die gleiche Universität angenommen wurde, konnten wir uns noch in Deutschland um eine Wohnung kümmern und so unsere Reise entspannt antreten.

Studium an der Gastuniversität

Anders als vorher mitgeteilt, bietet die die Aristotle Universität leider keine Kurse auf Englisch an, so dass ich und mein Kommilitone am ersten Tag im Sekreteriat der Sportfakultät in Griechenland aus dem Staunen kaum rauskamen und uns fragten, wie wir es schaffen sollen überhaupt ein paar Punkte mit nachhause zu nehmen. Glücklicherweise konnten wir dann trotzdem einige Sportkurse belegen, die nur wegen uns beiden zu weiten Teilen auf Englisch abgehalten wurden. Außerdem konnten wir ein paar Professoren dazu bewegen, uns an ihren Kursen in Form von Ersatzaufgaben wie Hausarbeiten oder speziellen Projekten teilnehmen zu lassen, die teilweise auch sehr interessant und fordernd waren. Die Professoren waren im Allgemeinen sehr freundlich zu uns.

Auch die für uns Verantwortlichen Mitarbeiter im Sekreteriat waren überaus freundlich und versuchten uns stets bestmöglich zu helfen. Die Organisation war allerdings bestenfalls mittelmäßig. Für Dinge die in Deutschland maximal 10 Minuten in Anspruch nehmen, musste man dort schon mal 2 Stunden einplanen.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Der Kontakt sowohl zu einheimischen (aufgrund ihrer offeneren Art), als auch zu ausländischen Studenten aus aller Welt knüpft sich sehr leicht. Dies liegt zum einen daran, dass Thessaloniki eine absolute Studentenstadt ist und alles sehr zentral liegt. Zum anderen muss man hier aber auch ganz klar das perfekt organisierte ESN (Erasmus Student Network) der Universität hervorheben. Das ESN ist eine Gruppierung von einheimischen Studenten, die sich um die anwesenden Erasmus Studenten kümmert. Es verging kaum eine Woche ohne ein organisiertes Event des ESN (Kurztrips in verschiedene Städte, Partys, Lasertag, gemeinsame Kulturausflüge usw.). Auf diesen Events lernte man von Anfang an eine Vielzahl von Studenten aus aller Welt und auch einheimischen Studenten kennen. Die meisten Universitäten die Erasmus anbieten, haben ein solches ESN. In Thessaloniki liegt der große Vorteil jedoch darin, dass normalerweise zwischen 500 und 800 Erasmusstudenten vor Ort sind, so dass jeder Trip ausgebucht ist und man immer wieder neue Gesichter sieht.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

In Sachen Sprachqualität hat sich eher wenig getan, da man kaum englische Muttersprachler antraf, sondern sich alle (andere Erasmusstudenten, aber auch die griechischen Professoren) ungefähr auf einem ähnlichen Niveau bewegten. Dadurch hörte man einiges an falscher Grammatik und achtete auch selbst weniger auf perfekte Grammatik, als auf einen konstanten Gesprächsfluss. Dies hat allerdings die Sprachsicherheit sehr stark gefördert, da man ja ständig auf Englisch kommunizierte. Auch der Umgang mit der englischen Sprache in Verbindung mit universitären Aufgaben (eine Hausarbeit auf Englisch schreiben usw.) war eine neue und interessante Herausforderung.

Wohn- und Lebenssituation

Unsere Wohnung hatten wir wie bereits erwähnt über das Internet in Deutschland gefunden. Sie lag etwas außerhalb des Stadtzentrums, was allerdings daran lag, dass wir auch eine gewisse Nähe zu „Thermi“ (dort befindet sich die Sportfakultät) haben wollten. Die Miete kostete 250€ pro Person, was im Durchschnitt eher etwas teurer war. Dafür lebten wir allerdings auch in einer riesigen Wohnung (über 140 m² für 2 Personen) mit großer Terrasse.

Die Mietkosten sind im Vergleich zu Deutschland sehr gering. Lebt man im Stadtzentrum kann man eigentlich alles Wichtige zu Fuß erreichen (Uni, Nachtleben, großen Plätze…), sonst kann man sich für günstige 15€ ein Monatsbusticket kaufen (U-Bahn oder Ähnliches gibt es in Thessaloniki nicht).
Die Supermärkte sind etwas teurer als in Deutschland. Allerdings bietet die Universitätsmensa dreimal täglich (Frühstück, Mittag, Abendessen) und auch am Wochenende! KOSTENLOSES!! Essen an. Sonst ist in Griechenland alles eher etwas günstiger als in Deutschland und vor allem das Reisen ist relativ günstig und unbedingt zu empfehlen.

Studienfach: Sportmanagement

Aufenthaltsdauer: 09/2015 - 02/2016

Gastuniversität: Aristotle University of Thessaloniki

Gastland: Griechenland


Rückblick

Ich kann Thessaloniki als Erasmus Ort nur empfehlen!!! Man behält zahllose Erinnerungen zurück, die man kaum beschreiben kann und die man selber erlebt haben muss, um es nachvollziehen zu können. Thessaloniki ist eine schöne Stadt mit vielen weiteren schönen Orten in der Umgebung. Man lernt etliche tolle Leute kennen. Man lernt viel über andere Kulturen und auch über sich selbst in der Zeit. Man lebt schlichtweg ein anderes Leben, kommt verändert zurück.

Griechenland

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