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ERASMUS-Erfahrungsbericht - Athen

Nach wochenlanger Vorbereitung konnte ich ende September endlich in Richtung Athen aufbrechen und mein Erasmussemester an der Panteion Universität in Athen beginnen. Die Bewerbung ging ohne Probleme, da ich mich auf einen der begehrten Restplätze beworben hatte. Anfänglich hatte ich mich für Belgien (Antwerpen) beworben aber die angebotenen Kurse haben nur bedingt zu meinem Volkswirtschaftslehre-Studium gepasst.


Studienfach: Volkswirtschaftslehre (Master)

Aufenthaltsdauer: 09/2014 - 02/2015

Gastuniversität: Panteion University of Social and Political Science

Gastland: Griechenland

Angekommen in Athen und nach den ersten schönen Eindrücken der Stadt ging es zur Universität um das organisatorische zu erledigen. Die Universität war leicht und vor allem schnell mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Nur ein paar U-Bahn Stationen vom Zentrum entfernt. Google-Maps funktionierte super in Athen ;-).

Das Erasmus Büro der Panteion war immer stets besetzt und die freundlichen Mitarbeiter waren immer stets motiviert einem zu helfen. Leider war die Struktur und Organisation etwas durcheinander, da durch die Krise viele Gelder gestrichen wurden. Somit waren die Einrichtungsgebäuden nicht in dem besten Zustand. Die Panteion Universität ist eine kleine überschaubare Universität und hatte ihren eigenen Charme neben einer verkehrsvollen Straße. Leider waren auch nicht alle Kurse immer auf Englisch, was dazu geführt hat, dass die Auswahl gering ausgefallen ist. Nichts desto trotz waren alle Professoren immer stets engagiert viele ihre Kurse auf Englisch und Griechisch zu halten um uns die Möglichkeit zu geben daran teilzunehmen. Überwiegend gab es aber wöchentlich, manchmal im 2-Wochen Turnus ein treffen mit den Professoren oder deren wissenschaftlichen Mitarbeitern, die einem dann neue Aufgaben bzw. zu bearbeitende Themen aufgaben. Die Endprüfungen gestalten sich über Hausarbeiten und mündliche Prüfungen. Die Professoren und ihre Mitarbeiter standen uns sowohl per Mail als auch per Telefon zur Verfügung. Weiterhin wurde ein Griechisch-Sprachkurs angeboten (allerdings muss man eine Kaution von 210 Euro hinterlegen auf dessen Auszahlung man sehr lange warten muss), dass 2x die Woche an der „National and Kapodistrian University of Athens“ in Zougrafo stattgefunden hat. Die
Bibliothek der Panteion fand ich persönlich sehr gut um Hausarbeiten zu schreiben, da man die nötige Ruhe bekommen hat, die man sonst an der Uni nicht fand.

Das Leben in Athen ist hektisch. Man trifft gleichzeitig auf Neu und Alt. Die Sehenswürdigkeiten sind in der ganzen Stadt verteilt und man entdeckt immer neue Ecken, die man zuvor nie gesehen hatte. Nicht zu vergessen, die Akropolis und das Akroplis Museum, was ich persönlich mehrmals besucht habe. Ach ja für Studenten sind alle Museen kostenlos. Man muss nur lediglich seinen Ausweis vorzeigen und los geht’s! Athen besitzt wie die meisten Hauptstädte ein gutes U-Bahn-, Tram- und Busnetz, mit dem man relativ einfach von A nach B kommt. Dabei lag der ermäßigte Preis einer Fahrt bei 70 Cent und das Monatsticket für Studierende nur 15 Euro im Monat. Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren regelmäßig und in geringen Abständen. Allerdings nur bis Mitternacht unter der Woche und am Wochenende nur bis ca. 1:00 – 2:00 Uhr nachts (Das System habe ich nie verstanden). Das führte oftmals dazu, dass man mit dem Taxi nach Hause fahren muss, was dann meistens zwischen 5-10 Euro gekostet hat.

Die Lebenshaltungskosten in Athen sind im Vergleich zu Berlin relativ hoch. Somit war ein Supermarktbesuch oft teurer als erwartet. Deshalb empfiehlt es sich auch auf die Straßenmärkte zu gehen (Bei uns lagen zwei Märkte vor der Tür), da man oft viele Produkte günstiger bekommt als im Supermarkt und somit viel Geld spart. Weiterhin ist zu erwähnen, dass man als Erasmus-Student kostenlos 3 Mahlzeiten in der Uni-Mensa bekommt. Das Essen ist nicht grad das Beste aber es schmeckt trotzdem gut und man kommt in der Mensa zum Kontakt mit den einheimischen Studenten. Weiterhin haben wir uns beim ESN (Erasmus Student Network) angemeldet und somit war uns auch der Kontakt zu allen Erasmus-Studenten der Uni ermöglicht aber auch zu vielen einheimischen Studenten, die beim ESN mitgewirkt haben. Viele Reisen und kulturelle Besuche wurden vom ESN organisiert (sogar kostenlose Veranstaltungen) und damit wurde einem viel Reisen für wenig Geld angeboten.
Um an Bargeld in Griechenland zu kommen, habe ich mir ein Konto mit einer Visa-Karte bei der DKB eröffnet, womit ich überall in Griechenland kostenlos Bargeld abheben konnte. Bankautomaten sind überall in der Stadt verteilt und man findet immer einen Automaten in seiner Nähe.

Da ich mit zwei Freunden das Auslandssemester angetreten bin, konnten wir viele Aufgaben untereinander teilen, wie z.B. die gemeinsame Wohnungssuche. Über das Internet lassen sich relative einfach Apartments finden. Wir haben einige Vermieter per Mail angeschrieben und erhielten auch immer schnell eine Antwort zurück. Letztlich haben wir uns für eine voll möblierte Wohnung in der Nähe der U-Bahn Station Attiki (ca. 20 Minuten vom Stadtzentrum „Syntagma“) entschieden. Da wir zu Dritt waren, konnten wir die Miete zwischen uns teilen und die Miete pro Person lag somit zwischen 200-300 Euro im Monat (inkl. Nebenkosten, Strom, Internet etc...). Die Vermieterin hat uns alles per Mail zugeschickt und wir konnten sofort am Tag der Anreise in die Wohnung einziehen. Die Vermieterin war eine sehr liebevolle Dame, die viel Verständnis für Studenten mitgebracht hat und uns auch oft Tipps
zum Ausgehen gegeben hat. Im Netz findet man bei der Eingabe von „Erasmusflats Athens“ Informationen über unsere Unterkunft. Weiterhin erscheint es sofort bei der google-maps Suche und man wird schnell hin navigiert.

Insgesamt und rückblickend kann ich nur sagen, dass ich meinen Aufenthalt in Athen sehr genossen habe. Dabei fand ich es interessant eine neue Kultur kennen zu lernen und neue Kontakte aus aller Welt zu knüpfen. Weiterhin war die Zeit meines Auslandsstudium für mich als Student der Volkswirtschaftslehre sehr interessant, da man die Entwicklung der aktuellen Krise in Griechenland mitzubekommen hat. Ein Auslandssemester in Griechenland (oder auch woanders) kann ich nur empfehlen und jedem ans Herz legen, da man dadurch oft an seine Grenzen stoßt und sich selbst oftmals auch findet und menschlich sowie fachlich erweitert.

Studienfach: Volkswirtschaftslehre (Master)

Aufenthaltsdauer: 09/2014 - 02/2015

Gastuniversität: Panteion University of Social and Political Science

Gastland: Griechenland

Griechenland

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