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Erasmus-Aufenthalt in Athen 2014/2015

Meinen Auslandsaufenthalt habe ich im Rahmen des ERASMUS-Programms durchgeführt. Da ich meine Entscheidung relativ spontan und kurzfristig gefällt habe, musste ich nicht das standardgemäße Bewerbungsverfahren durchlaufen. Ich habe mich auf einen der Restplätze beworben, die meine Heimathochschule (Universität Potsdam) im Rahmen des ERASMUSProgramms noch zu vergeben hatte. Nachdem ich dem zuständigen ERASMUS-Koordinator der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät meinen Wunsch nach Athen zu gehen mitgeteilt habe, kam die Zusage der Gasthochschule (Panteion University) nur wenige Tage später. Die notwendigen Unterlagen (Anmeldeformular, Motivationsschreiben, Sprachnachweis, aktueller Notenausdruck, Lebenslauf, Learning-Agreement, etc.) habe ich dann im laufe von zwei bis drei Wochen erstellt und abgegeben. Selbiges war auch für die Gasthochschule anzufertigen und dann postalisch zu versenden.


Studienfach: Volkswirtschaftslehre

Aufenthaltsdauer: 10/2014 - 02/2015

Gastuniversität: Panteion University of Social and Political Science

Gastland: Griechenland

Bei der Kurswahl und Erstellung des Learning-Agreements gab es zunächst das Problem, dass man auf eine veraltete Übersicht des Lehrangebotes zurückgreifen musste. Da das Vorlesungsverzeichnis aller Fakultäten und speziell für das Masterstudium erst während des Semesters aktualisiert wurde, war die Erstellung eines neuen Learning-Agreements unumgänglich, weil im Nachhinein einige Kurse nicht angeboten wurden.

Studium an der Gastuniversität

Wie bereits im vorangegangenen Abschnitt erwähnt, habe ich zu Beginn des Semesters herausfinden müssen, ob bzw. welche meiner bereits gewählten Kurse angeboten werden. Erasmus-Studierende haben dazu eine Liste mit den notwendigen Büro- und E-Mail Adressen der Dozenten erhalten. Nachdem man die Professoren angeschrieben hat, um zu klären, ob die Veranstaltung angeboten wird, wurde ein kurzes Gespräch über die Themeninhalte sowie zu erbringenden Leistungen für die jeweiligen Kurse geführt. Obwohl meine gewählten Lehrveranstaltungen nicht auf Englisch vorgetragen wurden, durfte ich als ausländischer Student teilnehmen, da die für den Kurs notwendige Literatur auf Englisch war. Die Professoren waren dabei sehr entgegenkommend, wenn es darum ging, Verständnisprobleme zu lösen. Ein besonderer Vorteil in Athen bzw. an der Panteion University zu studieren ist, dass einige Professoren Deutsch sprechen, was die Kommunikation oftmals erleichtert hat.

Studienfach: Volkswirtschaftslehre

Aufenthaltsdauer: 10/2014 - 02/2015

Gastuniversität: Panteion University of Social and Political Science

Gastland: Griechenland

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Der Kontakt zu einheimischen Studierenden entstand meistens in der Mensa der Universität. Da wir ausländischen Studierende meistens zusammen in der Mensa saßen und unsere Gespräche auf Englisch führten, wurden wir oftmals von angesprochen und haben den ein oder anderen Small-Talk geführt. Auch wenn man die einheimischen Studierende kaum kannte, waren sie immer sehr freundlich und hilfsbereit bei fragen bezüglich der Uni. Ausländische Studierende hat man oftmals auf Veranstaltungen kennen gelernt, die vom Erasmus-Student-Network (ESN) oder Athensmus organisiert wurden.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Da ich bereits während des Studiums Englischkurse belegt habe, kann ich sagen, dass ich ein ordentliches Sprachniveau hatte. Doch so ein Auslandssemester fördert und vertieft die eigenen Kenntnisse. Nicht nur das Studium, dass komplett auf Englisch absolviert wird, sondern auch der tägliche gebrauch der Sprache um mit anderen ausländischen Studierenden zu kommunizieren führt dazu, dass man sein eigenes Niveau steigert. Daher ist es definitiv Empfehlenswert ein Auslandssemester zu absolvieren um seine Sprachkenntnisse zu verbessern bzw. zu vertiefen.

Wohn- und Lebenssituation

Die Besonderheit an meinem Auslandssemester war, dass ich bei der Planung nicht auf mich alleine gestellt war. Ich bin mit zwei Freunden das Auslandssemester angetreten, wobei einer von ihnen auf einer anderen Universität studiert hat. Wir haben daher nach einer gemeinsamen Wohnung gesucht. Über Internet lassen sich relative einfach Apartments finden, sogenannte Erasmus-Flats. Wir haben einige Wohnungseigentümer 8 Wochen vor Semesterbeginn per E-Mail kontaktiert und uns nach einigen Antworten für eine Wohnung ca. 20 Minuten vom Stadtzentrum „Syntagma“ entschieden. Dabei liegen im Allgemeinen die Mietpreise zwischen 200-300 Euro pro Person (inkl. Nebenkosten, Strom, Internet usw.). Die Eigentümerin hat uns dann per E-Mail den Mietvertrag zugeschickt und innerhalb von zwei Wochen war auch das erledigt. Als Besonderheit betrachteten wir dabei, dass die Miete Bar bezahlt werden sollte.

Athen besitzt wie die meistens Metropolen ein gutes U-Bahn-, Tram- und Busnetz, mit dem man relativ einfach von A nach B kommt. Dabei kostet das Monatsticket für Studierende erschwingliche 15 Euro im Monat. Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren allerdings unter der Woche bis 24 Uhr und am Wochenende nur bis ca. 2 Uhr nachts. Das führt dann oftmals dazu, dass man mit dem Taxi nach Hause fahren muss, was dann meistens zwischen 5-10 Euro kostet sollte. Jenseits des Unialltags eignet sich Athen meiner Meinung hervorragend für einen Erasmusaufenthalt. Im Sommer kann man schnell mal an den Strand fahren (ca. 30 Minuten vom Zentrum entfernt) oder aber auch einen Tagesausflug auf die umliegenden Inseln machen um mal etwas anderes zu sehen (bspw. Aegina Island). Auch für etwas längere Ausflüge ist Athen ein guter Ausgangspunkt. Es bieten sich Wochenendausflüge nach Thessaloniki, Istanbul, Mailand oder Rom an, wovon einige auch vom ESN oder Athensmus organisiert werden. Auch in der näheren Umgebung bieten sich einige Ausflugsziele an. In Meteora kann man Felsenklöster oder in Delphi den Mittelpunkt der Erde (nach der griechischen Mythologie) besichtigen. In der Stadt selbst gibt es ein sehr großes Angebot an Clubs, Cafés und Bars (z.B. Gazi, Monastiraki).


Rückblick

Insgesamt habe ich meinen Aufenthalt in Athen sehr genossen. Dabei war neben dem Studium das kulturelle Angebot von großer Bedeutung. Es war sehr aufregend, eine für mich neue und fremde Kultur kennen zu lernen. Für mich als Masterstudenten im Fach Volkswirtschaftslehre war es zudem interessant, die Entwicklung während der aktuellen Krise in Griechenland mitzubekommen. Da das Alltagsleben trotzdem weitergeht, hat die Krise um den Euro meinen Aufenthalt in Athen nicht negativ beeinflusst, vielmehr ihn um einige wertvolle Erfahrungen reicher gemacht.

Griechenland

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