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Zwei Semester in Paris

Die Planung für meinen Erasmus-Aufenthalt habe ich sehr kurzfristig, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Restplätze, begonnen. Ich kannte den guten Ruf der SciencesPo und konnte nicht glauben, dass tatsächlich ein Platz unbesetzt geblieben ist. Also habe ich mich beworben und bekam nach kurzer Zeit die Zusage von der Uni Potsdam. Im Anschluss muss man noch einmal alle Unterlagen auf dem Bewerbungsportal der SciencesPo hochladen. Dieser Schritt ist eher eine Formsache. Man bekommt eine Mail, in der man dazu aufgefordert und in der auch die Frist zur Einreichung der Unterlagen genannt wird. Informationen zum Bewerbungsprozess an der SciencesPo erhält man über die Website. Ich habe dort die gleichen Unterlagen eingereicht, mit denen ich mich schon an der Uni Potsdam beworben hatte und habe innerhalb von 2 Stunden die Bestätigung bekommen, dass ich den Platz bekommen habe. Dies kann sicher auch länger dauern, doch ich hatte den Eindruck, dass man den Platz an der SciencesPo sehr sicher bekommt, wenn man von der Uni Potsdam vorgeschlagen wurde. Bei Fragen zum Bewerbungsprozess kann man sich an Herrn Stadelmaier wenden. Er berät einen auch gerne zu den anderen Niederlassungen der SciencesPo z.B. in Lille, Reims, Nancy...  Wenn man einen Erasmus-Platz an der SciencesPo erhält, kann man sich aussuchen an welchen Campus man gehen möchte, auch wenn man sich ursprünglich für Paris beworben hat. Um das zu entscheiden, beschäftigt man sich am besten vorher ein bisschen mit den fachlichen Ausrichtungen der Niederlassungen (z.B. ist der Campus Nancy auf Deutsch-Französische Politik spezialisiert und der Campus in Poitiers auf Lateinamerikanische Länder) und erkundigt sich dann bei Herrn Stadelmaier über die Möglichkeiten und die notwenigen Schritte.


Studienfach: B. Sc. Politik und Wirtschaft

Aufenthaltsdauer: 08/2016 - 06/2017

Gastuniversität: Sciences Po Paris

Gastland: Frankreich

Studium an der Gastuniversität

An der Uni Potsdam studiere ich Politik und Wirtschaft im Bachelor. Mir war es wichtig, mir nach meinem Jahr der in Paris die Mehrheit der Fächer anrechnen lassen zu können. Wenn man dies vorhat, sollte man frühzeitig mit der Kursplanung beginnen, da man die Anrechenbarkeit mit jedem Lehrstuhl der Uni Potsdam einzeln klären muss. Am einfachsten war die Anrechnung von Seminaren im Bereich Politik. Auch für die Seminare im Bereich Wirtschaft und sogar für die VL für Makro 1 und 2 habe ich anrechenbare Kurse an der SciencesPo gefunden. Schwieriger ist es mit empirischen Kursen wie z.B. Statistik oder empirischer Wirtschaftsforschung. Die Kurse für das Wintersemester werden ca. Mitte Juni veröffentlicht und Mitte Juli finden die Anmeldungen statt. Wenn man sichergehen möchte, das die gewählten Kurse anrechenbar sind, hat man also einen Monat, um dies mit den Lehrstühlen zu klären. Die Anmeldung zu den Kurse funktioniert nach dem Prinzip „first come, first served“. Über die Internetseite und per Mail erfährt man, wann das Anmeldungsportal freigeschaltet wird (http://www.sciencespo.fr/welcome/en/content/course-registration). In dem Moment sollte man sich tatsächlich auch anmelden, um wirklich die Kurse zu bekommen, die man haben möchte. Gerade die englischen Seminare sind schnell „ausgebucht“. In beiden Anmeldungsrunden, die ich mitgemacht habe, waren alle meine Kurse nach 10 Minuten ausgebucht. Es lohnt sich also sich vorher damit zu beschäftigen, welche Kurse man belegen möchte, eine Prioritätenliste zu erstellen und zur Freischaltung des Anmeldeportals bereit zu sein. Den Zugang findet man über die „Espace Etudiant“. Den Zugang bekommt man zum Zeitpunkt der Zusage.

Studienfach: B. Sc. Politik und Wirtschaft

Aufenthaltsdauer: 08/2016 - 06/2017

Gastuniversität: Sciences Po Paris

Gastland: Frankreich

Studium an der Gastuniversität

Die Betreuung durch Studenten, Dozenten und Verwaltung war während meines ganzen Jahres sehr gut. Nimmt man an der „Welcome Week“ teil, wird einem die Uni und die Stadt von anderen Studenten vorgestellt. Und auch in den zahlreichen „Associations“ findet man schnell Anschluss. Meine Dozenten waren ausnahmslos alle sehr bemüht. Wir konnten sie und auch die Übungsleiter jederzeit über Mail kontaktieren. Mit der Verwaltung habe ich auch nur gute Erfahrungen gemacht. Als Austauschstudent wendet man sich am besten mit allen Anfragen an das „Centre Europe“, das auch für die Bearbeitung der Erasmus-Unterlagen zuständig ist. Meist bekommt man innerhalb weniger Stunden eine Antwort. Man kann alle Unterlagen (z.B. Learning Agreement, Confirmation of stay…) als Scan an sie schicken und bekommt sie unterschrieben zurück. Auch bei allen Fragen zur Kursauswahl, Wechsel / Abmeldung von Kursen oder Prüfungen kann man sich an sie wenden.

Die Leistungsanforderungen unterscheiden sich von dem, was man von der Uni Potsdam gewohnt ist. In allen Kursen wird man anhand mehrerer Leistungen bewertet, die man im Laufe des Semesters erbringen muss. Dabei kann es sich um Mid-term Exams, Hausarbeiten, Papers, Vorträge, mündliche Mitarbeit und Abschlussprüfungen handeln. Da die Semester sehr kurz sind (ca. 12 Wochen), sollte man sich von der ersten Woche an überlegen, wie man sich die Arbeit am besten einteilt, da der letzte Monat sonst wirklich sehr stressig werden kann. Meist geht es nicht darum, komplizierte Rechnungen zu vollziehen oder das Rad neu zu erfinden. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass es den Dozenten darum geht ein grundsätzliches Verständnis der Modelle, Theorien und der Zusammenhänge zwischen Themen herzustellen. Dabei kann man bei den Hausarbeiten z.B. eher auch mal seine eigene Meinung anbringen, als ich es aus Potsdam kannte. Eine gut fundierte Meinung wird eher geschätzt, als bloßes wiedergeben der Literatur und von Daten. Die Dozenten möchten sehen, dass man die Dinge verstanden hat und in der Lage ist über seinen Tellerrand zu sehen. Die Schwierigkeit liegt nicht darin die Arbeiten zu verfassen. Sie liegt darin die große Zahl an Abgaben, Vorträgen und Zwischenprüfungen zu bewältigen. Man hat eigentlich immer etwas zu tun und beinahe jede Woche etwas abzugeben, einen Vortrag zu halten oder eine Zwischenprüfung zu schreiben. Es liegt aber auch auf jeder einzelnen Leistung weniger Druck, da sie ja nur einen Bruchteil der Note ausmacht.

Im Allgemeinen ist die technische Ausstattung sehr gut. Die Bibliothek ist mit Apple Computern ausgestattet, es gibt Drucker (Schwarz/Weiß und Farbe) und man erhält auf seinem Studentenausweis ein Druckerguthaben von 30€ zu Beginn des Jahres. Dies reicht für ein Studienjahr locker aus. Die Bibliothek verfügt über ein großes Angebot an französischer und internationaler Literatur. Diese kann man entweder über die Internetseite herunterladen oder Bücher zum Ausleihen über die Internetseite bestellen. Die Bücher sind selten frei in der Bibliothek zugänglich, da sie unterirdisch gelagert werden. Bestellt man sie zum Ausleihen über die Internetseite, stehen sie aber spätestens nach 30 Minuten zur Abholung bereit. Die Bibliothek eignet sich eher weniger zum Arbeiten. Leider ist sie zu klein, zu laut und eigentlich auch immer zu warm. Ich habe deswegen immer zu Hause gearbeitet.

Kontakte zu  einheimischen und ausländischen Studierenden

Da ich aus Paris komme, kannte ich schon einige Leute in der Stadt und war nicht so sehr auf das Welcome-Program der SciencesPo angewiesen. Ich habe mich dafür auch nicht angemeldet und trotzdem durch meine Kurse, die zahlreichen Veranstaltungen und „Associations“ viele Leute kennen gelernt. Dabei handelt es sich um kleine „Vereine“ von Studenten, die gemeinsam Sport machen, Filme schauen, Theater spielen, ins Museum gehen, Debattieren, sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, politische Parteien vertreten, sich einfach nur regelmäßig auf ein Bier treffen, Feiern oder Reisen organisieren und und und... Es gibt da fast nichts, das es nicht gibt. In der ersten Studienwoche stellen sich die verschiedenen „Associations“ vor und man kann ihnen dann auch gleich beitreten. Bei den meisten kann man sich aber auch ohne Betritt erst einmal ansehen und dann über eine Teilnahme entscheiden. Viele haben auch eine Facebook-Seite, auf der man nachsehen kann, was die Mitglieder unternehmen. 60% der Studenten an der SciencesPo Paris kommen nicht aus Frankreich. Das bedeutet, dass jedes Semester ein großer Teil der Studenten neu ist, sich orientieren muss und eigentlich jeder offen ist für neue Bekanntschaften. Das gilt grundsätzlich auch für die Franzosen. Allerdings sollte man im Hinterkopf behalten, dass die französischen Studenten bereits mindestens ein Jahr gemeinsam studiert haben, sich untereinander schon gut kennen und deshalb weniger darauf angewiesen sind, neue Freunde zu finden. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht auch französische Freunde finden kann, wenn man sich zum Beispiel in einer Sportgruppe oder einer „Association“ engagiert.

Sprachkompetenz

Während meines Studienjahres habe ich Kurse auf Französisch und Englisch belegt. Da Französisch meine zweite Muttersprache ist und ich vor meinem jetzigen Studium bereits einen Abschluss auf Englisch gemacht habe, hat mein Aufenthalt hier nicht viel zur Verbesserung meiner Sprachkenntnisse beigetragen. Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass es sich auch für Nicht-Muttersprachler lohnt einen Kurs auf Französisch zu belegen. Vor allem Seminare, da diese häufig in sehr kleinen Gruppen stattfinden. Die Professoren haben viel Verständnis für Studenten, die die Sprache nicht fließend sprechen und haben uns in den Prüfungen die Wahl gelassen, diese auf Französisch oder Englisch abzulegen. In den Seminaren, die ich auf Französisch belegt habe, waren sogar die Mehrheit der Studenten keine Franzosen. Da die französischen Seminare in kleineren Gruppen stattfinden als die englischen, waren dies aus meiner Sicht sogar die spannendsten Kurse mit den intensivsten Diskussionen. Studenten, die durch ihren Aufenthalt ihre Sprachkentnisse verbessern wollen, empfehle ich auf jeden Fall mindestens einen Kurs auf französisch zu belegen. Es bietet die Möglichkeit frei zu sprechen, an Diskussionen teilzunehmen, Exposés zu halten und schriftliche Arbeiten zu verfassen. Und das alles in einem sehr sicheren Rahmen, da es ja für die Mehrheit eine Fremdsprache ist. Die englischen Kurse waren auch sehr gut. Englische Kurse haben meist mehr Teilnehmer (ca. 50). Die Bewertungsverfahren unterscheiden sich nicht zwischen französischen und englischen Kursen. Im Gegensatz zu deutschen Universitäten wird an der SciencesPo über das ganze Semester geprüft. Das schöne daran ist, dass man bei der letzten Prüfung weniger Druck hat. Das ist gut, da man in der Prüfungswoche meist mehrere Prüfungen dicht hintereinander hat. Aber es bedeutet auch, dass man sich die Arbeit am besten von Beginn an sinnvoll einteilt, da die Semester nicht sehr lang sind (meine dauerten je 12 Wochen) und man sonst den letzten Monat ausschließlich damit verbringt Hausarbeiten zu schreiben und für die Prüfungen zu lernen. In der Mehrheit der Kurse müssen im Laufe des Semesters mindestens zwei benotete Leistungen erbracht werden (Hausarbeit, Exposé, Tests, Prüfungen). Zudem zählt meist auch die Mitarbeit, aber zu einem geringeren Teil. Bei der Kursauswahl sollte man die erwarteten Leistungen im Hinterkopf behalten, damit der Arbeitsaufwand nicht zu groß wird. Vor allem, wenn man tatsächlich 30 ECTS-Punkte erreichen möchte. SciencesPo empfiehlt je Semester 4 Seminare (à 5 ECTS) und eine Vorlesung (à 10 ECTS) zu belegen. Das ist zwar machbar, ich würde aber davon abraten, da dies einen sehr hohen Arbeitsaufwand bedeutet und man dann wahrscheinlich nicht mehr viel von der Stadt mitbekommt.

Wohn- und Lebenssituation

Meine Unterkunft, ein ehemaliges Angestelltenzimmer („chambre de bonne“), habe ich über die Website der SciencesPo gefunden. Dort kann man sich mit seinem Usernamen und Passwort einloggen, die man mit der Zusage der SciencesPo erhält. Mit der Suche habe ich begonnen, sobald ich die Zusage hatte. Das bedeutet, dass ich die Vermieter angeschrieben und angerufen habe. So habe ich nach ca. 14 Tagen mein Zimmer gefunden, das auch nur 10 Minuten von der SciencesPo entfernt war. Eine weitere Möglichkeit zur Wohnungssuche ist die Facebookgruppe „Sciences Po Exchange students“, wo am Ende des Semesters viele Studenten Wohnungsanzeigen veröffentlichen. Master-Studenten können sich auch für die „Cité internationale universitaire“ bewerben. Dort kann man entweder im Haus der eigenen Nationalität (Für Deutschland: das Heinrich-Heine-Haus) oder auch im Haus eines anderen Landes wohnen. Es handelt sich um ein sehr schönes Gelände auf dem es eine eigene Mensa, ein Café und mehrere Theater gibt. Es finden dort sehr viele unterschiedliche Veranstaltungen statt. Man kann natürlich auch einfach über das Internet suchen (z.B. über die Seiten pap.fr oder seloger.fr). Freunde von mir haben ihre WG-Zimmer sogar über deutsche Seiten gefunden. Die Mieten in Paris sind überdurchschnittlich hoch. Bei der Suche sollte man deswegen beachten, dass man für ein Zimmer oder eine Wohnung die staatliche Wohngeldhilfe (APL) beantragen kann. Am besten die Vermieter gleich bei der ersten Anfrage danach fragen. Viele schreiben es auch direkt in die Anzeige hinein. Bei einem Zimmer mit 17qm im 7. Arrondissement und 700€ Miete, erhält man ca. 220€ Zuschuss von der französischen Familienkasse (CAF), wenn man keine Einkünfte für den gefragten Zeitraum hat. Dies gilt für alle Studenten (auch Nicht-Franzosen!). Beantragen kann man den Zuschuss sehr einfach über Internet. Für ausländische Studenten ist zu beachten, dass eine internationale Geburtsurkunde eingereicht werden muss. Diese sollte man am besten vor dem Studienantritt beantragen, da dies je nach Kommune etwas langwierig sein kann. Dieser Zuschuss hat mir ermöglicht, ein Zimmer sehr viel näher an der SciencesPo zu mieten, als es sonst möglich gewesen wäre. Es lohnt sich, die Beantragung auf der Website der CAF für interessante Wohnungen/Zimmer zu simulieren, um einen Eindruck zu gewinnen wie hoch der Zuschuss in etwa sein könnte. Das erleichtert die Suche sehr, da man so auch teurere Unterkünfte in Betracht ziehen kann. In Paris gibt es das dichteste öffentlichen Verkehrsnetz Europas. Wenn man ein ganzes Jahr bleibt, lohnt es sich die „Carte Navigo“ („Tarif ImagineR“ für Studenten) zu beantragen, mit der man für ca. 35€/Monat alle öffentliche Verkehrsmittel in allen Zonen im Großraum Paris nutzen kann (http://www.imagine-r.com/forfait/la-carte.aspx) . Die letzten drei Monate des Jahres ist die Karte gratis. Die Unterlagen für den Antrag, kann man sich in den Büros des Betreibers des öffentlichen Nahverkehrs, RATP, und auch in manchen Büros des Fernverkehrs (SNCF) besorgen. Es dauert ca. 2-3 Wochen bis man die Karte per Post bekommt. Man kann sich auch sehr günstig für die Leihfahrräder „Velib“ anmelden. Auch hier gibt es sehr günstige Studentenangebote. Die erste halbe Stunde ist immer gratis. Mit Studenten-Abo sogar die ersten 45 Minuten. Und damit kommt man in Paris meistens schon ans Ziel. Gerade für den Spätsommer und das Frühjahr ist das eine wirklich schöne Möglichkeit die Stadt zu erkunden. Stationen gibt es sehr regelmäßig und mit einer App kann man überprüfen wo es Räder gibt und wo man sie wieder loswerden kann. Ich selber hatte schon ein Bankkonto bei der Société Générale, mit der ich auch sehr zufrieden bin. Für Studenden der SciencesPo gibt es im September von mehreren Banken besondere Angebote mit Willkommensbonus i.H.v. bis zu 250€. Man kann mit seiner Studienbescheinigung und einer Bescheinigung über eine französische Anschrift (z.B. Mietvertrag, Telefon- oder Stromrechnung) direkt in eine Filiale in der Nähe der SciencesPo gehen, um ein Konto zu eröffnen (z.B. die Filliale „Paris Croix Rouge“). Die Société Générale sowie andere Banken stellen sich in der ersten Woche aber auch selber im Hauptgebäude vor. Dort kann man sich über die verschiedenen Angebote informieren. Als Europäer braucht man in Frankreich keine zusätzliche Krankenversicherung. Nur eine europäische Krankenversicherungskarte. Es ist üblich den Arzt direkt zu bezahlen. Wenn es einem nicht automatisch ausgehändigt wird, muss man nach einer „Fiche des soins“ fragen. Damit kann man sich die Arztkosten von der französischen Krankenversicherung erstatten lassen. Die eigene Krankenkasse kann einem erklären, wie das funktioniert. Wie die Miete sind auch die Lebenshaltungskosten in Paris höher als in Deutschland. Lebensmittel, sowie Bars sind teurer (besonders im Vergleich zu Berlin). Handy- und Internetverträge sind dafür um einiges günstiger (ca. 10€/Monat) und jederzeit kündbar. Um die Preise im Supermarkt kommt man natürlich nur schwerlich herum, aber es gibt auch günstige Möglichkeiten essen zu gehen, wie z.B. die Kantinen des CROUS, die es überall in der Stadt gibt. Es gibt aber auch echte Restaurants, die man sich auch als Student gönnen kann. Eine gute Auswahl bietet z.B. die Website „Les petites tables“, die nur Restaurants aufnimmt, bei denen man für bis zu 10€ ein Menü bekommt. Besonders die Mittagsangebote lohnen sich in fast allen Restaurants. Es gibt Freizeitangebote der SciencesPo (Associations, Unisport...) und auch zahlreiche Angebote in der Stadt. Über Facebook findet man schnell z.B. Laufgruppen, die sich regelmäßig treffen, günstige Studienreisen usw. Ausserdem sind alle staatliche Museen für Europäer bis zum Alter von 27 Jahren gratis (inkl. Louvre, Musée d’Orsay, Centre Pompidou...). So kommt man bei den meisten auch an den Schlangen (aber nicht an den Sicherheitskontrollen!) vorbei. Einfach direkt zum Eingang gehen und den Ausweis zeigen. Meistens kommt man damit direkt rein.


Rückblick

Ich habe das Jahr in Paris und an der SciencesPo sehr genossen. Die Kurse sind spannend, die Professoren wirklich gut und die Hochschule bietet regelmäßige spannende Veranstaltungen an denen Staatschefs und Spitzenpolitiker aus aller Welt teilnehmen. Auf keinen Fall sollte man sich von dem Namen und dem Ruf der SciencesPo abschrecken lassen und stattdessen von dem überdurchschnittlichen Lehrangebot profitieren. Die Ausbildung geht weniger in die Tiefe als man es aus Deutschland gewohnt sein mag (gerade  bei Wirtschafts- und Finanzfächern fällt dies auf). Es geht vielmehr darum ein Verständnis für  politische und wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln, sodass man sein Wissen auch  fächerübergreifend sehr gut einsetzen kann. Durch die Kombination des Studiums in  Potsdam und in Frankreich ist auf jeden Fall zu empfehlen. So nimmt man das Beste aus  beiden Systemen mit!

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