uni-potsdam.de

You are using an old browser with security vulnerabilities and can not use the features of this website.

Here you will see how you can easily upgrade your browser.

Ein Semester in Pau

Ich habe ein Semester an der Université de Pau et des Pays de l’Adour (UPPA), am Standort Pau studiert. Es gibt noch in Bayonne, Anglet, Tarbes und Mont-de-Marsan Campusstandorte. Entsendet wurde ich vom Institut für Medien und Künste der Universität Potsdam, wo ich nach meinem Lehramtsmaster in Deutsch und Französisch noch einen Germanistikmaster angehängt habe, um mich persönlich weiterzubilden und meine professionelle Kompetenz weiterzuentwickeln. Ich bin lustigerweise durch einen Zufall an den Platz in Pau gekommen: ich war eigentlich zu spät dran, mit meiner Entscheidung, nochmal ins Ausland zu gehen und fand dann aber Pau noch auf der Restplatzliste. Und zum Glück, denn Pau ist das Beste, was mir hätte passieren können, das kann ich schon mal vorwegnehmen.


Studienfach: MA Germanistik / M1 Rhétorique des Arts

Aufenthaltsdauer: 08/2016 - 12/2016

Gastuniversität: Université de Pau et des Pays de l’Adour

Gastland: Frankreich

Von Pau hatte ich bis dato noch überhaupt nichts gehört, der Master de Recherche: Rhétorique des Arts hat mich aber gleich angesprochen, da er ganz neu ist und das (vorläufige) Programmsich sehr spannend las. Die Bewerbungsformalitäten waren nicht besonders kompliziert, ich hatte guten Kontakt mit beiden Unis und den jeweiligen Betreuern und so war alles schnell erledigt, obschon ich so spät dran war. Der Kontakt mit der Betreuerin des dortigen International Office war sehr gut und sie wusste immer Antworten auf eventuelle Fragen, so dass mir die Vorbereitung meines bevorstehenden Aufenthaltes nicht schwer fiel. Sie kümmerte sich beispielsweise auch um die Reservierung der Wohnheimzimmer für die Incoming students (überwiegend in der Residenz Gaston Phoebus mit 9qm und Gemeinschaftsküche auf dem Flur für die, die ein Semester bleiben, und für die, die ein ganzes akademisches Jahr bleiben in Francis Jammes, etwas größer und mit Küchenzeile inklusive). Anhand der Erfahrungsberichte, die man online schon finden konnte, habe ich schnell alles herausgefunden, was ich benötigte (einfach über die UP-Website oder bei Google eingeben). So ist es z. B. unabdingbar, eine Kopie (einfach, auf Deutsch reichte bei mir) der Geburtsurkunde und ca. ein Dutzend Passfotos von sich mitzunehmen.

Ich habe im Vorfeld noch eine Krankenversicherung für das Ausland abschließen müssen, die den gesamten Zeitraum bis Mitte Januar (für ein Semester) abdeckt und in der insbesondere der Rücktransport inbegriffen ist. Die Versicherung in Deutschland lief parallel weiter. Die Post habe ich zu meinen Eltern schicken lassen und von der UP bin ich für den Zeitraum beurlaubt worden und habe mir sogar das Semesterticket anteilig zurückerstatten lassen (was jetzt nicht so klug war, da ich ja eher als vorgesehen zurückgekehrt bin…). Das klappt alles ohne weitere Probleme und mehr habe ich eigentlich nicht vorbereiten müssen.

So bin ich Ende August schließlich zur Einführungswoche für die Erasmusstudenten angereist (easyJet und Ryanair fliegen unglaublich günstig von Berlin-Schönefeld nach Toulouse; fliegt lieber nicht via Paris nach Pau (PUF) direkt, das ist um ein Vielfaches teurer!). Ich wurde dort direkt ab Ankunft durch alle Aufnahmemodalitäten geschleust. Die Tutorinnen sind wirklich hilfsbereit und erklären einem alles. Ich verfügte schon über sehr gute Französischkenntnisse und konnte mich gleich gut zurechtfinden und die Gänge alleine erledigen, es hätte aber auch die Möglichkeit gegeben, sich helfen zu lassen, beispielsweise beim Eröffnen eines französischen Bankkontos (BNP Paribas kann ich empfehlen, da waren wir letztlich fast alle) oder dem Bezug der Wohnheimzimmer (z. B. für den Etat des lieux). In den ersten zwei Wochen erhielten wir auch in Gruppen, die anhand eines Vor-Einstufungstests (online) ermittelt wurden, Französischunterricht, um uns auf die Vorlesungen und Seminare vorzubereiten. Hier lernten wir auch die grundlegenden Richtlinien und formelle Dinge zu den Leistungserbringungen im französischen Hochschulsystem kennen: Prise de notes, Dissertation, Essai argumenté etc.

Während der ersten Wochen wurden vom International Office auch Ausflüge organisiert, an denen wir gegen einen kleinen Obolus teilnehmen konnten. So ging ich binnen zwei Wochen zum ersten Mal in meinem Leben Raften und Surfen! Am Ende der Einführungszeit schrieben wir erneut einen Test, der uns den semesterbegleitenden Kursgruppen zuordnete. Ein- bis zweimal die Woche, je nach Niveau, erhielten wir dann zusätzlich Französischunterricht zu Sprache und Kultur. Es wurden auch Kurse speziell zum wissenschaftlichen Arbeiten angeboten. Zudem gab es auch eine Bibliotheksführung und die Angestellten dort sind wirklich sehr nett. Leider ist die Auswahl an Büchern eher dünn, anders als man es sicherlich von Potsdam oder dem Berliner Raum gewöhnt ist.

Ab Anfang September war dann Vorlesungsbeginn. Leider ist die Uni noch nicht so richtig gut in Sachen Internetorganisation, so dass wir unsere Stundenpläne erst am Montag ab 8 Uhr an den jeweiligen Sekretariaten der einzelnen Departements ablesen und abschreiben konnten und der Stundenplanbau sich so etwas hinzog. Bis in die vierte Semesterwoche war einigen ihr Plan noch nicht klar, geschweige denn, welche Leistungen sie erbringen mussten oder wieviele Punkte sie dafür bekommen würden.

Im Master Rhétorique des Arts ist das anders, das Programm steht (ein bisschen wie an der FH) von Beginn an, ist aber nicht in einem Wochenstundenplan organisiert, sondern ändert sich blockweise quasi wöchentlich oder in 2-3-Wochenabschnitten. Es ist jeweils in Unités aufgeteilt, die grob gesagt, die einzelnen Kunstformen abdecken. Es gibt also Seminare zu Architecture, Sculpture, Peinture, Musique, Poésie, Photographie und Cinéma. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf dem amerikanischen Raum und eher zeitgenössischen Künstlern, wobei natürlich immer auch auf die Wurzeln und Ursprünge eingegangen wird. Zusätzlich bzw. optional alternativ können auch Kurse aus den anderen Master de Recherche besucht werden, z. B. aus dem Programm des Schwester-Masters Poétiques. In einer Unité hat man im Schnitt 4 Seminare, zu je etwa 10 Stunden. Für eine erfolgreich absolvierte/validierte Unité kann man in diesem Master zwischen 3 und 12 Credits erhalten, wobei der Plan semesterweise so angelegt ist, dass man auf die erforderlichen 30 ECTS kommt, wenn man alle Kurse im Vollstudium belegt. Da ich auch Kurse anderer Masterzweige belegt habe, kam es jedoch zu Überschneidungen und ich habe letztlich nicht die 30 ECTS zusammenbekommen, aber das war mir nicht so wichtig, wie Kurse besuchen zu können, die mich inhaltlich stärker interessieren und persönlich weiter bringen. Die Dozenten haben je einen Fachbereich und reisen teilweise von der Universität Saragossa oder aus Bordeaux an, daher gibt es manche Veranstaltungen als Block, was zur Folge hat, dass man auch mal Freitagnachmittag und Samstagvormittag Uni hat. Das ist aber auszuhalten, weil man sonst eher wenig Wochenstunden hat, da im Master viel Zeit dem Selbststudium und der Recherche zugestanden wird. Die Masterkommilitonen müssen ja nach dem ersten Masterjahr (1. und 2. Semester) bereits eine erste Masterarbeit abgeben und verteidigen — das habe ich nicht gemacht, da ich nur das erste Semester bleiben konnte. Unser Masterjahrgang in dem speziellen Zweig der ‚Rhetorik der Künste’ bestand übrigens neben mir, nur aus 4 weiteren Studenten, es ist also sehr familiär und man findet zwangsläufig schnell Anschluss — was z. B. essentiell ist, damit man sich mit den Mitschriften aushelfen kann. Am Ende des Semesters bzw. semesterbegleitend muss man dann aber in den einzelnen Unités sogenannte Dossiers, also wissenschaftliche Artikel einreichen, die eine Forschungsfrage diskutieren und den -stand abbilden. Man kann sich seine Neigungsrichtung aber aussuchen; oft geschieht dies (bei den Festmastern auf jeden Fall) in Hinblick auf die vorzubereitende Masterarbeit. Ich selbst konnte frei nach Gusto wählen und aus dem vollen Thementopf schöpfen, den die Dozenten uns angeboten haben. Neben Seminaren zur amerikanischen Musikgeschichte sowie Musique concrète, Analyseseminaren zu Photographie, Malerei und Kino, habe ich mit dem Präraphaelismus sehr spezifische Themengebiete erkunden können. Studienbegleitend wurden Methodik- und Rechercheseminare und Exkursionen angeboten. Ich habe so einige Theater- und Kinovorstellungen und zahlreiche Museen ansehen können; ja sogar eine Fahrt zur Oper in Toulouse wurde angeboten. Meine Dossiers habe ich unter anderem zur Darstellung des Spiegels in verschiedenen filmischen Adaptionen des Grimmschen Schneewittchens oder auch zur Frage des Rechts am eigenen Bild auf Facebook im Todesfall des Abgebildeten verfasst. Die Betreuung durch die Dozenten war dabei sehr anregend, motivierend, richtungsweisend und sinnstiftend. Die Dozenten sind allesamt übrigens sehr gut per Mail erreichbar und haben sehr flexible Sprechzeiten — schade, dass es bei der Stundenplanung oder der Einschreibung für Prüfungsleistungen an der Uni insgesamt noch nicht so klappt; natürlich ist analog dennoch alles möglich, nur eben etwas umständlicher. Aber im Süden ist das vielleicht auch nochmal etwas extremer und daran muss man sich dann einfach einlassen, finde ich. Als Fazit ziehe ich aus diesem Auslandssemester, dass ich mich sprachlich auf jeden Fall noch einmal weiterentwickeln und verbessern konnte, insbesondere durch den Besuch des wöchentlichen Sprachkurses, aber auch durch die Teilnahme an den Seminaren. Zuerst hatte ich großen Respekt und Sorge, dass ich den Lehrveranstaltungen eventuell nicht folgen können würde, aber dies blieb  glücklicherweise unbegründet. Ich denke, dass ich den Master mit meinem pädagogischen Ansatzpunkt aus meinem Erststudium in Deutschland bereichern konnte und auch mein Wissen über Kunstgeschichte in meinem Heimatland und dem deutschsprachigen Kontext konnte der Gruppe einen Zugewinn darstellen. Gleichsam öffnete sich für mich ein neuer Wissensschatz, der sich nicht nur in einem fundierten historischen Wissen über die Entstehung der einzelnen Kunstformen, sondern auch im spezifischen Wissen über Teilbereiche der Kunstlandschaft manifestierte. Die in jedem Fall praktisch orientierten Seminare und der oftmals aktuelle und zeitgeschichtliche Aspekt der Wissensvermittlung hatten zur Folge, dass ich mich der Kunst in einem völlig neuen Zusammenhang nähern und mein Wissen dadurch viel besser verknüpfen konnte. Die Auswirkungen und Zusammenspiele der einzelnen Kunstformen kamen dabei ebenso deutlich zum Tragen, wie die sachliche Analyse der einzelnen Kunsterzeugnisse. Den im Laufe des Semesters angelegten Fundus an Werksanalysen  und die so entstandene Sammlung der einzelnen Kunstformen habe ich katalogisiert und werde in meiner zukünftigen Tätigkeit und der Fortführung meines Studiums darauf zurückgreifen. Es gefiel mir im Besonderen, dass Kunstgeschichtliches mit neuzeitlichen Medien in Verbindung gebracht werden konnte, was in meinen Augen einen sehr fruchtbaren Bezug herstellt. Mein Traum ist es, eines Tages das Fach Kunst als bilinguales Sachfach zu unterrichten, was ich mir mit meinem abgeschlossenen Auslandssemester jetzt noch besser vorstellen kann. Ich hoffe, dass sich dieser Wunsch meinerseits erfüllt und diese Kombination den Schülern auch einmal angeboten wird, da ich es schade finde, dass meist bilingualer Unterricht nur auf Englisch stattfindet oder wenn auf Französisch, dann meist nur Histoire-Géo. In meinem bevorstehenden Referendariat und einer späteren Lehrtätigkeit und eventuellen Mitarbeit im Schulbuchverlagswesen werde ich mich dafür einsetzen, dass diese Idee in die Umsetzung kommt, wenn es auch zunächst ‚nur‘ als AG ist. Eine meiner Kommilitoninnen hier an der UPPA wird im kommenden Jahr nach Italien gehen, eine zweite nach Japan, eine andere ist gebürtige Russin — diese Internationalität hat den Austausch in den Seminaren sehr belebt und ich denke, es ist ein Zeichen dafür, dass Kunst ein übergreifendes Thema ist, das die Menschen verbindet und sie zum Gespräch anregt. Diesen Eindruck habe ich aufgenommen und möchte ihn an meine Schüler weitergeben, indem ich den Anteil der interkulturellen Kompetenz stark am musisch-ästhetischen Bereich orientiere und den Lernern so Wissen über die Kultur des Ziellandes (in meinem Fall Frankreich) vermittle. Ich stelle mir für meinen weiteren Werdegang eine internationale Zusammenarbeit in Schülerprojekten vor, wie ich es in einem anderen Auslandsaufenthalt bereits zum Thema ‚50 Jahre Elyséevertrag‘ betreuen durfte, nur in diesem Fall auf einer künstlerisch angelegten Ebene.Im Dezember endete mein Erasmusaufenthalt leider schon, da die Master keine abschließenden Klausuren am Semesterende und daher die Prüfungsphase der ersten beiden Januarwochen des Folgejahres frei haben; das heißt, vorlesungsfrei, nicht jedoch, dass nichts zu tun wäre: die Dossiers sind bis Ende Januar abzugeben, um das Semester validieren zu können.

Wenn doch noch etwas Freizeit bleibt, bietet Pau neben den oben angesprochenen Museen (es gibt hier neben den Beaux Arts, z. B. das Schloss Heinrich des IV. von Navarra zu besichtigen) und Kinos, auch ein wunderschönes Theater im italienischen Stil, das nur wenige ausgewählte Stücke, z. B. von Flaubert zeigt. Wichtig ist, dass man insbesondere die Augen und Ohren zu besonderen Angeboten und Veranstaltungen offen hält, so z. B. zu den Journées internationales de Patrimoine oder auch den jeweils ersten Sonntag in jedem Kalendermonat, wo der Eintritt in bestimmte Gebäude und Sehenswürdigkeiten gratis ist. Für Kunststudenten ist der Eintritt übrigens generell kostenfrei, da es ein Abkommen mit der UPPA gibt. Wenn ihr unter 26 seid, könnt ihr euch eine günstige Monatskarte für das Stadtgebiet Pau und Umgebung (Gan, Lescar etc.) beim ÖPNV-Anbieter idelis kaufen. Ab 26 Jahren (was bei mir der Fall war) lohnt sich das nicht mehr so wirklich, zumal man unter der Woche nicht wirklich vom Campus wegkommt und für 2-3 Fahrten am Wochenende kann ich dann eher die 10er-Karte (die auch mit 20 Fahrten aufgeladen werden kann) empfehlen! Ich bin wirklich nur für Ausflüge mal mit dem Bus gefahren — die City erreicht man auch fußläufig in einer halben Stunde vom Wohnheim aus. Auf dem Campus hat man übrigens alles was man braucht: 3 Kantinen/Cafeterias verschiedener Ausrichtung, in der Mensa gibt es z. B. für 3,25€ ein annehmbares 3-Gänge-Menü. Leider wiederholen sich die Speisen häufig (täglich Steak&Frites!) und sind noch nicht so hundertprozentig auf Vegetarier eingestellt.. In der Nähe ist aber ein E. Leclerc-Hypermarkt im Einkaufszentrum Tempo, wo man wirklich alles findet, was man benötigt (sogar Haushaltswaren, da die Zimmer in Gaston Phoebus zwar möbliert, aber nicht mit Geschirr etc. ausgestattet sind).

Als Student kann man seinen Studiausweis in der Mensa auch zum Bezahlen nutzen (oder auch in der Bibliothek zum Drucken/Kopieren), was in der Wohnheim-Wäscherei nötig wird. Ein Waschgang (egal welcher) kostet 2,60€, Trocknen (15 Minuten) 1,10€. Die Karte ist über izly.fr zu aktivieren und aufzuladen (leider nur ab 30€ aufwärts). Es gibt auch eine App fürs Handy, die die Nutzung erleichtert. Das übrige Geld kann man sich übrigens ganz einfach wieder zurück aufs Heimatkonto überweisen.

Die Stadt Pau (http://www.pau-pyrenees.com; http://www.pau.fr/312-office-de-tourisme-communautaire.htm; http://www.tourisme.fr/901/office-de-tourisme-pau.htm) ist relativ klein, besitzt aber alles, was den Charme einer französischen Stadt ausmacht: eine Altstadt mit kleinen (nicht ganz so verwinkelten) Gässchen, Fußgängerzone nahe am Schloss, Restaurants soweit das Auge reicht, Feinkostläden und Chocolatiers, den Boulevard des Pyrénées, an dessen Ende (vom Schloss aus gesehen) sich der Parc Beaumont mit dem gleichnamigen Palais befindet und in dem auch im Sommer ein Freiluftkino ist, das z. B. Musicals aus den 60er Jahren, aber auch ganz moderne Filme zeigt — ebenfalls gratis. Man kann also auch als Student  mit schmalerem Budget einiges unternehmen und bekommt auch einiges geboten. Nicht zuletzt ist natürlich die Lage zwischen den Pyrenäen (wandern, klettern, Ski fahren — werden als Unisportkurse angeboten!) und dem Atlantik (surfen ebenso) ideal, um auch selbst eine wenig die Region zu erkunden (Strand, Kurzurlaube). Es gibt supergünstige Busverbindungen, Blablacar (wirklich zuverlässig in Frankreich) und den Zug. Ich hatte mir übrigens den Reiseführer Südwestfrankreich von Andreas Drouvegekauft — das Internet (ganz simpel über wiki, maps) oder Prospekte und/oder Beratung im Tourismusbüro bieten aber auch Inspiration.

In der Nähe sind Lourdes für alle Pilger und sonstige Touristen (die Sommermonate bis inkl. September lieber meiden, da völlig überlaufen), Bayonne, Biarritz und Saint-Jean-de-Luz für alle Surfer und Sonnenanbeter, die Metropolen Toulouse und natürlich Bordeaux in maximal ca. 2 Stunden Fahrt zu erreichen und definitiv sehenswert. In den Ferien habe ich eine Rundreise an die Côte d’Azur unternommen, dank Fernbus und Airbnb ging das sehr gut. Aber auch die kleineren Orte in der Umgebung haben ihren Charme, so gibt es in Nay das Barettmuseum, die Thermalquellen und -bäder von Dax, in Oloron-Sainte-Marie und auch Tarbes die historischen Stadtkerne mit ihren Kirchen, Parks, einer netten Fußgängerzone zum Einkaufen und z. B. den Lindt-Werksverkauf, die Grotten von Bétharram oder Méduse, in Jurançon ein Weingut mit Cave, wo der edle (in Deutschland weitgehend unbekannte) Tropfen verköstigt und erworben werden kann. Insbesondere die kleinen Orte sind gut zu erreichen, wenn man sich wie ich mit Kommilitonen ein Auto teilt oder Blablacar nutzt; die Überlandbusse sind leider etwas rar, es gibt sie aber, sie fahren z.B. an die Mittelmeerküste nach Carcassonne, Narbonne oder sogar bis über die spanische Grenze nach Donostia, Barcelona oder Saragossa.

Studienfach: MA Germanistik / M1 Rhétorique des Arts

Aufenthaltsdauer: 08/2016 - 12/2016

Gastuniversität: Université de Pau et des Pays de l’Adour

Gastland: Frankreich


Rückblick

Vor einem Jahr wusste ich noch nicht, dass ich noch einmal ins Ausland gehen würde und schon gar nicht, wer oder was ‚Pau‘ ist — ich bin sehr froh, dass es nun anders gekommen ist und ich diese Reise mit ihren Erfahrungen machen durfte. Ich nehme aus dieser (wenn auch recht kurzen) Zeit sehr viel mit und kann nur jedem, der immer noch zögert, raten, sich einfach auch ins Abenteuer zu stürzen und dem Wink der Restplatzliste zu folgen.

Frankreich

Zurück zur Länderseite

Studium im Ausland

Hier finden Sie alle Informationen zum Studium im Ausland

Finanzierung & Stipendien

Wie Sie Ihr Auslandsstudium finanzieren können und welche Stipendien Sie erhalten können, erfahren Sie hier