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Ich habe mich sowohl auf einer Info-Veranstaltung des Psychologie-Departements, als auch auf den Internetseiten der Uni-Potsdam über das Erasmus-Programm informiert. Die Kontaktaufnahme und die Bewerbung verlief unkompliziert. Vor Beginn des Aufenthalts habe ich über das OLS-Programm von Erasmus online Sprachkurse belegt, um mein Französisch aufzufrischen. Die konkrete Planung zur Zimmersuche habe ich etwa 2 Monate vorher begonnen.


Studienfach: M. Sc. Psychologie

Aufenthaltsdauer: 01/2017 - 06/2017

Gastuniversität: Université Paris Ouest Nanterre La Défense

Gastland: Frankreich

Studium an der Gastuniversität

Historisch gesehen ist die Universität Nanterre politisch deutlich links ausgerichtet, was sich bis heute gehalten hat und sich im Psychologie Department durch eine starke Forschungsausrichtung auf Sozialpsychologie widerspiegelt. Im Gegensatz zu Potsdam gibt es nur einen großen Hauptcampus mit einem Sportzentrum in der Mitte, wodurch es sehr betriebsam zugeht. Die Atmosphäre auf dem Campus ist freundlich und durch Aufgeschlossenheit und Bemühen gleich zu Anfang, war es schnell möglich mit den französischen Kommilitonen in Kontakt zu kommen. In Frankreich heißt Vorlesung „cours magistral“ (kurz CM) und Seminar „travail dirigé“ (kurz TD). Sie unterscheiden sich vom Aufbau her teilweise stark vom deutschen System. Ich habe einen cours magistral erlebt, in dem die Professorin Sitzung für Sitzung Ihre Aufzeichnungen vorgelesen, ohne freie Rede oder Unterstützung von Bildmaterial. Dies kann als Erasmus-Student_in herausfordernd sein, allerdings waren die Kommilitonen immer hilfsbereit und haben ihre Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt. Generell ist in den TDs die Interaktion zwischen Professor_in und Studierenden weniger stark ausgeprägt, als ich es aus Potsdam kenne, jedoch hängt die stark von dem Lehrstil des/der Professors/in ab. Im Allgemeinen wird mündliche Mitarbeit sehr wertgeschätzt, aber nicht benotet, weswegen viele französische Studierende wenig Mitarbeit zeigen. Die Anzahl der vergebenen ECTS-Punkte pro Vorlesung/Seminar zwischen der Uni Potsdam und der Uni Nanterre unterscheidet sich. Für eine Vorlesung, sowie für ein Seminar gibt es in Potsdam 4 ECTS Punkte, in Nanterre gibt es für eine Vorlesung dagegen nur 1,5 Punkte und für ein Seminar 3 Punkte.

Das Kursangebot in Psychologie unterscheidet sich deutlich von der Uni-Potsdam, da es mehr geisteswissenschaftliche Ansätze beinhaltet und ein breiteres Themenfeld abdeckt. Dadurch konnte ich meine Kern-Interessen vertiefen und habe unter anderem zwei Seminare in Umweltpsychologie, eines in interkultureller Psychologie, sowie eine Vorlesung über Altruismus belegt. Da in den Seminaren Präsentation mit anschließenden Diskussionen gehalten werden, war eine inhaltlich profunde Auseinandersetzung möglich.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Meine Sprachkompetenz zu Beginn des Aufenthalts lag bei B2. Es war hilfreich im ersten Monat bei einer französischen Gastfamilie zu wohnen, um regelmäßig zu sprechen und anfängliche Sprachhemmungen abzubauen. Erstaunlicherweise habe ich an der Uni nur vereinzelt deutsche Erasmus-Studierende getroffen, dafür aber viele Spanier_innen und Italiener_innen, mit denen ich ebenfalls Französisch gesprochen habe. An der Uni habe ich im Sprachzentrum FETE einen schriftlichen und eine mündlichen Sprachkurs belegt, die beide von hoher Lehrqualität waren. Außerdem habe ich mich der Uni in andere Kontexte wie Sportkurse, sowie eine Band begeben, die geholfen haben, im stetigen Sprachgebrauch zu bleiben.

Wohn- und Lebenssituation

Im ersten Monat habe ich bei einem französischen Paar etwas außerhalb von Paris gewohnt. Dies war ideal, um in täglicher Interaktion Französisch zu sprechen und auch in einen kulturellen Austausch treten zu können. Ab dem zweiten Monat habe habe ich in einem WG-Zimmer in einer Wohnung mit zwei französischen Studierenden zusammen gewohnt. Das Zimmer habe ich über die deutsche Seite WG-gesucht.de etwa anderthalb Monate zuvor gefunden, wobei die Miete im Vergleich zu Berlin 2-3 mal höher sein kann. Mein Eindruck WGs in Paris ist, das ein gemeinschaftliches WG-Leben/Austausch sich entwickeln kann, aber nicht von vornherein erwartet werden sollte. Abgesehen von der Miete sind die Lebenshaltungskosten moderat.

Studienfach: M. Sc. Psychologie

Aufenthaltsdauer: 01/2017 - 06/2017

Gastuniversität: Université Paris Ouest Nanterre La Défense

Gastland: Frankreich


Tipp 1: Suche in deinem erweiterten Freundeskreis nach einem Zimmer in Paris , möglichst mit Franzosen_innen zusammen. Es ist sehr viel wert, mit Menschen zusammenzuwohnen, zu denen es schon eine gewisse Verbindung gibt, denn dies erleichtert das Ankommen in einer neuen Stadt ungemein. In einigen Studierendenwohnheimen ist zudem der Empfang von Besuch nur beschränkt möglich.
Tipp 2: Gehe von Anfang an offen auf Kommilitonen_innen zu und versuche in Kontakt zu kommen, durch einen Kontakt ergibt sich oftmals ein nächster.
Tipp 3: Suche Dir Aktivitäten (Sport, Musik, etc.) außerhalb der Uni! Dadurch habe ich die Stadt und die Vielfalt der Menschen noch einmal viel besser kennengelernt.

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