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Persönlicher Erasmus-Erfahrungsbericht - Roskilde Universitet

Zu Beginn möchte ich erst einmal sagen, dass ich eine wirklich gute Zeit an der Roskilde Universität hatte. Land und Leute sind freundlich und wirklich hilfsbereit und die Roskilde Universität ist eine tolle Uni zum studieren.


Studienfach: Anglistik
Aufenthaltsdauer: 02/2015 – 06/2015
Gastuniversität: Roskilde Universitet
Gastland: Dänemark

Der Unterricht ist locker und sehr unterhaltsam, was dazu führt, dass auch komplexere Themenbereiche sehr anschaulich gelehrt werden. Der eigentlich theoretische Unterricht war mit vielen praktischen Lernmethoden verbunden, was diesen Eindruck noch unterstütze. Besonders bei der Roskilde Universität ist auch das Modell der Projektarbeit. Zu Beginn des Semesters bildet man im jeweiligen Studienfach je nach Interessen Projektgruppen mit bis zu 7 Kommilitonen. Man schreibt dann über das ganze Semester ein gemeinsames Projekt (ca. 8-15 Seiten pro Person), dass man dann zwei Wochen nach Abgabe nochmal in einer mündlichen Prüfung verteidigt. Das Thema des Projektes kann im Rahmen des Faches total frei gewählt werden. Ich studiere Anglistik und habe grob gesagt ein Projekt über David Bowie geschrieben. Dadurch, dass man sich mit Leuten zusammen tut, die alle Lust auf das Thema haben, hat mir das Arbeiten am Projekt großen Spaß gemacht und war etwas komplett Neues für mich. Ein frei gewählter Supervisor betreut das Projekt und steht immer zur Beratung zur Verfügung, wenn man ihn braucht.

Generell ist zur Uni noch zu sagen, dass der Campus wirklich total schön und modern ist. Was mir vorher nicht klar war ist, dass die Universität gar nicht direkt in Roskilde ist, sondern eine Station mit der Bahn entfernt in Trekroner. Außer der Uni, Wohnheimen, und zwei Supermärkten ist da leider nicht so viel. Glücklicherweise ist die Studentenschaft sehr engagiert, so dass auf dem Campus in den jeweiligen Fakultäten trotzdem relativ oft Parties und Veranstaltungen statt finden. Gerade um ERASMUS Studenten ist man dort sehr bemüht. Besonders am Anfang gab es oft organisiertes gemeinsames Kochen und Spieleabende ect.. Das von Freiwilligen betriebene „Studenthouse“ ist immer für Kaffe und Bier geöffnet und beherrbergt auch den Studentenrat, der uns bei Problemen mit Papierkram und der Bürokratie Dänemarks immer gut unterstützt hat. Donnerstags ist im Studenthouse abends immer am Meisten los. Dann sind auch viele Dänen da und man feiert das „Ende der Woche“. Wer möchte, kann in der Bar auch als freiwilliger Barkeeper arbeiten. Da gibt es dann nicht nur Freigetränke für, sondern auch die Möglichkeit, mehr mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen.

Generell macht man schon mehr mit anderen ERASMUS Studierenden, als mit Einheimischen. Die Meisten wohnen eben zusammen im Wohnheim und verbringen so natürlich auch einfach mehr Zeit mit den Leuten. Nach Kopenhagen dauert es mit der Bahn zwar nur eine halbe Stunde, aber der Fahrtweg ist nicht ganz billig. Man bezahlt so ca. 5 Euro pro Strecke. Es hat wirklich einige Zeit gedauert, bis ich das Ticketsystem der Bahn so halbwegs verstanden habe. Prinzipiell lohnt sich die anonyme „Rejsekort“ oder auch die personalisierte „Rejsekort“ am Meisten. Erstere kann man sich einfach am Automaten an Bahnhöfen ziehen und die zweite muss man online Bestellen. Die ist dann mit Foto und bietet
einige Rabatte, die die anonyme Rejsekort nicht hat. Die Karte kann man dann am Automaten mit Guthaben aufladen und checkt sich bei Fahrtbeginn immer ein und am Ende wieder aus. Was praktisch ist: Wenn Freunde da sind, könnt ihr sie auf der Karte daann einfach hinzufügen.

Wenn ihr Bahnverbindungen sucht, eignet sich die Internetseite: www.rejseplanen.dk

Ich selbst habe in Kopenhagen gelebt. Es gibt zwar ein relativ günstiges Monatsticket für Studenten (ca. 80 Euro), aber mit wurde am Hauptbahnhof von einem Bahnangestellten gesagt, dass ich keinen Anspruch auf dieses habe, weil ich die finanzielle Unterstützung des dänischen Staates für die Studenten nicht beziehe (da muss man ein Minimum von ein paar Stunden in der Woche nachweisen, an denen man arbeitet). Ich habe mir also eine Monatskarte für 150 Euro im Monat holen müssen. Kurz vor Abfahrt stellte sich heraus, dass ich doch Anspruch auf dieses Ticket gehabt hätte. Es ist alles etwas verworren und man wird oft von einem Ort zum Anderen geschickt, aber wenn ihr in Kopenhagen wohnt oder oft nach Kopenhagen fahrt, lohnt es sich schon, sich die Mühe zu machen und zu versuchen, so ein Studententicket zu bekommen. Fragt da am Besten mal im Studenthouse nach, die können euch vielleicht weiter helfen. Ich habe durch die Fehlinformation am Anfang leider nicht nochmal geguckt, wie man genau an dieses Ticket kommt.

Die Roskilde Uni ist ein bisschen so gelegen, wie die Uni Potsdam. Wer in Potsdam studiert, wohnt ja meist in Berlin. Auch die einheimischen Studierenden in Roskilde wohnen zum größten Teil in Kopenhagen. Kopenhagen ist wirklich eine tolle Stadt, aber ein Zimmer oder eine Wohnung für ein Semester zu finden, ist sehr schwer. Eine Dänin hat einmal zu mir gesagt, dass, eine Wohnung in Kopenhagen zu finden so schwer sei, wie eine Wohnung in Manhatten zu finden.

Ich bin mit einer befreundeten Kommilitonin zusammen ins Ausland gegangen und wir hatten für die ersten zwei Wochen ein Zimmer über eine Internetseite gemietet. Wir waren so zuversichtlich zu denken, dass diese Zeit ausreichen würde, um ein Zimmer in Kopenhagen zu finden. Ich hatte dann Glück, weil ich in einer Bar in Kopenhagen einen Aushang für ein freies Zimmer gefunden hatte. Dieses war zwar sehr günstig für dänische Verhältnisse, aber auch nicht besonders komfortabel. Meine Freundin ist dann doch noch aufs Wohnheim ausgewichen, in dem man als ERASMUS Student auch spontan noch die Möglichkeit hat, ein Zimmer zu ergattern. Es gibt insgesamt drei Wohnheime für ERASMUS Studenten. Das günstigste liegt so ca. bei 380 Euro für ein Zimmer und das teuerste bei 540 Euro im Monat. Ich würde euch daher empfehlen, euch so schnell wie möglich fürs Wohnheim zu Bewerben und das günstigste Wohnheim („Rockwool“) direkt als Wunsch anzugeben. In Kopenhagen zu wohnen ist zwar sehr schön, aber etwas zu finden wie gesagt fast unmöglich. Die Internetsuche vor Ort ergab auch relativ oft nur unseriöse Wohnungsangebote, so dass ich glaube, dass es nicht leicht und vor allem nicht sicher ist, von Deutschland aus schon ein Zimmer zu besorgen. Ich war dann eigentlich auch meistens am Campus, weil der Hauptkontakt, wie gesagt, mit anderen ERASMUS Studenten besteht. So eine Erfahrung im Wohnheim ist denke ich auch mal total interessant und dort haben sich auch für mich (als „Besucherin“) viele Kontakte und Freundschaften ergeben.

Studienfach: Anglistik
Aufenthaltsdauer: 02/2015 – 06/2015
Gastuniversität: Roskilde Universitet
Gastland: Dänemark

Dänemark

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