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University College Copenhagen UCC Blaagaard/KDAS 2012/13

Hej, mein Name ist Katharina, ich bin 23 Jahre alt und studiere Grundschullehramt mit den Fächern Musik, Deutsch und Sachunterricht. Der Studienaufenthalt in Kopenhagen dauert 3 Monate und findet im Zwischensemester (in den Wintersemesterferien) statt. Es ist ein internationales Programm für Lehramtstudierende aus ganz Europa.


Studienfach: Musik, Deutsch, Sachunterricht
Aufenthaltsdauer: 02 /2013 – 04 /2013
Gastuniversität: University College Copenhagen
Gastland: Dänemark

Erfahren habe ich von dem Studienaufenthalt von einer Freundin und einigen Bekannten, die schon einmal dort waren. Sie erzählten nur positiv davon und der Fakt, dass man im Zwischensemester gehen kann, ohne ein Urlaubssemester zu beantragen, kam mir sehr entgegen. Aufgrund eines Fachwechsels studiere ich schon ein Jahr länger als geplant und wollte nicht noch mehr Zeit verlieren. So brachten mich die Wünsche, für eine Zeit im Ausland zu studieren, mein Englisch zu verbessern und internationale Kontakte zu knüpfen, nach Kopenhagen.

Die Ansprechpartnerin Frau Mühlbauer aus dem Fachbereich Deutsch im Institut für  Grundschulpädagogik ist sehr nett und gab mir alle nötigen Informationen zur Bewerbung. Diese ist gar nicht so kompliziert und die Chancen, einen Platz zu bekommen, stehen relativ gut. Das kommt meistens ganz darauf an, wie viele Studenten sich im Semester dafür bewerben, wir waren z.B. nur zu zweit. Auch die Ansprechpartner an der Gastuniversität (eine davon ist sogar Deutsche) sind sehr nett und  schicken alle wichtigen Formulare, die man für die Bewerbung braucht.

Studienfach: Musik, Deutsch, Sachunterricht
Aufenthaltsdauer: 02 /2013 – 04 /2013
Gastuniversität: University College Copenhagen
Gastland: Dänemark

Studium an der Gastuniversität

Insgesamt nahmen 30 Studenten aus elf Nationen (Deutschland, Belgien, Schweiz, USA, Ungarn, Türkei, Lettland, Österreich, Spanien, Irland und Italien) an dem internationalen Austauschprogramm teil. In der schon vorher gegründeten Facebook-Gruppe konnte man erste Fragen stellen und erste Teilnehmer kennenlernen.

In Kopenhagen angekommen wurden wir sehr nett empfangen und verbrachten ein gemeinsames Wochenende etwas außerhalb von Kopenhagen in einem Hostel. Dort lernten wir uns mithilfe von vielen tollen Spielen gegenseitig kennen und wurden von den beiden hauptverantwortlichen Dozenten in das Austauschprogramm eingeführt. Die beiden Dozenten waren wirklich sehr engagiert und haben uns über die ganze Zeit unterstützt und begleitet. Wir bekamen unseren Stundenplan für die nächsten drei Monate und alle nötigen Informationsmaterialien. Der Stundenplan war relativ entspannt, man hatte in der Woche oft ein bis zwei Tage frei und meistens nur vor- oder nachmittags Kurse. Insgesamt studiert man 4 Module, einige davon mit den dänischen Studenten zusammen und die anderen mit der internationalen Klasse. Ich hatte mich für „German“ und „Educational Studies“ entschieden, andere belegten „Mathemathics“ oder „Visual Art“ je nach Interesse und Studienfach.

Der Fokus der Kurse lag vorrangig auf dem Erwerb interkultureller Kompetenzen. Wir entwickelten z.B. Lehrmaterialien, mit denen man den Schülern die Globalisierung näher bringen kann. Außerdem konnten wir uns über die verschiedenen Lehrerausbildungen in den verschiedenen Ländern austauschen, was auch sehr interessant war. Die Module waren übersichtlich und stets transparent in den Anforderungen. Meistens schlossen wir ein Thema mit Posterpräsentationen und Kurzvorträgen ab.

Am Ende des Aufenthaltes hospitierten wir an einer dänischen Schule und hätten auch die Möglichkeit gehabt zu unterrichten. Leider hatten wir in diesem Jahr aber ein wenig Pech, da die Lehrer im April in Kopenhagen streikten und wir deshalb nicht in die Schule konnten. Das war wirklich sehr schade.

Da ich am Ende meines Bachelorstudiums studiere, kann ich mir leider nichts mehr anrechnen lassen, habe aber gehört, dass es bei anderen Studenten, die noch in den ersten Studienjahren studieren, geklappt hat.

Die Universität ist im Gegensatz zu unserer Uni übersichtlicher und familiärer, was ich persönlich sehr schön fand. Es gab eine kleine Kantine, mit einer reichhaltigen Auswahl an Salaten und anderen Leckereien. Außerdem auch eine Bibliothek und sogar ein Schwimmbad in der Uni! Es gab auch ein Büro extra für die Internationalen Studierenden, wo man jederzeit seine Fragen loswerden konnte und Tutoren (meistens pro Land einen), die man ansprechen konnte.

Weiterhin wurden viele Aktivitäten zusammen mit den Tutoren und den internationalen Studierenden geplant, es gab z.B. Fasching oder Kochabende. Wir machten Ausflüge nach Malmö in Schweden oder Roskilde bei Kopenhagen.

Das Klima an der Uni war angenehm, die dänischen Studenten waren sehr aufgeschlossen und locker, was mir allgemein an den Dänen positiv aufgefallen ist. Man ist auch mit den Dozenten schon zu Beginn per „Du“.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Insgesamt hatte man mehr Kontakt mit den internationalen Studierenden, weil man viele Kurse gemeinsam hatte. Kontakte zu einheimischen Studenten waren definitiv auch gegeben, da man dänische Tutoren hatte und in einigen Kursen mit den dänischen Studenten zusammenarbeiten konnte.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Wie schon erwähnt, handelt es sich um ein internationales Austauschprogramm, weshalb man fast ausschließlich Englisch spricht. Für mich persönlich war das sehr gut und ich habe mein Englisch verbessert. Wir hatten auch einen Dänischkurs an der Universität, der sehr informativ und interessant war. Jedoch war er nicht umfangreich genug, um sich ausführlich auf Dänisch unterhalten zu können. Einige hatten schon vorher einen Sprachkurs besucht, konnten es aber eher weniger anwenden, da die Dänen alle perfekt Englisch sprechen können. Es liegt also bei jedem selbst, wie viel er sich mit der Sprache auseinandersetzen möchte.

Wohn- und Lebenssituation

Da ich schon vorher gehört hatte, dass die Wohnungssuche in Kopenhagen eher schwierig ist, habe ich eine Wohnung von der Universität vermittelt bekommen, was man schon in der Bewerbung angeben kann. Das würde ich auch empfehlen, da viele Kommilitonen noch während des Aufenthalts auf der Suche nach einer Wohnung waren und in der Anfangszeit in Hostels gewohnt haben. Allerdings gibt es dann auch keine Wahlmöglichkeit und man muss das nehmen, was angeboten wird, wählerisch sollte man da also nicht sein.

Wir haben zu dritt im Stadtteil Ballerup (etwa 45Min. zum Zentrum und 30Min. zur Uni mit den öffentlichen Verkehrsmitteln) bei einer älteren Dame im Keller gewohnt. Sie war sehr nett und gastfreundlich, allerdings waren die hygienischen und wohnlichen Verhältnisse nicht ganz optimal. Es war mehr oder weniger eine eingebaute Toilette in der Küche mit Dusche ohne Waschbecken. Man war umgeben von Heizungs- und Abflussrohren. Aber wenn man das vorher weiß, kann man sich auch darauf einstellen. Übernachtungsgäste mussten einen kleineren Betrag zahlen, das hängt aber auch vom jeweiligen Vermieter ab.

Kopenhagen an sich ist eine schöne Stadt mit einem attraktiven Zentrum, was man auch gut zu Fuß erkunden kann. Die öffentlichen Verkehrsmittel in Kopenhagen sind zuverlässig und fahren regelmäßig. Die Stadt an sich ist teuer (meistens bezahlt man ca. einen Euro mehr als bei uns in Deutschland), was man bei der Planung vorher wissen sollte. Allerdings bekommt man einen Erasmuszuschuss (bei mir ca. 140Euro) und kann Auslandsbafög beantragen. Dieses muss man aber nicht in Brandenburg, sondern in Schleswig-Holstein, schon 6 Monate vor Beginn des Studiums, beantragen. Die Unterstützung bekommt man in der Mitte des Aufenthalts, man sollte also zu Beginn des Studiums genügend Geld haben.

Am besten ist es, wenn man eine Kreditkarte hat, da man mit dieser keine Gebühren bezahlen muss. Ich brauchte keine extra Krankenversicherung abschließen, da ich eine europäische Krankenkassenkarte habe, ich würde mich aber darüber bei der jeweiligen Krankenkasse informieren.


Rückblick

Ich würde euch empfehlen, euch gut mit euren Dozenten an der Uni Potsdam abzusprechen, da ihr die ersten zwei bis drei Wochen des Sommersemesters verpasst. Leider musste ich schon drei Wochen vorher abreisen, weil die Schulen in Kopenhagen streikten und ein Dozent wollte, dass ich früher aus dem Ausland zurückkehre, um den Kurs ordnungsgemäß beginnen und abzuschließen zu können. Ich habe trotzdem alle nötigen Leistungen erbringen können und die Credits bekommen, weil ich von Potsdam aus noch einige Aufgaben erledigen konnte. Das ist leider wirklich blöd gelaufen, muss natürlich aber nicht bei jedem passieren. Nehmt euch warme Kleidung mit, der Winter in Kopenhagen ist kälter, länger und windiger. Leider könnt ihr nicht davon ausgehen, dass ihr euch die Kurse anrechnen lassen könnt, das kommt ganz auf euren Studienstand an, nehmt es also hauptsächlich als Erfahrung.

Alles in allem war ich trotzdem zufrieden. Ich habe neue tolle Erfahrungen sammeln können, mein Englisch verbessert, neue Kontakte geknüpft und viel über das Lehramtsstudium in anderen Ländern erfahren. Die Betreuung durch die Dozenten und dänischen Studenten war sehr gut und ich habe mich dort stets gut aufgehoben gefühlt.

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