uni-potsdam.de

You are using an old browser with security vulnerabilities and can not use the features of this website.

Here you will see how you can easily upgrade your browser.

Erfahrungsbericht

Für mich stand immer schon fest, dass ich einmal in einem anderen Land gelebt haben möchte. Ich bin nicht wie viele andere Studenten bereits nach der Schule ins Ausland gegangen. Ich wollte die Erfahrung, woanders zu leben, trotzdem machen, ohne dafür meinen Bildungsweg zu unterbrechen. Studieren im Ausland wird heute von vielen Unternehmen und Firmen als eine sehr wichtige Voraussetzung für einen Arbeitsplatz angesehen und zeigt zudem persönliche Stärke und Selbstständigkeit. Das sind nur einige Gründe, weshalb ich mich für ein Auslandssemester entschieden habe. Außerdem ist das Auslandssemester eine gute Chance, die Sprachkenntnisse zum Beispiel in Englisch zu verbessern. Das Auslandssemester über das Programm Erasmus zu planen, hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Für mich waren die Vorteile ausschlaggebend. So war mir die Finanzierung für ein Studium im Ausland sehr wichtig. Gerade der Lebensstandard in den skandinavischen Ländern ist sehr teuer. Viele sehen es als negativ an, dass Erasmus nur das Studieren innerhalb Europas ermöglicht. Ich persönlich finde, dass auch Europa facettenreich, spannend und unglaublich schön ist.


Warum Kopenhagen?

Studienfach: Europäische Medienwissenschaft

Aufenthaltsdauer: 09/2016 – 01/2017

Gastuniversität: University of Copenhagen

Gastland: Dänemark

Da ich gerne die vielen Vorteile des Erasmusprogrammes nutzen wollte, habe ich mich für die Partneruniversität in Kopenhagen entschieden. Die University of Copenhagen zählt zu einer der besten Universitäten der Welt. Zudem mag ich die skandinavischen Länder sehr gerne. Gerade das Design, die Mode und die Architektur finde ich einfach einzigartig, ebenso wie das Lebensgefühl der Dänen.

Die Wohnungssuche

Wer in Kopenhagen studiert hat, weiß, dass die wohl größte Herausforderung die Suche nach einer Unterkunft ist. Wohnen in der Hauptstadt Dänemarks ist wirklich sehr teuer. Die Wohnheime sind schnell ausgebucht und nicht gerade preiswert. Ein Zimmer kann dort gut 750 Euro im Monat kosten. Sogar die Zimmer, welche man sich mit einem anderen Studenten teilt, können 350 Euro pro Person kosten. Andere Varianten sind Wohngemeinschaften, aber auch die sind meist recht teuer. Nachdem ich schon fast die Hoffnung auf eine günstige Unterkunft aufgegeben hatte, habe ich über die Liste der Landlords der Universität, private Vermieter per Email angeschrieben. Das bedeutet soviel, dass man wie bei einem Schulaustausch bei einer dänischen Familie zu Hause lebt. Diese Alternative ist meist günstiger und vor allem spannend, da man schnell viel über das Land, die Lebensgewohnheiten und die Traditionen erfährt.

Studienfach: Europäische Medienwissenschaft

Aufenthaltsdauer: 09/2016 – 01/2017

Gastuniversität: University of Copenhagen

Gastland: Dänemark

Leben in Kopenhagen

Das Leben in Dänemark ist unglaublich schön und genau so kostenintensiv. Kopenhagen zählt zu den teuersten Städten der Europäischen Union. Ich habe einige Kilometer außerhalb der Großstadt gelebt und bin täglich eine Stunde mit dem Rad zur Universität gefahren. Die Dänen sind bekannt dafür, dass hier fast jeder Fahrrad fährt. Laut aktueller Statistik fahren täglich 60% aller Dänen mit dem Rad zur Arbeit. Die Fahrradwege sind in einem guten Zustand, breit, gepflegt und werden im Winter noch vor der Straße geräumt. Für die Massen auf den Fahrrädern gibt es sogar einzelne Ampeln. Nicht zu raten ist es jedoch, in den Stoßzeiten zu fahren, da es häufiger vorkommt, dass man in eine Art Fahrradstau gerät. Bus und Bahn sind in der Regel recht teuer. Das hängt damit zusammen, dass das Land bemüht ist, sowenig CO2 wie möglich zu produzieren und die Leute zum Fahrradfahren zu motivieren. Eine einzelne Fahrt kostet gut und gerne mal zwischen 3 und 5 Euro. Teuer sind auch die Lebenshaltungskosten wie Essen und Trinken. Hier ist es sinnvoller, selber zu kochen oder die Vergünstigungsangebote der Universität wahrzunehmen. Anders als in Deutschland haben hier viele Supermärkte rund um die Uhr geöffnet, die günstigsten unter ihnen sind REMA, Netto und Aldi. Andere günstige Alternativen sind Foodsharing, die Wefood Läden oder die togoodtogo Angebote. Doch auch wenn hier alles ein bisschen kostspielig ist, macht das Lebensgefühl alles wett. Hygge. So beschreiben die Dänen das Gefühl hier. Hygge lässt sich nicht mit einem Wort übersetzen, es ist mehr eine Art zu Leben. Das eheste, was es trifft, ist Gemütlichkeit. Hygge ist auch ein Grund dafür, dass die Dänen zum glücklichsten Volk der Welt gewählt wurden. Gerade im Winter ist es oft dunkel, windig und kalt, doch die Dänen machen das Beste daraus und das ist ansteckend. In den warmen Tagen findet das Leben der Dänen draußen statt, es wird viel unternommen und gelacht. Werden die Tage kürzer und die Nächte länger, verlagert sich das Leben in die zahlreichen Cafés der Stadt. Ebenfalls ist der Aktivitätendrang der Dänen ansteckend. Kaum ein Tag ist vergangen, ohne dass ich unterwegs war. Es gibt immer Neues zu entdecken oder zu erkundigen. Seien es die vielen Sehenswürdigkeiten, Strände oder die umliegenden Orte.

Studieren an der University of Copenhagen

Die Universität von Kopenhagen ist riesig. Die humanistische Fakultät, an der das Department für Medien und Kommunikation ist, befindet sich auf der Insel Amager. Der Gebäudekomplex ist sehr modern und großräumig gestaltet. Direkt auf dem Campus befindet sich das berühmte Tietgenkollegiet, das runde moderne Wohnheim. Die Universität ist für Studenten 24 Stunden am Tag und jeden Tag der Woche zugänglich. Durch den Studentenausweis hat der Student zu jeder Zeit Zutritt  zu den Gebäuden. Deutlich wird in Dänemark, dass die Universität hier mehr darstellt, als nur ein Gebäude zum Studieren. Die Bibliotheken sind im Haus integriert und bieten ruhige Plätze zum Lernen. Neben der Mensa gibt es viele verschiedene Cafeterien. Hier gibt es tatsächlich Kaffee für 70 Cent, der sonst in Kopenhagen oft bis zu 6 Euro kosten kann. Jedes Department hat ein eigenes Studentencafé, beziehungsweise eine Bar. Jeden Freitag finden hier die Friday Bars statt. Schnell wird die Universität zu einem Treff mit Freunden, zu einer Kneipe oder einem Club. Alles ist möglich. Natürlich wird hier auch studiert. In Dänemark sind die Leistungspunkte oft sehr hoch. In Potsdam habe ich für 30 Leistungspunkte bis zu 7 Seminare inklusive Hausarbeit benötigt. In Dänemark habe ich bereits mit 3 Kursen die 30 Leistungspunkte erreicht. Trotzdem muss man auch für diese Punkte arbeiten. Zu empfehlen sind die kostenlosen Sprachkurse der Universität. Zwar sprechen alle Dänen sehr gutes Englisch, trotzdem ist es schön, die Sprache des Landes etwas näher kennen zu lernen. Wer sich zudem für die Geschichte der Dänen interessiert und für alles, was das Volk ausmacht, ist im Danish Culture Kurs genau richtig.


Fazit

Ich kann jedem, der ein Semester im Ausland verbringen möchte, Kopenhagen nur gerne empfehlen. Diese Erfahrung ist einfach unbezahlbar. Es muss nicht immer das Ende der Welt sein, auch um die Ecke warten spannende Kulturen, wunderbare Menschen, neue Orte und neue Freundschaften. 

Dänemark

zurück zur Länderseite

Studium im Ausland

zurück zur Einstiegsseite

Potsdamer Studierende

zurück zur Hauptseite