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Die Erfahrungen der anderen machen uns klüger...

Im Oktober 2014 nahm ich das erste Mal Kontakt mit dem Akademisches Auslandsamt der Uni Potsdam auf, um mich über ein Auslandssemester im Wintersemester 2015/16 zu informieren. Für mich stand immer fest, dass ich nach Brasilien möchte, da ich bereits 2013 für 3 Monate in Rio de Janeiro bei einem freiwilligen Umweltprojekt gearbeitet hatte. Gerne hätte ich auch in Rio studiert, doch es stellte sich als ausgesprochen schwierig heraus, da die Uni Potsdam keine Partnerschaft in Rio besitzt. Trotz der Hilfe vom AAA, kam es zu keiner Übereinkunft mit einer der dortigen Unis. Da jedoch eine Partnerschaft mit der Universidade Federal de Minas Gerias in Belo Horizonte und mit drei Universitäten in Sao Paulo bestand, entschied ich mich bei der UFMG zu bewerben.


Studienfach: Politik & Verwaltung, Soziologie

Aufenthaltsdauer: 08/2015 - 12/2015

Gastuniversität: Universidade Federal de Minas Gerais (Belo Horizonte)

Gastland: Brasilien

Zunächst musste ich mich bis Anfang Dezember 2014 für das Auslandsprogramm bei der Uni Potsdam bewerben. Dafür wurde ein Motivationsschreiben (auf deutsch und portugiesisch), eine Leistungsübersicht (in englisch) und ein Sprachzertifikat angefordert. Das Sprachzertifikat konnte ich über die Portugiesischprofessorin der Uni Potsdam erwerben. Im Januar 2015 wurde ich für ein Bewerbungsgespräch eingeladen und kurz darauf (etwa Februar 2015) wurde mir meine Zusage von der Uni Potsdam erteilt.

Nun musste ich mich nochmals mit einem Motivationsschreiben und der Leistungsübersicht auf portugiesisch und einem Bewerbungsbogen unter Angabe meiner geplanten Kurse an der UFMG bewerben. Die Kurswahl stellte sich als ausgesprochen schwierig heraus, da man über den Kurskatalog nur mit einem Login der UFMG verfügen kann. Trotz der Hilfe meiner brasilianischen Freunde vor Ort, konnte ich zunächst nur auf einen veralteten Kurskatalog zugreifen. Diese Kurse wurden dann gar nicht in meinem Jahr angeboten. Diese ersten Probleme, erwiesen sich aber nach meiner Ankunft als mehr oder weniger unproblematisch (mehr dazu weiter unten).

Ende Mai 2015 bekam ich endlich die unterschriebene Zusage der UFMG. Dann musste ich mich schnell um mein Visum kümmern. Da die Zusagen immer erst recht kurzfrisitig ankommen, rate ich allen zukünftigen Studierenden die Unterlagen bereits spätestens Anfang Mai beisammen zu haben. Wenn möglich, rate ich ebenfalls den Studierenden bei dem Brasilianischen Konsulat in Berlin gleich einen CPF (Brasilianische Steuernummer) anzufordern. Diese braucht man, um z.B. vor Ort eine SIM-Karte zu kaufen, ein Bankkonto zu eröffnen und vor allem für die Immatrikulation.

Studienfach: Politik & Verwaltung, Soziologie

Aufenthaltsdauer: 08/2015 - 12/2015

Gastuniversität: Universidade Federal de Minas Gerais (Belo Horizonte)

Gastland: Brasilien

Studium an der Gastuniversität

Die UFMG ist die staatliche Uni des Bundesstaates Minas Gerais. Im Jahr 2015 wurde sie zum zweiten Mal in Folge zur besten Uni Brasiliens gewählt. Mit 50.000 Studenten ist sie auch eine der größten Unis Brasiliens. Die letzte Juliwoche in 2015 begann bereits mit einer Einführungswoche an der UFMG. Es lohnt sich auf jeden Fall an dieser teilzunehmen, um gleich Kontakt mit anderen Austauschstudenten aufzunehmen. Da man vieles organisieren muss und/oder noch auf der Suche nach einer Wohnung ist, ist der Kontakt zu anderen Studierenden sehr hilfreich. Auch bekommt man gleich in den ersten Tagen seine “madrinha” und seinen “padrinho” (Buddy’s) zugewiesen.

Innerhalb der Einführungswoche wurden auch eine Campusführung, Stadtbesichtigung, Vorträge zum
Studium und einige kulturelle Aktivitäten angeboten. Zur Immatrikulation wird von der Uni ein CPF (Cadastro de Pessoas Físicas) und RNE (Registro Nacional de Estrangeiro) gefordert. Die eben schon genannte Steuernummer, kann man bei der “Receita Federal” beantragen. Dafür muss man online ein Formular ausfüllen und einen Betrag (etwa 7 reais) in einer Bank einzahlen. Mit dem Zettel, der  Bestätigung der Einzahlung und dem Pass sollte man möglichst früh morgens bei der Receita Federal auftauchen, da immer nur ein bestimmtes Kontingent an Menschen einen CPF pro Tag erhalten. Die RNE ist die örtliche Anmeldung bei der Polizei. Dieser muss bis 30 Tage nach Ankunft erfolgen. Es ist daher zu raten, bald nach Ankunft einen Termin bei der “Polícia Federal” zu machen. Für den RNE muss ebenfalls online ein Dokument ausgefüllt werden und Geld bei der Bank eingezahlt werden (etwa 200 reais). Es lohnt sich dies zusammen mit der Einzahlung für den CPF zu machen. Ebenfalls wird die Bestätigung des Visums benötigt.

Für beide Beantragungen bekam ich Hilfe von meinen Buddy’s, welche mir die Homepages zeigten und mich zur Polícia Federal begleiteten. Anfang August geht in Brasilien planmäßig das Studium los. Da die ProfessorInnen und der administrative Bereich sich jedoch im Streik befanden, gingen 2015 die Kurse erst 3 Wochen später als geplant los. Für uns “Intercambistas” (Austauschstudenten) wurde jedoch ein Portugiesischkurs angeboten. Dazu nahm man in der Einführungswoche an einem Test teil und wurde in den zuständigen Kurs eingeteilt. Ich würde jedem zukünftigen Studierenden raten, dieses Angebot anzunehmen.

Die ersten Wochen an der UFMG liefen ansonsten recht chaotisch ab: Da es keine zuständigen KoordinatorInnen für uns gab, waren wir darauf angewiesen selbst unser Studium zu organisieren. Das örtliche DRI (“Direção das Relações Internacionais”, also das AAA bei der UFMG) ist nur für die Einführungswoche und Immatrikulation zuständig. Danach ist die jeweilige Fakultät der Ansprechpartner. Über eine Recherche im Internet bekam ich die eMail Adresse meines Fakultätsleiters heraus, dem ich gleich eine eMail schrieb mit der Bitte mir bei der Kurswahl zu helfen. Da ich keine Antwort bekam, blieb mir nichts anderes übrig als in der Fakultät vorbei zu gehen und persönlich zu fragen. Vor Ort wurde mir gesagt, dass sich nach wie vor alle Lehrenden im Streik befinden. Leider konnte mir dort niemand mit der Kurswahl weiterhelfen. Erst über einige Umwege bekam ich ein pdf mit den aktuellen Kursen meiner Fakultät. Ich rate daher jedem, gleich bei seiner Fakultät nach dem Kursangebot fragen (es lohnt sich vorbei zu gehen, da einem oft erstmal nicht geantwortet wird). Jedoch konnte ich diese zunächst nicht online belegen, wie ich es von PULS kenne.

Dazu brauchte man einen Zugang zu “minha UFMG”, dem Moodle der UFMG. Da ich dies jedoch nicht wusste, blieb mir nichts anderes übrig als bis zum Studienbeginn zu warten. Im Endeffekt ging ich in der ersten Woche zu den Kursen, die ich belegen wollte und stellte mich bei den ProfessorInnen vor, was auch ohne Probleme klappte. (Es ist meist auch möglich Kurse in anderen Fakultäten zu belegen.) Die ersten Wochen liefen noch etwas holprig ab - da man komplett auf sich alleine gestellt ist. Mir hat es sehr geholfen, gleich Kontakt zu Kommolitionen aufzunehme und Facebook oder eMail-Adressen auszutauschen. Es gibt für fast jeden Kurs auch eine Facebook Gruppe, wo die Texte hochgeladen werden und man mit den Kursleitern korrespondieren kann.

Insgesamt kann ich sagen, dass es viel Stress war, der sich am Ende als unnötig heraus stellte. Ich kann daher jedem raten etwas abzuwarten und sich nicht verrückt zu machen, wenn etwas nicht gleich klappt. Hier in Brasilien laufen die Uhren etwas anders und vieles wird nicht so eng gesehen. Meine Kurse vor Ort habe ich dann sehr genießen können. Insgesamt besteht ein sehr viel lockereres Verhältnis zwischen den Studierenden und den Lehrenden. Es wird viel diskutiert, was mir sehr gut gefallen hat. Zudem wird es nicht so eng genommen, wenn man für seine Arbeit etwas länger braucht. Auch hier läuft alles über persönliche Kommunikation mit der lehrenden Person. Die Kurse finden fast alle früh morgens (ca. 7:30 bis 12 Uhr) oder abends (ab ca. 19 bis 22:30Uhr) statt, da viele Studierende vor- oder nachmittags arbeiten. Wenn man Kurse morgens und abends belegt, kann man in der Zwischenzeit an dem vielfältigen Sport- und Freizeitprogramm der UFMG teilnehmen. Es lohnt sich sehr einen Ausweiß für CEU (Centro Esportivo Universitário) erstellen zu lassen, da es hier das einzige Schwimmbads in ganz Belo Horizonte gibt.

Internet in der UFMG funktioniert nur in den Räumen, aber nicht auf den Gängen. Es gibt zwei Bibliotheken und viele Aufenthaltsräume, wo man in Ruhe arbeiten kann. Da das Gelände der Uni sehr groß ist (siehe Video), ist es von Vorteil sich am Anfang einen Überblick zu verschaffen.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Bereits eine Woche nach meiner Ankunft in Belo Horizonte, fand ich eine WG in der ich die nächsten Monate sehr glücklich verbrachte (siehe mehr unter Wohn- und Lebenssituation). Durch meine Freunde vor Ort (diese kannte ich aus einem früheren Auslandsaufenthalt) und meine neuen Freunde in der WG (und deren Freunde) wurde ich schnell integriert. Auch in der Uni - innerhalb der Kurse - fand ich schnell Anschluss. Brasilianer sind in der Regel unglaublich gastfreundschaftlich und offen, so wurde ich sofort zu Filmabenden, Geburtstagen und Parties eingeladen.

Auch mit den anderen ausländischen Studierenden verband mich schnell enge Freundschaft. Es ist eine unglaublich tolle Erfahrung mit so vielen Menschen aus aller Welt zusammen zu studieren. So kann ich mittlerweile auf jedem Kontinent dieser Welt Freunde vorfinden.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Ich hatte bereits etwa 2 Jahre vor meinem Auslandsaufenthalt einen Sprachkurs an der Kultur- und Sprachenbörse der TU besucht. Kurz darauf war ich für drei Monate in Rio, wo ich nochmals für 3 Wochen einen Sprachkurs besuchte. Somit hatte ich Basiskentnisse. Allerdings fehlte mir die Übung und zwei Jahre nach meinem letzten Besuch in Brasilien war so gut wie alles “weg”. Daher besuchte ich kurzfristig noch einen privaten Crashkurs bei einer Brasilianerin und übte mein portugiesisch mit einer Tandempartnerin. Insgesamt kann ich allen raten, einen Kurs mit brasilianischem Portugiesisch und nicht dem portugiesischen Portugiesisch zu besuchen, da sich diese doch in der Grammatik und Aussprache sehr unterscheiden.

Die UFMG fordert generell keine Portugiesischkenntnisse. So gab es Studierende, die kein Wort bei ihrer Ankunft sprachen, und einige, die bereits sehr gute Kentnisse hatten. Der Unterricht jedoch findet komplett auf portugiesisch statt. Für mich hieß das: Präsentationen, Texte und Abgaben auf portugiesisch. Es viel mir nicht schwer, den Kursen zu folgen. Die meisten ProfessorInnen arbeiten auch mit PPP, die sie einem gerne zuschicken - oder man schreibt mit und übersetzt später die Wörter die man nicht verstanden hat. Ich hatte immer ein kleines Wörterbuch dabei, um ggf. etwas nachschauen zu können. Schwerer gefallen, ist mir die Teilnahme am Kurs: Logischerweise wird meist ein Bezug zu Brasilien oder Lateinamerika gemacht, weshalb ich oft Schwierigkeiten hatte mitzureden. Da man jedoch auch gefragt wird: “Wie ist das in Deutschland (oder Europa)?” findet ein regelmäßiger Austausch statt.
Viele der brasilianischen Studierenden sprechen kein oder kaum englisch. Daher ist man gleich zu Beginn gezwungen, viel zu sprechen. Natürlich hatten viele von uns am Anfang eine kleine Sprachbarriere. Ich kann aber jeden beruhigen: Die Brasilianer freuen sich unglaublich einem helfen zu können und finden es ausgesprochen komisch, wenn man etwas nicht aussprechen kann. Ich habe immer sehr viel Spaß gehabt neue Sachen zu lernen und diese anwenden zu können. Insgesamt haben sich meine Kentnisse sehr viel verbessert. Ich kann nun fließend über alles reden, was ich möchte. Klar, fehlt einem manchmal ein bestimmtes Wort. Aber auch dieses kann ich problemlos beschreiben. Was mir besonders geholfen hat, ist ein Vokabelheft und ein Grammatikheft zu führen. Dort schaue und schreibe ich immer wieder rein, falls ich mir über etwas unsicher bin oder ein neues Wort gelernt habe.

Wohnsituation

Da ich bereits eine Freundin vor Ort hatte, verbrachteich die erste Woche bei ihr. Sie half mir dabei eine WG zu suchen. Die Brasilianer machen dies meist über Facebook Gruppen. Ich hatte Glück: Über meine Freundin fand ich bereits in den ersten Tagen eine WG, in der ich zusammen mit drei Brasilianerinnen wohnte. Für mich stand immer fest, dass ich lieber im Stadtzentrum als in der Nähe des Campus wohnen wollte (auch, da alle meine Freunde im Zentrum wohnten). Die WG, in der ich 5 Monate wohnte befand sich im Bezirk “Cruzeiro”. Für meine Miete musste ich etwa 780 reais pro Monat zahlen. Wer sich auch dafür entschließt, im Zentrum zu wohnen, dem kann ich auch die Bezirke “Savassi”, “Sion”, “Centro” oder “Funcionários” empfehlen. Wer nah an der UFMG wohnen möchte, sollte in “Pampulha” oder “Ouro Preto” suchen.

In BH gibt es eine Metro, die allerdings nur weit entfernte Ziele anfährt. Generell nimmt jeder den Bus. Die Linie 5106 fährt direkt vom “Centro-Sul” bis zur UFMG. Mit diesem konnte ich direkt zur Uni fahren. Je nach Verkehrslage (morgens und nachmittags besteht sehr viel Verkehr) braucht man 1- 1.5 Stunden vom Zentrum zur Uni - oder zurück. Einige Brasilianer bieten auch Mitfahrtgelegenheiten an (sog. ”caronas”).

Lebenssituation

Belo Horizonte ist eine sehr bezahlbare Stadt. Es gibt zwei große Supermarktketten hier: “Carrefour” (vergleichbar mit Lidl oder - die größere Variante - Kaufland) und “Super Nosso” (etwa unser Kaisers). Man findet alles - zu gegebenen Preisen. Außerdem gibt es einige Wochenmärkte und Gemüsehallen - eine z.B. in Cruzeiro (“Mercado Cruzeiro”). Wer gerne preiswert Gemüse, Obst, Fleisch oder Käse einkaufen möchte, dem empfehle ich einen Besuch im “Mercado Central”. Hier gibt es auch Spezialitäten aus der Region, wie Doce de Leite oder Cachaça.

Wer gerne ein bisschen Souvenirs oder die eine oder andere Kleinigkeit für sich besorgen möchte, dem empfehle ich am Sonntagmorgen früh zur “Feira Hippie” gegenüber dem “Parque Municipal” zu gehen. Dort findet man allerlei - und zu sehr preiswerten Bedingungen. Für meine Zeit hier in Brasilien hatte ich mir ein Bankkonto bei der DKB angelegt. Als Student kann man dort ein Konto umsonst anlegen. Mit der Visa-Karte kann man überall (auf der ganzen Welt) umsonst abheben und zu recht preiswerten Gebühren bezahlen. Auch ist der Online-Service ausgesprochen gut! Ich habe mich sogar entschlossen, nach meiner Rückkehr das Konto zu behalten und kann dies jedem Auslandsstudenten sehr empfehlen.

Eine internationale Auslandskrankenversicherung ist Pflicht. Meine Krankenkasse bat mir eine an (Kosten: 80€ pro Monat). Es lohnt sich auf jeden Fall bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen. 


Rückblick

Vor Beginn meines Auslandsaufenthaltes war meine größte Sorge: Wird mir diese Stadt gefallen? In Bildern sieht man immer nur große Hochhäuser und eine gewaltige Stadtkulisse. Belo Horizonte ist mit fast 6.000 Einwohnern in der Metropolregion die sechstgrößte Stadt Brasiliens. Auch ist sie zum großen Teilen geplant und liegt im Landesinneren von Brasilien. Alles Faktoren, die mich etwas abschreckten, wo ich mich doch 2013 so sehr in Rio verliebt hatte: Mit seinen langen Strände, den alten Kolonialstadtteilen und dem in der Nacht leuchtenen “Cristo Redentor”.

Doch bereits bei meiner Ankunft wusste ich: Hier wird es mir bestimmt genauso gut gefallen. Die Stadt trägt nicht umsonst seinen Namen “schöner Horizont”: Umrandet von Bergen bekommt man auf jeder Anhöhe einen wunderbaren Blick über die Stadt. Die Hochhäuser scheinen einem plötzlich gar nicht mehr so hoch und der Himmel dafür umso weiter. Viele Parks und Randbegrünung sorgen auch im Stadtzentrum für ein angenehmes Klima. Die “Mineiros” sind bekannt für ihre Gastfreundschaft und gute Küche. Davon konnte ich mich auf jeden Fall überzeugen lassen.

Auch ist BH (gesprochen “BeGah”) oder “Belo”, wie es viele liebevoll nennen, eine angenehm ruhige Stadt. Oft fällt es gar nicht so auf, dass man sich in der Hauptstadt eines der größten Bundesstaaten Brasiliens (Minas Gerais) befindet. Wer raus in die Natur möchte, dem empfehle ich sehr den Nationalpark “Serra do Cipó”, welcher besonders bekannt für seine vielen Wasserfälle ist. Etwas weiter entfernt, aber immer noch in erreichbarer Nähe, liegen die oft besuchten Reiseziele “Inhotim”, “Ouro Preto” und “Diamantina”. Zuletzt möchte ich noch etwas zur allgemeinen Sicherheit sagen: Ich habe mich zu keinem Moment in BH unsicher gefühlt und konnte mich meist auch nachts frei bewegen. Rund um belebte Plätze, wie den “Praça da Savassi” oder “Praça da Liberdade” (bei Ersterem findet man eine Reihe von Bars und Clubs) ist es meist sehr sicher. In der UFMG sind rund um die Uhr Wachdienste unterwegs. Nichts desto trotz rate ich niemanden zu allzuspäter Uhrzeit den Bus zu nehmen oder alleine nach Hause zu laufen. Taxis sind mehr als bezahlbar und eine gute Investition in die eigene Sicherheit.

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