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Erasmus in Virton

Durch die tolle Vorbereitung und Begleitung durch das Akademische Auslandsamtes verlief die Planung für das Erasmus Abenteuer völlig reibungslos und organisiert ab. Sowohl die Bewerbung als auch die Kontaktaufnahme mit meiner Gastuni war unkompliziert. Wobei ich zugeben muss, dass ich eine Weile gebraucht habe bis ich auf der Website der Uni eine Übersicht über meine zu belegenden Kurse gefunden habe und letztendlich daraus wählen konnte (in Sachen Organisation sind wir Deutschen wirklich verwöhnt).


Studienfach: Lehramt Französisch / WAT

Aufenthaltsdauer: 09/2016 - 02/2017

Gastuniversität: Haute École Robert Schumann

Gastland: Belgien

Studium an der Gastuniversität

Bei der Wahl meiner Veranstaltungen habe ich so gut es geht versucht, Kurse zu wählen, die den Seminaren und Vorlesungen an der Universität Potsdam inhaltlich so ähnlich wie möglich sind, damit ich sie später in Potsdam anrechnen lassen kann. Glücklicherweise habe ich so mein Learning Agreement recht einfach erstellen können und dieses an die Gastuniversität und an die heimische Universität weitergeleitet. Da von beiden Seite eine Bestätigung durch die Unterschrift folgte, konnte ich dahingehend erst einmal beruhigt sein. Wer sich mit der Wahl nicht sicher war, konnte sich Hilfe bei den zuständigen Personen holen, die später auch für die Anerkennung der Leistungspunkte verantwortlich sind. Als ich jedoch in Belgien ankam, stellte sich heraus, dass sich im Stundenplan Überschneidungen meiner gewählten Kurse ergeben haben, sodass ich aus allen anderen Kursen noch einmal andere Kurse wählen musste. Meine Professoren waren aber sehr nett und stets bemüht eine Lösung für mich zu finden.(Problem an meiner Hochschule war, dass die Französischlehrämter nur dieses eine Fach studieren, ich aber sowohl Kurse für Französisch als auch für mein Zweitfach WAT gewählt hatte.) Das Schöne an der kleinen Hochschule war mein Buddystudent, wodurch ich vorab alle wichtigen Informationen erfragen konnte. Außerdem waren alle Kurse wie in einem Klassenverband, sodass man schnell mit den Studierenden in Kontakt kam und ich wurde auch als erste und einzige Erasmusstudentin freundlich und interessiert empfangen. Da man doch ab und an etwas ausdrucken musste, erhielt ich eine Druckkarte mit 15€ die ich leider nur zum Kopieren nutzen konnte, da der Druckvorgang leider nie funktionierte und das Problem auch nicht gelöst wurde. Außerdem hatte ich ständige Hilfe durch meinen Koordinator vor Ort, der mir bei allen Fragen und Problemen stets geholfen hatte.

Studienfach: Lehramt Französisch / WAT

Aufenthaltsdauer: 09/2016 - 02/2017

Gastuniversität: Haute École Robert Schumann

Gastland: Belgien

Kontakte zu  einheimischen und ausländischen Studierenden

Ein großer Vorteil für das Verbessern meines Französisch war der Kontakt zu den belgischen Studenten/-innen, denn alle Kurse hatte ich ausschließlich mit den einheimischen Belgiern und Belgierinnen. So war ich immer gezwungen auf französisch zu sprechen, was auch meine Intention war. Allerdings hatte ich somit selten Kontakt zu anderen Erasmusstudenten/-innen, was auf der einen Seite schade war, aber durch den ständigen Kontakt mit den einheimischen Studierenden hatte ich auch viele schöne Momente. Auch war ich auf der Erasmusfahrt nach Paris mit dabei und hatte somit 4 Tage lang Spaß mit vielen internationalen Studenten/-innen.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Vor meinem Aufenthalt in Belgien besaß ich schon Sprachkenntnisse durch mein Französisch Lehramtsstudium, doch trotzdem viel es mir anfangs schwer mich in Belgien korrekt auszudrücken und alles zu verstehen. Aber nach ein paar Wochen habe ich schon viel mehr verstanden und mich besser ausdrücken können. Und habe schnell gelernt, so gut wie alles zu verstehen und während den Kursen mich aktiv daran zu beteiligen. Letztendlich kann ich sagen, dass ich mein Französisch sehr verbessert habe und ich bin auch froh die Hochschule in Virton gewählt zu haben, da ich so gut wie nie in Versuchung kam mit anderen Erasmusstudenten/-innen deutsch oder englisch zu reden. Also wer primär sein Französisch verbessern will und Abstriche in Sachen Party und Veranstaltungen machen kann, für den ist dieser Ort perfekt.

Wohn- und Lebenssituation

Ich habe nach einigen Wochen der Suche nach einer sogenannten „kot“ (Studentenzimmer) in Belgien über Facebook in der Gruppe der Hochschule eine nette Familie gefunden, die ihr Dachbodenzimmer vermieten wollte. Allerdings wurde meine Nachricht bei Facebook nicht gleich von der Familienmutter gesehen, sodass sie mir erst geantwortet hatte nachdem sich auch mein Koordinator mit ihr in Verbindung gesetzt hatte. Dann ging aber alles sehr problemlos und ich unterschrieb erst nach Ankunft den Mietvertrag, wurde aber bereits von der Familie vom Bahnhof abgeholt und in dem Haus hatte ich mein eigenes großes Zimmer, musste aber das Bad und die Küche teilen. Monatlich bezahlte ich dafür 320€. Gleich nebenan befand sich ein Supermarkt, der im Vergleich zum Aldi weiter weg, sehr teuer war. Allgemein sind die Lebensunterhaltungskosten in Belgien viel teurer, z.B. auch Fleisch- und Wurstwaren und auch Alkohol. In der Innenstadt gab es auch eine Bank, bei der ich mit meiner Kreditkarte Geld abheben konnte und zugleich war ich über meine Kreditkarte für Auslandsreisen versichert und auch über meine normale Versicherung in Deutschland war ich jeweils immer versichert, sodass ich auch zu Beginn, als ich einen Virus bekommen hatte, zum Arzt gehen konnte. Für die Behandlung und Medikamente habe ich knapp 60€ gezahlt, die ich nach dem Einsenden der Quittungen und einem Fragebogen bei meinem Bankinstitut (Sparkasse) vollständig zurückerstattet bekommen habe. Das studentische Leben hingegen war eher ruhig, da es lediglich nur jeden Mittwoch eine Bar gab in der man trinken und tanzen konnte. Aufgrund dessen bin ich zum Feiern immer nach Liège, also Lüttich gefahren, weil ich durch die Reise nach Paris einige Erasmusstudenten kennengelernt hatte, mit denen ich mich ab und zu getroffen hatte. Ein großer Nachteil in Belgien ist der öffentliche Verkehr in den ländlichen Gegenden, denn ich musste von Virton nach Liège 2,5 Stunden mit dem Zug fahren, wobei man mit dem Auto gerade einmal knapp eine Stunde fährt. Ich bekam von meiner Hochschule auch kein Monatsticket („MOBIB“) oder Vergünstigungen, sodass ich mir den Go Pass 10 für rund 52€ gekauft habe mit dem ich 10 Fahrten durch ganz Belgien frei hatte (zählt für alle bis 25 Jahre).


Fazit

Letztendlich bin ich froh, dass ich mich für Belgien entschieden habe und auch für das kleine Städtchen Virton, denn ich habe mein Französisch um einiges verbessert und auch ein anderes Bildungssystem kennengelernt, welches nach meiner Meinung sehr gut Pädagogik, Didaktik und Fachwissen miteinander verknüpft, sodass ich dahingehend noch viel lernen konnte. Durch die gelegentlichen Treffen mit den internationalen Studierenden hatte ich aber auch eine gute Abwechslung und habe viele neue Erfahrungen mit anderen Kulturen gemacht. Besonders gefielen mir auch meine Ausflüge nach Luxemburg, Paris, Brüssel oder an die Nordsee. Insgesamt habe ich mich sehr wohl gefühlt und hatte eine tolle Zeit in Belgien. Wer aber mit dem Ziel sein Englisch zu verbessern nach Virton gehen will, der ist hier definitiv falsch und auch wer gern viel unternimmt und das Großstadtleben liebt, der sollte auch eher nach Lüttich oder Antwerpen gehen, wobei man wissen sollte, dass im Norden Belgiens also auch schon in Antwerpen niederländisch (flämisch) gesprochen wird und im Südens Belgiens ausschließlich französisch (es gibt sogar einen kleinen Teil im Osten, der deutsch spricht). Von dort aus kann man auch unkompliziert und schnell in die
Niederlanden oder an die Nordsee (Ostende) reisen.

Belgien

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