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Université Libre de Bruxelles 2013

Die Université Libre de Bruxelles (ULB) ist keine Partnerhochschule der Uni Potsdam. Daher musste ich meinen Auslandsaufenthalt selbstständig organisieren und mich als Gasthörerin bei der ULB einschreiben. Dafür muss man vor Ort zum Studiensekretariat der ULB gehen. Ich hatte das Glück eine Freundin zu haben, die in Brüssel lebt, welche die Immatrikulation mit einer Vollmacht für mich erledigt hat.


Studienfach: Verwaltungswissenschaft

Aufenthaltsdauer: 02 /2013 – 07 /2013

Gastuniversität: Université Libre de Bruxelles

Gastland: Belgien

Pro Leistungspunkt (LP) muss man an der ULB 30 Euro zahlen, die nicht vom PROMOS-Stipendium übernommen werden. Jedoch gibt es an der ULB für ein Seminar, das an der Uni Potsdam 10 LPs entspricht, manchmal nur drei bis fünf LPs. Um sich für die Seminare anzumelden, muss man auf DozentInnen hoffen, die einem auf dem Postweg oder per Scan das notwendige Formular unterschreiben, falls man vor Semesterbeginn noch nicht in Brüssel ist. Bei mir haben einige DozentInnen auf meine Anfrage, als Gasthörerin ihr Seminar zu belegen, gar nicht geantwortet, andere waren äußerst hilfsbereit. An Bewerbungsunterlagen sind nur eine Kopie des Personalausweises, ein Passfoto und eine Studienbescheinigung der Heimathochschule notwendig.

Studienfach: Verwaltungswissenschaft

Aufenthaltsdauer: 02 /2013 – 07 /2013

Gastuniversität: Université Libre de Bruxelles

Gastland: Belgien

Studium an der Gastuniversität

Im Unterschied zum Studium an der Uni Potsdam gibt es an der ULB teilweise Seminare, die das ganze akademische Jahr lang gehen, also zwei Semester umfassen. Es ist abhängig von den DozentInnen, ob es sich um eine Art Vorlesung handelt oder ob die StudentInnen angeregt werden mitzudiskutieren, wie es bei uns in Seminaren üblich ist. Meistens präsentieren die DozentInnen jedoch Power Points, die oft online zur Verfügung stehen oder sie sprechen komplett frei. Diskussionen finden nur in wenigen Veranstaltungen statt, jedoch stellen die DozentInnen manchmal Fragen, die mit einer kurzen Antwort von den Studierenden beantwortet werden sollen.

Die Leistungsbewertung ist strenger als in Deutschland, d.h. man bekommt schwieriger gute Noten und kaum sehr gute. In Belgien ist es „normal“ auch mal bei Prüfungen durchzufallen, welche man immer ein bis zwei Monate später wiederholen kann. Es war relativ schwer für mich, Seminare zu finden, in denen ich eine Hausarbeit schreiben konnte, um mir die Leistungen im Master an der Uni Potsdam anrechnen lassen zu können, da fast nur Klausuren geschrieben werden.

Am Institut d’Études Européennes, die Fakultät, an der ich die meisten Seminare belegt habe, herrschte ein sehr internationales Studienklima, da StudentInnen aus ganz Europa an die ULB kommen, um an dieser Fakultät zu studieren. Da ich keine Erasmus-Studentin, sondern Gasthörerin war, wurde ich weder durch StudentInnen noch durch VerwaltungsmitarbeiterInnen betreut. Die DozentInnen waren
jedoch sehr hilfsbereit, wenn ich ihnen erzählt habe, dass ich Gasthörerin war. Die Bibliothek für Geisteswissenschaften eignet sich sehr gut zum Lernen, jedoch sind die Plätze dort – besonders solche mit Steckdose – ab 9 Uhr besetzt, egal ob am Anfang des Semesters oder in der Prüfungsphase. Ein Vorteil ist, dass man alle seine Sachen mit reinnehmen kann. Computerpools gibt es nicht und die wenigen Computer, die in der Bibliothek oder den Fluren zur Nutzung des  Universitätsbibliothekskatalogs bereitstehen, sind uralt. Aber man bekommt ohne großen Aufwand WLAN auf dem eigenen Laptop.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Da in allen, jedoch besonders den Seminaren, in denen Englisch gesprochen wird, sowohl viele StudentInnen aus ganz Europa und dem Rest der Welt als auch Erasmus-Studenten sind, kann man schnell neue Kontakte knüpfen. Um BelgierInnen kennenzulernen sollte man auf jeden Fall Seminare auf Französisch belegen.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Ein tolles Angebot der ULB sind die kostenlosen Sprachkurse der Fondation 9, eine Sprachschule in der Nähe der ULB. Dort muss man persönlich vorbeischauen und kann sich für 1-wöchige Intensivkurse, die vier Stunden pro Tag an fünf Tagen dauern, einschreiben, wenn man StudentIn der ULB ist. Ich habe zwei Intensivkurse absolviert und war von beiden begeistert, da die zwei unterschiedlichen Sprachlehrerinnen beide sehr, sehr freundlich waren und auf die jeweiligen sprachlichen Schwächen der Gruppe eingegangen sind. Außerdem konnte ich in den Kursen sehr viel Französisch sprechen, da es jeweils nur Gruppen von drei bis fünf Personen waren.

Wohn- und Lebenssituation

Glücklicherweise bin ich in der WG meiner belgischen Freundin untergekommen. Wenn man versucht über das Internet eine Wohnung zu finden, sollte man nach dem Wort „Kot“ suchen, was in Belgien die Bezeichnung für WGs oder Zimmer in Studentenwohnheimen sind. Die Miete kann zwischen 300 bis 450 Euro pro Monat liegen.

Das Ticket für die Metro und Tram kostet monatlich etwas über 50 Euro, da man als Gasthörer leider keine Ermäßigung bekommt. Ich kann daher sehr empfehlen, sich beim „Villo“ (dem Stadtfahrradservice, der vergleichbar mit den DB-Rädern in Deutschland ist) für 30 Euro pro halbes Jahr zu registrieren. Damit kann man so oft man möchte bis zu einer halben Stunde kostenlos mit den Villos fahren.
Während meines Aufenthaltes musste ich eine Wurzelbehandlung machen lassen und habe dadurch die Qualität der belgischen ÄrztInnen sehr schätzen gelernt. Leider muss man die Behandlung direkt beim Arzt bezahlen und die Quittung dann später bei der eigenen Versicherung einreichen, um das Geld zurückzubekommen.

Generell sind die Lebenserhaltungskosten nur ca. 10-20% teurer als in Berlin/Brandenburg.
Ich hatte den Eindruck, dass die BelgierInnen in ihrer Freizeit gerne zusammen kochen, Hauspartys feiern oder in einer urigen Bar ein belgisches Spezialbier trinken. Das Angebot an Partys in Clubs (Discotheken) ist nicht mit berliner Verhältnissen zu vergleichen. Im Kontrast dazu ist das kulturelle Angebot in Brüssel jedoch hervorragend – besonders im Bereich Theater, Tanz und Akrobatik hat die Stadt einiges zu bieten.

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