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"Frauen für Frauen"-Stipendiatin 2015

Das diesjährige Stipendium „Frauen für Frauen“ erhält die in Georgien geborene Mariam Doborjginidze. Sie kam schon sehr früh mit ihrem jetzigen Tätigkeitsfeld in Berührung, denn bereits in der Kindheit wurde sie Zeuge traumatisierender politischer Ereignisse, welche schnell ein Interesse an Philosophie und Recht wachsen ließen.


So war sie auch während ihres Bachelorstudiums an der Grigol Robakidze Universität in Tiflis für Freiheit und Demokratie politisch aktiv sowie als Wahlbeobachterin – was nicht immer einfach war. Die gleichzeitige dreijährige Mitarbeit in einer Anwaltskanzlei zeigte zusätzlich „die Probleme im Heimatland“ derart deutlich, dass sie ein erneutes Studium der Rechtswissenschaft im Ausland als bessere Option empfand. Diese Entscheidung solle nicht eine Flucht vor den Verhältnissen sein, sondern vielmehr ihren „persönlichen Widerstand“ darstellen, um durch das „wertvolle Eigentum Bildung“ stärker für wichtige Belange einstehen zu können.

Um die nötigen Sprachkenntnisse zu erlangen, begann Mariam sodann ihr erstes Jahr als Au-Pair in Berlin und absolvierte anschließend zwei Jahre ein Sprachstudium am Goethe-Institut. Schon in dieser Zeit, aber auch während des folgenden Bachelorstudiums der Politik und Verwaltung und des Öffentlichen Rechts an der Universität Potsdam, hieß es für die Georgierin sich mit den verschiedensten Jobs zu finanzieren, da keine alternative Stütze bereit stand: Reinigung, Einzelhandel, Restaurants sind Stationen auf diesem Weg. Trotzdem bleibt ihr seit fünf Jahren sogar Zeit für ein ehrenamtliches Engagement bei der Evangelischen Studentischen Gemeinde in Berlin.

Dass Mariam Doborjginidze „eine hochmotivierte Studentin ist, die ihren Studienverlauf eigenverantwortlich und auf individuellen Interessen basierend gestaltet“, bleibt auch ihren DozentInnen, wie zum Beispiel Dr. J. Knobloch, nicht verborgen. So ist es insgesamt nur folgerichtig, dass ihre Bachelorarbeit sich mit dem „politische[n] System Georgiens nach der Unabhängigkeitserklärung“ befassen wird. Zudem hat sie sich für die Zukunft das ehrgeizige Ziel gesetzt, nach dem Masterstudium die geopolitische Lage des Kaukasus zu erforschen und „mit internationalen Institutionen in Europa zusammenzuarbeiten, um effektive und nachhaltige politische und soziale Entwicklungsprozesse in Georgien zu unterstützen.“ Mariam hofft weiterhin, dass sie auch Gelegenheit bekommt, durch ihre berufliche Beschäftigung den jungen motivierten Menschen Hilfestellung geben zu können.

Wir wünschen Mariam Doborjginidze auf Ihrem Weg viel Erfolg und freuen uns, mithilfe des „Frauen für Frauen“-Stipendiums den Fokus auf das Studium erleichtern zu können.