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Profilbereich "Funktionelle Ökologie und Evolutionsforschung"

Forschung

Die Professuren des Profilbereiches sind in einer Vielzahl von Drittmittelprojekten involviert. Neben zahlreichen DFG geförderten Einzelprojekten existieren mehrere große Verbundprojekte, wie die von der DFG geförderten Biodiversitätsexploratorien, die BMBF geförderten Projekte GLOWA Jordan River und GoFORSYS, die DFG Forschergruppe RPPB (Reduction of Phenotypic Plasticity in Behaviour) sowie das von der EU finanzierte Marie-Curie Programm FEMMES.

 

Biodiversitäts-Exploratorien

Die Biodiversitäts-Exploratorien sind ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziertes Verbundprojekt (DFG Schwerpunktprogramm 1374 - Bereich Infrastruktur).

Drei Exploratorien (Biosphärenreservat Schorfheide, Hainich Nationalpark, Schwäbische Alb) dienen als offene Forschungsplattform für Wissenschaftler aus ganz Deutschland.

Die Forschungsschwerpunkte liegen in der Untersuchung:

  • der Beziehungen zwischen der Biodiversität verschiedener Taxa und Ebenen,
  • der Rolle von Landnutzung und Management für die Biodiversität und 
  • der Rolle der Biodiversität für Ökosystemprozesse.

 

GLOWA Jordan River

Das GLOWA Jordan River (GLOWA JR) Projekt, ein gemeinsames Projekt israelischer, jordanischer, palästinensischer und deutscher Partner, beschäftigt sich mit der Vulnerabilität von Wasserressourcen im Hinblick auf globalen Wandel. Durch einen interdisziplinären und integrativen Ansatz bewertet das GLOWA JR Projekt die kombinierten Effekte unterschiedlicher Stressfaktoren in Bezug auf Klimawandel und Anpassungsfähigkeit der Region. GLOWA JR unterstützt somit auf wissenschaftlicher Ebene die Entwicklung von Simulations-Tools und -Instrumenten zur Realisierung von nachhaltigen Wassernutzungsstrategien.

Während in Phase 1 (2001-2006) der Projektschwerpunkt auf dem Verständnis der Prozesse und dem Aufbau gemeinschaftlicher kooperierender Strukturen diente, wurde in Phase 2 (2006-2008) besonderer Wert auf die vollständige Integration aller Beiträge und Arbeitspakete gelegt. Eine Reihe von Tools, wie zum Beispiel ein gleich bleibendes Set von Szenarien, Indikatoren für die Vulnerabilität von Wasserressourcen, eine Kosten-Nutzen-Analyse von Management-Tools oder Entscheidungshilfewerkzeuge berücksichtigen dies und fassen die Informationen aller Arbeiten zusammen.

Um die Kluft zwischen der Wissenschaft und der Wasserwirtschaft zu überbrücken, arbeitet das GLOWA JR Projekt eng mit den unterschiedlichen Interessengruppen, wie z.B. staatlichen Institutionen, dem Privatsektor, Nicht-Regierungs-Organisationen und internationalen Geldgebern zusammen.

 

GoFORSYS

GoFORSYS Photosytnthesis and Growth: A Systems Biology-based Approach - ist eine interdisziplinäre Forschungsaktivität der Universität Potsdam mit dem Max-Planck Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Golm. GoFORSYS zielt auf die Errichtung einer Forschungseinheit zur Untersuchung der Systembiologie von Pflanzen, die sich zunächst auf die Analyse von Expression und Regulation des Photosyntheseprozesses, dessen Veränderungen durch Umwelteinflüsse sowie der dadurch verursachten Auswirkungen auf das Wachstum der Pflanzen fokussiert.

 

DFG Forschergruppe RPPB (Reduction of Phenotypic Plasticity in Behaviour)

Genetische und umweltbedingte Faktoren interagieren, um Reaktionsnormen zu erzeugen und aktivieren dadurch die adaptive Integration von Umwelt-Informationen in den Phänotyp. Für die meisten Merkmale/Eigenschaften - darunter auch das Verhalten zeigt sich, dass phänotypische Plastizität während der Ontogenese stark abnimmt. Es wurde oft postuliert, dass das Verhalten ein Schrittmacher der Evolution ist, aber bisher wurde nicht besonders detailliert untersucht, wie früh die Ontogenese das spätere Verhalten beeinflusst. In einem ausgesprochen evolutionären Kontext wird sich unsere Forschergruppe darauf konzentrieren, adulte Verhaltensmerkmale als Folge unterschiedlicher sozialer und Nahrungssuche-Bedingungen während der frühen Ontogenese zu studieren. Unser Ansatz betont, dass Plastizität ein adaptiver Mechanismus ist, der den adulten Verhaltensphänotyp während der Ontogenese ausbildet. Wir wollen die ontogenetische Reaktion auf relevante ökologische Faktoren mit Fokus auf Fitnesseffekte der Merkmalsanpassungen untersuchen. Wir nähern uns dem Problem vergleichend und konzentrieren uns dabei auf einige wenige Arten aus unterschiedlichen Taxa (Säugetiere, Vögel, Insekten), für die wir umfangreiche Vorkenntnisse besitzen. Durch ähnliche, konzeptionell eng verwandte Fragen wollen wir projektüberspannend Antworten zu diesem Thema finden. Durch Untersuchung von Tieren, die sich weitgehend in ihren entwicklungsgeschichtlichen Merkmalen unterscheiden sollen so allgemeingültige Regeln in Bezug auf: (1) den Zeitpunkt der Informationsaufnahme und den geänderten Phänotyp, (2) die Art der Veränderungen, die in wichtigen Verhaltens- und Lebensparametern induziert werden können, und (3) die Anpassung solcher Veränderungen an die ontogenetischen Bedingungen und ihren adaptiven Wert (d.h. Kosten und Nutzen) extrahiert werden.

 

FEMMES Marie Curie Stipendien für den Wissenstransfer

FEedback Mechanisms in Models for Ecological forecastS - (Feedback Mechanismen in Modellen für ökologische Prognosen)

Veränderungen in der Umwelt wurde als die größte Bedrohung für die Artenvielfalt und die Erhaltung von Ökosystemen in diesem Jahrhundert identifiziert. Zur Entwicklung von Managementstrategien, die dieser Bedrohung entgegen wirken, ist es entscheidend zu prognostizieren, wie Umweltveränderungen (Veränderungen in der Landnutzung und Klima, biologische Invasionen, Nährstoffanreicherung, etc.) ökologische Systeme auf  unterschiedlichen hierarchischen Ebenen (Individuen, Populationen, Lebensgemeinschaften und Ökosysteme) beeinflussen. Mathematische Modelle sind hierbei unverzichtbare Werkzeuge für die Entwicklung solcher ökologischer Prognosen.

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Kontakt

Universität Potsdam

Funktionelle Ökologie
und Evolutionsforschung

Dr. Simone Pfautsch
Karl-Liebknecht-Str. 24-25 (Haus 26)
14476 Potsdam
Tel.: 0331/977-5604
Fax: 0331/977-5070
E-Mail: pfautsch@uni-potsdam.de

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