uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Abgeschlossene Projekte

Prof. Dr. Maja Apelt

Mustererkennung und Video Tracking: Sozialpsychologische, soziologische, ethische und rechtswissenschaftliche Analysen

Techniken zur automatischen Mustererkennung, wie auch die Implementation von sogenanntem Video Tracking, bieten großes Potenzial, Sicherheitspersonal bei der Auswertung von Videoüberwachungsdaten wirksam zu unterstützen. Solche "intelligenten" Videosysteme werfen jedoch auch gesellschaftliche, ethische und rechtliche Fragen auf, die das Vorhaben begleitend zu mehreren Projekten im Themenschwerpunkt Mustererkennung bearbeitet.

Das soziologische Teilprojekt setzt sich mit dem gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Sicherheit auseinander. Es untersucht mithilfe von Experteninterviews, Gruppendiskussionen und anderen sozialwissenschaftlichen Methoden die Interessen der Befürworter und Kritiker, Entwickler und potentiellen Nutzer von intelligenter Videoüberwachung. Darüber hinaus erforscht es die sozialen Praktiken der Anwendung von MEVTT und analysiert die Interaktionen an der soziotechnischen Schnittstelle zwischen Beobachtern, Technologie und Beobachteten.

Das Projekt wird vom Lehrstuhl für Organisations- und Verwaltungssoziologie durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm "Forschung für zivile Sicherheit" gefördert.


Prof. Dr. Katharina Hölzle

Dienstleistungspotenziale in der Personalisierten Medizin

Die Personalisierte Medizin (PM) hat das Potenzial, die Gesundheitsversorgung - und damit die Gesundheitsindustrie - dauerhaft zu verändern. Das Ziel des Projektes „Dienstleistungspotenziale in der Personalisierten Medizin" ist es, die Potenziale für die Schlüsselakteure zu identifizieren und sie mit entsprechenden Handlungsempfehlungen im Veränderungsprozess aus wirtschaftswissenschaftlicher und rechtlicher Perspektive zu begleiten.

Insbesondere das Geschäftsmodell von Pharmaunternehmen, d.h. die Art und Weise, wie sie ihr Geld verdienen - wird sich wandeln. Aus dem reinen Produktangebot (d.h. das Arzneimittel) wird ein integriertes Produkt-Dienstleistungsangebot mit Gendiagnose und darauf abgestimmter Therapie. Das zentrale Anliegen des Projektes ist daher die Entwicklung eines Software-gestützten Managementinstruments, das Unternehmen hilft, potenziell interessante Geschäftsmodelle im Bereich der Personalisierten Medizin zu visualisieren, zu simulieren und zu bewerten. Die Ergebnisse des Gesamtprojektes münden gleichzeitig in Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Verbände und Politik.

Für die Durchführung des Projektes, das bis April 2013 abgeschlossen werden soll, konnten Mittel des BMBF im Rahmen des Programmes „Innovationen mit Dienstleistungen" eingeworben werden. Die Koordination des Verbundvorhabens übernimmt Potsdam Transfer, das Zentrum für Gründung, Innovation, Wissens- und Technologietransfer der Universität Potsdam.


Prof. Dr. Dieter Wagner

COMPAT.eGov.de – Competency Assessment and Training for the Uptake of eGovernment Services by Public Authorities

Im Mittelpunkt des EU-Forschungsprojektes "COMPAT.eGov.de - Competency Assessment and Training for the Uptake of eGovernment Services by Public Authorities" steht die Frage nach den erforderlichen Kompetenzen von öffentlich Beschäftigten in eGovernment-Transformationsprozessen (eTransformation). Ziel des Projektes ist es, Skills (Kenntnisse und Fertigkeiten) und Kompetenzen für Führungskräfte im Kontext von eGovernment zu erheben, ein Komptenzmodell sowie ausgewählte Lehrinhalte zu entwickeln und in Pilotveranstaltungen zu vermitteln sowie diese zu evaluieren.

Die Europäische Union (EU) fördert das zweijährige Forschungsvorhaben im Rahmen des Lifelong Learning Programms „Leonardo da Vinci". Das internationale Projekt wird in Kooperation mit dem IfG.CC - The Potsdam eGovernment Competence Center an der Universität Potsdam (Leitung: Prof. Dr. Tino Schuppan, www.ifg.cc) durchgeführt.


Prof. Dr. Dieter Wagner

EXIST IV: Programm zur Förderung der Gründungsprofilierung von Hochschulen

Die Universität Potsdam erhielt als eine von zehn Hochschulen den Zuschlag für ihr Konzept im Wettbewerb „EXIST-Gründungskultur - Die Gründerhochschule". Dieser Wettbewerb ist Bestandteil des EXIST-IV-Programms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Die Fördersumme beträgt über maximal fünf Jahre bis zu 800.000 Euro jährlich.

Der von Professor Wagner und Potsdam Transfer eingereichte Projektentwurf trägt den Titel „Entrepreneurial value chains im Netzwerk Pearls" (exPo4value). Ziel ist es, eine nachhaltige Entrepreneurship-Kultur an der Hochschule zu entwickeln. Tragende Säulen werden dabei das Technologiescouting, also die gezielte Suche nach Technologien mit Markt- und Gründungspotenzial, und die strukturierte Gründerausbildung in der Entrepreneurship Academy sein, die im Rahmen des Projektes aufgebaut werden soll.

Weitere Informationen zu Potsdam Transfer finden Sie unter www.potsdam-transfer.de.


Prof. Dr. Hans Georg Petersen

Förderung von wissenschaftl. Nachwuchs

In dem geplanten Fachkurs geht es vor allem darum, graduierten und post-graduierten Studierenden sowie Jungwissenschaftlern die Grundlagenkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen kooperativen Strategien der internationalen Politik und der nationalen demokratischen Entwicklung aufzuzeigen, sowie Dialog und Zusammenarbeit zwischen den Jungwissenschaftlern aus der Region zu fördern.

Das Projekt wird durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), mithilfe von finanziellen Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA), gefördert.


Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau

Integration von Kontextinformationen neuronaler Produktionsregelung in ein Case-based Reasoning System

In diesem Forschungsvorhaben soll untersucht werden, inwieweit das Erfahrungswissen über die Produktionssteuerung mit KNN so aufgearbeitet und strukturiert werden kann, dass mittels des fallbasierten Schließens für neue Produktionssituationen die geeigneten und entsprechend voreingestellten KNN ausgewählt und zur Verfügung gestellt werden können. Aufbauend auf den so gewonnenen Ergebnissen soll eine webfähige Wissensbasis erarbeitet werden, die es ermöglicht die erstellte Referenz-Fallbasis mit neuen praxisnahen Fällen zu erweitern und das entsprechende KNN zur Produktionssteuerung auszuwählen. Somit können die Erkenntnisse von anderen Wissenschaftlern, und später der Industrie, direkt genutzt und mit eigenen Erfahrungen verglichen werden. Die z. Zt. noch schwierige Nachvollziehbarkeit und Wiederholbarkeit von experimentellen Untersuchungen im Bereich der KNN kann verbessert werden.


Prof. Dr. Werner Jann

Potsdam Research Cluster for Georisk Analysis, Environmental Change and Sustainability (PROGRESS)

Das Potsdam Research Cluster for Georisk Analysis, Environmental Change and Sustainability (PROGRESS) ist ein Verbundprojekt universitärer und außeruniversitärer Einrichtungen in der Region Potsdam-Berlin, die neue Impulse in der internationalen Georisiken-, Klimafolgen- und Governanceforschung liefern und eine international sichtbare Plattform im Bereich Forschung und Technologien, Aus- und Weiterbildung sowie Consulting etablieren möchten.

PROGRESS vernetzt die international anerkannten Kompetenzen der Potsdamer Geo- und Klimaforschung mit Methoden der modernen Politik-, Sozial- und Verwaltungswissenschaften. Der interdisziplinäre Ansatz des Projektes wird technologische Neuerungen im Geo-Monitoring mit innovativen Kommunikations- und Umsetzungsstrategien im Informationstransfer von Geo- und Klimawissen an Entscheidungsträger verknüpfen. Hierbei wird der Verbund eng mit internationalen Partnern aus Industrie, Regierungsbehörden und NGOs zusammenarbeiten.  

Nähere Informationen erhalten Sie hier


Prof. Dr. Andrea Liese

Erfolgsbedingungen transnationaler Entwicklungspartnerschaften: Von der transnationalen Kooperation zur lokalen Umsetzung in Räumen begrenzter Staatlichkeit.

Transnationale Entwicklungspartnerschaften erbringen in Räumen begrenzter Staatlichkeit Governance-Leistungen. Das Teilprojekt D1 konzentriert sich auf Partnerschaften, die sich der Umsetzung der Millennium Development Goals der Vereinten Nationen in den Bereichen nachhaltige Energie- und Wasserversorgung oder Gesundheitsvorsorge verschrieben haben.

Wir untersuchen Projektaktivitäten auf der lokalen Ebene. Unsere zentrale Forschungsfrage lautet: Unter welchen Bedingungen sind die Projekte transnationaler Entwicklungspartnerschaften in Räumen begrenzter Staatlichkeit effektiv?

Hierbei konzentrieren wir uns auf vier transnationale Partnerschaften mit Projekten in Südasien (Indien und Bangladesh) und Ostafrika (Kenia, Uganda und Somalia).

  • GAVI – Global Alliance for Vaccines and Immunization
  • GAIN - Global Alliance for Improved Nutrition
  • REEEP - Renewable Energy and Energy Efficiency Partnership
  • WSUP - Water and Sanitation for the Urban Poor

Wir vermuten Zusammenhänge zwischen einer Reihe von Einflussfaktoren. Dazu gehört der Institutionalisierungsgrad der Partnerschaften, das Management des Prozesses, Lernprozesse, sowie lokale Einflussfaktoren.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Prof. Dr. Harald Fuhr

Emerging Modes of Governance and Climate Protection: Green Companies in Newly Industrializing Countries

In diesem Teilprojekt untersuchen wir (1) unter welchen Bedingungen sich privatwirtschaftliche Akteure in Public Private Partnerships engagieren, aus denen dann konkrete Klimaschutzprojekte in Räumen begrenzter Staatlichkeit hervorgehen und (2) welche Auswirkungen diese Projekte auf die umweltpolitische Governance in den entsprechenden Ländern haben. Zwar ist das Kyoto-Protokoll erst vor kurzem in Kraft getreten, aber bereits jetzt ist absehbar, dass ein erfolgreicher globaler Klimaschutz langfristig nur möglich ist, wenn es gelingt, auch in Räumen begrenzter Staatlichkeit effektive Klimapolitik zu betreiben. Dies gilt vor allem für einige Schwellenländer, welche aufgrund ihrer Größe und der Stärke ihres Wachstums das Weltklima nachhaltig beeinflussen können. Ein Mechanismus, welcher dazu beitragen soll, diese Länder in den globalen Klimaschutz mit einzubinden, ist der im Kyoto-Protokoll ausgewiesene Clean Development Mechanism (CDM). Dieser setzt auf Klimaschutz-Aktivitäten privatwirtschaftlicher Akteure in Entwicklungs- und Schwellenländern und versucht, eine Art internationalen Markt für Treibhausgasemissionen zu etablieren. Aus der Zusammenarbeit internationaler Organisationen, nationaler Regierungen und nichtstaatlicher Akteure, hier v.a. transnationaler Konzerne, – also gewissermaßen aus einer losen Form von Private Public Partnerships (PPP) – sollen konkrete CDM-Klimaschutzprojekte hervorgehen. Über diese CDM-Projekte, wie sie entstehen, im Detail funktionieren und welche Auswirkungen sie haben, ist bis jetzt erstaunlich wenig geforscht worden. Dies gilt vor allem für diejenigen Gastländer, in denen die CDM-Projekte neue Formen von Governance aufbauen helfen könnten. 


Prof. Dr. Theresa Wobbe

Die Metamorphosen der Gleichheit: Die soziologische Konstruktion des Geschlechts in Frankreich und Deutschland (1890-1933)

Das Ziel des Vorhabens ist es, die Konstruktion der Kategorie des Geschlechts im Diskurs der klassischen Soziologie in Deutschland und Frankreich (1890-1933) zu erforschen. In einer komparativen Perspektive sollen die Genese, Bedeutung und Spuren der Studien untersucht werden, die das Geschlecht als Reflexions- und Beschreibungskategorie des Sozialen etablieren. In Frankreich hat, im Unterschied zu Deutschland, der Feminismus den Diskurs in der Soziologie viel weniger durchdrungen und damit auch geringere Legitimität als in Deutschland erlangt. Erforscht werden soll, inwieweit dieses Phänomen auf unterschiedliche soziologische Konstruktionen des Geschlechts verweist und inwiefern die Etablierung soziologischer Kategorien mit mehr oder weniger impliziten Konstruktionen des Geschlechts verflochten ist. Wir nehmen an, dass die soziale Umwelt und der kulturelle Kontext dieser Projekte in Frankreich und Deutschland variieren. (1) Die Etablierung des soziologischen Feldes ist in beiden Ländern in unterschiedliche Auffassungen über das Soziale, die Politik und die Wissenschaft eingebettet, und (2) die Verhandlung des Geschlechts reflektiert verschiedene Konzeptionen der Gleichheit zwischen den Geschlechtern und in der Bedeutung, die dem Geschlechterunterschied in gesellschaftlichen Institutionen und Wissensfeldern zukommt. 


Prof. Dr. Klaus H. Goetz

The Politics of Time: The Temporality of EU Enlargement and Europeanisation

The politics of time are central to understanding modern governance. A vital feature of democracy is the delegation of political power for a limited period of time by regular elections. This makes political time a scarce resource. At national level, the electoral cycle structures the interplay between government and opposition, influences legislative behaviour, and provides the basic parameters for political manoeuvring over the temporal ordering of political activity. To a certain degree these observations also hold true for the European Union (EU), but there are important differences to national political systems in the temporal structuring of its activity. Against this background the project aims at extending research on political time from the national to the European level by addressing the timescape of the main EU institutions - namely the Council, the European Parliament, and the Commission - and at analysing the consequences of its specifics on the policy-making process.


Prof. em. Dr. Günter C. Behrmann

Wissenschaftliche Biographie Arnold Bergstraessers

Prof. em. Dr. Günter C. Behrmann wird zusammen mit Prof. em. Dr. Dr. h. c. Dieter Oberndörfer über Mittel der Fritz Thyssen Stiftung an einem Forschungsprojekt zu einer wissenschaftlichen Biographie Arnold Bergstraessers arbeiten. In dem Projekt soll eine neue Perspektive auf die Gründerjahre und die Gründergeneration der Bundesrepublik eröffnet werden.