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Mit dem/der Partner_in abstimmen

Sobald ein_e Partner_in gefunden ist beginnt eine intensive Phase der Abstimmung, die gewährleisten soll, dass ein gemeinsames Kursformat entstehen kann. Die Gestaltung Ihres Kurses ist nun keine Einzelleistung mehr, sondern auf eine kollegiale Auseinandersetzung mit den Zielen, Inhalten und Prüfungsmodalitäten einer weiteren Lehrperson angewiesen. Hieraus können neue Ideen im Bereich der didaktischen und methodischen Umsetzung entstehen, ebenso kann eine vernachlässigte Abstimmung Ihr Kursvorhaben gefährden. Welche Eigenschaften für eine erfolgreiche Kollaboration nötig sind erfahren Sie in diesem Kapitel. Abschließend gibt es Tipps zur virtuellen und interkulturellen Kommunikation.

Wichtige Eigenschaften für einen erfolgreichen OIL.UP Kurs

Kommunikation


Wichtige Eigenschaften für einen erfolgreichen OIL.UP Kurs

Engagement

Die Planung und Durchführung eines OIL.UP Kurses setzt die intensive Auseinandersetzung mit den Lehrzielen und Ansprüchen der Partnerseite voraus. Sollten Engagement und Motivation für die Kollaboration nur einseitig vorhanden sein, so kann dies zu einer unbalancierten Ausgestaltung des Kurses führen, in der eine Perspektive die andere dominiert. Für ein ausgewogenes Verhältnis der Perspektiven und Inhalte ist es notwendig, die zu vermittelnden Inhalte auszutauschen und regelmäßigen Kontakt zu halten. Die Kollaboration wird sich als wenig effektiv erweisen, wenn es nicht gelingt die eigenen Kursinhalte und Vorstellungen zu platzieren.

Aufgeschlossenheit

Bei der Suche nach Partner_innen und entsprechenden Kursen, die sich für eine Internationalisierung eignen, ist Aufgeschlossenheit eine wichtige Eigenschaft. Hiermit ist gemeint, dass es in den allermeisten Fällen nicht zielführend ist, nur Kurse in den Blick zu nehmen, die ein exaktes Replikat der eigenen Inhalte darstellen. Das Potential von OIL.UP-Formaten liegt vielmehr besonders darin, die Themenfelder des eigenen Kurses mithilfe der Angebote an anderen Universitäten zu erweitern und gemeinsam über die jeweils ursprünglichen Kursinhalte hinaus weiterzuführen. Aus diesen Kooperationen ergeben sich neben den Vorteilen für Studierende auch für Lehrende spannende und fruchtbare Perspektiven der internationalen Zusammenarbeit.

Gemeinsame Kursplanung

Häufig wird für den Einstieg in die Internationaliserung @home ein bestehendes Kursformat verwendet, welches internationalisert werden soll. Dies kann für den Einstieg hilfreich sein, birgt aber die Gefahr, dass eine einseitige Ausrichtung des Inhalts an den bestehenden Kurs stattfindet. Ziel der Internationaliserung ist auch die gemeinsame Erarbeitung einer Kursstruktur, die gewinnbringend Elemente des interkulturellen Austausches einbindet. Das gemeinsame Erarbeiten eines Syllabus ermöglicht eine ausgewogene inhaltliche Ausrichtung, bei der beide Partner_innen ihre relevanten Kursinhalte einbinden können. Zudem können in die gemeinsame Kurserarbeitung Lernziele spezifischer integriert, und somit für die Internationalisierung geöffnet werden. Während des gemeinsamen Erarbeitens eines Syllabus können auch Schwierigkeiten in der Umsetzung (inhaltlich, technisch, zeitlich) identifiziert und frühzeitig bearbeitet werden.

Kommunikation

Der Kommunikation mit potentiellen Partner_innen kommt, wie bereits angemerkt, eine besondere Bedeutung in der Entwicklung von internationalen Kursformaten zu. Da für OIL.UP Kurse eine räumliche Entfernung zwischen den kooperierenden Instituten besteht, können Zeit- und Kostenfaktoren die Möglichkeiten für persönliche Treffen einschränken. Hier kann bereits durch den Einsatz moderner Kommunikationstechnologien Abhilfe geschaffen werden. Skype oder andere Videokonferenzsysteme eignen sich hervorragend um die räumliche Distanz zu überbrücken und bieten gleichzeitig den enormen Effizenzvorteil der direkten verbalen Kommunikation. Die Kommunikation mit Partner_innen dient dazu, ein Bild von seinem Gegenüber zu erhalten. Eine gegenseitige Vertrauensbasis kann durch regelmäßige (Online-)Treffen hergestellt werden, diese erleichtert den Umgang miteinander in unbekannten oder konfliktreichen Situationen. Mit einer Vertrauensbasis wird es auch leichter fallen, die eigenen Erwartungen an den Kurs und die Partner_innen zu formulieren. Eine früh errichtete stabile Arbeitsgemeinschaft, die auf Engagement, Aufgeschlossenheit und Vertrauen aufbaut, kann die spätere Umsetzung erheblich erleichtern und das maximale Potential einer OIL.UP Kooperation nutzbar machen.

Tipps für die online Kommunikation im internationalen Raum

  • Einigen Sie sich auf eine angemessene Antwortzeit für E-Mails. Diese kann je nach Phase unterschiedlich sein. Bspw.: eine Woche zu Beginn der Kursplanung, 1-2 Tage während des gemeinsamen Semesters.
  • Setzen Sie Termine für regelmäßige Onlinetreffen auf Basis von Videokonferenzen.
    Sollte der Kontakt erstmalig hergestellt werden, planen Sie Zeiträume für technische Schwierigkeiten ein.
  • Gemeinsam erstellte Regeln zur Kommunikation (vor und hinter den Kulissen des Seminars) können Missverständnisse vorbeugen.
  • Sprechen Sie Probleme offen und frühzeitig an.
  • Geben Sie regelmäßig Feedback zu den Sitzungen des Kurses und der Arbeitsweise innerhalb der Kooperation.

Interkulturelle Kommunikation

Wie das Lernen einer Fremdsprache ist auch der Umgang in der interkulturellen Kommunikation ein Prozess des sukzessiven Lernens. Während der Durchführung Ihres OIL.UP Kurses werden Sie eventuell auf kulturelle Besonderheiten stoßen, die Ihnen zunächst unbekannt vorkommen können. Dies kann die Interpretation von präsentierten Materialien betreffen, aber auch den direkten Austausch. Humor, Sarkasmus und Ironie können so zu Stolpersteinen werden, sollte der kulturelle Hintergrund unbeachtet bleiben. Eine Sensibilisierung Ihrerseits, aber auch Ihrer Studierenden kann unangenehmen Situationen vorbeugen. Gleichwohl kann (je nach Kursinhalt) ein im Umgang miteinander respektvoller "Clash of Cultures / Kulturschock" auch zur Generierung neuen Wissens beitragen. Es ist die Aufgabe der Seminarleitung, aus Momenten des Missverständnisses zwischen den teilnehmenden Gruppen einen Moment des Lernens zu schaffen. Eine gute Vorbereitung der Lektüre/Materialien und der Austausch zwischen den Lehrkräften können die Unsicherheiten der interkulturellen Kommunikation begrenzen. Ebenso sollte immer eine doppelte Abfrage des Verstandenen stattfinden; nach der ersten intuitiven Einschätzung über eine Aussage, sollte auch eine kulturelle Perspektive eingenommen werden, die helfen kann den Inhalt der Aussage einzuordnen.