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Best Practice

Hier werden zwei ausgewählte Best-Practice Beispiele vorgestellt. Die aufgeführten Lehrveranstaltungen wurden mit dem Format OIL.UP und den in diesem Handbuch beschriebenen Methoden internationalisiert.

Changing Welfare – Changing States

Im Wintersemester 2014/2015 fand das Seminar “Changing Welfare – Changing States“ unter Leitung von Alexander Knoth statt. Kooperationspartner war die Delhi State University of New York. Die Studierenden tauschen sich über die Blogplattform NewsActivist in selbstverfassten Beiträgen aus. Der Kurs in Potsdam wurde in englischer Sprache gehalten und explizit als für ERASMUS-Studierende geeignet ausgeschrieben. So entstand bereits am Campus Griebnitzsee ein europäischer Kurs, der bereits verschiedene internationale Perspektiven bündelte.

Der Austausch mit den USA erfolgte über einzelne Sessions im Virtual Classroom. Zur Vorbereitung wurde beiden Gruppen unabhängig voneinander eine Einführung in die zu diskutieren-den Themen gegeben. Der Austausch funktionierte technisch weitestgehend sehr gut, spontan wurde ein „Hot Chair“ eingerichtet, da eine Verständigung mit dem vorhandenen Mikrofon durch den gesamten Raum nicht möglich war. Die Lösung einen einzelnen Stuhl vor den Computer zu stellen, der immer von einer Person besetzt werden konnte war sehr erfolgreich. So war auch durch die nun virtuell erzeugte doppelte Seminargröße eine strukturierte und disziplinierte Diskussion möglich.

In der asynchronen Blogarbeit erhielten die Studierenden Vorgaben eine bestimmte Anzahl an Artikeln sowie Feedback-Kommentare zu erstellen. NewsActivist bot dafür eine geeignete Platt-form, um die Studierenden für den Austausch zu motivieren. Die Veröffentlichung der Beiträge auf der Seite erreichte ein weit größeres Publikum, als dies bei herkömmlichen studentischen Arbeiten der Fall ist. Die Artikel wurden im Schnitt über 300 mal aufgerufen, ein Teilnehmer erreichte sogar 1000 Aufrufe mit einem Beitrag.

Contextualizing Gender and Social Change

In diesem Kurs wurde eine Kooperation mit der Universität Tecnológico de Monterrey in Chichuana, Mexiko und Conventry University, Vereinigtes Königreich durchgeführt. Die Zeitverschiebung von acht Stunden zu Mexiko und die institutionellen Rahmenbedingen ließen hier keine synchrone Kooperation während der Präsenszeiten zu. In einer Facebook-Gruppe lernten sich die internationalen Teams während der Ice-Breaker-Activity kennen. Hierfür wurden Videos aufgenommen, in denen jeweils ein anderes Teammitglied kurz vorgestellt wird. Nun konnten alle Studierenden auch ein Gesicht und eine Stimme zu den Nutzernamen und Profilen zuordnen, die Distanz der Gruppen ist spürbar gesunken.

Als bewertete Prüfungsleistung wurden wissenschaftliche Poster in den internationalen Teams erstellt. Die Studierenden waren eigenständig für die Organisation der transnationalen Zusammenarbeit verantwortlich. In der Nachbesprechung zum Seminar betonten die Potsdamer Studierenden den Zuwachs an Erfahrungen in der internationalen Kommunikation sowie der Organisation von Projektgruppen.