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Anfangen

Zu Beginn eines OIL.UP Vorhabens sollten Sie definieren, welche Inhalte Ihres Kurses Sie internationalisieren möchten. Im Allgemeinen gibt es sehr wenige Kursformate, die sich nicht für die Internationalisierung mit OIL.UP eignen. Der folgende Abschnitt soll Auskunft darüber geben, wie eine Internationalisierung @home zum Erfolg Ihrer Lehrveranstaltung beiträgt. Die Handreichung soll auch dazu dienen, eine kritische Selbstreflexion zu ermöglichen und vorab die Potentiale sowie mögliche Schwierigkeiten bei der Durchführung des Kurses zu identifizieren.

Vier Fragen zu Selbstreflexion
Lehrszenarien: Pre- und Full-Oiling
Eine_n Partner_in finden

Vier Fragen zur Selbstreflexion
Welche Inhalte und Lernziele können durch einen Austausch der Studierenden der Universität Potsdam mit Studierenden der Partnerinstitutionen vertieft werden? Welche Inhalte können sich als spannend für eine internationalisierte Diskussion erweisen? Welche Lerninhalte können zurückgestellt oder verändert werden, welche Inhalte können in den Vordergrund gerückt werden, um den Austausch und die Diskussion unter den Studierenden zu unterstützen?
Wie tragen verschiedene (kulturelle/wissenschaftstheoretische) Perspektiven zum besseren Verständnis der präsentierten Inhalte für Ihre Studierenden bei? Sind Projekte geplant, in denen die verschiedenen Studierenden-Gruppen gemeinsam arbeiten? Gibt es Fotos, Präsentationen, Videos oder andere (kursrelevante)Artefakte, die unter den Studierenden ausgetauscht werden können?

Lehrszenarien: Pre- und Full-Oiling

An der Universität Potsdam werden zwei allgemeine Szenarien der Internationalisierung der Lehre unterschieden: Pre-Oiling und Full-Oiling. Diese Szenarien bieten einen groben Überblick über mögliche Anwendungen und erweisen sich als hilfreich, um eine erste Struktur für international-kollaborativ angelegte Online-Lehrveranstaltungen zu entwickeln. Die getroffene Entscheidung für Pre- oder Full-Oiling vereinfacht die Kommunikation mit potentiellen Partner_innen.

Pre-Oiling

Unter Pre-Oiling werden vor allem Lehrszenarien verstanden, die über einen kurzen Zeitraum einzelne, thematisch spezifische, kollaborative Elemente enthalten. Dies bedeutet, dass die einzelnen Sitzungen der kollaborierenden Veranstaltungen voneinander unabhängig stattfinden, während die Kollaboration parallel dazu in internationalen Tandems oder Gruppen von Studierenden außerhalb der Präsenzzeit abläuft. Die Studierenden organisieren dabei selbstständig ihre gemeinsame Arbeit an einer Aufgabe, beispielsweise einem wissenschaftlichen Poster. Die Kollaboration kann im Pre-Oiling auch zeitlich asynchron erfolgen, was bei größeren Zeitverschiebungen zwischen den beteiligten Ländern vorteilhaft ist. Als zeitlich asynchron werden Lehrszenarien beschrieben, in denen kein direkter Kontakt der Studierenden in den Lehrveranstaltungen stattfindet. Die Kommunikation erfolgt zeitlich asynchron, wie dies zum Beispiel bei E-Mails der Fall ist. Als Werkzeuge für das Pre-Oiling eignen sich eLearning-Plattformen wie Moodle, Blogs oder auch Facebook-Gruppen. Auch eine einmalige Videoübertragung, beispielsweise eines Vortrags, oder eine einzelne gemeinsame Sitzung im Virtual Classroom sind möglich. Pre-Oiling Modelle können einen einfachen Einstieg in das Lehrformat der internationalen Kollaborationen bieten und erfordern einen geringen Organisations- und Zeitaufwand für Lehrende wie Studierende.

Full-Oiling

Langfristig angelegte, semesterüberspannende kollaborative Lehrformate können unter dem Begriff Full-Oiling eingeordnet werden. In diesen sogenannten blended learning Szenarios arbeiten die Studierendengruppen gemeinsam an längerfristigen umfangreichen Projekten und tauschen in regelmäßigen Sitzungen im Virtual Classroom ihre Perspektiven auf Themen aus, um ihre gemeinsamen Ergebnisse schließlich der Gruppe zu präsentieren. Blended learning Szenarios zielen besonders auf internationale Kommunikation zwischen Studierenden und die daraus resultierende Perspektivenverschränkung im Lern- und Lehr-prozess. Die Auswahl der Werkzeuge für ein solches blended learning Projekt richtet sich nach den zu bearbeitenden Themen und den räumlichen und zeitlichen Bedingungen für kollaborative Elemente. Die Universität Potsdam stellt eine breite Palette von Tools zur Ver-fügung, um ein passgenaues Szenario für jedes Lehrvorhaben zu entwickeln. Das Team von OIL.UP steht den Lehrenden dazu in jeder Phase des Prozesses unterstützend und begleitend zur Seite.

Um einen Überblick über die didaktischen und Anwendungsmöglichkeiten der verschiedenen Formate und Tools zu geben, hat das Team von OIL.UP eine Reihe von Merkblättern entwickelt. Diese so genannten Leuchttürme basieren auf den Erfahrungen erfolgreicher Kollaborationen von Lehrenden der Universität Potsdam mit internationalen Partner_innen.

Eine_n Partner_in finden

Die Auswahl und Suche der passenden Partner_innen stellt einen, wenn nicht sogar den, zentralen Schritt einer OIL.UP Planung dar. Ziel der Suche nach Partner_innen sollte es sein, internationale Lehrende zu finden, mit denen eine fruchtbare, unkomplizierte Zusammenarbeit möglich ist und die ähnliche Vorstellungen an eine Kollaboration haben. Um diese Kriterien zu erfüllen sollten zunächst folgende Fragen für sich selbst beantwortet werden:

Welche Perspektiven (geographisch, kulturell) können die Lehre bereichern? Haben Sie bereits Kontakt mit Kollegen aus dem gewünschten geographischen Raum?
Bestehen bereits Partnerprogramme der Universität Potsdam mit der gewünschten Region, kann auf diese Ressourcen zugegriffen werden? Haben Sie bereits in das Datenblatt der OIL.UP Partnerschaften gesehen? Eine aktuelle Kopie der Tabelle können Sie auf Anfrage (oilup@uni-potsdam.de) erhalten.